Der TuS Laer 08 ist mit seinen Abteilungen Badminton, Fußball, Sportabzeichen, Taekwondo, Turnen und Volleyball sowie den 1200 Mitgliedern eine unentbehrliche Größe im gemeinschaftlichen Leben. Das zeigt allein das Projekt „Sportplatz Kommune“, in dessen Rahmen die Entscheidungsträger im vergangenen Jahr einige Aktionen, Veranstaltungen und Angebote auf die Beine gestellt haben.
Und das in Zeiten von Corona, die manch‘ anderen Verein in die Knie gezwungen haben. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, trotzen Vorsitzender Thomas Fier und seine zahlreichen Mitstreiter erfolgreich der Pandemie. Das beweist ein Film, den die große Familie zum Jahresende über alle Ereignisse gedreht hat. Angefangen mit Bildern vom Weltspieltag, der am 11. Juni zahlreiche Mädchen und Jungen bei schönstem Sonnenschein ins Stadion gelockt hat. Acht neue Ausbildungen präsentierte der Turn- und Sportverein nur wenige Tage später einer faszinierten Öffentlichkeit.
Engagement trotz Corona verstärkt
Ein offenes Fußballtraining gab es vom 5. bis zum 9. Juli auf dem Kunstrasenplatz. Dort tummelte sich ein begeisterter Nachwuchs. „Spiele, Spaß und Sport“ hieß es bei der Sportabzeichen-Aktion, die am 17. Juni nicht nur den Nachwuchs, sondern auch Erwachsene ansprach. Nicht zu vergessen die schon zur beliebten Tradition gewordene Fußballschule, die vom 13. bis zum 15. August nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Zuschauer in ein wahres Kickerfieber versetzte.
„Dieses Projekt hat unseren Verein sehr viel weiter gebracht und unserer Engagement trotz Corona noch verstärkt“, resümiert die Zweite Vorsitzende, Sonja Thüning, im Gespräch mit dieser Zeitung. Besonders gerne erinnert sie sich an den „Skater-Workshop“ den Skate-Aid aus Münster kurz nach den Sommerferien in Kooperation mit der Initiative für Kinder und Jugendliche sowie der Werner-Rolevinck-Schule angeboten hat. Kamen die Kinder erst nur zögerlich zur Skater-Anlage auf den Schulhof, strömten sie kurze Zeit später bei schönstem Wetter in Massen und forderten ihre Betreuer. Nicht zu vergessen der Erste-Hilfe-Kursus am neuen Defibrillator oder der Kursus in Hula-Hoop für Sechs- bis Zwölfjährige.
Viel Unterstützung
Besonders dankbar sind die Verantwortlichen des TuS den fleißigen Helfern des Planungsteams, zu dem Paul Langenfeld vom Kreissportbund Steinfurt gehört. Als Kümmerer von der Gemeinde hat sich Steffen Wenners-Epping erwiesen. Verbundleiter Thomas Maihaus vertritt die Kindergärten und Rektorin Sylvia Beyer die Grundschule. Seitens des TuS hat die Zweite Vorsitzende viel Unterstützung vom Geschäftsführer Georg Wolff und der Jugendvorsitzenden Maure Ananthavadivel bekommen.
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„Man kann das Programm nur durchführen, wenn man so tolle Übungsleiter und Trainer hat wie wir“, zeigt Sonja Thüning sich dankbar für den Einsatz aller Mitstreiter. Ihr Lob gilt auch dem Kreissportbund für seine Unterstützung. „Ich hoffe, dass das Programm in 2022 genauso toll wird wie in 2021“, erklärt die Zweite Vorsitzende. Man wolle die Gewaltprävention zum Thema machen.
Taekwondo im TuS Laer 08
Der TuS Laer 08 e. V. ist bekannt für seine vielfältigen Sportangebote, darunter auch Taekwondo. Hier erlebt man:
- Taekwon-Do
- Selbstverteidigung
- All-Style Karate
- Kampftraining
- Turniervorbereitung
Vereinsmeisterschaften im Taekwondo
Seit 2014 kämpfen die Sportler des TuS Laer 08 einmal im Jahr um den Titel des Vereinsmeisters in den Disziplinen Formenlauf und Freikampf. Anfangs fand dieses interne Turnier noch mittwochs während des Trainings statt und es gab nur den Wettkampf in der Disziplin Kampf. Die Sieger eines Pools war schließlich derjenige, der sich zu Ende der Saison mit den meisten Punkten auf dem ersten Platz halten konnte. Nach diesem System gab es für einen Sieg einen Punkt, für eine Niederlage einen Minuspunkt. Bei Punktegleichstand entschied schließlich die Trefferdifferenz (Punktdifferenz).
Seit 2016 findet die Vereinsmeisterschaft als ganzes Turnier im Frühling eines jeden Jahres statt. Die Disziplin Formenlauf kam hinzu und in der Disziplin Kampf wird seither nach dem System des Doppel-KO mit Trostrunde gekämpft.
Ab 2019 ist es geplant, das intere Vereinsmeisterschaftsturnier im jährlichen Wechsel mit dem offenen Nachwuchsturnier stattfinden zu lassen.
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ITF Taekwon-Do im TuS Laer 08
Die mehr als 30-jährige Mitgliedschaft im Dachverband IBF-Deutschland wurde zum Ende des Jahres 2018 ergänzt, und der Kernbereich Taekwon-Do wurde auch der ITF-Deutschland angeschlossen. Wegen der geographischen Verortung gehört der Verein damit dem Landesverband NRW der ITF-D an. In der ITF findet man neben dem Stil und der Sprache auch ein reichhaltiges Angebot an Lehrgängen und Turnieren, die in ihrem Aufbau und ihrer Durchführung genau auf die Bedürfnisse abgestimmt sind. Mit der ITF-D gehört der Verein damit zusätzlich einem reinen Taekwon-Do Verband an und ist zudem im Landessportbund NRW (LSB) organisiert.
Was ist Taekwon-Do?
Taekwon-Do ist ein Kompositum aus den drei Wörtern Tae, Kwon und Do. Tae steht stellvertretend für die Fußtechniken, die im Taekwondo in wesentlich höherem Maße Anwendung finden als beispielsweise im Karate-Dō. Kwon steht für die Faust- bzw. Handtechniken, die wiederum weniger prominent als im Karate-Dō genutzt werden. Do hingegen ist wieder etwas, das Karate-Dō mit dem Taekwon-Do verbindet. Beide Kampfkünste tragen dieses Do (oder in jap. Schreibweise auch Dō) in ihrem Namen - zahlreiche andere Kampfkünste im Übrigen auch (Judō, Kendō, Aikidō um nur einige zu nennen).
Einfach übersetzt bedeutet Do soviel wie „der Weg“. Doch der eigentliche Wortsinn ist viel umfassender. Das Do beschreibt nicht nur die Philosophie, die hinter den verschiedenen Do-Sportarten steht, es soll vielmehr die Lebensphilosophie derjenigen zum Ausdruck bringen, die ebendiese Sportarten betreiben.
Kampfkunst oder Kampfsport?
Taekwon-Do kann sowohl als Kampfkunst als auch als Kampfsport interpretiert werden. Als Kampfkunst tritt es vor allem dann in Erscheinung, wenn es um die theoretischen und praktischen Inhalte sowie um das oben bereits angesprochene Do geht. Der Kampfsport hingegen zeigt sich insbesondere im sportlichen Vergleichskampf bei Turnieren oder im Kampftraining. Taekwon-Do schult Geist und Körper gleichermaßen und der ausgebildete Taekwondoin hat nicht nur ein breites theoretisches Wissen, sondern kann auch die praktischen Inhalte des Trainings realitätsnah anwenden.
Ein wenig Geschichte
Taekwon-Do ist eine vergleichsweise junge Kampfkunst. Der Begriff selbst wurde erstmals 1955 erwähnt. Der koreanischen General Choi Hong-Hi (*09.11.1918, †15.06.2002) entwickelte das Taekwon-Do aus dem Shōtōkan Karate-Dō, daher wird das Taekwon-Do auch gelegentlich als „koreanisches Karate-Dō“ bezeichnet.
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General Choi selbst war Träger des 2. Dans Shōtōkan, doch wollte er diese Kampfkunst weiterentwickeln. Nach Ende des 2. Weltkriegs legte Choi eine steile militärische Karriere bei den koreanischen Streitkräften hin und erwirkte die Aufnahme des Taekwon-Do in das Ausbildungsprogramm der Soldaten. Ab Mitte der 1950-er Jahre verbreitete er ausgehend über Vietnam und Taiwan das Taekwon-Do schließlich in der ganzen Welt, bis es um 1966 auch Deutschland erreichte.
Inhalte des Taekwon-Do
Um Beweglichkeit und Ausdauer herzustellen, hat Gymnastik einen sehr hohen Stellenwert im Taekwon-Do. Darüber hinaus wird auch die eigene Körpereinschätzung und Körperwahrnehmung geschult. In zahlreichen Partnerübungen tastet sich der Taekwon-Do-Schüler beispielsweise an den Punkt heran, an dem er in der Lage ist, einen gezielten Fauststoß so punktgenau zu kontrollieren, daß er seinen Partner damit einerseits keinen Schaden zufügt, es aber andererseits auch nicht den Anschein erweckt, die Technik sei von vornherein so bemessen gewesen, daß das angestrebte Ziel ohnehin nicht hätte erreicht werden können.
Die Techniken des Taekwon-Do, erlauben i.d.R. keine vollständige Ausführung am Partner, wie man es zum Beispiel vom Judō kennt. Will heißen: der Taekwondoin bedient sich eher Schlag- und Tritttechniken, die am Partner ernste Verletzungen hervorrufen können. Der Judōka hingegen nutzt eher Hebeltechniken, mit denen er seinen Partner (oder auch Gegner) zwar zu Boden bringt, doch kontrollierbarer als im Taekwon-Do.
Um die Techniken aber dennoch üben und demonstrieren zu können gibt es Im Taekwon-Do die Tuls (oder je nach Stilrichtung auch Hyeongs, oder Poomsae) wie im artverwandten Karate-Dō die Katas. All dies sind sogenannte Formenläufe, die jede für sich einen imaginären Kampf gegen einen imaginären Gegner darstellt, ohne daß dabei ein Partner erforderlich wäre, der dabei vielleicht zu Schaden kommen könnte. Beim Formenlauf werden also die Techniken selbst sowie deren Präzision trainiert. Zudem wird der Körper in sportlicher und geistiger Hinsicht geschult, denn die teilweise aus zahllosen Bewegungen bestehenden Formen wollen auch erlernt und kognitiv umgesetzt werden.
Bretter, Fachziegel & Steine
Mit korrekt eingeübten Techniken lassen sich Gegenstände wie Bretter, Dachziegel oder auch Steine durchaus mit der bloßen Hand oder dem Fuß zertrümmern. Ab einer bestimmten Graduierung ist dies sogar fester Bestandteil der Gürtelprüfungen. Dies geschieht aber keinesfalls aus reiner Zerstörungswut. Vielmehr überprüft der Taekwondoin auf diese Weise die Effektivität und die Präzision der Techniken, die er zuvor unzählige Male auf Schlagpolster oder in der Luft eingeübt hat. Was also zunächst spektakulär daherkommt, hat einen durchaus ernstzunehmenden Hintergrund.
Hosinsul
Die Selbstverteidigung wird in den koreanischen Kampfkünsten als Hosinsul oder auch Hoshinsul bezeichnet. Das Taekwon-Do bedient sich vergleichsweise einfacher aber effektiver Techniken um sich vor Übergriffen zu schützen. Beginnend mit Befreiungstechniken aus Haltegriffen über das Lösen von Würgegriffen werden die Schüler bis sie den ersten Meistergrad erreicht haben auch gelernt haben, wie man sich gegen Angriffe mit Stock, Messer oder gar Pistole zur Wehr setzt.
Aktuelles vom Taekwon-Do im TuS Laer 08
- Taekwondo Street Combat-Lehrgang in Laer (September 18, 2025)
- Taekwondo TuS Laer 08 bei den German Open 2025 der IBF (Juni 15, 2025)
- IBF-Kampfrichterlehrgang beim TuS Laer (Januar 27, 2025)
- Taekwon-Do: Schülerprüfung 2024 (Januar 23, 2025)
- IBF Deutsche Meisterschaft 2024 in Rahden (November 10, 2024)
