24 Karat Gold Reinheit erklärt

Den Wert eines Goldschmuckstücks zu ermitteln, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die mehrere Faktoren berücksichtigt. Um den Wert Ihres Altgoldes zu berechnen, müssen Sie zuerst die Reinheit des Goldes bestimmen.

Die Reinheit wird üblicherweise in Karat angegeben. Sie können die Karatzahl auf Ihrem Schmuckstück mit einer Lupe ablesen, beispielsweise steht ein muschelförmiger Stempel für 14-karätiges Gold.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Qualität, Seltenheit, Schönheit und die Handarbeit des Schmuckstücks. Diese Faktoren können den Wert erheblich beeinflussen. Ein Juwelier oder Gemmologe kann alle diese Kriterien analysieren und den Marktwert des Schmucks präzise bestimmen.

Die Karat-Skala in der Übersicht

Anhand der Karat-Skala lässt sich Gold in unterschiedliche Grade einteilen, welche Aufschluss über den Goldanteil in einer Goldlegierung geben:

  • 24 Karat: 99,99% Goldanteil
  • 22 Karat: 91,7% Goldanteil
  • 21 Karat: 87,5% Goldanteil
  • 18 Karat: 75,0% Goldanteil
  • 14 Karat: 58,5% Goldanteil
  • 9 Karat: 37,5% Goldanteil
  • 8 Karat: 33,3% Goldanteil

Für Goldbarren und Goldmünzen wird der Goldgehalt in Promille angegeben. Zwar wird das Karat auch heute noch zur Bestimmung des Feingehalts von Schmuck herangezogen, bei Goldbarren und Goldmünzen hat sich allerdings die Angabe in Tausendsteln - oder Promille (‰) - durchgesetzt.

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Die Angabe in Promille bzw. Tausendsteln drückt aus, wie viel Promille des Gesamtgewichts einer Goldlegierung aus reinem Gold bestehen. Aus dem Promille-System leiten sich auch häufige Bezeichnungen wie zum Beispiel 999er Gold (999/1000) oder 917er Gold (917/1000) ab und das Promille-System kann - wenn auch etwas umständlich - in die Karat-Skala umgrechnet werden:

Umrechnung von Promille in Karat

  • 999er Gold entspricht: 999/1000-Gold oder 24-Karat-Gold
  • 917er Gold entspricht: 917/1000-Gold oder 22-Karat-Gold
  • 750er Gold entspricht: 750/1000-Gold oder 18-Karat-Gold
  • 585er Gold entspricht: 585/1000-Gold oder 14-Karat-Gold

Die Formel, um von Promille in Karat umzurechnen, ist: (Feingehalt in Promille/1000) x 24

Beispiel: Die Krugerrand-Goldmünze hat einen Feingehalt von 916,7. Dies entspricht 22 Karat (916,7/1000 x 24 = 22 Karat).

Was ist mit 750er Gold bzw. 18 Karat Gold gemeint?

Die Zahl 750 steht für den Feingehalt einer Goldlegierung, d.h. 750 von 1000 Teilen sind reines Gold. Je kleiner die Zahl des Feingehalts (750, 585 etc.), desto weniger Gold ist effektiv in der Legierung enthalten. In Deutschland gibt es zudem noch 333er Gold.

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Die beigemischten Bestandteile sind wesentlich günstiger als Gold, weshalb der Preis mit sinkendem Goldgehalt tiefer wird. Optisch sind für Laien die unterschiedlichen Legierungen meist nur am Feingehaltsstempel erkennbar (z.B. 750, 585 etc.).

Die Karat-Skala für Gold

Karat Goldanteil Beispiel
24 Karat 99,99% Feingold
22 Karat 91,7% Krugerrand
18 Karat 75,0% Hochwertiger Schmuck
14 Karat 58,5% Alltagsschmuck
9 Karat 37,5% Günstiger Schmuck
8 Karat 33,3% Günstiger Schmuck

Wie wähle ich aus?

Die Wahl zwischen diesen verschiedenen goldenen Reinheiten hängt von mehreren Kriterien ab:

  • Verwendung: Wenn das Ziel eine Investition ist, ist 24-karätiges Gold vorzuziehen. Für ein Luxusschmuckstück ist 18-karätiges Gold eine ausgezeichnete Wahl. Für ein widerstandsfähiges Schmuckstück des täglichen Lebens ist 14-karätiges Gold am besten geeignet.
  • Budget: 14-karätiges Gold ist günstiger, während 18- und 24-karätiges Gold aufgrund des höheren Gehalts an reinem Gold teurer sind.
  • Haltbarkeit: 14-karätiges Gold ist am stärksten, während 24-karätiges Gold am empfindlichsten ist.
  • Ästhetik: 18- und 24-karätiges Gold haben eine intensivere und luxuriösere Farbe als 14-karätiges Gold.

Wie bewertet man alten Goldschmuck?

Alter Goldschmuck kann trotz seines Alters einen erheblichen Wert haben. Wenn Sie ein altes Schmuckstück geerbt haben oder beim Aufräumen gefunden haben, sollten Sie es nicht wegwerfen.

Die Langlebigkeit von Gold bedeutet, dass der enthaltene Goldanteil unverändert bleibt, auch wenn das Stück Kratzer aufweist. Goldschmuck gilt als antik, wenn er vor der Mitte des 20. Jahrhunderts hergestellt wurde, und je älter das Stück, desto wertvoller kann es sein.

Die Bewertung eines solchen Schmuckstücks sollte von Experten durchgeführt werden, die verschiedene Kriterien wie Reinheit des Goldes, Qualität der Edelsteine, Zustand des Schmuckstücks und die handwerkliche Verarbeitung berücksichtigen. Überlassen Sie die Bewertung nicht dem Zufall.

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Alten Goldschmuck zu verkaufen, kann sich finanziell lohnen. Alte Schmuckstücke haben oft nicht nur einen materiellen, sondern auch einen historischen Wert. Angesichts der steigenden Goldpreise kann der Verkauf Ihres alten Schmucks ein kleines Vermögen einbringen. Besonders seltene oder antike Stücke können Sammlerpreise erzielen.

Wie bereitet man sich auf den Goldverkauf vor?

Bevor Sie Ihr Gold verkaufen, sollten Sie sich gut vorbereiten. Informieren Sie sich über die aktuellen Goldpreise und lernen Sie die Fachbegriffe kennen, die im Goldhandel verwendet werden.

Berechnen Sie den Wert Ihres Goldes im Voraus, um ein Gefühl für den möglichen Verkaufspreis zu bekommen. Achten Sie auf die Seriosität der Goldhändler. Nutzen Sie Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Kunden, um einen vertrauenswürdigen Händler zu finden.

Der Verkauf von Altgold kann eine lohnende Möglichkeit sein, nicht mehr benötigtes Gold in Bargeld umzuwandeln. Durch sorgfältige Vorbereitung und Auswahl eines seriösen Händlers können Sie sicherstellen, dass Sie einen fairen Preis für Ihr Gold erhalten.

Wie erkenne ich echtes Gold?

Echter Goldschmuck ist leicht diamagnetisch. Sprich: Starke Magneten stösst er von sich ab. Weniger abstossend reagiert er auf Goldschmuck mit Legierungen.

Nehmen Sie das Probestück genau unter die Lupe. Bei Unebenheiten im Material gibt es Grund zur Freude. Ein makelloses Original gibt es nur selten. Machen Sie sich auch auf die Suche nach einer Punzierung, einer schmalen Prägung im Edelmetall.

Bei einem melodischen Singen stehen die Chancen auf Echtheit gut. Den Wassertest haben wir den alten Griechen zu verdanken. Archimedes, einer der bedeutendsten Mathematiker der Antike, hat das Konzept für das Prüfverfahren entwickelt. Jede Legierung hat schliesslich ihr eigenes spezifisches Gewicht.

Gold als Wertanlage

Goldbarren und Goldmünzen bleiben ein unverzichtbares Anlageprodukt für diejenigen, die in Edelmetalle investieren möchten. Damit der Handel von Gold weitgehend steuerfrei gestaltet werden kann, ist es für Investoren entscheidend, dass ihre Werte als Anlagegold anerkannt werden.

Anlagegold ist in der Europäischen Union über die Sonderregelungen für Anlagegold unter anderem durch die folgenden Punkte definiert:

  • “[…] Gold in Barren- oder Plättchenform mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendsteln […]”
  • “[…] Goldmünzen mit einem Feingehalt von mindestens 900 Tausendsteln, die nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, die in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und die üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigt […]”

Festhalten lässt sich, dass Goldanleger im Falle von Goldmünzen mindestens 900er Gold (900/1000 bzw. 21,6 Karat) und im Falle von Goldbarren mindestens 995er Gold (995/1000 bzw. 23,9 Karat) kaufen sollten.