Taekwondo vs. Kung Fu: Ein Vergleich

Viele Kampfsportarten stammen aus Asien. Taekwondo kommt aus Korea.

Obwohl Taekwondo für Laien grosse Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist, unterscheidet es sich klar von Kung-Fu oder Karate. Auf den ersten Blick besitzt Taekwondo viele Parallelen zu anderen asiatischen Kampfsportarten, genauer betrachtet offenbaren sich aber doch einige eklatante Unterschiede. So dominieren beispielsweise im Vergleich mit Karate hier die Fußtechniken deutlich, außerdem ist Taekwondo sehr stark auf die Dynamik und Schnelligkeit aller Bewegungen ausgelegt.

Ursprünge und Entwicklung

Die Quellen beider Künste liegen aber in China.

Taekwondo hat sich über tausende Jahre in Korea selbständig entwickelt. Ähnlich wie Judo wurde auch Taekwondo erst im 20. Jahrhundert entwickelt, genauer gesagt in den fünfziger Jahren.

Ein wichtiger Schritt der Entwicklung zum heute bekannten olympischen Taekwondo, wurde durch den General Choi Hong Hi gemacht. Er gab der Sportart 1955 den Namen „Taekwondo“.

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Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte wurden im Taekwondo unterschiedliche Stile herausgearbeitet, die heute auch als Disziplinen bezeichnet werden.

Für Kung Fu wird heute zunehmend der Begriff Wushu (Kampfkunst) verwendet. Der Begriff Kung Fu (Gongfu) heisst soviel wie „Etwas durch geduldige/harte Arbeit Erreichtes“.

Techniken und Stile

So ist die Taekwondo-Technik sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Taekwondo koreanisch 태권도, kurz TKD, ist eine koreanische Kampfkunst. Die drei Silben des Namens stehen für Fußtechnik (tae), Handtechnik (kwon) und Weg (do). Tae steht für Fuss und bezeichnet die Fusstechniken. Kwon bedeutet Faust und bezeichnet die Hand- und Armtechniken.

Es gibt im Kung Fu weltweit mittlerweile 1’000 völlig verschiedenen Stilarten. Niemand kennt die genau Zahl. Nördliche Kung Fu-Stile sind meist akrobatisch mit ausholend runden Bewegungen. Technik: meist rund und akrobatisch (Nordstile).

Training und Schwerpunkte

Taekwondo ist ein Ganzkörpertraining, welches durch eine regelmässige Ausübung das allgemeine Wohlbefinden verbessert. Es werden jedoch nicht nur körperliche Fähigkeiten, wie Koordination, Beweglichkeit, Kondition und Schnellkraft trainiert, sondern auch die Konzentration und ein diszipliniertes Denken wird gefördert. Von Beginn weg lernen die Schüler ihre Bewegungen und Handlungen bewusst und bedacht auszuführen.

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Hierbei werden zunächst die einzelnen Techniken ohne realen Gegner einstudiert. Die in der Grundschule einstudierten Übungen werden nun in eine feste Form gebracht, d.h. sie werden in einer vorgegebenen Reihenfolge ausgeführt. Hierbei kommt erstmals ein realer Gegner zum Einsatz. Hierbei handelt sich um einen Übungskampf, der mit einem Gegner ausgeführt wird. Nun geht es in die Vollen, die erlernten Techniken werden im realen Kampf gegen den Gegner eingesetzt.

Kyokpa / Der Bruchtest - Durch die Nutzung von Körper und Geist im Einklang wird demonstriert, welche Energie auf einen Punkt entwickelt werden kann. Hosinsul / Die Selbstverteidigung - Erlernte Techniken gegen einen oder mehrere Gegner anwenden.

Die Förderung von Fitness, Körperbeherrschung und Reflexen durch Trainingsmethoden unterschiedlicher Kampfkünste wie Kung Fu, JKD, FMA, MMA und BJJ bildet die Grundlage unserer Kampfsport-Ausbildung für Erwachsene. Durch eine Vielzahl von Trainingsmethoden bieten wir eine realistische Selbstverteidigung an. Jede Distanz, in der ein Kampf stattfinden kann, wird in unseren Trainings in der Kampfkunstakademie berücksichtigt. Bereits im Alter von fünf Jahren können Kinder bei uns trainieren und werden auf spielerische Art gefördert - ganz ohne Leistungsdruck. Dabei trainiert Kampfsport für Kinder nicht nur die Fitness, sondern stärkt auch Selbstvertrauen und Disziplin. Selbstverteidigung für Jugendliche und Kinder macht Spass, ist abwechslungsreich und dem Alter angepasst.

Philosophie und Werte

Fälschlicherweise wird Kampfsport oft aufs Kämpfen reduziert was nicht der Philosophie von Taekwondo entspricht. Wir konzentrieren uns vor allem auf die persönliche Weiterentwicklung. Als einen der Kernpunkte erfordert eine Verbesserung im Kampfsport ein grosses Mass an Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung. Im Training wird ein spezieller Fokus darauf gelegt.

Wie in fast allen asiatischen Kampfsportarten steht auch beim Taekwondo nicht etwa der Gedanke im Vordergrund, möglichst viele Gegner zu vernichten. Jeder Taekwondo-Schüler ist verpflichtet, sich an diese Regeln zu halten und auf die genannten Ziele hinzuarbeiten. Wie man sieht, sind Respekt und die Einhaltung vorgegebener Regeln sehr wichtige Bestandteile des Taekwondo-Sports. Dazu gehören auch bestimmte Rituale und Verhaltensweisen, an die sich der Sportler zu halten hat. Der Taekwondo-Sportler soll sowohl zum Training als auch zum Wettkampf in sauberer Sportkleidung und mit gewaschenen Händen und Füßen erscheinen.

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Wettkampf und sportliche Nutzung

Taekwondo hat sich von einem koreanischen Volkssport längst zu einem modernen Wettkampfsport entwickelt. Nach Angaben des Taekwondo Weltverbandes trainieren weltweit über 40 Millionen Menschen den dynamischen Wettkampfsport. Seit der offiziellen olympischen Anerkennung in Sydney 2000 steigt die Tendenz weltweit.

Bei WTF wird die moderne Form unterrichtet. Somit können wir an verschiedenen Turnieren sowie den Schweizermeisterschaften teilnehmen. Es finden auch jedes Jahr zahlreiche Schulungen, Camps und Workshops statt. Das Ziel von Swiss Taekwondo (ST) ist die Promotion und Verbreitung vom Taekwondo.

Vor- und Nachteile

Die vielen verschiedenen Kung Fu Stilarten sind einerseits ein Vorteil, was die Vielfalt und Auswahl anbelangt. Aber auch ein Nachteil, da Kung Fu meist je nach Lehrer völlig individuell ist und nicht selten bis zu völlig verkommerzialisierten Stil-Eigenkreationen von einzelnen Kung Fu-Lehrern und Kung-Fu Schulen geht, die es nur einmal gibt. Zieht man in eine andere Stadt oder sogar in ein anderes Land, findet man selten den gleichen Kung Fu Stil. Leider gibt es Lehrer, die die Unwissenheit von Neuinteressierten und Laien ausnützen. Solche Lehrer bezeichnen sich z.B. als Kung-Fu-Weltmeister und/oder Kung Fu-Grossmeister oder Kung Fu-Meister. Sie erwähnen z.B.

Da es sich bei Taekwondo um eine sehr schnelle und dynamische Sportart handelt, ist eine Verletzungsgefahr immer gegeben. Dieser kann der Sportler nur vernünftig vorbeugen, wenn er sich die entsprechende Schutzausrüstung zulegt. Bei kwon.de erhalten Sie alle notwendigen Utensilien, um den Taekwondo-Sport sicher und weitgehend verletzungsfrei ausüben zu können.

Zusätzliche Aspekte

Durch die erlernten Fähigkeiten und der besseren sportlichen Verfassung fühlst du dich in allen möglichen Situationen besser - sei es in Gefahr oder bei der Ausübung von Aufgaben denen du dich nicht gewachsen fühlst.

Viele Kampfsportarten sind gut geeignet für Kinder. Die traidtionellen asiatischen Kampfkünste bauen alle auf einer Philosophie auf. Es geht nicht nur ums Kämpfen, sondern vor allem auch darum, Tugenden zu entwicklen.

Wenn eine Kampfsportschule der Tradition der Disziplinen Beachtung schenkt und versucht, auch die dahinter stehende Philosophie im Unterricht zu vermitteln, ist das sicher ein Qualitätsmerkmal. Kinder werden durch das Ausüben einer Kampfkunst nicht nur körperlich kräftiger, sondern auch mental stärker. Gerade in der heutigen Zeit, in der auf den Kindern ein starker Druck lastet, wo ihnen durch digitale Medien suggeriert wird, sie müssten irgendwelchen Idealvorstellungen entsprechen, passiert es schnell, dass man sich selbst aus den Augen verliert. Traditionelle Kampfkünste sind ein Weg, um zu sich selbst zurückzukehren. Es geht hier nicht um andere, nicht ums Gewinnen oder Verlieren. Man beschäftigt sich mit sich selbst. Es geht darum, sich selbst weiterzuentwickeln.