Das Wort Karat kommt aus dem Französischen (le carat). Die Bezeichnung Karat kennt man jedoch ebenfalls im Lateinischen, im Arabischen und im Griechischen.
Die Karatzahl bezeichnet den Reinheitsgrad von Edelmetallen im Speziellen von Gold. Die Karatzahl gibt somit den Reinheitsgrad von Gold an.
Karat und Feingehalt: Was bedeutet das, worin liegt der Unterschied, wie ist die Umrechnung?
Karat (abgekürzt kt oder C) ist ein traditioneller Begriff, der im Schmuckbereich verwendet wird, um den Goldanteil in einer Legierung anzugeben. Der Feingehalt oder auch Feinheit bezeichnet den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen (Promille) des Gesamtgewichts.
24 Karat entspricht reinem Gold. Ein Schmuckstück mit 8 Karat enthält etwa ein Drittel reines Gold, während 1 Karat einem Goldanteil von 1/24 des Gesamtgewichts entspricht, was ungefähr 4,167 Prozent reinen Goldanteil bedeutet. Zum Beispiel bedeutet 585er Gold, dass der Goldanteil 585 Promille des Gesamtgewichts beträgt.
Praktisch gesehen gibt es keinen Unterschied. Sowohl Karat als auch Feingehalt beschreiben den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Während der Feingehalt in Tausendteilen (Promille) angegeben wird, erfolgt die Karat-Angabe in 24er Teilen. Beide Werte sind relative Angaben, die grundsätzlich ineinander umgerechnet werden können.
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Allerdings ist die Umrechnung von Feingehalt in Karat nicht immer mathematisch exakt. Zum Beispiel entspricht 585er Gold genau genommen 14,04 Karat und nicht exakt 14 Karat. Nur 9 Karat, 18 Karat und 21 Karat lassen sich genau umrechnen.
Karat und Feingehalt sollten nicht mit absoluten Angaben zum Gewicht, wie der Feinunze oder dem Feingewicht, verwechselt werden.
Karat wird heute nur noch bei Goldschmuck verwendet. Laut § 5 des Gesetzes über den Feingehalt von Gold- und Silberwaren muss der Reinheitsgrad auch bei Schmuck in Promille angegeben werden. Bei Münzen und Barren wird der Goldanteil traditionell immer in Promille ausgewiesen.
Wichtig: Karat gibt es auch bei Diamanten, allerdings bezieht sich die Angabe dort auf ein absolutes Gewichtsmaß. 1 Karat bei Diamanten entspricht exakt 0,2 Gramm.
Wozu benötigt man diese Angaben?
Reines Gold ist zwar sehr wertvoll, aber auch weich und daher anfällig für Kratzer. Um es widerstandsfähiger zu machen, werden oft Goldlegierungen verwendet, besonders im Schmuckbereich. Durch das Beimischen von Metallen wie Kupfer, Zink, Nickel, Silber oder Palladium können sowohl die Eigenschaften als auch das Aussehen des Goldes verändert werden.
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Die Angaben zu Karat oder Feingehalt geben den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an, auch bekannt als Reinheitsgrad. Diese Werte informieren über die Goldqualität und ermöglichen eine grobe Wertbestimmung von Goldprodukten.
Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Bei Goldbarren und Goldmünzen gibt in der Regel eine deutlich sichtbare Prägung Auskunft über den Feingehalt.
Auch hier gibt es allerdings Besonderheiten bei der Schreibweise. So trägt zum Beispiel die Maple Leaf Goldmünze die Prägung „9999“, obwohl der Feingehalt korrekt als 999,9 Promille angegeben werden müsste.
Angenommen, eine Goldkette hat ein Gesamtgewicht von 15 Gramm. Wenn die Punzierung nur eine Karat-Angabe enthält, können Sie in der Goldtabelle nachsehen, welcher Karat-Wert welcher Feinheit in Promille entspricht. Um den reinen Goldanteil in Gramm zu berechnen, multiplizieren Sie das Gesamtgewicht mit dem entsprechenden Promille-Wert.
Weltweit gibt es unterschiedliche Vorlieben bei den Reinheitsgraden von Gold. Auf dem nordamerikanischen Kontinent ist das eher blasse, aber kratzfeste 585er Gold (14 Karat) besonders populär. Im arabischen Raum bevorzugt man 21 Karat Gold für die Schmuckherstellung, während in Indien oft 22 Karat verwendet werden. In China findet man sogar 24 Karat Goldschmuck, der als „Chuk Kam“ (volles Gold) bezeichnet wird.
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In Deutschland ist Goldschmuck zwischen 8 und 18 Karat typisch, was einem Feingehalt von 333 bis 750 in Tausendsteln entspricht. Außerdem gibt es hierzulande gesetzliche Regelungen, die einen Mindest-Goldgehalt vorschreiben, damit Schmuck als Gold verkauft werden darf.
Umrechnung von Karat in Feingehalt
- Karat ist eine Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Sie gibt den Goldgehalt einer Legierung in 1/24-Teilen an. So entspricht reines Gold zu 24/24 Gewichtsanteilen aus Feingold (24 Karat). 8-karätiges Gold dagegen besteht beispielsweise nur zu 8/24 Anteilen und damit zu 33,3% aus reinem Gold.
- Während eine 585er-Goldlegierung beispielsweise zu 585 Goldanteilen von insgesamt 1000 Anteilen aus reinem Gold besteht (58,5% Feingehalt) entspräche diese Angabe in Karat annähernd einem Anteil von 14 Karat (14 von 24 Anteilen sind 58,33%).
- Die Karatangaben lassen sich also ganz einfach in die ebenso gebräuchlichen Angaben in tausendstel Feingehalt der Goldlegierungen umrechnen.
Die Bezeichnung Karat wird heute vor allem zur Angabe des Feingehalts (dem reinen Anteil) von Gold verwendet und gibt an, wie groß der Gewichtsanteil des reinen Goldes an der Gesamtmasse einer Goldlegierung ist.
Der Begriff leitet sich vom metrischen Karat (der Maßeinheit für die Masse von Edelsteinen) ab und war bereits in der späten Antike als Maßeinheit von Goldlegierungen gebräuchlich. Noch heute wird der Feingehalt von Gold international in Karat angegeben.
Gold Karat Tabelle
Wer wissen möchte, welche Gold Karatzahl welchen Feingehalt hat, kann unsere große Gold Karat Tabelle nutzen und den passenden Wert ablesen. Es sind auch einige eher selten vorkommende Goldlegierungen mit aufgeführt.
Damit man einmal grob Karat in Feinheit umrechnen kann, haben wir diesen Karat-Gold-Rechner erstellt.
Hinweis: Die Gold Karatzahl und die Angabe zur Feinheit verhalten sich nicht ganz linear zueinander, wodurch es im Rechner teilweise zu etwas ungenauen Ergebnissen kommt.
Sie fragen sich, was Karat ist? Karat ist eine Maßeinheit, um die Reinheit von Gold in Goldlegierungen anzugeben. Je mehr Gold in der Legierung vorhanden ist, desto höher die Karatzahl. 24 Karat ist die höchste Karatzahl und steht für Gold mit einer Reinheit von 99,9%, also 999er Gold. Die niedrigste gängige Karat-Angabe ist 8 Karat und steht für 333er Gold, das vor allem in Deutschland zu finden ist. Gold Karat wird entweder als „K“ oder „kt“ abgekürzt und im Schmuck gestempelt.
Allerdings wird Karat auch als Gewichtseinheit verwendet. So steht 1 Karat für 0,2 Gramm und wird auch als metrisches Karat bezeichnet. Diese Angabe bezieht sich meist auf Edelsteine, wie Diamanten und wird abgekürzt als „ct“ angegeben.
Der Goldpreis
Der Goldpreis wird durch Angebot und Nachfrage sowie durch den Handel an den Terminmärkten bestimmt. Da es sich um einen natürlichen Rohstoff handelt, der nur in begrenztem Umfang gefördert werden kann, ist eine Erhöhung des Angebots nicht einfach.
Insbesondere da der Abbau von Gold ein langfristiges Projekt ist, kann die Goldmenge nicht kurzfristig erhöht werden. Daher ist die physische Nachfrage neben den Terminmärkten der entscheidende Faktor für den Goldpreis.
Gold wird vor allem für die Herstellung von Schmuck verwendet. Das glänzende Metall bietet sehr gute Eigenschaften für die Herstellung von hochwertigem Schmuck. Die Verwendung von Gold in der Elektrotechnik beeinflusst den Goldpreis ebenfalls, wenn auch nur geringfügig. Gold ist ein ausgezeichneter elektrischer Leiter und zudem relativ leicht zu verarbeiten.
Ein weiterer wichtiger Faktor, der den Goldpreis bestimmt, ist die Nachfrage von Investoren und Anlegern. Ein großer Teil der Goldproduktion wird auch als Geldanlage bzw. Wertspeicher genutzt und je mehr Anleger sich dafür entscheiden, ihr Geld in dieses Edelmetall bzw. in Goldunzen zu investieren, desto höher steigt die Nachfrage und damit auch der Preis.
Wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen beeinflussen den Goldpreis indirekt.
Von großer Bedeutung sind auch die Goldreserven der Zentralbanken verschiedener Länder. Zur Absicherung der jeweiligen Landeswährung angelegt, obwohl es keinen Goldstandard mehr gibt, kaufen und verkaufen die Zentralbanken regelmäßig auf dem internationalen Goldmarkt.
Wenn eine Wirtschaftskrise ausbricht oder große geopolitische Unsicherheiten entstehen, befürchten viele Anleger negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte und die im Umlauf befindlichen Finanzprodukte. Investoren, aber auch Privatanleger, greifen in solchen Krisenzeiten gerne auf Gold zurück, um ihre Gelder oder Ersparnisse für den Fall einer tiefer gehenden Krise abzusichern. Die in solchen Zeiten sprunghaft ansteigende Goldnachfrage spiegelt sich in der Regel in steigenden Goldpreisen wider.
Gold wird weltweit als Wertgegenstand akzeptiert und ist daher in der Lage, die Ersparnisse bzw. deren Kaufkraft auch in einer sehr tiefen Krise zu erhalten.
So steigt der Goldpreis - und meist auch der Silberpreis - in der Regel immer dann, wenn es in den großen, international verflochtenen Finanzsystemen zu Instabilitäten kommt. Dies ist seit vielen Jahren der Fall. Seit die Weltwirtschaft um die Jahrtausendwende von einer Krise in die nächste schlitterte, steigt der Goldpreis unter Schwankungen.
Weitere Faktoren, die den Goldpreis treiben, sind Inflation und negative Realzinsen. Seit der Einführung des Euro im Jahr 2002 ist der Goldpreis um mehrere hundert Prozent gestiegen bzw.
10 Karat Gold
Da es viel zu weich und damit zu anfällig für Kratzer wäre, wird reines Gold nicht zu Schmuck verarbeitet. Wie viel Gold sich tatsächlich in der zu Schmuck verarbeiteten Legierung befindet, gibt der Feingehalt an. In Deutschland ist es üblich, diesen in Promille anzugeben, woher auch die dreistelligen Bezeichnungen für die Legierungen kommen. So besteht 416 Gold zu 41,6 % bzw. 416 ‰ aus dem gelben Edelmetall, der Rest sind beigemischte andere Metalle.
Aufgrund des geringen Goldanteils und des hohen Anteils anderer Metalle darf Schmuck 10 Karat Gold nicht überall auf der Welt unter der Bezeichnung „Goldschmuck“ verkauft werden. Bspw. liegt in den Niederlande, in Norwegen und Spanien die Untergrenze bei 585 Promille, in Frankreich sogar bei 750 Promille. Goldschmuck aus Legierungen mit niedrigerem Feingehalt dürfen lediglich unter Bezeichnungen wie „goldhaltiges Metall“ gehandelt werden.
Eine alternative und bspw. in den USA und Großbritannien weit verbreitete Einheit für den Feingehalt ist Karat. Reines Gold hat einen Feingehalt von 24 Karat. 10 Karat Gold entspricht einem Feingehalt von 416 ‰.
Da 10 Karat Gold über einen relativ geringen Goldanteil verfügt ist es deutlich härter als Legierungen mit höherem Goldanteil. Es wird deshalb für Ohrringe, Halsketten oder Anhänger verwendet, die sich durch hohe Stabilität auszeichnen.
Weil 10 Karat Gold nicht einmal zur Hälfte aus reinem Gold besteht, sind der Legierung noch andere Metalle beigemischt, die ihr das endgültige Aussehen verleihen. Wird bspw. ein hoher Anteil an Kupfer beigemischt, erscheint die Legierung rötlich und wird entsprechend als Rotgold bezeichnet. Wird dem 10 Karat Gold Kupfer und Silber beigemischt, erhält es einen geblichen Farbton und wird als „Gelbgold“ bezeichnet. Werden dem 10 Karat Gold lediglich Weißmetalle wie Silber, Nickel oder Palladium beigemischt, wird der Farbton der Legierung dominant weiß, weshalb es dann als „Weißgold“ bezeichnet wird.
Wenn Sie wissen möchten, welchen Feingehalt ihr Goldschmuck gefertigt ist, müssen Sie sich diesen genau ansehen: An einer verborgenen Stelle befindet sich die Punzierung, auf der der Feingehalt steht, bspw. 417/1000 bzw. 416/1.000 oder 10 k/kt/c/ct. Diese befindet sich bei einer Kette häufig neben dem Verschluss, bei einem Ring oder Armband meist an der Innenseite. Bei goldenen Uhren ist die Punzierung oft auf der Rückseite des Gehäuses angebracht. Die Angabe in Karat findet sich vor allem bei im Ausland gekauften Goldschmuck.
Sie können an uns Goldschmuck aus 10 Karat Gold in allen möglichen Zuständen verkaufen, denn dieser wird nach dem Ankauf eingeschmolzen und zu neuen Goldbarren verarbeitet. Ihr Altgold ist also ein wichtiger Wertstoff der dafür sorgt, dass die Goldbranche umweltfreundlich arbeiten kann.
Was bedeutet 1 Karat Gold? Die Bezeichnung „Karat“ beschreibt (in Bezug auf Gold) den Feingehalt des Edelmetalls. Ursprünglich wurde Karat zur Gewichtsbestimmung von Edelsteinen verwendet (hierbei handelt es sich um das „metrische Karat“.
Mit Karat wird der Anteil des reinen Goldes am Gesamtgewicht der Legierung bezeichnet.
