Eines der bekanntesten Gesichter der WWE (World Wrestling Entertainment) ist Vince McMahon. Jahrelang fungierte er als Chef des Wrestling-Verbands, bevor seine Karriere aufgrund von Skandalen und Missbrauchsvorwürfen endete. Streamingdienst Netflix erzählt in "Mr. McMahon" die Lebensgeschichte des ehemaligen Wrestlers und Unternehmers.
Die Story hinter dem Imperium
Im Zentrum der Dokuserie steht der US-amerikanische Unternehmer und ehemalige Wrestler Vince McMahon. Von 1982 bis 2023 war Mr. McMahon Mehrheitseigner und der Chef von World Wrestling Entertainment, dem wohl größten und bekanntesten Wrestlingverband unserer Zeit. In sechs Folgen fasst Netflix also knapp 40 Jahre WWE-Geschichte zusammen.
Die Netflix-Doku-Serie spult aber zunächst zurück und beginnt mit der Kindheit des Wrestlers. McMahon erzählt in der Doku von einer von Armut und Gewalt geprägten Kindheit. In den 80er Jahren kaufte er seinem Vater die World Wrestling Federation (WWF, später 2002 WWE) ab und macht sie zum internationalen Erfolg. Hulk Hogan war eine der Topattraktionen in der WWE.
Die Doku zeichnet McMahons Vita und die Geschichte seines Lebenswerks WWE nach, das McMahon von einer regionalen Showkampfliga zu einem globalen Imperium aufbaute: Die ersten vier Episoden porträtieren den ersten Boom der damaligen WWF mit dem damaligen Superstar Hulk Hogan, die Krise der Neunziger und die Attitude Era, das zweite große Hoch der Promotion mit den Aushängeschildern „Stone Cold“ Steve Austin und Dwayne „The Rock“ Johnson - und den gewonnenen Konkurrenzkampf mit dem 2001 untergegangenen Rivalen WCW.
Skandale und Kontroversen
Doch sein Erfolg hielt nicht ewig, da seine Unternehmensführung aufgrund von Skandalen kritisiert wurde. Unter anderem wird McMahon vorgeworfen, den Missbrauch von Steroiden unter Sportlern zu fördern. 2024 kam es dann zu weiteren Vorwürfen. McMahon soll seine Machtposition ausgenutzt und Frauen missbraucht haben. Wegen Vorwürfen des schweren sexuellen Missbrauchs beendete McMahon seine Karriere.
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In der realen Welt sind die Wrestling-Superstars, die Schlagzeilen und der Ruf von Vince Gegenstand von Skandalen und der Medienkritik. Die Produktion der Doku begann bereits 2020, sodass die neusten Missbrauchsvorwürfe eine schockierende Wendung für die Geschichte bedeuten. Dennoch habe man versucht, mit der Doku einen facettenreichen und komplizierten Charakter im Porträt vorzustellen und dessen Erbe zu ehren.
Die Reaktion auf die Vorwürfe in der Doku
Die Serienmacher haben deshalb nachgedreht: In den letzten dreißig Minuten werden die Anschuldigungen behandelt, oder eher: abgehandelt. Statt des titelgebenden Protagonisten und illustrer Wrestlingpersönlichkeiten sprechen nun Journalist*innen des Wall Street Journal, die berichtet haben. Es dauert nicht bis zur letzten Folge, bis das klar wird: Schon 1992 warf Rita Chatterton, damals die erste weibliche Schiedsrichterin, McMahon eine Vergewaltigung vor. Im selben Jahr gaben minderjährige Mitglieder der Ringcrew an, von WWE-Angestellten belästigt worden zu sein. Vince McMahon sei wahrscheinlich der Beihilfe schuldig, mindestens aber der Nachlässigkeit, sagt in der Serie der Sportjournalist Phil Mushnick.
Laut den Aussagen des Regisseurs Chris Smith lag der Sinn der Doku darin, den wahren Vince McMahon hinter seiner obskuren Fassade zu präsentieren. Für die Miniserie wurden über 200 Stunden an Interviews mit Vince McMahon, seinen Geschäftspartnern und Familienmitgliedern geführt. Außerdem kommen auch andere bekannte Namen des Wrestling, wie zum Beispiel Dwayne "The Rock" Johnson, zu Wort.
Ein Blick hinter die Kulissen
WWE gewährt in diesem Sommer einen Blick hinter die Kulissen, wie es ihn noch nie gegeben hat. Die Rede ist von einer neuen Behind-the-Scenes-Doku-Serie, die WWE gemeinsam mit Netflix an den Start bringt. Für „WWE: Unreal“ ist in dieser Woche der Starttermin enthüllt worden: Ab dem 29. Juli (9:00 Uhr) stehen die fünf Folgen der ersten Staffel zum Streamen auf der Plattform bereit. Jede Episode hat eine Spielzeit von rund 50 Minuten. Auch bei uns wird es „WWE: Unreal“ auf Netflix zu sehen geben.
Dennoch dürfen Zuschauer mit ungeahnten Einsichten rechnen. Der Grund: Erstmals steht in einer solchen Produktion die Arbeit der Kreativabteilung des Wrestling-Unternehmens im Vordergrund. Netflix bewirbt „WWE: Unreal“ mit diesen Worten:„Betreten Sie zum allerersten Mal den WWE Writer’s Room und den Bereich außerhalb des Rings mit Ihren Lieblings-WWE-Superstars, wo das Drama um kein bisschen kleiner ist als im Rampenlicht.“
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Das erklärte Ziel: Über die Doku, die von WWE und weiteren hochkarätigen Playern in der Welt des US-Sports produziert wird (Skydance Sports, NFL Films und Peyton Mannings Omaha Productions), sollen neue Zuschauer für die Wrestling-Übertragungen auf Netflix gewonnen werden. Der Streaming-Riese erhofft sich einen ähnlichen Effekt, wie ihn vor einigen Jahren die „Drive to Survive“-Serie für die steigende Popularität der Formel 1 in den USA hatte.
Die Netflix-Dokumentation „WWE: Unreal“ sorgt aktuell nicht nur bei Wrestling-Fans für Furore. In fünf Episoden beleuchtet die Serie die chaotischen, emotionalen und überraschend strukturierten Abläufe hinter den Kulissen von WWE-Events wie dem Royal Rumble 2025 und WrestleMania 41. Dabei sticht vor allem die Perspektive des Regisseurs Chris Weaver hervor, der als Neuling in der Wrestling-Welt erstmals hinter die Kulissen blicken durfte.
Episodenguide zu Mr. McMahon
Der Episodenguide zu Mr. McMahon umfasst 1 Staffel mit 6 Episoden.
Die Episodenliste der einzelnen Staffeln seht ihr nachfolgend:
- Erstausstrahlung: 25.
- Erstausstrahlung: 25.
- Erstausstrahlung: 25.
- Erstausstrahlung: 25.
- Erstausstrahlung: 25.
- Erstausstrahlung: 25. Vince bringt seine Familie mit ins Spiel und geht auf dem Bildschirm und außerhalb des Rings an seine Grenzen. Nachdem eine Tragödie auf die Verletzungen beim Wrestling aufmerksam macht, rückt WWE die Sicherheit und Expansion in den Fokus.
Fazit
Die Netflix-Doku "Mr. McMahon" bietet einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken von Vince McMahon, dem Gründer des WWE-Imperiums. Die Serie beleuchtet sowohl die Erfolge als auch die Skandale, die McMahons Karriere prägten, und zeichnet ein facettenreiches Bild einer umstrittenen Figur.
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