Marcel Ritter: Eine Karriere im Zeichen des Kickboxens

Marcel Ritter hat sich im Kampfsport einen Namen gemacht, insbesondere durch sein Engagement und seine Erfolge im Kickboxen. Sein Martial Arts Center in Grünstadt ist mehr als nur ein Gym - es ist ein Ort, an dem Sportler ihre Fähigkeiten entwickeln, Kraft aufbauen und mental stärker werden können.

Das Martial Arts Center Grünstadt

Das MA Sportscenter Grünstadt bietet vielseitiges Training für jedes Level, von MMA über BJJ bis Kickboxen und Fitness. Egal ob Anfänger oder Profi - hier findet jeder die passende Herausforderung. Das Martial Arts Center ist ein Ort, an dem verschiedene Kampfsportarten kombiniert werden können, um an Kraft und Technik zu arbeiten und das volle Potenzial zu entfalten.

Ein moderner Trainingsort

Das Martial Arts Sports Center in Grünstadt ist eine moderne Einrichtung, die sich auf verschiedene Kampfsportarten spezialisiert hat. Das Studio bietet eine Vielzahl von Kursen, darunter Taekwondo, Kickboxen, Boxen, Pointfighting, BJJ und Fitnessstunden. Neben dem regulären Training werden auch Seminare, Personalstunden und Wettkampfvorbereitungen angeboten. Das Martial Arts Sports Center ist mit modernen Trainingsgeräten, Mattenflächen und einem Raum für Fitness ausgestattet.

Das Team um Trainer/Inhaber Marcel Ritter leistet hervorragende Arbeit. Viele Mitglieder schätzen die große Vielfalt an Kursen, von Boxen über Kickboxen bis hin zu HIIT und TRX. Das Martial Arts Center bietet ein tolles Gesamtangebot für Groß und Klein.

Landesstützpunkt und Team Pfalz

Das Grünstädter Studio Matial Arts Sport Center von Marcel Ritter wurde vom größten Kickboxverband der Welt WAKO als Landesstützpunkt im Pointfighting anerkannt. Gleichzeitig wurden Marcel Ritter und Sven Mager zum Landestrainer, sowie Daniela Meng zu Assistenztrainerin ernannt. Die neue Kampfsportschule ist etwas Besonderes. Erst im Februar eröffnete Ritter sein beeindruckendes Studio in Grünstadt mit großen Kampfflächen, Kraftraum und integrierter Physiotherapie. Assistenztrainerin und Physiotherapeutin Daniela Meng sieht hier optimale Rahmenbedingungen für einen Leistungsstützpunkt.

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Die Arbeit mit Leistungssportlern ist dem Trainerteam nicht fremd, schließlich stammen aus ihrer Talentschmiede einige aktuelle Junioren-Nationalkickboxer mit etlichen nationalen und internationalen Erfolgen. „Marcel, Daniela und ich sind auf einer Wellenlänge, es ist hervorragende Teamarbeit und das wollen wir mit dem Landeskader weiterführen.", so Sven Mager.

Ritter macht das nicht alleine. Schon vorher hatte er sich mit Sven Mager zusammengeschlossen, der eine Kickbox-Schule in Kirchheimbolanden leitet und nun ebenfalls Landestrainer ist. Die beiden haben das Material Arts Team Pfalz gegründet, mit dem sie gemeinsam mit Schülern beider Schulen bei Wettkämpfen antreten. Zur Landesauswahl gehören neben vielen eigenen Kickboxern auch Sportler aus dem Norden von Rheinland-Pfalz.

Die neue Halle, in der die Kickboxer künftig trainieren werden, ist größtenteils im Industrial-Stil gehalten: Viel Beton, Metallrohre in Kombination mit Holz. Auf der Empore in der oberen Etage stehen Ledersofas, auf die sich die Eltern setzen können, während ihre Kinder unten trainieren - wenn sie wollen. Denn es gibt noch ein anderes Angebot, das die Eltern während des Trainings ihrer Kinder nutzen können: Im Fitnessraum der Kampfkunstschule stehen Geräte für alle Muskelgruppen und Ausdauergeräte. Eigentlich sind diese für die Jugendlichen des Martial Arts Sports Center gedacht, die hier zusätzlich zum Kickbox-Training auch noch ihre Fitness verbessern können. Doch während des Trainings können Eltern das auch kostenlos nutzen, sagt Ritter.

Physiotherapie und weitere Angebote

Mit in die neue Halle eingezogen ist Daniela Meng, die dort ihre Physiotherapie-Praxis im ersten Stock betreibt. Daneben ist sie als Coach bei Turnieren und als Sportphysiotherapeutin des WAKO-Nationalteams tätig.

Für die Zukunft plant er ein Betreuungssystem für Kinder und Jugendliche: Mit Bussen will die Kampfsportschule die jungen Sportler von der Schule abholen. Im Studio könnten sie zu Mittag essen, ihre Hausaufgaben machen und dann trainieren. „Wenn sie bei uns am Nachmittag fertig sind, haben sie alles erledigt und können ihre Freizeit genießen“, erzählte der Inhaber bereits Anfang vergangenen Jahres der RHEINPFALZ.

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Erfolge und Anerkennung

Große Freude im Pfälzer Kickboxteam. Die Arbeit mit Leistungssportlern ist dem Trainerteam nicht fremd, schließlich stammen aus ihrer Talentschmiede einige aktuelle Junioren-Nationalkickboxer mit etlichen nationalen und internationalen Erfolgen.

Deutsche Meisterschaft der WAKO

Einen wahren Medaillenregen erlebten die Kickboxer des Martial Arts Team Pfalz bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft der WAKO in der Coburg-Arena. Über 500 Kickboxer kämpften um den wichtigsten nationalen Titel in ihren Gewichtsklassen und 6 Titel wanderten in die Pfalz. Abgerundet wurde dieser Erfolg mit 3 Silber- und 6 Bronzemedaillen.

  • Leonie Kirsch aus Grünstadt bezwang Michelle Mesmer aus Darmstadt und durfte sich über ihren ersten großen Titel ihrer jungen Karriere freuen.
  • National-Athletin Kiara Mager beendete ihre beeindruckende Vorstellung mit einem technischen KO.
  • Auch Fynn Mager krönte seine makellose Leistung mit einem vorzeitigen Sieg gegen den Stuttgarter Leonardo Lovric.
  • Ebenfalls ihre ersten Titel in diesem Wettbewerb erkämpften sich der elfjährige Jonathan Köhler und der 12 jährige Quentin Marx.
  • Den Titel in der Klasse Jugend B -42kg kämpften in den Finalrunden die drei Jungs aus, die schon als Team beim World Cup in Irland für Furore sorgten. Hier siegte Leo Meng vor Raiko Schäfer und Joshua Lambrix.

WAKO-Anerkennung

Dass er sich für die WAKO als Verband entschieden hat, war für Ritter klar. Denn die WAKO ist der einzige Verband, der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt wird. Dort gelten strengere Regeln als bei anderen Verbänden. So müssen Trainer etwa bestimmte Qualifikationen nachweisen. Außerdem muss man, um an den deutschen Meisterschaften teilzunehmen, mindestens den dritten Platz bei den jeweiligen Landesmeisterschaften belegt haben.

„In anderen Verbänden gibt es einfach zu viele Titel“, sagt Ritter. So sei es etwa nicht schwer, nach nur wenigen Jahren einen Weltmeistertitel zu erlangen. „Es gibt Weltmeisterschaften, da treten nur Deutsche an“, sagt Ritter, der solche Veranstaltungen nicht wirklich ernst nehmen kann.

Herausforderungen und Zukunftspläne

Als der Corona-Lockdown kam, sei das für die Kampfsportschule erst einmal ein Schock gewesen, sagt Ritter. Als das Trainingszentrum schließen musste, war es gerade einmal einen Monat lang geöffnet. „Das ist schon ärgerlich“, sagt Ritter. Direkt an jenem Montag, als die Sporthallen, zu denen das Martial Arts Sports Center zählt, schließen mussten, startete Ritter ein Online-Angebot per Videochat. Er selbst habe dabei auch sehr viel gelernt, sagt er. Es seien sogar Konzepte herausgekommen, die man nun auch ins richtige Training integrieren könne.

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Dieses reale Training, das vor ein paar Wochen wieder gestartet ist, sieht strenge Hygienemaßnahmen vor. Wenn etwa mehr als zehn Sportler gleichzeitig trainieren, müssen Abstände eingehalten werden. Dafür wurden in den Boden rote Elemente eingebaut, die die Zone der einzelnen Sportler markieren.

Irish Open

«Grünstadt.» Irland ist das Ziel von zehn Vertretern des Martial Arts Teams Pfalz, eines Zusammenschlusses des Grünstadter Martial Arts Sports Center von Marcel Ritter und Sven Magers Kickbox-Team aus Kirchheimbolanden. Ritter und seine Schützlinge nehmen ab morgen, Donnerstag, bis Sonntag, 3. März, an den Irish Open teil. Im vergangenen Jahr hat Ritter das Finale in der Klasse bis 84 Kilogramm gegen den US-Amerikaner Mathieu Williams gewonnen und den ersten Platz geholt.

Ritters Hauptdisziplin nennt sich Point Fighting. Dabei wird auf Zeit gekämpft, der Schiedsrichter unterbricht, sobald einer der Kämpfer getroffen wird. Wer die meisten Punkte macht, gewinnt. „Da geht es um Intelligenz, es ist viel Strategie dabei“, meint der 30-Jährige. „Schach mit Fäusten“ nennt es Andreas Lambrix, Pressewart der Grünstadter Kampfsportler.

Sieben große internationale Turniere der Kickboxer fänden übers Jahr verteilt statt, erzählt Ritter. Je nach Platzierung sammeln die Kickboxer Punkte bei den Turnieren, die am Ende die Rangliste bestimmen. „Die Irish Open sind das schwierigste und am meisten angesehene Turnier“, sagt der Kampfsportler. Es gebe rund 4000 Starts.

Für das offene Turnier müsse man sich nicht qualifizieren, sondern nur anmelden - anders als bei der deutschen, Europa- und Weltmeisterschaft. Die Irish Open sind ein Turnier des Verbands Wako - kurz für World Association of Kickboxing Organisations. Dieser Umstand soll Qualität für die Kämpfe garantieren, wie Ritter berichtet. „Bei Wako-Turnieren tritt nur an, wer Ehrgeiz hat.“

Die Philosophie von Marcel Ritter

Die Welt des Kampfsports ist voll von Verbänden und entsprechend vielen Titeln, die teilweise erschreckend einfach zu erlangen sind. „Wenn jemand ein Jahr lang trainiert und wird dann Weltmeister, dann stimmt irgendwas nicht“, meint Andreas Lambrix.

Die Wako hingegen ist Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbunds und Ritter zufolge seit Ende vergangenen Jahres auch vorläufig vom International Olympic Comitee (IOC) anerkannt. Deshalb sei es sogar möglich, dass Kickboxen irgendwann olympische Disziplin wird. In den nächsten Jahren erwarte er das aber nicht. „Wenn es soweit ist, bin ich wahrscheinlich zu alt dafür“, sagt Ritter und lacht.

Das Risiko von Verletzungen sei beim Kampfsport nicht so hoch, wie man annehmen könnte. „Ich schätze, dass beim Fußball mehr passiert“, sagt Ritter. Er habe sich in seiner Karriere nur einmal einen Muskelriss zugezogen, als ein unerfahrener Kämpfer beim Training in England mit dem Knie gegen Ritters Oberschenkel sprang.

Männer seien im Kampfsport derzeit noch in der Überzahl, er habe aber das Gefühl, dass die Anzahl der Frauen steige. Als Neunjähriger habe er mit Kickboxen und Taekwondo angefangen - inspiriert durch alte Kampfsportfilme und die Teenage Mutant Ninja Turtles, erzählt Ritter und grinst.

Zu Beginn habe er in Worms trainiert, dann in Ramstein. Unter anderem sei er als Jugendlicher Mitglied des deutschen Nationalteams gewesen. Er habe schnell gewusst, dass der Sport mehr als nur Hobby sei. Zwar absolvierte Ritter eine Ausbildung als Automobilkaufmann - aber eigentlich nur, um einen Plan B in der Hinterhand zu haben. Heute versuche er, jeden Tag ein- bis zweimal selbst zu trainieren, jeweils eine bis anderthalb Stunden, erzählt Ritter. Einen Trainer habe er nicht. „Als Kind war ich unglaublich untalentiert“, sagt er lachend. Mit viel Ehrgeiz habe er sich durchgebissen. Eines seiner Idole sei der Italiener Gregorio di Leo gewesen, ein Weltmeister im Kickboxen.

Als Jugendlicher hat Ritter an sein Vorbild geschrieben, wie er berichtet. Mehrfach habe er dann jeweils ein paar Tage bei dem Spitzensportler verbracht, erzählt Ritter. „Da habe ich viele Feinheiten gelernt.“ Nach diesem Konzept sei er weiter verfahren, habe bei bekannten Sportlern in England oder den USA trainiert.