Marcel Mohamed Grabinski ist ein bekannter Name in der deutschen MMA-Szene. Seit seinen Anfängen im Kampfsport hat er sich zu einem erfahrenen Profi entwickelt. Hier ist ein Überblick über seine Karriere und seine jüngsten Aktivitäten.
Frühe Karriere und Erfolge bei GMC
Marcel Grabinski erkämpfte sich bei der GMC Fight Night Edelmetall. Neben seinem Leichtgewichtsgold kam nun der Interims-Titel im Weltergewicht hinzu. Jetzt denkt der Düsseldorfer über einen möglichen Megafight gegen Weltergewichtschampion Kerim Engizek nach, wie er uns im Interview nach dem Titelgewinn verriet.
„Klar, warum nicht? Ich gehe keinem Kampf aus dem Weg, zumal ich jetzt auch Interims-Champion bin. Kerim ist noch der aktuelle Champion im Weltergewicht, deswegen kann weder er noch ich so einem Kampf aus dem Weg gehen, wenn GMC den Kampf auf die Beine stellen will“, so Grabinski.
„So einen Kampf will GMC sehen.
Wechsel zur BRAVE Combat Federation
Am 01 April wird Marcel Mohamed Grabinski sein Debüt bei der BRAVE Combat Federation geben. Die BRAVE Combat Federation wird immer größer und veranstaltet immer mehr Events und macht sich einen Namen in der MMA-Welt, wieso bist du genau zu dieser Organisation gewechselt, es gab sicherlich auch weitere Angebote der großen Ligen.
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Es gab auch andere Angebote, wie bereits vorher gesagt war ich insbesondere bei einem Event immer wieder im Gespräch und auf der Warteliste. Darauf zu Pokern, das es aber zustande kommt, kam für mich und für mein Management nicht in Frage, insbesondere in der aktuellen Situation mit dem Coronavirus.
Du wirst erneut im Super Leichtgewicht antreten, wie bereits bei GMC 24 gegen Diego Mauricio Jaimes Otalora. Ich finde die Einführung dieser Gewichtsklasse Top. Das Super Leichtgewicht ist perfekt für viele Athleten, die Zuviel Gewicht für das Leichtgewicht reduzieren müssen, wiederum zu leicht für das Weltergewicht sind.
OKTAGON-Debüt und das Eine-Million-Euro-Turnier
Marcel Mohamed Grabinski (31) gibt am Samstag in Ostrava bei den Prelims sein Oktagon-Debüt. Mit weniger als zwei Wochen Vorlaufzeit trifft der Düsseldorfer auf Ex-Eckerlin-Gegner Ioannis Palaiologlos (35/Griechenland).
Eigentlich sollte der 31-jährige Düsseldorfer bei Brave Combat Federation 70 in Tel Aviv gegen Lucas Martins in den Käfig steigen, doch die Veranstaltung wurde abgesagt. Nur ein Oktagon-Anruf später und Grabinski steht im Reserve-Kampf für das große Turnier.
Grabinski in einem Instagram-Video: „Ich freue mich riesig über den Kampf und bin froh über die Möglichkeit, die Oktagon mir gegeben hat. Den ersten Step und das erste Statement werde ich am 4.3. setzen“.
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Der 31-Jährige hat als Profi bereits 29 Kämpfe absolviert und konnte hierzulande viele Jahre bereits ganz oben mitspielen. Bei GMC krönte er sich zum Doppel-Champ und war daraufhin international zu sehen, mit Einsätzen im Superleichtgewicht bei Brave CF. Zuletzt musste er im August 2022 gegen Titelanwärter Joilton Lutterbach eine TKO-Niederlage einstecken. Nun will Grabinski in seinem OKTAGON-Debüt wieder voll angreifen.
Bei einem Sieg wäre der Düsseldorfer schon mit einem Fuß im großen Eine-Million-Euro-Turnier. Der Gewinner dieser Begegnung kann bei einem Ausfall eines aktiven Kämpfers einspringen und dessen Slot einnehmen. Somit könnte es doch noch zu einem deutschen Käfig-Duell im Turnier kommen.
Der Grieche Ioannis Palaiologos (18-11-1) hat bereits 30 Duelle auf dem Buckel und konnte drei seiner letzten fünf Begegnungen für sich entscheiden. Im Dezember 2021 stand er gegen Christian Eckerlin im Käfig, verlor in der ersten Runde durch Submission. Hat Eckerlin seinem Ersatz also bereits den perfekten Siegesplan geliefert?
Herausforderungen und Vorbereitung
Drei Niederlagen in Serie, das gab es bei MMA-Fighter Mo Grabinski bis zu seinem letzten Kampf nicht. Als Marcel Mohamed Grabinski vor 16 Jahren mit dem Kampfsport anfing, da war an eine Profikarriere noch nicht zu denken. Mittlerweile zählt der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer zwar zu den Veteranen des Sports in Deutschland, aber noch nicht zum alten Eisen. Der 32-Jährige will erst in Oberhausen bei der Veranstaltung Oktagon 60 am 7. September glänzen und dann eine Siegesserie starten.
Dafür durchlebt er Monate des Verzichts und schrumpft seinen Körper um Dutzende Kilos. Im Gespräch mit ntv.de sprüht der Düsseldorfer vor Leidenschaft, wenn es um seinen Sport MMA geht. Das Ziel irgendwann mal als Profi zu kämpfen, fühlte sich ihn jungen Jahren noch weit weg an. "Die Ambition, Geld damit zu verdienen, war nie gegeben", erzählt er. Erst heute erhalte er entsprechende Gagen, mit denen er ein gutes Leben führen könne.
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In der Schule sei er noch einer der Kandidaten gewesen, die in Fragerunden nie so wirklich wussten, was sie später machen wollen. Der gelernte Fitnesskaufmann eröffnete später selbst ein eigenes Gym und konnte so die täglichen Einheiten im Profisport mit dem Geschäftlichen verbinden.
Doch viel Trainieren allein reicht letztlich nicht. MMA sei eine Lebenseinstellung. "Ich habe schon damals im Jugendalter meine komplette Freizeit geopfert. Während die anderen Jungs damals bei bestem Sommerwetter ins Freibad gegangen sind, bin ich zum Training gefahren. Und die haben halt immer gesagt: 'Komm doch mit ins Freibad, schönes Wetter, was willst du im Training?' Aber das sind jetzt die Jungs, die am 7. September zum Kampf von mir kommen und die größten Fans sind."
Wenn seine Freunde ihn nach seinem Erfolgsrezept fragen, verweist Grabinski auf all die Dinge, auf die er bewusst verzichtet hat. "Während andere samstags Party gemacht haben, lag ich um 20 Uhr im Bett, weil ich Sonntag früh um 6 Uhr laufen gegangen bin. Solche Opfer hat man erbracht und muss es heute immer noch tun."
Der Leichtgewichtkämpfer (bis 70 kg) unterzieht sich vor jedem seiner Kämpfe noch einmal einer speziellen Verwandlung. Für seinen Fight muss der ehemalige GMC-Champion abnehmen -denn eigentlich wiegt Grabinski mehr als 90 Kilogramm. "Ich arbeite seit drei Monaten jetzt mit einem Diätplan, den mir mein Ernährungscoach Max Merten zusammengestellt hat. Jetzt, rund drei Wochen vor dem Kampf, sind schon 10 Kilogramm runter", sagt Grabinski.
Einen weiteren großen Teil verliert der 32-Jährige in den kommenden Wochen - und wenige Tage vor dem Fight in kräftezehrenden Schwitzprozessen. Nach dem Tag der Waage kehrt er innerhalb weniger Stunden wieder auf sein Normalgewicht zurück. Ein Prozedere, das alle MMA-Kämpfer mehr oder weniger intensiv durchmachen.
"Mehr Gewicht zu machen, das ist das eine", so der Fighter aus dem Düsseldorfer UFD Gym. Das "wie" sei dagegen die andere Sache. "Es geht ja nicht nur darum, dass du Gewicht verlierst, sondern darum, dass du als Leistungssportler auch im Training performst." Es würde gar keinen Sinn ergeben, zweimal am Tag zu trainieren und am Ende total ausgelaugt zu sein, sagt Grabinski.
Wandelbar ist Grabinski aber nicht nur beim Gewicht, sondern auch im Cage. Für seinen Kampf gegen Jakub Bahnik kündigt er an, dass man "vielleicht mal einen anderen Style von mir sehen" wird. Sein tschechischer Gegner sei ein guter Striker und eine "Überraschungskiste".
Drei Niederlagen in Serie hatte es in der langen Karriere des Deutschen (bislang 23 Siege, 10 Niederlagen) bislang noch nie gegeben. Daran habe er auch zu knabbern. Besonders an der unglücklichen Punktniederlage gegen den Spanier Acoidan Duque vor einigen Monaten.
Nun sei das primäre Ziel, den Kampf in Oberhausen zu gewinnen und zurück auf die Siegerstraße zu kommen.
