24 Karat Gold: Reinheit und Definition

Das Karat (Abk. kt oder C) ist eine Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Karat ist eine Maßeinheit, die den Reinheitsgrad von Gold angibt und auch für Gold verwendet wird. Ein Karat entspricht 1/24 reinem Gold. Somit entspricht 24 Karat reinem Gold.

Der Feingehalt gibt den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an und wird üblicherweise in Promille (‰) angegeben. Zum Beispiel bedeutet ein Feingehalt von 750/1000, dass die Legierung zu 75 % aus reinem Gold und zusätzlichen 25 % Legierungsmetallen besteht, wie Silber, Kupfer und Palladium. Der Rest der Legierung sind andere Metalle, die zur Härte und Farbe der Legierung unserer Ringe beitragen.

Was bedeutet Karat bei Gold?

Die Karatzahl von Gold gibt an, welcher Feingehalt an Gold ein Schmuckstück oder eine Goldmünze enthält. Denn reines, hundertprozentiges Gold eignet sich nur bedingt zur Herstellung von Schmuck, Münzen und Gegenständen, da es äußerst weich und somit schwer zu verarbeiten ist. Deshalb wird Gold zu einer optimalen Verarbeitung mit anderen Edelmetallen wie Silber oder Kupfer gemischt.

Wie viel Karat hat reines Gold?

Der höchste Reinheitsgrad für Gold ist 24 Karat. Der entsprechende Promillewert (Feingehalt) lautet 999,9. Je niedriger der Karatwert ist, desto weniger reines Gold ist enthalten. Beispielsweise entspricht ein Feingehalt von 250 dem Wert 6 Karat.

Da es aus technischen Gründen praktisch ausgeschlossen ist, mögliche Verunreinigungen vollständig zu eliminieren, wird für 24-karätiges Gold eine Reinheit von 99,99 Prozent angegeben (d.h. 99,99%). Heute ist es üblich, den Reingehalt in Promille (Tausendstel) anzugeben. Deshalb wird Gold mit 24 Karat auch mit „999,9“ bezeichnet (999,9 von 1.000) und umgangssprachlich „Four Nine Fine“ genannt.

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Was bedeutet 1 Karat?

Karat, abgekürzt mit kt oder C, ist ein Begriff, der hauptsächlich für den Goldanteil im Schmuckbereich verwendet wird. Er bezeichnet den Anteil von reinem Gold in einer Legierung, definiert in 24 Gewichtsanteilen. Das heißt: 24 Karat Gold entspricht reinem Gold, 1 Karat entspricht einem Goldanteil von 1/24 des Gewichtes, also umgerechnet etwa 4,2 Prozent. Ein Ring mit 8 Karat Gold weist demnach einen Goldanteil von einem Drittel des Gesamtgewichts auf.

Ein Schmuckstück mit einer Karat-Angabe von 18 Karat entspricht einem Feingehalt von etwa 750/1000. In der Praxis bedeuten beide Angaben letztendlich dasselbe: den Goldanteil in der Legierung. Die Wahl zwischen Feingehalts- und Karat-Angaben hängt oft von regionalen und traditionellen Präferenzen sowie von gesetzlichen Anforderungen ab.

Was ist besser - 18 oder 24 Karat Gold?

Die Antwort liegt klar auf der Hand: 24-karätiges Gold, da es einen reinen, 100-prozentigen Goldanteil aufweist. 18 karätiges Gold enthält dagegen nur ein Dreiviertel Goldanteil.

Feingehalt

Das Feingehalt definiert wie die Karatzahl von Gold den Anteil von reinem Gold in dem entsprechenden Schmuckstück. Allerdings wird die Angabe des Feingehalts in Tausender Anteilen, also “Promille”, berechnet. Die bekanntesten Bezeichnungen sind zum Beispiel 333er Gold oder 585er Gold - hier entspricht der Goldanteil dann 585 Teilen von 1000. Karat und Feingehalt beschreiben somit beide den relativen Goldanteil, also den Reinheitsgrad des Goldes.

In Europa werden Feingehaltsangaben wie 585/1000 (entspricht 14 Karat) und 750/1000 (18 Karat) häufig verwendet. Ein Schmuckstück mit einer Feingehaltsangabe von 750/1000 enthält 75 % reines Gold und 25 % andere Metalle.

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Geläufiger ist bei der Bezeichnung von Schmuck allerdings mittlerweile der Feingehalt. Möchten Sie ein Schmuckstück aus Gold veräußern und interessieren sich dafür, wie sich der Wert Ihres Ringes, Ihrer Kette oder Ihres Armreifs berechnet? Der Preis eines Schmuckstücks setzt sich aus der Gold Karatzahl, dem Gewicht und dem aktuellen Gold Tageskurs zusammen.

Die Bezeichnung „333er-Gold“ bezieht sich auf eine Goldlegierung, bei der der Feingehalt 33,3 % beträgt. Das bedeutet, dass nur ein Drittel der Legierung aus reinem Gold besteht, während der Rest aus anderen Metallen wie Silber, Kupfer oder Zink besteht.

Wie erkennt man den Feingehalt von Goldlegierungen in Karat?

Goldlegierungen werden hauptsächlich mit Kupfer und Silber hergestellt. Anhand der auf Barren und Münzen angegebenen Promillezahlen lässt sich der reine Goldgehalt in Karat bestimmen. Grundlage ist immer die Regel, dass 24 Karat fast exakt 100 Prozent Feingehalt entsprechen. Der Feingehalt wird faktisch mit 99,9 Prozent angegeben, da es praktisch ausgeschlossen ist, kleinste Verunreinigungen vollständig zu eliminieren.

Ein Beispiel: Die Zahl „333“ bedeutet „333 von 1.000“, der Goldgehalt beträgt damit 33,3 Prozent. Und 33,3 Prozent von 24 (Karat) ergeben 7,992. Dies entspricht - aufgrund der „99,9-Prozent-Regel“ - 8 Karat.

Karat Tabelle

Wer wissen möchte, welche Gold Karatzahl welchen Feingehalt hat, kann unsere große Gold Karat Tabelle nutzen und den passenden Wert ablesen. Es sind auch einige eher selten vorkommende Goldlegierungen mit aufgeführt.

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Karat (kt)Feingehalt in TausendstelnGoldanteil in Prozent*
8 kt333er Gold33,3 %
9 kt375er Gold37,5 %
10 kt417er Gold41,7 %
14 kt585er Gold58,5 %
18 kt750er Gold75 %
20 kt833er Gold83,3 %
21 kt875er Gold87,5 %
22 kt916,66er Gold91,666 %
24 kt999er Gold99,9 %

*Anmerkung zur Karat Goldtabelle: Prozentangaben nur zur Veranschaulichung. Prozentwerte sind in der Edelmetallbranche unüblich

Die Geschichte des Karat

Schon in historischer Zeit wurde der Reinhaltsgehalt von Gold in Karat angegeben. So galt schon im historischen Deutschland die Einheit Karat als ein kleines Goldgewicht.

Seit der Spätantike wird der Goldgehalt von Münzen in den Masseanteilen einer Münze gemessen, die auf Gold entfallen. Die wertvollste Münze - der Solidus - hatte einen Feingehalt von beinahe 24 Karat. Die Masse und der Wert eines Kerations entsprachen 1/24 eines Solidus. Daher ergab die Zahl der Keratia Gold, aus dem die Münze bestand, ihren Feingehalt.

Auch die Geschichte des Karat-Begriffs für Goldlegierungen geht auf die griechischen und römischen Vorbilder der Johannisbrotbaum-Samen zurück. In Deutschland gab es früher das Karat als kleines Gegengewicht, mit dem man die Feinheitsbestimmung des Goldes vornahm. Dieses Gewicht entsprach dem 24.Teil einer Mark, 1 Karat wiederum teilte sich in 12 Grän als Untereinheiten auf.