Taekwondo ist eine bekannte Kampfsportart, die einen langen Weg zurückgelegt hat, bis sie ihre Geschichte bei den Olympischen Sommerspielen erzählen konnte. Taekwondo ist ein weiterer Kampfsport, der den Eingang in das olympische Programm gefunden hat.
Die frühen Jahre des Taekwondo
Der Name Taekwondo (koreanisch 태권도) stammt aus dem koreanischen Wort „Tae“ bedeutet Fuß, „Kwon“ bedeutet Faust und „Do“ bedeutet Weg. Also, wörtlich bedeutet Taekwondo „der Weg des Fußes und der Faust“.
Die koreanische Geschichte begann der Legende nach im Jahr 2333 v. Ch. Der legendäre Nationalgründer Tangun, gründete „Altes Korea“.
In Schriften über die Geschichte des Taekwondo wird Taekwondo gewöhnlich als einzigartiges Produkt der koreanischen Kultur dargestellt, das sich im Laufe der langen koreanischen Geschichte seit der Zeit der Drei Reiche entwickelt hat.
Die alten koreanischen Krieger trainierten die Militärkunst „Farando“ (bei der Kopf-, Ellbogen- und Fußtechniken zum Kampf gegen den Feind eingesetzt wurden). Sie entwickelten zwei spezielle Trainingssysteme: geliehene Kraft und Raumverkürzung.
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Taekwondo - Korea im 6. Koguryo (37.C.- 668 A.D.) - Koguryo war das größte Königreich. Es befand sich im südlichen Abschnitt der Mandschurei und dem nördlichen Abschnitt der koreanischen Halbinsel. Paekje (18 C.C. - 600 A.D.) - Paekje lag am Han-Fluss und im Südwesten Koreas. Die drei Königreiche waren im Krieg miteinander und kämpften ständig um die Vorherrschaft auf der Halbinsel.
Der 24. König von Silla, Chin Heung, bildete eine Gruppe von Kriegern, die HwaRang genannt wurden. Sie wurden in Waffen wie Schwert, Speer und Bogen geschult. Diese Krieger widmeten ihr Leben diesen kriegerischen Fähigkeiten in der Hoffnung, dass sie Silla retten konnten. Die HwaRang studierten auch eine unbewaffnete Form des Kampfes namens SooBak. SooBak war eine primitive Form von Fußkämpfen, mit etwas Hand, aber meistens Fußtechniken.
Koryo-Dynastie: (918 A.D. Die Koryo-Dynastie war eine Zeit für Wachstum und Entwicklung in den Kampfkünsten. Während dieser Zeit gewann der unbewaffnete Kampf seine größte Popularität.
Während der Yi-Dynastie hat Korea (Yi-shi-Choson) einen dramatischen Wandel vom Buddhismus, der vorherrschenden Religion, zum Konfuzianismus gemacht. Diese Veränderung brachte einen chinesischen Einfluss auf die Regierung und die Menschen dieser Zeit.
Als nun Japan in Korea (Choson) großen Einfluss hatte, wurden viele Dinge verändert. Alle Wettkampfsportarten und Kampfkünste wurden verboten.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der japanischen Besatzung erlebte Korea eine Phase der kulturellen Wiederbelebung. Während dieses Prozesses erlebten die Kampfkünste, die von den Besatzungsmächten verboten worden waren, einen neuen Aufschwung.
Meister, die in anderen Ländern (China, Japan und Okinawa) Kampfkünste studiert hatten, kehrten nach Korea zurück und vermischten diese mit den Fußtechniken des Taekkyon, um neue koreanische Kampfkunststile zu schaffen, die nicht nur die einzelnen Koreaner, sondern auch das Land selbst schützen sollten.
Als die einheimischen Künste und die japanischen Künste in Korea an Popularität gewannen, entstanden in Korea mehrere Kwans (Schulen), die japanisch beeinflusste Kampfkünste lehrten.
- 1945: Chung Do Kwan.
- 1945: Moo Duk Kwan.
- 1946: Yun Moo Kwan.
- 1946: Ji Do Kwan.
- 1946: Chang-Moo-Kwan.
- 1946: Chi-Do-Kwan.
- 1946: Song-Moo-Kwan.
- 1953: Oh-Do-Kwan.
- 1953: Kang Duk Won.
- 1954: Jung Do Kwan.
- 1954: Han Moo Kwan.
Im Juli 1946 trafen sich die Großmeister Won Kuk Lee (Chung-do-kwan), Byung Jick Noh (Song-moo-kwan), Sang Sup Chun (Yun-moo-kwan) und Byung In Yoon (YMCA kwon), um über die koreanischen Kampfkünste und eine mögliche Vereinigung zu diskutieren.
Die Entwicklung des modernen Taekwondo
1961Die „Korean Taekwondo Association“ (KTA) wird gegründet.
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1965Eine Abordnung höchster Danträger brach von Korea auf, um das Taekwondo in der ganzen Welt zu verbreiten. Seit dieser Zeit wird diese koreanische Kampfkunst auch in Europa unterrichtet. 1965 fand die erste Taekwondo Demonstration koreanischer Großmeister in Deutschland statt.
1966Die International Taekwon-Do Federation (ITF) wird gegründet.
1968 gab es die erste deutsche Meisterschaft.
1972Das Kukkiwon (jetziger Sitz der World Taekwondo Federation) wird fertig gestellt.
1973Die World Taekwondo Federation (WTF) wird gegründet auf Grund der ersten Taekwondo Weltmeisterschaft bei einem Treffen im Kukkiwon von 35 Repräsentanten aus verschiedenen Ländern. Auch an der ersten Taekwondo-Weltmeisterschaft 1973 nahm ein deutsches Team teil.
1974Die erste „Asian Taekwondo Championships“ wird im Kukkiwon veranstaltet mit über 10 teilnehmenden Ländern.
1975Die WTF wird ein Mitglied der „General Association of the International Sports Federation“ (GAISF).
1976Die „European Taekwondo Union“ (ETU) wurde in Barcelona (Spanien) von 12 europäischen Ländern gegründet. Die erste „European Taekwondo Championship“ wird in Barcelona (Spanien) veranstaltet. 11 Ländern nehmen daran teil.
1978Die zweiten „European Taekwondo Championship“ werden in München (Deutschland) ausgetragen. 195 Teilnehmer aus 14 Ländern kämpfen um den Sieg.
1980Die IOC erkennt offiziell die WTF bei ihrer 83. Sitzung in Moskau an.
1981Die Deutsche Taekwondo Union entsteht aus der Sektion „Taekwon-do“ des Deutschen Judo Bundes. Die ersten „World Games“ werden im Toso Pavilion in Californien (USA) mit 285 Teilnehmern aus 14 Ländern ausgetragen. Im selben Jahr, 1981, ging es mit der Geschichte des Taekwondo schlagartig weiter, denn es wurde während des 81. IOC-Kongresses als olympische Disziplin anerkannt. 1981 wurde die Deutsche Taekwondo Union (DTU) gegründet.
1982Die Deutsche Taekwondo Union (DTU) wird Mitglied im Deutschen Sportbund (DSB).
1983Die „International Taekwondo Academy“ wurde gegründet.
1986Der erste „World Cup Taekwondo“ wurde in Colorado Spring (USA) veranstaltet.
1988Taekwondo ist eine Demonstrationssportart mit 192 Teilnehmern aus 35 Ländern bei den vierundzwanzigsten Olympischen Spielen. 1988 hatte das Taekwondo seine Premiere als Demonstrations-Sportart in Seoul und durfte dann auch vier Jahre später in Barcelona glänzen, so dass es am 4. September 1994 Taekwondo in das olympische Programm aufgenommen wurde.
1992Taekwondo nimmt als eine Demonstartionssportart mit 128 Teilnehmern aus 39 Ländern bei den fünfundzwanzigsten Olympischen Spielen 1992 teil.
1995Die WTF (Südkorea) setzt die DTU unter Druck, damit diese das bis dahin bevorzugte Formensystem des Choi Hong Hi (Hyong) auf Poomse umstellt. Druckmittel ist die Teilnahme der deutschen Sportler an den Olympischen Spielen.
Taekwondo als olympische Disziplin
Im Jahr 2000 war nun Taekwondo das erste Mal bei den Olympischen Spielen als Disziplin in Sydney vertreten. Es konnten sich- Fadime Helvacioglu bei den Frauen -49 kg,- Aziz Acharki bei den Herren -68 kg und- Faissal Ebnoutalib bei den Herren -80 kgqualifizieren. Mit dabei waren drei Sportler aus Deutschland: Fadime Helvacioglu, Aziz Acharki und Faissal Ebnoutalib.
Schon allein eine Qualifikation für die Olympischen Spiele ist eine Leistung, die eine hohe Anerkennung verdient, da 179 Nationen, die Taekwondo betreiben, sich um 124 Teilnehmerplätze in diversen Qualifikationsturnieren „schlagen“ müssen. Hinzu kommt, dass jede Nation maximal 2 Frauen und 2 Männer zu den Olympischen Spielen schicken darf.
2000Die ersten Olympischen Spiele mit Teilnahme, bei der Taekwondo (WTF Stil) als Vollkontakt vertreten ist. Faissal Ebnoutalib (80kg) holt dabei die erste deutsche Olympia-Taekwondo-Medaille (Silber) für Deutschland. Bisher konnte die DTU bei den Olympischen Spielen zwei Medaillen gewinnen. Silber durch Faissal Ebnoutalib und Bronze durch Helena Fromm.
Weniger gut lief die Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Die nächste Chance für olympisches Gold wird sich den deutschen Athleten dann erst 2008 in Peking bieten. Die DTU wird alles daran setzen, dort wieder vertreten zu sein.
Besonders stolz ist die DTU auf die Austragung der 16. Weltmeisterschaft Taekwondo, die vom 24. - 28. September 2003 in Garmisch-Partenkirchen stattfand. 2003 fand das zweite Mal in Deutschland eine Weltmeisterschaft statt, dieses Mal in Garmisch-Partenkirchen.
Die Premiere feierte Taekwondo dann bei den Olympischen Sommerspielen 2000 mit acht Bewerbe, jeweils vier für Damen und für Herren.
Taekwondo ist nicht nur als Sportart selbst interessant und die Bewerbe spannend, es ist auch die Vielzahl an Nationen, die in den ersten Bewerben bereits Medaillen erreichen konnten, bemerkenswert. Nationen, die sonst eher weniger Medaillenchancen haben, können auf erfolgreiche Vertreter zurückgreifen wie Afghanistan oder Nigeria sowie Iran.
Wichtig zu wissen ist auch, dass es keinen Kampf um Platz 3 gibt.
Taekwondo bei den olympischen Sommerspielen ist eine noch junge olympische Disziplin, weil sie erst im Jahr 2000 eingeführt wurde. 1924 starteten auch die Wintersportarten mit ihrem eigenen Bewerb.
Die Deutsche Taekwondo Union wurde im Jahr 1981 gegründet und zählt aktuell ca. 60.000 eingetragene Mitglieder. Der Verband ist der einzig anerkannte Fachverband für olympisches Taekwondo.
Tradition und ModerneTaekwondo ist ein traditioneller koreanischer Kampfsport und zugleich eine moderne olympische Disziplin, seit Anfang 2015 auch paralympische Disziplin. Dementsprechend groß ist die Bandbreite des Taekwondo: Sie reicht von der Kampfkunst mit tiefen Wurzeln in der koreanischen Philosophie bis zum attraktiven, dynamischen Wettkampfsport. Der koreanische Nationalsport wird heute in weit über 200 Nationen organisiert betrieben, die Deutsche Taekwondo Union vertritt rund 60.000 Sportler.
Ein Name, der Programm istDie koreanischen Begriffe „Tae - Kwon - Do“ bedeuten wörtlich übersetzt „Fuß - Faust - Weg“. Damit sind zugleich die wichtigsten Grundbegriffe des Taekwondo genannt: „Fuß“ und „Faust“ stehen für die Techniken: Kicks in allen Variationen, in Bauch oder Kopfhöhe, gedreht, gesprungen, doppelt oder dreifach und Fausttechniken, vor allem Fauststöße zum Angriff und Blocks zur Verteidigung. „Weg“ hingegen beschreibt die persönliche Entwicklung, die jeder durchläuft, der Taekwondo ernsthaft betreibt: Vom Weissgurt zum Schwarzgurt, vom Schüler zum Meister. Dabei geht es um viel mehr, als um sportliche Fortschritte. Wird Taekwondo richtig gelehrt und erlernt, wird es zur Charakterschule.
Für diejenigen, die Taekwondo als Wettkampfsport betreiben möchten, gibt es zwei Disziplinen, in denen sie sich mit anderen Sportlern messen können: Den Vollkontaktkampf und den Formenwettbewerb.
Beim Vollkontaktkampf geht es darum, den Gegner mit Faust- oder Fußtechniken zu treffen. Diese Art des Wettkampfes ist eine olympische Disziplin.
Beim Formenwettbewerb werden vorgegebene Bewegungsabläufe (Poomsae genannt), die aus einer festgelegten Abfolge von Stellungen, Blocktechniken und Gegenangriffen bestehen, gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner vorgeführt. Bewertet werden die technische Präzision, die Dynamik und der Ausdruck des Athleten.
Olympische Medaillen für Deutschland
Die ersten deutschen Olympia-Taekwondo-Medaillen:
| Jahr | Athlet | Medaille | Gewichtsklasse |
|---|---|---|---|
| 2000 | Faissal Ebnoutalib | Silber | -80kg |
| Helena Fromm | Bronze |
