Diamanten sind seit langem begehrte Wertanlagen und Schmuckstücke. Doch wie setzt sich der Wert eines Diamanten zusammen, insbesondere bei größeren Exemplaren wie einem 40-Karat-Diamanten? Dieser Artikel beleuchtet die Faktoren, die den Preis von Diamanten bestimmen, und gibt Einblicke in die Welt der Diamanten als Wertanlage.
Was macht den Wert eines Diamanten aus?
Der Wert eines Diamanten wird international hauptsächlich anhand der sogenannten "4 C" bemessen:
- Clarity (Reinheit): Die Reinheit eines Diamanten bezieht sich auf das Vorhandensein von Einschlüssen oder Unreinheiten im Inneren des Steins.
- Colour (Farbe): Je weißer ein Diamant ist, desto seltener und wertvoller ist er. Die Farbskala reicht von farblos (D) bis zu gelblichen Tönen.
- Cut (Schliff): Der Schliff bezieht sich auf die Proportionen, Symmetrie und Politur eines Diamanten. Ein präziser Schliff maximiert die Brillanz und das Feuer des Steins.
- Carat (Karat): Das Gewicht eines Diamanten wird in Karat gemessen, wobei ein Karat 0,2 Gramm entspricht.
Diese und weitere qualitative und quantitative Merkmale eines Diamanten müssen in einem Zertifikat dokumentiert sein. Entscheidend dabei ist, wer dieses Zertifikat ausstellt.
Das 5. C: Certificate (Zertifikat)
Für den Wert des Diamanten ist es heute neben den 4Cs ein wichtiges Kriterium, wie hoch die internationale Reputation des prüfenden Diamantlabors bewertet wird. Man spricht daher heute schon bei der Wertfeststellung eines Diamanten vom 5. C = Certificate.
Ein lupenreiner Diamant zur Wertanlage muss unbedingt über ein Zertifikat des international renommiertesten Diamantprüflabors GIA (Gemological Institute of America) verfügen - eine unabhängige Stiftung mit großer Tradition. Auf diese Beurteilungen verlassen sich Diamantprofis auf der ganzen Welt. Kein anderes Zertifikat reicht an die Bedeutung von GIA heran. Der Preis eines Diamanten wird heute vor allem auch an seinem Zertifikat festgemacht.
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Zur Identifikation des Diamanten mit seinem GIA-Zertifikat sind die jeweilige Zertifikats-Nummer und das GIA-Logo direkt mit Laser auf dem Diamanten angebracht. Aber nicht nur beim Kauf spielt das Zertifikat eine bedeutende Rolle, ebenso wichtig ist es für den Wiederverkauf.
Mit der unbestrittenen Reputation von GIA-Zertifikaten sind beim Wiederverkauf für Diamanten zur Geldanlage optimale Preise auf den wichtigsten Nachfragemärkten zu erzielen.
Diamanten als Wertanlage
Die Investition in Diamanten erfolgt rein physisch, d.h. wer einen Diamanten als Wertanlage kauft, erwirbt ihn auch körperlich. Diamanten gelten als mobilster Sachwert mit höchster Wertkonzentration („Wertspeicher“): So entspricht z.B. der Wert eines lupenreinen Fünfkaräters in bester Qualität (1 Karat = 0,2 Gramm) dem Wert von etwa 10 Kilogramm Gold.
Der Preis für Diamanten hat sich in den vergangenen 25 Jahren positiv entwickelt. Die Prognosen für die nächsten Jahre gehen bei steigender Nachfrage vor allem aus den asiatischen Ländern bei gleichzeitiger Stagnierung der Fördermengen von einem langfristig steigenden Diamantpreis aus.
DIAMONDAS-Kunden bauen sich nach eigenen Angaben Diamant-Portfolios von ca. 5 % ihres Gesamtvermögens auf. Ihr Anlagehorizont ist langfristig ausgerichtet, oft schon in Hinsicht auf eine Vermögenssicherung für die nächsten Generationen.
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Worauf Sie achten sollten
Bei Sachwerten hat es sich immer bewährt, auf Spitzenqualitäten zu setzen. Ein Diamant zur Wertanlage sollte lupenrein sein, von höchster weißer Farbe und in perfekter Ausführung als Brillant geschliffen sein. Seine qualitativen und technischen Eigenschaften müssen in einem international anerkannten Zertifikat (GIA) dokumentiert sein.
Jeder gekaufte Diamant sollte mit einer handschriftlich unterschriebenen Bestätigung versehen sein, dass dieser Stein aus ethisch einwandfreien Quellen stammt und in vollem Umfang in Übereinstimmung mit den Compliance-Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft und den entsprechenden UN-Regulationen steht.
Diamanten brauchen Erfahrung und Sachkenntnis In der Welt der Diamanten haben Erfahrung und Fachwissen höchste Priorität. Schon kleinste, kaum wahrnehmbare Nuancen haben einen großen Einfluss auf den Preis und auch auf die Wiederverkäuflichkeit eines Diamanten. So sollten Diamanten auch nur bei Spezialisten erworben werden, die über eine langjährige Erfahrung in diesem speziellen Metier verfügen.
Preisbestimmende Kriterien
Neben den bereits erwähnten 4Cs und dem Zertifikat gibt es weitere Faktoren, die den Preis eines Diamanten beeinflussen:
- Fluoreszenz: Eine starke Fluoreszenz kann den Wert eines Diamanten mindern. Ideal ist die Beurteilung „None“.
- Kommentare im Zertifikat: Unter „Comments“ sollten - außer bei lupenreinen Steinen „Minor details of polish are not shown“ - keine weiteren Einträge zu finden sein.
- Ausstellungsdatum des Zertifikats: Das Ausstellungsdatum der Expertise sollte beim Kauf nicht älter als max. ein Jahr zurück liegen.
- Lasergravur: Zur Vermögenssicherung sollten nur Diamanten mit einer GIA-Expertise erworben werden, deren Nummer zusammen mit dem GIA-Logo per Laser hauchdünn auf dem Stein eingraviert ist.
Der Wiederverkauf von Diamanten
Diamanten werden als Sachwerte gekauft, um als mobiler Wertspeicher einem breit aufgestellten Vermögens-Portfolio beigemischt zu werden, oft sogar als Familienschatz für Generationen. Diamanten sind nicht geeignet für kurzfristiges „Parken“ liquider Mittel oder gar als Spekulationsobjekte. Wie auch bei vielen anderen Sachwerten gibt es für Diamanten keinen geregelten Zweitmarkt.
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Bei dem Verkauf Ihrer Diamanten kommt dem Thema Mehrwertsteuer eine wichtige Rolle zu: Bei dem Verkauf an gewerbliche Unternehmen kann Ihnen aus umsatzsteuerrechtlichen Gründen die ehemals gezahlte Mehrwertsteuer nicht vergütet werden.
Daher raten wir schon bei dem Erwerb von Diamanten zur Wertanlage zu einer Haltedauer von mindestens 10+ Jahren, damit die Möglichkeit besteht, die vorher gezahlte Mehrwertsteuer durch positive Preisentwicklungen zu kompensieren.
Anders verhält es sich, wenn Sie Ihre Diamanten an Privatpersonen verkaufen: Auf der Ebene der Anleger und Konsumenten verhält sich die Mehrwertsteuer bei Kauf und Verkauf neutral, weil der Diamantpreis in jedem Falle die Mehrwertsteuer enthält.
DIAMONDAS steht seinen Kunden bei einem Verkauf ihrer Diamanten zur Seite und berät und unterstützt sie bei den unterschiedlichen Möglichkeiten der Verwertung.
Darüber hinaus bieten internationale Auktionshäuser wie Sotheby’s, Christie’s o. a. die Möglichkeit, auch ungefasste Diamanten zur Verwertung zu bringen.
Synthetische Diamanten vs. natürliche Diamanten
Synthetische Diamanten werden in Laboren erstellt und weisen auf den ersten Blick nahezu die gleichen Eigenschaften wie natürliche Diamanten aus. Dies erschwert es Laien, diese von echten Edelsteinen unterscheiden zu können.
Die Prüfung des natürlichen Ursprungs dieses ca. zwei Milliarden Jahre alten Minerals und die Bestätigung von einem gemologischen Labor, dass es sich tatsächlich um einen natürlichen Diamanten handelt, ist daher umso wichtiger. Synthetische, in Laboren gezüchtete Diamanten werden zu einem Preis, welcher mehr als 50% unter dem von natürlichen Diamanten liegt, angeboten.
Da sie unbegrenzt reproduziert werden können, weisen synthetische Diamanten einen deutlich geringeren Wert auf. Es dauert Milliarden von Jahren, bis ein einzigartiger natürlicher Diamant entsteht. Exakt diese Seltenheit bestimmt maßgeblich seinen Preis.
Die Preisentwicklung von Diamanten
Konstanz und Beständigkeit - Werte, die nicht nur für den Diamanten an sich stehen, sondern ebenso gut seine Preisentwicklung beschreiben. In den letzten zehn Jahren mussten die meisten Anlagegüter, darunter Aktien und Gold, starke Preisschwankungen hinnehmen.
Seit der Listung des Diamantindex durch IDEX im Jahr 2004 gab es nur zwei nennenswerte Ausnahmen: Die Finanzkrise 2008 führte zu einem Einbruch von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu anderen Märkten war der Preisabfall auf dem Diamantenmarkt jedoch moderat und die Preise erreichten schneller wieder das Vorkrisenniveau.
Im Jahr 2011 erfuhr der Markt aufgrund des international steigenden Wohlstandes und günstiger Finanzierungsmöglichkeiten einen starken Aufschwung von über 20 Prozent.
Die letzten Minen wurden vor ca. Die Erschließung einer neuen Mine ist zeitaufwändig (durchschnittlich ein Jahrzehnt) und kostspielig (ca. 1 Milliarde US-Dollar).
So gilt es als äußerst unwahrscheinlich, dass innerhalb der nächsten 20 Jahre signifikante neue Diamantminen entdeckt und entwickelt werden. Entsprechend soll das Angebot an Rohdiamanten nur noch bis 2018 steigen.
Die Nachfrage dagegen wird weiterhin wachsen - allein im Jahr 2014, so der weltweit größte Diamantförderer DeBeers, beispielsweise um 4,5 Prozent. Zugpferd der weltweit steigenden Nachfrage sind klar die indischen und chinesischen Schmuckmärkte.
Zur Knappheit des Angebots trägt zudem bei, dass nur 20 Prozent der weltweit geförderten Diamanten die Qualität von Schmuckdiamanten haben. Vor allem Diamanten größer zwei Karat oder Diamanten von Top-Qualität sind sehr selten.
Grundsätzlich kann man also von steigenden Preisen in der Diamantwelt ausgehen. Eine genaue Prognose darüber, welche Qualitäten und welche Größen sich preislich wie entwickeln werden, kann man natürlich nicht machen. Hier spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle.
Die Diamantenpreisliste der IDEX
Eine sehr gute Möglichkeit, sich über den aktuellen Marktpreis von Diamanten zu informieren, bietet Ihnen exklusiv die Diamantenpreisliste der IDEX (International Diamond Exchange) an.
Als eine international sehr bedeutende Diamantenbörse, führt die IDEX Angebot und Nachfrage der Diamantenhändler zusammen und sammelt jeden Monat die aktuellen Diamantenverkaufspreise.
Da der genaue Preis eines Diamanten jedoch von vielen einzelnen Faktoren abhängt und diese den Rahmen einer Preisliste schnell unübersichtlich gestalten würde, kann sie nur als Orientierung dienen.
Lesebeispiel zur Berechnung eines Einkaräter
Die IDEX (International Diamond Exchange) stellt die Preise für Diamanten im Brillantschliff in Ihrer Diamantenpreisliste in US-Dollar pro Karat und unterteilt den Diamantpreis bei gleicher Qualität (Farbe und Reinheit), in verschiedene Gewichtsklassen z.B. 1,00 ct. bis 1,24 ct. dann 1,25 ct. bis 1,49 ct. usw.
Als Beispiel soll nun ein 1 Karat Diamant Preis ermittelt werden. Dieser Einkaräter-Diamant liegt in der Range 1,00ct. bis 1,24ct. Einkarat Diamanten dieser Größe/dieses Gewichts kosten in der höchsten Qualität der Farbe D und der Reinheit IF 27.130 USD pro Karat. Dieser Diamant 1 Karat Preis ist bei einem Einkaräter mit bspw. 1,03 Karat dann mit dem Faktor 1,03 zu multiplizieren.
Nicht berücksichtigt sind hier die Mwst. Der Diamantenpreis unterliegt keiner zentralen Preisfestsetzung, er ist somit ein echter „Marktpreis“, welcher sich aus Angebot und Nachfrage ergibt.
Zusammenfassung
Der Wert eines Diamanten hängt von vielen Faktoren ab, wobei die 4Cs (Reinheit, Farbe, Schliff und Karat) die wichtigsten sind. Ein international anerkanntes Zertifikat, idealerweise von GIA, ist unerlässlich, um den Wert eines Diamanten zu bestimmen und ihn als Wertanlage zu sichern. Der Markt für Diamanten ist langfristig stabil, aber es ist wichtig, sich vor dem Kauf gründlich zu informieren und die Mehrwertsteuer beim Wiederverkauf zu berücksichtigen.
