Wie viele Runden hat ein UFC-Kampf?

Die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist die weltweit führende Mixed Martial Arts (MMA) Organisation und erfreut sich bei Kampfsportfans und Wettenthusiasten gleichermaßen großer Beliebtheit. Mit spektakulären Kämpfen und Stars wie Conor McGregor, Jon Jones oder Islam Makhachev begeistert die UFC Millionen Fans rund um den Globus.

Grundlagen der UFC-Kämpfe

Um die Spannung und die Regeln der UFC vollständig zu verstehen, ist es wichtig, die Grundlagen zu kennen:

  • UFC-Kämpfe finden in verschiedenen Gewichtsklassen statt.
  • Jeder Kampf geht über 3 oder 5 Runden à 5 Minuten.
  • Ein Kampf kann durch K.O., technischen K.O., Aufgabe oder Punktentscheidung enden.

Dauer der Kämpfe

Ein UFC-Kampf besteht in der Regel aus drei Runden, die jeweils fünf Minuten dauern. Zwischen jeder Runde gibt es eine Pause von einer Minute. Titelkämpfe oder Hauptkämpfe in der UFC werden immer für fünf Runden angesetzt.

Wie wird der Sieger ermittelt?

Ein krachender Knockout oder eine geschickte Submission - Mixed-Martial-Arts-Kämpfer legen es darauf an, das Duell im Käfig vorzeitig zu beenden. Auch in der Ultimate Fighting Championship (UFC), der Champions League des Kampfsports, ist ein Finish erwünscht. Geht ein Kampf über die volle Distanz, entscheiden drei Punktrichter, welcher Fighter sich besser geschlagen hat. Dabei kommt es immer wieder zu Wertungen, die sowohl Kämpfer und Zuschauer als auch Veranstalter überraschen.

Die Rolle der Punktrichter

Endet der Kampf nicht vorzeitig, entscheiden drei Punktrichter über den Ausgang des Käfigduells. Die Urteile werden heiß diskutiert und sind nicht immer eindeutig.

Lesen Sie auch: Dein Weg im Taekwondo

Zusammen mit zwei anderen Punktrichtern, die in Dreiecksformation direkt am Käfig sitzen, soll der Fight "möglichst allumfassend aus verschiedenen Perspektiven eingefangen werden", erklärt der 30-Jährige. Das passiert anhand der visuellen und akustischen Eindrücke, die am Käfig noch einmal anders sind als für einen TV-Zuschauer oder einen Besucher vor Ort. "Du siehst die Kämpfer in realer Größe, du siehst die Augen und Bewegungssignale einfach besser."

Bewertungskriterien der Punktrichter

Bewertet wird dann vor allem ein Kriterium: Effektivität. Effektivität kann durch Striking (Schläge und Tritte) und Grappling (frei übersetzt "Griffmethoden") erzielt werden. Elemente des Grappling sind zum Beispiel das zu Boden bringen des Gegners ("Takedowns") oder Aufgabegriffe ("Submission"), ebenso wie Positionsverbesserungen am Boden. Laut Werner bestehe oft ein großes Missverständnis: "Effektivität sollte man nicht ausschließlich mit Schaden gleichsetzen." Bei dem Wort Schaden denke man in erster Linie an Striking, aber ein Kämpfer könne mit seinem Grappling genauso effektiv sein, wie der Striker, ohne dabei enormen Schaden anzurichten. "Striking bewirkt eine physische Schädigung des Kontrahenten, Grappling führt eher dazu, den Gegner müde und mürbe zu machen und ihn seines Kampfeswillen zu berauben". Primär würden die Richter im Sinne der Effektivität also wie folgt bewerten: Welcher Athlet führt welche Aktion aus und wie effektiv ist sie.

Und dennoch gibt es häufig Kämpfe, bei denen die Effektivität der beiden Kämpfer nah beieinander liegt. Die Bewertungskriterien der Punktrichter folgen immer einer Hierarchie, erklärt Werner. "Das primäre Kriterium: Effektivität. Das ist entscheidend. Der eine Kämpfer kann so viel Druck machen und kontrollieren, wenn er nicht effektiver ist, gewinnt der andere die Runde. Erst wenn die Effektivität ausgeglichen ist, geht man als Judge zum zweiten Kriterium - effektive Aggressivität." Dabei spielen verschiedene Fragen eine Rolle. Wer geht nach vorne? Wer sucht den Schlagabtausch und wer will den Kampf beenden? Das dritte Kriterium sei schließlich die Kontrolle der Ringfläche. "Wer kontrolliert die Position am Käfigrand, wer kontrolliert die Ringmitte. Spätestens bei diesem Kriterium muss sich der Punktrichter entscheiden", so Werner.

Punktvergabe

Nach jeder Runde erfolgt dann in der UFC und vielen anderen Organisationen eine Punktvergabe wie im Boxen. Der Gewinner der Runde bekommt 10 Punkte, der Verlierer 9, 8 oder 7. Je nachdem wie deutlich der Unterschied war. Nach drei oder fünf Runden werden die Punkte addiert und der Sieger steht fest.

Weitere Aspekte der Urteilsfindung

Bei großen Promotern wie der UFC gibt es einen Extra-Monitor. "Da sieht man das Live-TV-Bild ohne Einblendungen", so der deutsche Punktrichter. Die Sichtbehinderung könne ein kritischer Faktor werden, wenn die Athleten beispielsweise auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Boden liegen. "Da wird mit den Monitoren auf dem höchsten Level Abhilfe geschaffen."

Lesen Sie auch: Streaming-Dienst der WWE im Detail

Dazu führen viele Judges eine Art Strichliste für signifikante Aktionen. "Die haben sich aber meistens ein eigenes System dafür zurechtgelegt", erläutert Werner. Für den Berliner, der selbst MMA betreibt, ist das nichts. "Ich mache das nicht, denn dafür musst du teilweise auf deinen Notizblock runterschauen. Selbst wenn es nur eine Millisekunde ist. Ich vertrete die Position, dass der Judge 100 Prozent während des Matches ohne Ablenkung auf den Kampf gucken sollte." Deswegen habe er sich über die Jahre angeeignet, den Kampf im Kopf aufzuzeichnen. Eine Hochkonzentrationsphase. "Ich merke dann überhaupt nicht mehr das Umfeld, die Halle kann so laut sein, wie sie will. Wenn man das Go vom Referee hört, ist man ziemlich im Tunnel drin. In den Pausen zwischen den Kämpfen mache ich dann einfach nichts, damit sich die Konzentration wieder aufbaut."

Verschiedene Arten von Siegen

In der UFC gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen Kampf zu gewinnen:

  • Knockout (K.O.): Der Schiedsrichter stoppt den Kampf, wenn der Fighter durch einen Schlag oder Kick ohnmächtig wird.
  • Technischer Knockout (T.K.O.): Der Schiedsrichter bricht den Kampf ab, weil der Kämpfer zu viel Schaden einnimmt, sich in einer aussichtslosen Position befindet oder verbal aufgibt.
  • Submission: Ein Kämpfer nutzt bestimmte Griffe, um den Gegner kampfunfähig zu machen (z.B. Hebelgriffe an Armen, Beinen oder Schultern).
  • Punktentscheidung: Wenn der Kampf über die volle Distanz geht, entscheiden die Punktrichter über den Sieger.
  • Disqualifikation: Ein Kämpfer wird disqualifiziert, wenn er gegen die Regeln verstößt.

Punktentscheidung im Detail

Die Decision wird in Unanimous decision und in Split decision unterteilt. Bei der Unanimous decision haben alle drei Judges für den gleichen Kämpfer entschieden.

Hier ist eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Entscheidungen:

  • Einstimmiger Sieg nach Punkten: Alle drei Kampfrichter haben den gleichen Gewinner.
  • Mehrheitlicher Sieg nach Punkten: Zwei Kampfrichter haben den gleichen Gewinner und ein Kampfrichter wertet den Kampf unentschieden.
  • Split decision win: Zwei Kampfrichter werten für den gleichen Sieger und ein Kampfrichter wertet für einen anderen Sieger.
  • Unanimous draw: Alle drei Kampfrichter werten den Kampf unentschieden.
  • Majority draw: Zwei Kampfrichter werten den Kampf unentschieden, der andere Kampfrichter hat einen Gewinner.
  • Split draw: Ein Kampfrichter wertet den Kampf unentschieden und zwei Kampfrichter haben unterschiedliche Gewinner.

Lesen Sie auch: Wie viele Runden Kickboxen?