Es gibt Filme und Biografien über Legenden und Helden vergangener Tage und es gibt Biografie-Verfilmungen von aktuellen Top-Stars aus Film, Musik und Sport.
Saraya-Jade Bevis ist eine dieser Menschen, die es schafften, den amerikanischen Traum wahr werden zu lassen. Sie wurde eine der besten Wrestlerinnen der führenden Liga WWE und ist nun unter dem Namen PAIGE ein weltbekannter Name im Sports-Entertainment.
Die Geschichte des tragikomischen Wrestling-Biopics „Fighting With My Family“ über die Profi-Wrestlerin Saraya-Jade „Paige“ Bevis beginnt 2012 in einem Hotelzimmer irgendwo in England, als Superstar Dwayne „The Rock“ Johnson nach einem harten Drehtag am Set von „Fast & Furious 6“ zur Entspannung ein wenig Fernsehen schaut. Durch Zufall stößt er dabei auf die Dokumentation „The Wrestlers: Fighting With My Family“ und ist sofort begeistert von der verrückten englischen Wrestler-Familie, die in der Channel-4-Reportage porträtiert wird.
Kein geringerer als Dwayne „The Rock“ Johnson produzierte diesen Film.
Johnson nimmt Kontakt zu seinem Kumpel Stephen Merchant auf (die beiden spielten zusammen in „Zahnfee auf Bewährung“) und beauftragt ihn mit der Entwicklung eines Drehbuchs.
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Im Januar 2019 feierte „Fighting with my Family“ dann beim berühmten Indie-Festival in Sundance seine Weltpremiere.
Die Handlung von "Fighting with my Family"
Für ihre Familie ist Wrestling mehr als ein Sport, es ist das einzig Wahre im Leben - Paige ( gespielt von Florence Pugh) und ihr Bruder Zak (gespielt von Jack Lowden), aufgewachsen in Englands Provinz, sehen ihre kühnsten Träume wahr werden, als sie beim Probetraining der WWE (World Wrestling Entertainment) antreten dürfen.
Die Wege der Geschwister trennen sich allerdings, als nur Paige einen Platz im hart umkämpften Ausbildungsprogramm erhält. Sie muss ihre Familie verlassen und sich von nun an allein im Ring dieser gnadenlosen Welt des Showbiz stellen.
FIGHTING WITH MY FAMILY basiert auf der wahren Geschichte von Wrestling-Superstar Paige.
Regisseur und Comedian Stephen Merchant (The Office) erzählt aus dem Leben einer Familie, die, selbst wenn es schwer wird, kämpft und für einander einsteht - und das mit jeder Menge Herz und Wortwitz.
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Auf der Grundlage der gleichnamigen Dokumentation hat Stephen Merchant das Drehbuch geschrieben und den Film inszeniert, der unter anderem auch von Dwayne Johnson und WWE Studios produziert worden ist.
Jeder in der Familie Bevis ist Wrestler. Der Vater tritt als Ricky Knight auf, die Mutter als Sweet Saraya Knight, der Bruder als Zac Zodiac und die junge Saraya Jade-Bevis als Britani Knight. Die beiden Geschwister Zac und Saraya haben einen großen Traum - einmal von der WWE entdeckt zu werden und groß rauszukommen.
Es kommt auch dann zu einem Tryout, bei dem jedoch nur Saraya, die fortan den Ringnamen „Paige“ trägt, die große Chance erhält, in die Staaten zu reisen und im WWE Performance Center für die „Farmliga“ NXT zu trainieren.
Der Film ist eine sehr bodenständige und vielschichtige Geschichte geworden. Wir haben es mit einem Familiendrama, einer Aufsteigerstory, einer Coming-of-Age-Geschichte, einem Biopic und auch einem Wrestlingfilm zu tun, bei dem die Mischung aus Drama und Humor super ausbalanciert ist.
Die komplette Darstellerriege macht einen tollen Job. Florence Pugh als Paige ist in der Hauptrolle gut besetzt wie auch Nick Frost, Lena Headey, Jack Lowden und Vince Vaughn. Der Regisseur Stephen Merchant wie auch Produzent Dwayne Johnson lassen es sich auch nicht nehmen, kleine Auftritte zu absolvieren.
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Die Charakter sind sehr toll und vielschichtig geschrieben, so dass es vor allem bei Paige während des Films keine klare Aufteilung gibt, ob sie jetzt gut oder böse ist - im Wrestling-Jargon würde man von einem „Tweener“ sprechen.
Der Film geht zu Herzen und ist eine tolle kurzweilige Unterhaltung.
Ricky Knight (Nick Frost) hat dem alten Kleinverbrecherleben abgeschworen und verdient sein Geld nun mit Wrestling. Mit Ehefrau Julia (Lena Headey) und den Kindern Zak (Jack Lowden) und Paige (Florence Pugh) hat er in der englischen Provinz ein mehr schlecht als recht laufendes kleines Wrestling-Geschäft. Für die ganze Familie ist Wrestling mehr als nur ein Sport.
Zak und Paige träumen von der großen Karriere und eines Tages eröffnet sich die Chance: Beide können an einem Vorbereitungscamp für die WWE (World Wrestling Entertainment), der größten Organisation des Sports, die schon Stars wie Dwayne „The Rock“ Johnson hervorgebracht hat, teilnehmen.
Doch nachdem Paige einen Platz im hart umkämpften Ausbildungsprogramm der WWE erhält, merkt sie, dass nur sie den Sprung schaffen wird, aber ihr Bruder nicht. Als sich die Wege der Geschwister trennen, steht Paige nun allein im Ring der gnadenlosen Welt des Showbusiness. Und auch hier merkt sie schnell, dass sie anders als ihre Konkurrentinnen ist.
Florence Pugh als Paige
Florence Pugh spielt Paige in dieser Produktion und die britische Schauspielerin ist derzeit eine ganz große Newcomerin in Hollywood.
2014 gab sie mit dem Film „The Falling“ ihr Debüt vor der Kamera und hatte zwei Jahre später in „Lady Macbeth“ ihre erste Hauptrolle. Nach „Fighting with my Family“ im Jahr 2019 ging es aber erst richtig los. Filme wie „Midsommer“ (2019) und der Blockbuster „Little Women“ (2019) machten sie weltweit zum Star.
Die britische Schauspielerin Florence Pugh (23) wurde besonders über ihre Hauptrolle im Filmdrama „Lady Macbeth“ bekannt.
Saraya-Jade Bevis: Der Weg zum Erfolg
Saraya-Jade Bevis - Mit dem Namen geht es schon los… Im Film spielt der eigentliche Nachname Bevis keine Rolle. Die Familie heißt „Knight“. Ok, ganz weit hergeholt ist es nicht und eigentlich stimmt es doch irgendwie.
Anders als im Film, trat sie nach ihrem Debüt in der Liga des Vaters noch in vielen weiteren europäischen Ligen auf und erarbeitete sich einen ausgezeichneten Independent-Namen. In den USA absolvierte sie tatsächlich ein extrem hartes Training und arbeitete sich nach Startschwierigkeiten schnell nach oben.
Doch zunächst in der Nachwuchsliga der WWE, besser bekannt als NXT.
… Der Film endet mit dem ganz großen Triumph und dem Gewinn des damaligen Diva´s Titel am 07. April 2014 in New Orleans. Danach passierte noch ganz viel mehr.
Paige verlor den Titel an die damalige Widersacherin AJ Lee und holte ihn sich bei einer späteren RAW Ausgabe (Wochensendung der WWE) wieder zurück.
Sie ist eine der Hauptstars der erfolgreichen Serie „Total Divas“ und schwebte lange Zeit auf der Welle des Erfolgs.
Im Jahr 2018 folgte dann die Katastrophe. Eine schwere Nackenverletzung zwingt sie zum Karriereende und unter Tränen verabschiedet sie sich von den Fans des WWE-Universums.
Paige hat in ihren jungen Jahren einen großen und erheblichen Einfluss daran, dass die WWE sich im Bereich des Damen-Wrestling (sieht man mal über ein paar gute Matchserien von unter anderem Trish Stratus, Lita und Mickie James hinweg) stark weiterentwickelt hat.
Denn lange Zeit war den Damen kaum Sendezeit zugestanden worden und es waren eher Models ohne großes Wrestlingtalent, die in leicht fragwürdigen Strip-Matches, Pudding-Wrestling, Kissenschlachten und Backstage-Segmenten eingesetzt worden sind. Mit der Ankunft von Paige und diversen anderen talentierten Wrestlerinnen wie Charlotte Flair und Becky Lynch und vielen anderen aus dem Indy-Sektor sind extrem viele Meilensteine erreicht und Barrieren eingerissen worden.
Matcharten, die bisher nur den Männern vorbehalten waren, sind nun auch mit Frauen besetzt - Von Iron-Man-Matches, Hell-in-a-Cell, Leitermatches und dem Royal Rumble ist alles mit dabei.
Selbst Kampfsportgrößen aus dem MMA-Bereich wie Ronda Rousey lassen es sich nicht nehmen, in die WWE zu kommen.
Dieser „Womens Revolution“ hat man es auch zu verdanken, dass es im letzten Jahr die erste Großveranstaltung nur mit Frauenmatches gab und beim ansonsten immer männerdominierten Haupt- und Abschlussmatch von Wrestlemania in diesem Jahr erstmals die Frauen die Show beenden durften.
Umso tragischer ist, dass Paige aufgrund von Nackenverletzungen und Suspendierungen nie wirklich aktiv am Erfolg dieser „Womens Revolution“ teilnehmen konnte und bereits in ihren jungen Jahren nicht mehr aktiv als Wrestlerin im Ring stehen darf.
Das hält die WWE und Paige aber nicht ab, sie noch als On-Air-Persönlichkeit einzusetzen. Paiges Einfluss und ihre bewegte Karriere wird sie sicherlich irgendwann auch einmal in die Ruhmeshalle der WWE, die Hall of Fame bringen. Für ein kleines junges Mädchen aus Norwich, England das im Alter von 13 Jahren mit dem Wrestling begonnen hat, wäre das die absolute Krönung.
Paiges Vermögen
Saraya Jade Bevis Nettowert: Saraya Jade Bevis ist eine englische Profi-Wrestlerin, die ein Nettovermögen von 3 Millionen Dollar hat.
Bevis debütierte in der World Association of Wrestling im Jahr 2005 unter dem Namen Britani Knight.
Sie unterschrieb 2011 einen Vertrag mit der WWE und begann in deren Entwicklungssystem zu wrestlen. Im Jahr 2014 debütierte sie auf dem Main Roster der WWE. Bevis wurde die erste NXT Women's Champion.
Sie ist auch ein zweifacher WWE Divas Champion und hielt beide Titel gleichzeitig im April 2014.
Ihr offizielles Wrestling-Debüt gab sie im Alter von 13 Jahren.
Bevis hat auch den German Stampede Wrestling Ladies Title, Herts & Essex Wrestling Women's Championship zweimal, Premier Wrestling Federation Ladies Tag Team Championship, Pro-Wrestling gehalten: EVE Championship, Real Deal Wrestling Women's Championship, Real Quality Wrestling Women's Championship, Swiss Championship Wrestling Ladies Championship und World Association of Women's Wrestling British Ladies Championship, British Tag Team Championship und Ladies Hardcore Championship.
Im Jahr 2014 trat sie dem Cast der E! Bei.
Wrestling: Mehr als nur Show
Wie Preisboxen war Schauringen ursprünglich eine Jahrmarktattraktion. Ab Ende des 19. Heute ist Wrestling eine besonders in Mexiko, Japan und den USA populäre Sparte der Unterhaltungsindustrie, mit jährlichen Milliardenumsätzen.
Als Spross einer britischen Berufsringer-Familie - Vater Patrick und Mutter Julia leiten die „World Association of Wrestling“ mit Sitz in Norwich - lag Saraya das Talent gewissermaßen im Blut, auch ihre Geschwister Zak und Roy sind Wrestler.
Denn wie im Kino wird die Action bei Wrestling-Shows vorab genau geplant. Es gibt ein Skript, das die Rollenverteilung und den Ablauf der Kampfhandlung regelt. Nichtsdestotrotz ist Wrestling ein beinharter, potenziell lebensgefährlicher Sport.
Fazit
Die Dramaturgie ist typisch für Sportfilme: Anfangs scheint die junge Frau aus der Unterschicht chancenlos, es folgen Hoffnung und Enttäuschungen, es fließen Schweiß und Tränen. Motiviert und moralisch unterstützt durch ihre solidarische Familie triumphiert Paige schließlich - scheinbar überraschend. Tatsächlich aber informierte man sie am Tag vor ihrem Debüt bei der wöchentlichen WWE-Sendung „Monday Night Raw“, dass sie Champion wird.
