Sie haben sich dazu entschieden, Ihren wertvollen Diamantschmuck oder einzelne Diamanten zu veräußern und stehen nun vor der wichtigen Entscheidung, wo Sie diese verkaufen möchten. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Edelmetallankäufer ein Interesse an Diamanten haben. Daher sollten Sie unbedingt nachfragen, ob Ihr potenzieller Ankäufer auch bereit ist, Ihre wertvollen Steine zu bewerten und in den Ankaufsprozess einzubeziehen.
Der Verkauf von Diamanten erfordert Fachwissen und Erfahrung, um den Wert der Steine genau einschätzen zu können. Ein seriöser Ankäufer wird über entsprechende Expertise verfügen und Ihnen eine transparente und faire Bewertung Ihrer Diamanten bieten können.
Bei JASPERS-Ankauf erstellen wir Ihnen ein faires Angebot bestehend aus separatem Edelmetall- und Diamantenpreis, angelehnt an den aktuellen Edelmetall- und Rapaportkurs. Wir taxieren Ihre Diamanten vor Ihren Augen und achten bei der Bewertung auf die sogenannten 4c-Kriterien.
JASPERS-Tipp: Offizielle Diamantzertifikate der GIA, HRD und IGI, ab dem Jahr 2000 werden von uns anerkannt. Ein Juwelierpass oder Diamantenpass ist kein offizielles Zertifikat, hilft aber bei der Bestimmung.
Wie wir Ihre Diamanten bewerten
Der Ankaufspreis für eingefasste Diamanten in Schmuckstücken und losen Diamanten richtet sich nach den sogenannten 4c-Qualitätskritierien.
Lesen Sie auch: Karat und Preis
JASPERS-Tipp: Handelt es sich bei Ihren Schmuckstücken um Antikschmuck, werden diese von uns als Antikschmuck angekauft. Für Antikschmuck mit Diamanten, zahlen wir Preise über dem aktuellen Schmelzwert.
Die 4C-Qualitätskriterien
- Karat/Carat (Größe): Die Größe von Diamanten wird in Karat gemessen. 1 Karat hat ein Gewicht von 0,2 g. Mit einer Diamantlehre lässt sich auch ohne Ausfassen auf eine ungefähre Größe des Edelsteins schließen. Die Größe spielt für den Preis eine wichtige Rolle, der Regelfall besagt, je größer ein Diamant ist, desto wertvoller ist er. Diamanten ab 0,01 ct verkaufen.
- Colour (Farbe): Die Farbe von Diamanten wird nach alphabetischer Reihenfolge zugeordnet. Der beste Farbgrad für einen Diamanten ist „D“. „D“ steht hierbei für hochfeines Weiß plus. Darauf folgt „E“, dies steht für hochfeines Weiß, „F“ steht für feines Weiß plus. Überwiegend lässt sich sagen, desto gelber ein Diamant gefärbt ist, umso minderwertiger ist er.
- Cut (Schliff): Die häufigste und bekannteste Schliffform von Diamanten ist der Brillantschliff, häufig wird Brillant auch als Synonym für Diamant benutzt. Weitere häufige Schliffformen sind der Herzschliff, Prinzessschliff, Smaragdschliff, Marquiseschliff und der Tropfenschliff. Von einem Altschliff spricht man, wenn der Stein vor 1908 geschliffen wurde. Akkurater der Schliff ist, desto ausgeprägter kommt die Brillanz zum Vorschein.
- Clarity (Reinheit): Um das zu bestimmen wird eine Lupe mit einer zehnfachen Vergrößerung genutzt. Diamanten haben sehr kleine natürliche Merkmale, die als Einschlüsse bezeichnet werden. Dies sind Punkte bzw. Unreinheiten innerhalb des Diamanten. Das Spektrum reicht hier von Lupenrein über kleine Einschlüsse bis hin zu deutlichen Einschlüssen.
Die Größe eines Diamanten wird anhand seines Gewichts bestimmt. Maßzahl hierfür ist das Karat (aus dem englischen "Carat"). So hat ein Halbkaräter-Diamant (= 0,5 ct.) ein Gewicht von 0,1 g.
Beispiele:
- 0,10 ct.
- 0,25 ct. (= Viertelkaräter)
- 0,50 ct. (= Halbkaräter)
- 1,00 ct.
Die klassische Farbe eines Diamanten ist weiss bzw. farblos. Es treten jedoch auch verschiedene Farb-Abstufungen auf. Die Farbe eines Diamanten wird hauptsächlich durch Verunreinigungen in der Kristallstruktur beeinflusst. Im Wesentlichen sind dafür folgende chemische Elemente zu nennen: Stickstoff und Bor. In geringen Mengen können diese zu einem gelben oder gelbbraunen Farbton führen.
Grundsätzlich gilt: Je näher der Diamant an der absoluten Farblosigkeit liegt, desto seltener und wertvoller ist er.
Lesen Sie auch: Karat und Qualität
Um die exakte Farbe zu bestimmen, gibt es eine internationale gültige Einteilung. Hierbei wird jeder Farbstufe ein Buchstabe zugeordnet um eine Vergleichbarkeit zu erzielen. Bitte beachten Sie: Die Internationale Farbskala beginnt mit dem Buchstaben D. Die Buchstaben A-C sind nicht vergeben. Die Farbgrade "D" bis "H" sind nur sehr schwer zu unterscheiden und sehen für einen Laien farblos aus.
Neben den oben aufgeführten Diamanten gibt es auch Diamanten mit Farbvarianten. Die sogenannten Fancy-Diamonds können verschiedene Farbtöne aufweisen. Im Besonderen zu nennen ist hier die Farbe schwarz.
Der Schliff eines Diamanten gibt eine Aussage darüber, wie qualitativ gut dieser geschliffen ist. erfolgt dabei eine Beurteilung der Schliff-Ausführung und der Proportionen des Diamanten. bestimmen in großem Maß das Leben - Feuer und Brillanz - eines Diamanten.
Diamantenpreise für Anlagediamanten verstehen sich einschließlich einem aktuellen Zertifikat des IGI, HRD oder GIA, je nach Verfügbarkeit und 19% Mwst., zzgl.
Eine sehr gute Möglichkeit, sich über den aktuellen Marktpreis von Diamanten zu informieren, bieten wir Ihnen exklusiv hier mit der Diamantenpreisliste der IDEX (International Diamond Exchange) an.
Lesen Sie auch: Alles über 0.4 Karat Diamanten
Als eine international sehr bedeutende Diamantenbörse, führt die IDEX Angebot und Nachfrage der Diamantenhändler zusammen und sammelt jeden Monat die aktuellen Diamantenverkaufspreise.
Preisbildung und Wertsteigerung von Diamanten
Der Diamantenpreis unterliegt keiner zentralen Preisfestsetzung, er ist somit ein echter „Marktpreis“, welcher sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Langfristig ist der Diamantenpreis immer gestiegen. Das liegt daran, dass die weltweite Diamantenproduktion, die Nachfrage nach Diamanten, welche zu Schmuck- und Anlagezwecken geeignet sind, meist nicht decken kann.
Als weiterer ganz wichtiger Faktor für den Diamantenpreis, gilt die Diamantenqualität. Desto besser die Qualität eines Diamanten ist, desto seltener ist er.
Jeder kennt im Zusammenhang mit einem Diamanten oder Brillanten den Begriff „Lupenrein“. Einigen wird auch der Begriff der „4C“ im Zusammenhang mit Diamanten geläufig sein.
Carat oder Karat ist die Gewichtseinheit für Diamanten-Brillanten. Ein Diamant ist umso teurer je farbloser/weißer und damit seltener er ist. Die höchste und seltenste Farbstufe ist die absolute Farblosigkeit (Farbstufe D, früher River).
Je weniger Einschlüsse ein Diamant hat, bzw. Qualitätsmerkmale sehr klein und fließend sind.
Falls Sie in einem Diamant-Zertifikat oder einem Angebotstext einen der Begriffe „color enhanced“ (farbbehandelt / farbverbessert) oder „clarity enhanced“ (reinheitsbehandelt / reinheitsverbessert) finden, bedeutet dies, dass der Diamant nachträglich behandelt wurde!
Die Schliffqualität (nicht die Schliff-Form wie z.B. der Brillantschliff) ist ausschlaggebend für die Brillanz und das Feuer eines Diamanten und machen aus ihm erst einen funkelnden und wertvollen, schönen Edelstein.
Die meist bläuliche Fluoreszenz (seltener auch gelblich) kann bei starker oder sehr starker Ausprägung und hohen Farbgraden (D bis H) den Wert eines Diamanten negativ beeinflussen.
Als weiterer wichtiger Punkt der preisbildenden Kriterien ist das Zertifikat bzw. die Expertise des Diamanten zu nennen.
Ein Zertifikat ist quasi der Pass des Diamanten. In ihm sind neben den genauen Maßen des Diamanten alle identitätsgebenden Merkmale enthalten, mit denen der Diamant zweifelsfrei identifiziert werden kann. Der Wert eines Zertifikates ist dabei nur so gut, wie der Ruf des ausstellenden Institutes.
