Der Rapper 18 Karat versteckt sein Gesicht meist hinter eine Maske aus Gold. In den letzten Wochen und Monaten hat der Rapper 18 Karat immer wieder mit Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht.
Nicht unbedingt wegen seiner Musik, wohl aber wegen seiner Hochzeit - die fand nämlich hinter Gittern statt, weil er aktuell eine mehrjährige Haftstrafe absitzen muss. Eine kuriose Geschichte, die auch viele Nicht-Rap-Fans mit dem Namen 18 Karat vertraut gemacht hat.
Die Anfänge seiner Karriere
Im Alter von knapp 30 Jahren hat Ivo Vieira Silva, wie 18 Karat mit bürgerlichem Namen heißt, die deutsche Rap-Szene erstmals aufgemischt. Passend zu seinem Künstlernamen - eine offensichtliche Anspielung auf die Maßeinheit für den Feingehalt von Gold - hat er eine goldene Maske zu seinem Markenzeichen gemacht, die schon in seinen ersten Musikvideos im Jahre 2015 zu sehen gewesen ist.
Die Maskierung begründet er im "TV Strassensound"-Interview später damit, dass er ein Junge von der Straße sei und noch vieles zu verstecken habe. Ein Image, das ihm Jahre später zum Verhängnis werden sollte.
2016 hat 18 Karats Karriere an Fahrt aufgenommen. Und zwar so richtig. Nicht nur erschien sein Debütalbum "FSK18 Brutal", mit dem er sich bei vielen Rap-Fans einen Namen machen konnte, auch wurde er bei Farid Bangs Label Banger Musik unter Vertrag genommen.
Lesen Sie auch: Goldene Masken im Rampenlicht
Als jüngstes Signing bei dem Label droppte 18 Karat im April 2017 sein nächstes Album "Pusha", das genau da weitermacht, wo "FSK18 Brutal" aufgehört hat. Harter Straßenrap auf ebenso harten Produktionen von KD-Beatz, NIZA oder Gorex.
Neue Zusammenarbeiten mit bekannten Producern wie Juh-Dee oder Young Mesh sowie Features mit KC Rebell, Farid Bang und AK Ausserkontrolle haben dazu beigetragen, dass 18 Karat mit seinem Banger Musik-Debüt auf Platz 4 der deutschen Album-Charts landen konnte.
Ausbau des Musikkatalogs
In den folgenden Jahren hält sich 18 Karats Karriere auf einem soliden Level. 2018 und 2019 hat er mit "Geld Gold Gras" und "Je m’appelle Kriminell" je ein Album veröffentlicht, das sich in den deutschen Album-Charts eine respektable Drittplatzierung verdienen konnte.
2019 gründete er mit "Supremos" außerdem sein eigenes Label, bei dem Künstler wie Hemso oder Hamada unter Vertrag stehen. Zwei Jahre später folgte mit "Supremas" das All-Female-Äquivalent zu seinem Erstlabel. In all der Zeit ist 18 Karat jedoch Banger Musik als Signing erhalten geblieben.
Mit steigender Bekanntheit legte 18 Karat sich auch immer wieder neue Masken zu. Ein wiederkehrendes Motiv, das seinen Aufstieg symbolisiert. War die erste Maske noch lediglich mit Blattgold verziert, bestand die zweite schon aus Echtgold. 2021 konnte er dann mit einer wenig bescheidenen Diamant-Maske flexen, die laut eigener Aussagen einen Wert von rund 400.000 Euro haben soll.
Lesen Sie auch: Wissenswertes über Goldkarat
Im selben Jahr ist mit "Narco Trafficante" übrigens sein bis dato erfolgreichstes Album erschienen. Mit einem zweiten Platz in den Album-Charts ist er nur knapp an der Spitzenposition vorbeigehuscht.
Und genau das spiegelt die Karriere von 18 Karat ziemlich gut wider: Zwar kann er bis hierhin immer wieder erfolgreiche Alben in den Charts platzieren, auch haben einige seiner Songs bereits Millionen von Streams generiert. Der große Durchbruch mit goldenen Schallplatten passend zur Maskierung bleibt aber aus. Erst 2022 erlangt sein Name weitere Bekanntheit - allerdings nicht wegen seiner Musik.
Verhaftung und Verurteilung
Eigentlich beginnt das Jahr für 18 Karat gewohnt solide. Direkt am ersten Release Friday des Jahres bringt er sein Album "Uncut" heraus, was gleichzeitig seine letzte Veröffentlichung über Farid Bangs Label gewesen ist. Im März 2022 gibt er seine Trennung von Banger Musik bekannt.
Drei Monate später wird er bei einer Drogen-Razzia in Dortmund verhaftet. Der Vorwurf: Handel mit Betäubungsmitteln und Verstoß gegen das Waffengesetz. Bis zum Dezember 2022 befindet der Rapper sich in U-Haft. Dann folgt das Urteil: sechs Jahre und drei Monate Haft sowie eine sechsstellige Geldstrafe.
Er soll kiloweise Gras nach Deutschland geschmuggelt haben und hier verkauft haben. In einem Teilgeständnis hat 18 Karat diese Vorwürfe zugegeben. Die Beschuldigung, dass er selbst Marihuana angebaut haben soll, stritt er hingegen ab.
Lesen Sie auch: Schlaganfall: Was Sie wissen müssen
Leben hinter Gittern
Ruhig ist es seit seiner Verurteilung aber nicht um ihn geworden. Ganz im Gegenteil: Viele große Medien haben 18 Karats Prozess und seine Zeit in der Haft verfolgt. Auch seine jetzige Ehefrau Maya trägt einiges dazu bei, dass der Rapper weiterhin in der Öffentlichkeit steht.
In den sozialen Medien gibt sie sich als "Mrs. 18 Karat" aus. Sie ist diejenige, die dafür sorgt, dass Botschaften und Updates vom Rapper mit der Goldmaske an die Außenwelt getragen werden. So kriegt 18 Karats Fanbase auch trotz Haft Einblicke in seine aktuelle Gedankenwelt - ob durch handgeschriebene Briefe oder durch die Beantwortung von Fan-Fragen.
Für Schlagzeilen sorgte die Hochzeit der beiden im März dieses Jahres. Richtig: Statt vor dem Traualtar oder im Standesamt haben Herr und Frau Karat sich das Ja-Wort in der Justizvollzugsanstalt gegeben. Vor Kurzem durften die beiden sogar ihre Hochzeitsnacht nachholen, der Raum für sogenannten Langzeitbesuch musste bis dahin länger renoviert werden.
Auch aus musikalischer Sicht ist 18 Karat trotz Haftstrafe nicht in Vergessenheit geraten. Dafür Sorge hat zuletzt sein Signing Jokerbelle getragen. Auf ihrem Song "Verliebt in einen Gangster 3", der erst im Mai erschienen ist, ist ein Featurepart von 18 Karat zu hören.
Normalerweise trägt er eine Goldmaske - doch vor Gericht konnte der Rapper sein Gesicht nur mit einem roten Aktendeckel verstecken.
Der Gangster-Rapper soll mindestens 48 Kilo Marihuana von Amsterdam nach Dortmund gebracht und dort weiterverkauft haben. Wert: 203 000 Euro! Ein weiterer Vorwurf: „In seiner Wohnung fanden die Ermittler eine Plantage mit 69 Marihuana-Pflanzen“, so der Staatsanwalt.
Bei der Durchsuchung entdeckten die Ermittler neben einer Schreckschusswaffe auch das Potenzmittel „Kamagra“.
Aus Niederlanden eingeschmuggelt Rapper 18 Karat soll Drogen im Wert von 200.000 Euro gehandelt haben. Ivo V. soll laut Staatsanwaltschaft von März 2020 an circa zwei Jahre zusammen mit einem Mittäter "einen schwunghaften Handel mit Betäubungsmitteln" in Dortmund betrieben haben. Außerdem sollen die Beiden in der Wohnung von Ivo V. eigenständig Marihuana angebaut haben.
Festgenommen wurde der 37-Jährige bereits im Juni, er sitzt seitdem in U-Haft. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm mehrere Jahre Gefängnis.
Bereits 2019 wurde der Rapper nach Razzien in mehreren Wohnungen und Geschäftsräumen von der Polizei festgenommen, daraufhin allerdings wenige Tage später wieder frei gelassen. Hintergrund war ein Anschlag auf ein Bandenmitglied der Rockergruppe Bandidos. Der Rapper stand im Verdacht, die Tatwaffe besorgt zu haben, mit der das Bandidos-Mitglied angeschossen wurde.
Ansonsten sehe sein Alltag relativ unspektakulär aus. Um halb sechs morgens müsse er aufstehen und einmal am Tag hab er eine "Freistunde". Abseits davon beschränke sich sein Radius auf die eigene Zelle. Dort habe er unter anderem einen Fernseher, DVDs und einen Wasserkocher, eben "nichts Besonderes". Bald dürfe er vielleicht arbeiten.
Unter anderem die Bild hatte immer wieder Fotos des Rappers ohne dessen Maske verwendet und lediglich die Augen unkenntlich gemacht. Da "nicht viel zu sehen" war, halte sich 18 Karats Wut-Level aber in Grenzen. Ob er seine goldene Maske nach dem Gefängnisaufenthalt ablegen werde, wisse er noch nicht: "Mal schauen, was passiert."
Texte habe er bislang noch nicht geschrieben, dafür fühle er sich zu eingeengt. Auch Songs habe er "bis jetzt nicht" aufgenommen.
Im Dezember des letzten Jahres wurde 18 Karat zu etwas mehr als sechs Jahren hinter Gittern sowie einer sechsstelligen Geldstrafe verurteilt. Ihm wurde zur Last gelegt, kiloweise Gras nach Deutschland geschafft und hier verkauft zu haben. Bei einer Razzia in Dortmund konnte die Polizei Mitte 2022 elf Kilos Gras und rund 19.000 Euro Bargeld sicherstellen.
Die Idee kam dabei vom Banger Chef persönlich. Damit wollte er extra Aufmerksamkeit für 18 Karat erregen. Es ist jedoch nicht das einzige Video, in dem sich der Banger ohne Maske zeigt. In der Doku spricht er über seine Herkunft und seinen Werdegang. Doch auch in diesem Video wird die Kamera auf eine Weise geführt, dass 18 Karats Gesicht nie klar zu sehen ist.
Der Dortmunder Rapper „18 Karat“ (37) hat zuletzt mehr mit seiner Gefängnisstrafe als mit neuer Musik auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt meldet sich der Musiker aus Dortmund aber mit seinem Song „Verliebt in einen Gangster“ zurück.
Wie WDR und T-Online übereinstimmend berichten steckt hinter der Aktion offenbar das Team um Rapper „18 Karat“. Der Dortmunder Rapper, der sein Gesicht stets mit einer goldenen Maske bedeckt, war bei dem Videodreh selbst nicht anwesend. Er sitzt derzeit in der JVA Dortmund seine knapp 6-jährige Haftstrafe ab.
Im März 2023 heiratete der 37-Jährige seine Verlobte im Gefängnis.
Nicht ohne Grund vermuten mehrere der Top-Kommentare unter dem Video, dass bei Yakarys Labelboss PA Sports mit Release wahrscheinlich schlagartig das Kopfschmerz-Risiko gestiegen sei.
Maya, die in der Öffentlichkeit auch als Mrs. Karat auftritt, reagiert mit zahlreichen Instagram-Storys. Unter anderem teilt sie erneut das Video, in dem Yakary geschlagen wird. Des Weiteren postet sie ein längeres Statement, in dem sie es als "maximal unangenehm" verurteilt, dass Yakary sich die ganze Zeit mit ihr als Frau streite.
Noch vor wenigen Jahren feierte er große Charterfolge mit Goldmaske und Straßenrap - jetzt blickt 18 Karat in eine ungewisse Zukunft. Während seine Partnerin das erste gemeinsame Kind erwartet, sitzt der Musiker im Gefängnis. Und nicht nur das: Auch eine drohende Abschiebung wirft dunkle Schatten auf sein Leben.
So kennt man ihn aus der Haftzeit: 18 Karat hinter Gittern, mit goldener Maske und auffälligem Designer-Outfit - ein Symbol für seinen Mythos im Knast.
Die Zeit in Untersuchungshaft wird angerechnet. Regulär müsste der 39-Jährige bis zum 19. September 2028 in Haft bleiben.
Nach Informationen der Bild hat die Ausländerbehörde bereits einen Abschiebeantrag gestellt. Die Zustimmung der Staatsanwaltschaft gilt als reine Formsache.
Ziel der Maßnahme wäre Silvas Heimatland Portugal. Für ihn hätte eine Abschiebung weitreichende Konsequenzen: Eine Wiedereinreise nach Deutschland wäre auf Jahre nicht erlaubt - selbst bei Notfällen in der Familie.
Sie erwartet im September per Kaiserschnitt die gemeinsame Tochter Amalia Adriana - und setzt sich für den Verbleib ihres Mannes in Deutschland ein.
Für die Geburt der Tochter wurde Hafturlaub beantragt. Ob dieser bewilligt wird, ist derzeit noch offen. Das erste gemeinsame Kind, das bei einem Besuch im Gefängnis gezeugt wurde, kam im November des Vorjahres vorzeitig tot zur Welt.
