Ludwig Kaiser und Tiffany Stratton: Ein deutsches WWE-Traumpaar

Sie starteten ihre Karrieren in Deutschland, nun mischen sie die WWE auf: die Wrestling-Stars Gunther und Ludwig Kaiser. Der deutsche Wrestler Ludwig Kaiser (34) startet nach einer Verletzungspause wieder durch und ist einer der Shooting-Stars bei der WWE.

Der Weg zur WWE

Ludwig Kaiser, Sohn der Nachkriegs-Catchlegende Axel Dieter, ist nicht der erste Deutsche bei WWE, aber der Erste, der sich im Hauptprogramm des Wrestling-Marktführers einen festen Platz erarbeitet hat. Zunächst einmal: Glückwunsch an Sie beide! Gunther, Sie sind neuer World Heavyweight Champion.

Der Österreicher Gunther (37) gehört zu den aktuell erfolgreichsten Wrestlern der WWE (World Wrestling Entertainment). Er hält mit 666 Tagen den Rekord für die längste Regentschaft als Intercontinental Champion. Einige Woche zuvor gewann er die World Heavyweight Championship beim SummerSlam.

Ludwig Kaiser (LK): Ganz krass. Es ist immer schwierig, das aktiv wahrzunehmen, weil alles so schnell geht. Wir sind nur am Reisen. Dann hast du noch einen gewissen Anspruch an dich selbst, dich vorzubereiten und alles so gut es geht umzusetzen, damit sich die Arbeit lohnt. In diesem ganzen Wirbel vergisst man oft, einen Schritt zurückzugehen und zu sagen: Boah, hättest du mir das vor zehn Jahren gesagt, dass ich mit Randy Orton im Ring stehen würde, hätte ich das niemals geglaubt.

Im Main Event von RAW zu stehen und gegen jemanden zu kämpfen, zu dem ich immer aufgesehen habe, das ist absolut unreal. Das ist auf jeden Fall ein Punkt in meiner Karriere, auf den ich noch oft zurückschauen werde.

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LK: Bei Verletzungen schaut man immer zurück und denkt sich, ich hätte dies und jenes machen können, um diese zu verhindern. Das war jetzt so eine Verletzung, wo ich nichts hätte anders machen können. Die kam einfach aus dem Nichts. Anscheinend hat das mein Körper gebraucht. Das war ein typischer Stressbruch. Bei mir war es stets so, dass so ein Tiefpunkt wie diese Verletzung sich am Ende für meine Karriere ausgezahlt hat.

Ich habe hart daran gearbeitet, so schnell wie möglich wieder dabei zu sein. Die Konkurrenz schläft nicht. Wenn du auch nur eine Woche ausfällst, verpasst du das nächste große Event, weil wir einen straffen Terminkalender haben.

Viele NXT-Wrestler entwickelten sich zu WWE Stars, unter anderem Charlotte Flair und Kevin Owens. Ihr wart bei NXT UK tätig. Wie war Eure Zeit dort?

G: Wir haben unterschiedliche Erfahrungen gehabt. Ludwig hat früher bei NXT unterschrieben als ich.

LK: Ja, ich habe 2017 unterschrieben.

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Damals war das eine andere Zeit. Die WWE hat langsam angefangen, sich der Welt zu öffnen. Die haben talentierte Leute, die sie irgendwo gesehen haben, rekrutiert und ihnen das Handwerk beigebracht. Gerade Triple H war einer, der Druck gemacht hat, Talente aus der ganzen Welt an Bord zu bekommen.

Das geschah zu einem Zeitpunkt, wo unsere Karrieren in Deutschland angefangen haben, seriös zu werden. Ich war vorher länger im Independent-Markt unterwegs, weil man dort die Leute kannte. Als Ludwig bei der WWE unterschrieben hat, habe ich noch gar nicht mit denen geredet. Ich war da auf eigene Faust unterwegs.

Es gibt also diese zwei Wege zur WWE: Entweder wird man früh entdeckt, kommt ins System und wird von denen ausgebildet. Oder man ist wie im Wilden Westen alleine unterwegs und versucht auf diese Art und Weise, deren Aufmerksamkeit zu erlangen. Das war mein Weg.

LK: Unsere Karrieren verliefen immer parallel zueinander. Wir haben damals viel bei wXw gemacht, und er war vor mir schon dort tätig. Gunther hat mich damals zur wXw hineingebracht und von dem Zeitpunkt an haben wir in Deutschland alles zusammen gemacht. Ich konnte viel von ihm lernen.

Dann kam der Scheideweg, als ich das Angebot von der WWE bekommen habe. Ich habe mich dann gefragt, ob ich es annehmen und meine Karriere neu starten soll, weil ich zu dem Zeitpunkt schon zehn Jahre im Ring stand. Oder gehe ich in den Wilden Westen und steigere meinen Marktwert? Das war dann der Punkt, wo wir uns getrennt haben. Ich habe nie mit so einem Angebot gerechnet, weil das nicht der Grund war, warum ich meine Karriere als Wrestler begonnen habe.

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Ich bin nach links gegangen, er ist nach rechts gegangen, und dann sind wir bei NXT UK und dann im Main Roster der WWE wieder zusammengekommen. Das ist eine richtig schöne Geschichte.

LK: Bei mir waren sie direkt und haben gesagt, dass sie mich wollen. Sie hatten eigentlich eine Deutschland-Tour durch alle Wrestling-Schulen geplant. Dann hat William Regal gesehen, dass ich auf der Liste bin, und die Tour abgesagt, weil er mich haben wollte. Zwei Wochen vor dem Tryout erlitt ich eine Knieverletzung, das war ein großer Tiefpunkt in meiner Karriere.

Ich wollte nie Wrestler werden, um bei der WWE tätig zu werden. Aber wenn es in Reichweite ist, denkst du dir, jetzt will ich sehen, wie weit ich kommen kann. Das hat sich so angefühlt, als ob mir das jemand vor der Nase weggeschnappt hätte. Als ich aber fit wurde, haben sie mich angerufen und gesagt, dass ich kein Tryout machen muss. Ich wurde sofort genommen.

G: Bei mir war's andersrum. Die WWE kam auf mich zu und ich habe ihnen erstmal gesagt, dass ich nicht in die USA möchte. Ich habe mich dort nie gesehen. Ich war aber länger mit ihnen im Kontakt, wie auch mit anderen Promotions. Am Ende hatte ich aber ein längeres Telefonat mit William Regal, und mit Triple H bin ich auch immer sehr gut zurechtgekommen. Er hat mir deutlich geschildert, was ich bei der WWE alles erreichen kann und NXT UK war für mich der perfekte Zeitpunkt einzusteigen, weil sie in Europa etwas starten wollten und ich zunächst nicht in die USA wollte. Das war für mich der erste perfekte Schritt.

LK: Ja, immer wenn wir in der Umkleidekabine Deutsch reden, kommt so etwas wie: "Was erzählt er denn da?" Kulturell könnten Deutschland und die USA nicht weiter voneinander entfernt sein. In vielen Sachen sind sie das extreme Gegenteil von uns. Gerade wir als Deutschsprachige sind sehr offen und direkt. Für die Kollegen ist es auch ein Unterschied, mit uns zu arbeiten.

Der europäische Stil ist ganz anders als der amerikanische. Mit einem Europäer zu arbeiten ist für die Amerikaner sicherlich eine Herausforderung. Für die ist es anspruchsvoller, weil der europäische Stil schon immer für besseres Handwerk, ausgefeilte Technik, mehr Härte und Intensität steht.

Es gab immer einige Engländer, Mexikaner und Japaner, aber das war's dann auch. Mittlerweile haben wir sechs japanische Wrestler im Roster, dann haben wir vier deutschsprachige Europäer und viele Engländer und Schotten. Das ist viel diverser geworden.

LK: Vor Gunthers Run als World Heavyweight Champion kann ich mich an keinen World Champion erinnern, der nicht englischer Muttersprachler war, außer The Great Khali damals. Das zeigt, dass die WWE weltoffener geworden ist. Aber am Ende des Tages zählt das Talent, denn ohne wäre das nicht möglich gewesen.

Wir haben viel Spaß gehabt, weil wir schon immer Interesse an anderen Kulturen hatten. Wir haben das Land auf eigene Faust erkundet, alles angeschaut und Freunde gefunden. Indien war dafür nicht so cool.

LK: Es gibt keine einheitliche Regel für alle. Das ist wie bei jedem Job: Wenn man Eigeninitiative zeigt und gute Arbeit leistet, bekommt man dadurch auch mehr Vertrauen geschenkt. Dann sind die Drehbuchautoren offener mit dir und fragen dich nach Ideen. Wenn ich jetzt einen Text bekomme, mache ich das auf meine Art. Deswegen war damals unsere Gruppe Imperium auch so populär, weil es authentisch war.

Wir haben damals auf YouTube Sat.1-Berichte über alte Wrestling-Turniere angeschaut, um zu sehen, was wir übernehmen können. Aufgrund der positiven Reaktionen haben wir einige Dinge beibehalten.

LK: Ich weiß nicht, ob wir das jemals in einem Interview erzählt haben. Aber die Ringkampf-Pose ist aufgrund einer Storyline bei der wXw entstanden.

LK: Kampfsport hilft bei der Körperkoordination. Mein Vater hat gesagt, wenn du Wrestling-Profi werden willst, musst du erst im Amateursport Erfolg haben. Ich wollte eigentlich mit Amateurringen beginnen, aber damals gab es keinen Verein in der Nähe, also habe ich mit Boxen angefangen und wurde auch Norddeutscher Meister.

Da kommt das Thema Vertrauen wieder auf. Wenn man ein gewisses Standing im Unternehmen hat, dann kriegt man natürlich mehr Gehör. Aber am Ende des Tages kannst du immer sagen, wenn dir etwas nicht gefällt. Da muss jeder für sich persönlich eine Grenze ziehen, was man machen will und was nicht. Da gibt's Kollegen, die gucken schon, dass sie gewisse Dinge nicht machen. Andere wiederum machen alles mit.

Ich sage öfter Nein als Ja. Bei der WWE ist man Teil eines großen Konstrukts mit einem Kreativteam. Da läuft alles ab wie eine Maschine, und da muss man sich manchmal selbst zur Wehr setzen, weil man jede Woche einen anderen Autoren haben kann, der für deine Storyline zuständig. Da muss man manchmal den Leuten auf die Füße treten, aber das ist normal.

Ludwig Kaiser und Tiffany Stratton: Eine WWE-Liebe

LK: In meinem Fall ist das meine Freundin. Es ist wichtig, dass man ein stabiles Umfeld hat. Daheim geht es aber auch weiter: Ich achte auf meine Ernährung und gehe trainieren, meine Freundin ist bei Smackdown. Das bedeutet, wenn sie daheim ist, bin ich nicht da. Aber den einen gemeinsamen Tag, den wir haben, versuchen wir zu genießen. Ich mag aber auch Computerspiele, zum Beispiel Fifa oder Strategiespiele, da kann ich einige Stunden abschalten.

Oft schaltet man aber auch gar nicht ab. Zum Beispiel bin ich seit zweieinhalb Wochen ständig unterwegs. Vorher waren wir in Japan, dazwischen war SummerSlam. Wir sind auch noch umgezogen. Es gibt also auch Phasen, da kann man nicht abschalten. Das ist ein Luxus, den man oft nicht hat. Nur weil ich zwei Tage frei habe, heißt das nichts. Ich muss trotzdem aufstehen und meinen Ernährungs- und Trainingsplan verfolgen. Wenn man einmal die Woche nicht trainiert, häuft sich das in einem Jahr. Das geht nicht, aber es ist auch okay so. Das ist die wichtigste Zeit in unserer Karriere und jetzt müssen wir Gas geben. Wir haben jetzt die Möglichkeit, finanziell vorzusorgen und uns für die Zukunft abzusichern.

Sie haben Ihre Partnerin erwähnt, Tiffany Stratton. Sie ist auch Wrestlerin bei der WWE und die diesjährige "Money in the Bank"-Gewinnerin. Gebt Ihr Euch auch gegenseitig Ratschläge?

LK: Tiffany kommt aus dem olympischen Turnen und ist eine tolle Athletin. Sie wusste aber nicht, wie das Wrestling-Geschäft funktioniert, da konnte ich ihr einiges mitgeben. Das hat sie aber auch gebraucht, weil sie schnell durchgestartet ist. Bei der WWE kommt es oft vor, dass du ins Becken geschubst wirst und entweder du schwimmst - oder du sinkst. Das hat sie gut gemeistert. Was die Zuschauer nicht sehen, ist der mentale Aspekt, der dahintersteckt: das ganze Training abzurufen, wenn es so weit ist. Alles in allem hat sie sich richtig gut entwickelt und hart dafür gearbeitet. Wir unterstützen uns da ganz gut.

Tiffany Stratton hat in diesem Jahr nicht nur durch ihre Leistungen im Ring Aufmerksamkeit erregt, sondern auch durch ihre offene Art, über ihre Beziehung zu WWE-Kollegen Ludwig Kaiser zu sprechen.

Stratton verriet, dass sie und Ludwig Kaiser schon seit fast zwei Jahren zusammen sind. Der 25-jährige WWE-Star verriet zudem, dass Kaiser sie um ein Date bitten musste, nachdem er ein Schere, Stein & Papier Spiel verloren hatte. „Wir sind jetzt seit zwei Jahren zusammen, im Mai werden es zwei Jahre sein. Eines Tages spielten wir Stein, Papier, Schere, und der Verlierer musste die Person um ein Date bitten.

Aufgrund der Brand-Trennung innerhalb der WWE sehen sich die beiden nur an etwa zwei Tagen pro Woche. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, gemeinsam mit Ludwig Kaiser eine Storyline im WWE-TV zu gestalten, reagierte sie positiv: „Ich weiß nicht. Wenn es passiert, sicher. Wenn das Timing und die Storyline stimmen, dann ja, warum nicht? Wir haben es nicht eilig, zusammen im WWE-TV aufzutreten.

Ludwig Kaiser, der deutsche WWE-Star, und seine Freundin Tiffany Stratton sind beide auf dem Weg nach oben. Im SPORT1-Interview spricht Kaiser über die Entwicklung - und prophezeit: Es kommt noch viel mehr.

Tiffany steht auf eigenen Füßen, aber klar bin ich auch ein Begleiter, wenn man gemeinsam im selben Job und in derselben Firma ist. Tiffany hat sich großartig entwickelt und man muss beachten, dass sie unter ganz anderen Voraussetzungen in diese Welt gekommen ist als ich, als wir von Imperium. Sie hat bei WWE das Wrestling erst gelernt, war vorher Turnerin. Und in dieser ganz eigene Welt mit ihren ganz eigenen Gesetzen richtig anzukommen - und das unter dem hohem Druck, der bei WWE herrscht - ist eine Leistung, die man sich als Außenstehender schwer vorstellen kann.

Es gehört viel, viel mehr dazu und Tiffany hat hart dafür gearbeitet, sich das anzueignen. Wir haben da viele Schichten eingelegt mit den anderen deutschsprachigen Jungs, mit Gunther, Giovanni, Oro Mensah aus der Schweiz und Ilja Dragunov - dessen NXT-Titelgewinnen jetzt eben gerade natürlich auch eine tolle Sache ist. Tiffany hat in den letzten sechs Monaten einen richtig guten Sprung gemacht und ist aufgeblüht. Die Athletik und das Können am Mikro war immer da und im Ring war sie auch schnell besser als viele andere, die ohne Erfahrung bei NXT gestartet sind. Aber jetzt fügt es sich grad noch viel mehr zusammen, man sieht eine große Entwicklung, sie hat abgerissen. Sie hat eine große Zukunft vor sich, auf jeden Fall.

Die Zukunft von Ludwig Kaiser

Ich bin mir sicher, dass ich gut durchstarten und viel Erfolg haben werde. Ich arbeite hart dafür, liefere gut ab. Alle um mich rum sind happy, uns steht noch mehr Großes bevor.

Ich bin ja nun auch schon sechs Jahre in der Firma, habe mir den Arsch aufgerissen, immer Gas gegeben und auch viele Enttäuschungen weggesteckt und Situationen, die ich mir anders gewünscht hätte. Aber ich habe weiter geackert, nie irgendwelche Geschichten gemacht wie manche Leute, nicht um meine Entlassung gebeten oder so einen Scheiß, ich hab immer die Zähne zusammengebissen. Und ich bin jetzt an einem Punkt … ich will nicht arrogant klingen, aber: Ich hab‘s verdient! (lacht) Und das Beste kommt noch.

John Cena ist ein ganz, ganz besonderer Typ, mit einer ganz eigenen Art, seinen Beruf anzugehen. „Der Letzte einer aussterbende Art“ hat ihn Seth Rollins genannt, sein Partner an dem Abend und das trifft es. War eine sehr coole Erfahrung. Und Indien als Land war auch eine ganz spezielle Erfahrung.

Mit der Vorausplanung ist das so eine Sache; Das ist oft schwierig, weil es passieren ständig Dinge, die du nicht vorausberechnen kannst: Leute, die wichtig für eine Story sind, verletzen sich oder irgendwelche anderen Sachen kommen dazwischen. Und so ändern sich wöchentlich Dinge. Eine grobe Richtung gibt es natürlich schon in den Planungen und da sind wir auch eingebunden. Wo es am Ende tatsächlich hingeht, können wir aber manchmal genauso wenig vorhersehen wie alle anderen.

Ludwig Kaiser: Ein Porträt

Ludwig Kaiser wird am 8. Juli 1990 als Marcel Barthel in Pinneberg, einer Stadt in Schleswig-Holstein geboren. Er ist das jüngste von insgesamt sechs Kinder seiner Eltern. Als Ludwig Kaiser 13 Jahre alt ist, zieht die Familie nach Hannover. Dort bekommt er immer mehr vom Wrestling-Geschäft zu sehen. Weil er eigentlich noch zu jung zum Zuschauen ist, schmuggelt ihn sein Vater hinter die Kulissen. Für die Ausbildung zum Berufsringer ist Kaiser ebenfalls noch zu jung, deshalb beginnt er im Alter von neun Jahren mit dem Amateurboxen. Mit 15 Jahren startet er in’s Amateur-Ringen und trainiert fleißig, um eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters treten zu können.

Als er älter wird, beginnt er in Hamburg das erste Mal mit Wrestling-Training. In Hannover macht Kaiser seinen Realschulabschluss. Mit 18 Jahren zieht es ihn nach Hamburg. Dort will er seine Ausbildung zum Wrestler weiter vorantreiben. Am 1.März 2008 feiert der Hamburger sein Debüt gegen Da Mack, mit dem er auch in den folgenden Jahren noch oft zusammen in den Ring steigen wird.

Während seiner Zeit in Hamburg macht der heute 32-jährige eine Ausbildung zum Bürokaufmann bei der Otto-Unternehmensgruppe. 2015 verliert Kaiser seinen Vater nach langer Krankheit. Den Wechsel seines Sohnes zur WWE erlebt Axel Dieter Sr. leider nicht mehr. Dennoch prägt sein Vater ihn bis heute. Auch der Spruch „Die Matte ist heilig“, den Kaiser und Imperium seit vielen Jahren nutzen, hat er von seinem Vater übernommen.

Zwei Jahre später unterschreibt der Hamburger einen Ausbildungsvertrag beim Marktführer WWE. An seinem ersten Arbeitstag Ende Mai 2017 lernt er im Performance Center Giovanni Vinci kennen. Heute wohnt er dort in einem Apartmentkomplex, in dem auch die Wohnung von seinem langjährigen Freund Gunther untergebracht ist. Gunther und Giovanni Vinci zählen dementsprechend zum engsten Freundeskreis von Ludwig Kaiser. Für das Trio ist diese deutschsprachige Blase ein Rückzugsort, in dem sie sich auf Deutsch unterhalten können. Er hört natürlich weiterhin auch deutsche Musik.

Wenn er nicht zuhause in Orlando verweilt, sondern mit der WWE durch die Welt tourt, verbringt er seine Freizeit am liebsten im Fitnessstudio. Das Training hat für ihn große Priorität. Zu seinen Lieblingsorten zählt neben seiner Hamburger Heimat auch die österreichische Hauptstadt Wien.