Auch in diesem Jahr nimmt Netflix neue Serien und Filme in die hauseigene Mediathek auf. Dazu zählen vor allem die langersehnten Staffeln von "Wednesday" und "Stranger Things". Doch auch an Dokumentationen mangelt es beim Streaminganbieter mit dem roten N nicht. Die Sport-Dokus von Netflix sind dabei ganz besonders beliebt.
Noch letztes Jahr widmete Netflix einer WWE-Legende eine eigene Doku-Serie. Die Rede ist von "Mr. McMahon" und dem titelgebenden Chef der WWE. Doch damit hört der Wrestling-Sport bei Netflix nicht auf.
Am 29. Juli 2025 bringt der Streamer mit "WWE: Unreal" eine neue Sport-Dokuserie heraus. Mit dieser wird ein Blick hinter die Kulissen der Wrestling-Foundation gestattet. Im Mittelpunkt der fünf Folgen stehen nämlich nicht nur die WWE-Stars, sondern auch die Autoren und Dynamik der Organisation.
"WWE: Unreal" - Ein Blick hinter die Kulissen
Netflix' neue Sport-Dokuserie "WWE: Unreal" startet am 29. Juli mit Staffel 1 durch. Für „WWE: Unreal“ ist in dieser Woche der Starttermin enthüllt worden: Ab dem 29. Juli (9:00 Uhr) stehen die fünf Folgen der ersten Staffel zum Streamen auf der Plattform bereit. Jede Episode hat eine Spielzeit von rund 50 Minuten.
Die neue Netflix-Doku „WWE: Unreal“ gewährt einen noch nie dagewesenen Blick hinter die Kulissen der Wrestling-Welt und zeigt Storylines, die fast Realität geworden wären. Die fünfteilige Serie nimmt Fans mit hinter die Kulissen von Raw, SmackDown und Premium-Live-Events, direkt in die legendäre „Gorilla Position“ und mitten hinein in die kreativen Entscheidungen des WWE-Autorenteams.
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Dabei werden Storylines enthüllt, die fast im TV gelandet wären - inklusive einem möglichen Heel-Turn von Cody Rhodes und einem ganz anderen Royal-Rumble-Sieger.
Einen Blick hinter die Kulissen von WWE hat es in der Vergangenheit bereits in unterschiedlichen Formaten gegeben. Dennoch dürfen Zuschauer mit ungeahnten Einsichten rechnen. Der Grund: Erstmals steht in einer solchen Produktion die Arbeit der Kreativabteilung des Wrestling-Unternehmens im Vordergrund.
Netflix bewirbt „WWE: Unreal“ mit diesen Worten:„Betreten Sie zum allerersten Mal den WWE Writer’s Room und den Bereich außerhalb des Rings mit Ihren Lieblings-WWE-Superstars, wo das Drama um kein bisschen kleiner ist als im Rampenlicht.“
Im Trailer zur Sendung verspricht Paul „Triple H“ Levesque: „Wir werden den Vorhang öffnen!“ Der WWE-CCO dürfte eine zentrale Rolle spielen.
Mögliche Storylines und alternative Pläne
Über Sieg oder Niederlage entscheiden bei WWE die Autoren. Ganz oben auf der Liste: CM Punk - dicht gefolgt von John Cena, der sich in seinem letzten aktiven WWE-Jahr befindet. Für beide werden große Pläne geschmiedet: Cody Rhodes gegen Cena und CM Punk gegen Gunther bei WrestleMania 41.
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Doch dann bringt Autor Ed Koskey einen neuen Namen ins Spiel: Jey Uso. Und dieser Vorschlag schlägt im Team ein. WWE-Veteran Michael Hayes erklärt: „Wenn jemand plötzlich heiß ist, muss man alles anpassen.“ Das Ergebnis: Uso gewinnt den Rumble, Punk wird gestrichen - Cena bleibt im Rennen.
Ein absurdes, aber reizvolles Szenario, das jedoch zugunsten einer klassischeren Lösung verworfen wurde: Charlotte Flair holt sich am Ende den Sieg - und schreibt damit ebenfalls Geschichte.
Der ursprüngliche Plan: The Rock bietet Cody Rhodes an, sein „Champion“ zu werden. Als Rhodes ablehnt, kommt es bei Elimination Chamber zur sofortigen Titelverteidigung - gegen Owens, der überraschend gewinnt.
Brian Gewirtz, Ex-WWE-Autor und heutiger Creative bei Rocks Produktionsfirma, erinnert sich: „Es ging nicht nur um den Titelwechsel. Es sollte ein Erdbeben im Wrestling-Kosmos sein.“
Doch WWE verwarf den Plan, um die Vorbereitungen auf WrestleMania nicht zu gefährden - und suchte nach einem anderen Weg, denselben Effekt zu erzielen.
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Koskey schlägt im Writers’ Room vor: „Was, wenn Cody das Angebot von The Rock annimmt, John Cena hintergeht und sich verkauft?“ Für kurze Zeit wird diese Idee heiß diskutiert.
Doch dann schlägt WWE eine andere Richtung ein - und stattdessen passiert das Undenkbare: Nicht Rhodes, sondern John Cena wird zum Bösewicht.
Zukunft von "WWE: Unreal" - Wird es eine zweite Staffel geben?
Wird es nach den fünf Folgen eine weitere Staffel geben? Wird "Untamed" fortgesetzt? Staffel 2 ist offiziell noch nicht angekündigt. Doch es gibt Hinweise, dass das letzte Kapitel womöglich noch nicht geschrieben ist. Reichen fünf Folgen dafür auch aus?
Wie es aussieht nicht, denn Gerüchten zufolge plane Netflix für 2026 eine weitere Ausgabe des neuen Formats. Auch Staffel 2 soll aus fünf Folgen bestehen. Einen Starttermin für die neue Staffel gibt es allerdings noch nicht. Angeblich haben die Dreharbeiten für Staffel 2 aber bereits begonnen.
Wenn man allerdings nach einer offiziellen Ankündigung von Netflix sucht, wird man vorerst nicht fündig. Der Streamer wird sich zur Zukunft von "WWE: Unreal" noch äußern müssen.
Produktion und Beteiligte
"WWE: Unreal" ist eine Produktion von Omaha Productions, NFL Films, Skydance Sports und WWE im Auftrag von Netflix. Dabei fungierten Peyton Manning, Jamie Horowitz, Ross Ketover, Keith Cossrow, Ken Rodgers, Jessica Boddy, Lee Fitting, Ben Houser und Marc Pomarico als ausführende Produzenten der Doku-Serie.
WWE und Netflix wollen neue Zuschauer gewinnen
Das erklärte Ziel: Über die Doku, die von WWE und weiteren hochkarätigen Playern in der Welt des US-Sports produziert wird (Skydance Sports, NFL Films und Peyton Mannings Omaha Productions), sollen neue Zuschauer für die Wrestling-Übertragungen auf Netflix gewonnen werden.
Der Streaming-Riese erhofft sich einen ähnlichen Effekt, wie ihn vor einigen Jahren die „Drive to Survive“-Serie für die steigende Popularität der Formel 1 in den USA hatte.
Weitere WWE-Inhalte auf Netflix
Im Angebot von Netflix findet ihr außerdem ein weiteres WWE-Spektakel auf. So überträgt der Streamer wöchentlich "WWE RAW" live - bislang allerdings nur in den USA.
Auch bei uns wird es „WWE: Unreal“ auf Netflix zu sehen geben. Diese Frage hatten bereits einige Fans gestellt, schließlich bleibt Deutschland beim regulären WWE-Content (Raw, SmackDown, NXT, PLEs) außen vor. Diese Programme sollen erst nach dem Ende der laufenden TV-Vereinbarung mit ProSieben MAXX zu Netflix kommen (Frühjahr 2028).
