WWE-Fehde zwischen Stephen Amell und Stardust im Zeichen der Wohltätigkeit

Die WWE-Fehde zwischen Stephen Amell und Stardust geht weiter. Obwohl die beiden innerhalb des Rings bittere Rivalen sind, hat die Auseinandersetzung einen ehrenhaften Hintergrund, denn sie setzen sich für kranke Kinder und Fans ein.

Der Ursprung der Fehde

Nach seinem Tag-Team-Match beim letztjährigen SummerSlam wurde Arrow-Star Stephen Amell mit einem Slammy Award ausgezeichnet, der jedoch von seinem Rivalen Stardust gestohlen wurde. Deswegen wurden Stimmen laut, die ein Rematch Mann gegen Mann forderten. Die Auseinandersetzung wurde über die Social-Media-Kanäle von Amell und Stardust fortgeführt mit dem Resultat, dass die Statue zugunsten des krebskranken Jungen Elijah Mainville (aka Drax Shadow) verlost werden soll.

Spendenaktionen für Elijah Mainville

Außerdem haben beide über Represent eine Shirt-Kampagne gestartet, die ihm direkt hilft. Zusätzlich gibt es eine passende GoFundMe-Seite. Während der Dallas Comic Con Fan Days in Irving, Texas kam es nun während der Frage-und-Antwort-Runde zu einer großen Konfrontation, die ihr Euch via YouTube anschauen könnt.

Amell über Elijah Mainville

IGN hat im Anschluss mit den beiden gesprochen und ein paar weitere Hintergründe erfahren: „(Elijah) kam zu einer Show in San Jose. Er ist acht Jahre alt und kämpft schon fünf Jahre mit dem Krebs. Er macht nun schon keine Chemo mehr, weil er zu viele Chemos hatte und muss nun eine aggressive Behandlung machen, die hoffentlich erfolgreich ist. Er verdient es also. Als ich ihn traf, habe ich jemanden erwartet, der krank war. Aber das Gegenteil war der Fall.“

Die Idee der Auktion

Amell zur Idee der Auktion: „Rund um das Ende der 3. Staffel von 'Arrow' habe ich damit experimentiert und war ziemlich erfolgreich. Ich habe eine Oliver-Queen-Statue versteigert. Ein Paar sogar. Für einen anderen Jungen, der gegen einen Hirntumor kämpfte. Alles was man tun muss ist fünf Dollar zu spenden und 'Stephen Amell' oder 'Stardust' zu schreiben oder 'Slammy WWE' oder 'Drax Shadow'. Wir werden den Gewinner dann einfach auslosen. Ich bin erstaunt was fünf Dollar bewirken können. Viele sagten: 'Tut mir leid, dass ich nur fünf Dollar geben kann'. Darum geht es nicht. Der Punkt ist: Gebt was immer ihr wollt. Wenn man so viele Leute erreicht, dann können die Ergebnisse sehr cool sein.“

Ein mögliches Match

Ob es neben der Spendenaktion auch noch ein Match geben wird, konnte Amell noch nicht bestätigen. „Wenn ich zur WWE gehe, bin ich ein Gast. Ich muss also eingeladen werden. So einfach ist das.“

Arrow läuft immer mittwochs bei The CW. Im März startet die vierte Staffel auch im deutschen Fernsehen.

Exkurs: "Das Phantom" - Ein altmodischer Held

Die Geschichte des Phantoms beginnt bereits im 16. Jahrhundert, als ein Handelsschiff fernab der Zivilisation von Piraten der Singh-Bruderschaft überfallen wird. Nachdem ein kleiner Junge den Mord an seinem Vater ansehen musste, wird er später als einziger Überlebender an der Insel Bengalla angespült, wo er von Eingeborenen gefunden und gesundgepflegt wird. Während einer Zeremonie übergeben ihm die Touganda einen Ring in Form eines Totenkopfes. Der Junge versteht, dass damit die Verantwortung verbunden ist, gegen alles Böse auf der Welt zu kämpfen. Als Erwachsener schlüpft er erstmals in die Rolle des maskierten Phantoms, um seinen Schwur erfüllen zu können.

Vier Jahrhunderte später, nämlich im Jahr 1938, führt der junge Kit Walker (Billy Zane, Titanic) diese alterwürdige Tradition fort und hat es sich als aktuelles Phantom im Dschungel von Bengalla inklusive Diener und Hund gemütlich gemacht. Als dort eines Tages dubiose Gestalten unter Führung des Verbrechers Quill (James Remar, Once upon a Time in Hollywood) auftauchen, um sich eines uralten Artefakts in Form eines silbernen Schädels zu bemächtigen, stellt sich ihnen Walker entschlossen entgegen, kann aber letztlich nicht verhindern, dass der Schädel in die Hände des New Yorker Geschäftsmannes Drax (Treat Williams, Manhattan Queen) gelangt.

Der plant, mithilfe zweier weiterer Artefakte eine uralte Waffe zu erschaffen, die alten Legenden nach eine unvorstellbare Macht entfesseln kann. Zusammen mit der schönen Diana (Kristy Swanson, Hot Shots!), die nicht ahnt, dass es sich bei ihrer alten Liebe um das legendäre Phantom handelt und als Nichte eines bekannten Zeitungsvelegers ebenfalls ungewollt in Drax´ Machenschaften verwickelt wurde, reist Kit ins entfernte New York, um den Schädel zurück nach Hause zu bringen und gleichzeitig zu verhindern, dass sich Drax´ auch noch den verbliebenen Artefakten bemächtigen kann.

Filmkritik zu "Das Phantom"

Neue Helden braucht das Land. Dieser Ansicht waren die Studiobosse zumindest seit den frühen Neunzigern und brachten uns damit Rocketeer, Shadow und der Fluch des Khan und eben Das Phantom. Alle drei Filme haben gemeinsam, dass sie an den Kinokassen gnadenlos durchgefallen sind. Nach Batman´s Rückkehr und Co. wollte man lieber moderne Helden aus modernen Zeiten sehen. Dabei ist Das Phantom alles andere als ein schlechter Film.

Unter anderem gedreht vor der exotischen Kulisse Thailands und mit einer vielzahl gelungener handgemachter Tricks versehen, ist Regisseur Wincer ein opulent ausgestattetes Abenteuer mit nostalgischem Charme gelungen, welches heutzutage im Dschungel unendlicher CGI-Orgien vielleicht sogar mehr Spaß macht als zum Zeitpunkt seiner Erscheinung. Mit Billy Zane konnte man gleichzeitig einen Hauptdarsteller gewinnen, der spätestens ein Jahr später als herrlich widerwärtiger Geldsack in Titanic einem weltweiten Publikum bekannt werden sollte. Bereits hier bewies der mittlerweile Vierundfünfzigjährige, dass er mühelos auch Hauptrollen zu stemmen weiß. Umso mehr ist es schade, dass die eigentlich geplanten zwei Sequels zum Film nie realisiert worden sind.

Kristy Swanson agiert an seiner Seite aber etwas unbeholfen und überzeugt hauptsächlich auf optischer Ebene, während Treat Williams in der Rolle von Drax so überzeichnet agiert, als wäre es tatsächlich direkt aus einem Comicheft gesprungen. Trotzdem genießt der Film mittlerweile einen gewissen Beliebtheitsstatus in vielen Ländern und hat im Heimkino erfolgreich genug abgeschnitten, um doch noch schwarze Zahlen schreiben zu können. Wer also mal Lust auf einen etwas anderen Helden hat und von Marvel und Co. übersättigt ist, bekommt hier ein herrlich altmodisch inszeniertes Heroflick geboten, dass selbst nach bald einem Vierteljahrhundert immer noch gut zu unterhalten weiß und trotz gelegentlichen Drehbuchschwächen einfach Spaß macht.

Cineasten mit gutem Ohr für einen gelungenen Score sollten ohnehin eine Sichtung wagen. Komponist David Newman hat hier eine exzellente musikalische Untermalung abgeliefert, welche selbst ohne dazugehörige Bilder toll unterhält. Ein Reboot zur Reihe ist übrigens seit vielen Jahren immer wieder angedacht worden, konnte bisher aber nicht realisiert werden. Wer weiß, ob wir uns also nicht doch irgendwann über ein neues Abenteuer des Phantoms freuen dürfen.

Im Ausland ist Das Phantom bereits seit gut zehn Jahren in High Definition erhältlich, wobei die Erstveröffentlichung in Übersee bisher von Lionsgate gehandhabt wurde. Für die hiesige Auswertung bedient sich der neue Rechteinhaber Paramount beim gleichen Master, dementsprechend haben wir es hier anders als bei den Veröffentlichungen der letzten Wochen nicht mit einer Neuabtastung zu tun. Das ist aber nicht schlimm, denn der bereits etwas betagte Transfer hat sich überraschend gut gehalten und weiß auch heute unter anspruchsvolleren Kriterien noch zu überzeugen. Die Bildschärfe ist durchgehend auf hohem Niveau, vor allem Nahaufnahmen offerieren zahlreiche Details auf den Gesichtern der Darsteller. Farblich baut der Film vor allem in den Szenen außerhalb der Großstadt auf warme Paletten und liefert damit unter anderem ein sattgrünes Dschungelparadies. Darüber dürfen sich auch die bunten Kostüme freuen, hier findet man quasi Highlights am laufenden Band. Die Szenen in New York sind dagegen eher erdiger gehalten, was für die nötige Differenzierung sorgt und nie unpassend wirkt. Wenig zu kritisieren gibt es außerdem im Kontrastbereich.

Der englischen Tonspur im verlustfreien Format DTS-HD MA 5.1 steht abermals nur eine wiederverwertete deutsche Synchronfassung aus dem Zeitalter der DVD gegenüber, es bleibt also bei Dolby Digital 5.1. Im direkten Vergleich fällt dann auch durchaus auf, dass die Originalspur in fast allen Belangen überlegen ist, wenngleich sich die Unterschiede aber in Grenzen halten. Die Dialogverständlichkeit im Center ist prima, auch an räumlicher Aktivität mangelt es dem Film nicht. Effektdynamik und besonders Bässe fallen aber geringfügig schwächer aus. Damit kann man leben, der gewohnt fade Beigeschmack bleibt aber natürlich auch hier vorhanden.

„Auch wenn die Comicabenteuer des Phantoms hierzulande nicht ganz so bekannt sind wie in manch anderen Ländern: Die Verfilmung von 1996 ist die einzig brauchbare, die je auf deren Basis entstanden sind. Dass das Werk erst in den Folgejahren einen zumindest kleinen Erfolg erfahren hat, ist definitiv verdient. Schöne Kulissen, ein altmodischer Held und handgemachte Tricks versprechen ein angenehm nostalgisches Abenteuer, dass einfach Spaß macht. Die verspätete Premiere als deutschsprachige Blu-Ray war überfällig und kann sich trotz jeweils kleiner Mankos sehen und hören lassen. Auf Extras muss man dabei aber komplett verzichten.