Welches Karat Gold ist am besten für Schmuck?

Gold ist seit Menschengedenken das Zeichen für Reichtum und Macht und hat bis heute nichts von seiner unvergleichlichen Magie auf den Menschen verloren. Es ist selten, kostbar und gilt als König unter den Metallen, da es weder rostet noch oxidiert.

In der Alltagssprache wird mit Gold nicht nur das reine Gold gemeint, sondern auch dessen Goldlegierungen. Echter Goldschmuck wird aus echtem Gold hergestellt. Da 100 % reines Gold jedoch zu weich und damit nicht haltbar genug für die Schmuckherstellung wäre, wird es mit anderen Materialien vermischt. Eine Goldlegierung ist also ein Gemisch, bei dem Gold mit einem anderen Metall vermischt wird, um die Härte für die Schmuckherstellung zu erhöhen.

Was ist eine Goldlegierung?

Werden zwei oder mehrere Metalle durch Zusammenschmelzen gemischt, spricht man von einer Legierung. Wird Gold mit einem oder mehreren anderen Metallen legiert, entsteht eine Goldlegierung. Durch die Beilegierung von anderen Metallen zu Gold verändern sich dessen Eigenschaften, und seine Verarbeitbarkeit kann optimiert werden.

So erzielt man beispielsweise Veränderungen der Härte (nimmt durch Beilegierung generell zu), des Schmelzpunktes, der Dichte, der Farbe und vieles mehr. Gold wird auch aus Kostengründen legiert.

Verschiedene Goldfarben

Reines Gold ist immer gelb glänzend. Goldlegierungen können aber andere Farben und Farbtönungen aufweisen - je nachdem, welches bzw. welche anderen Metalle dem Gold in welchen Anteilen beilegiert werden.

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Die wichtigsten Goldfarben sind gelb, rot und weiss. Man spricht dann von Gelbgold, von Rotgold und von Weissgold. Daneben ist es aber beispielsweise auch möglich, Grüngoldlegierungen herzustellen.

Bei einer Goldlegierung mit einem Goldgehalt von 75% (d.h. 18 Karat bzw. Gold 750) werden durch Zugabe von 25% anderer Metalle folgende Farben erzielt:

  • Gelb: Dem Gold werden hauptsächlich Kupfer und Silber zu etwa gleichen Teilen beilegiert.
  • Rot: Dem Gold wird vor allem Kupfer beilegiert. Je mehr Kupfer beilegiert wird, desto intensiver wird die Färbung.
  • Weiss: Dem Gold werden als farbgebende Metalle entweder Palladium oder Nickel beilegiert. Entsprechend unterscheidet man zwischen Palladium- und Nickelweissgold. Palladiumweissgold setzt sich grösstenteils aus Gold, Palladium und zusätzlich Silber zusammen - Nickelweissgold grösstenteils aus Gold, Nickel und zusätzlich Kupfer.
  • Grün: Dem Gold wird vor allen Silber beilegiert. Grüngold wird in der Schmuckverarbeitung beispielsweise eingesetzt, um möglichst naturgetreue Blätter nachzuahmen.

Was bedeuten die Bezeichnungen auf Goldschmuck?

Die dreistelligen Zahlen auf Goldschmuck (750, 585 und 375) geben an, wie viele Gewichtsteile einer Goldlegierung - von total tausend Teilen - aus reinem Gold bestehen. Man spricht dann vom sogenannten Feingehalt oder einfach von der Feinheit des Goldes. Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 750, 585 oder 375 bedeutet, dass dieses einen Goldgehalt von 750/1000, 585/1000 oder 375/1000 besitzt, d.h. 75%, 58.5% oder 37.5%.

Das "K" steht für Karat. Mit Karat wird der gewichtsmässige Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung bezeichnet. Die Bezeichnung 24K steht für reines Gold, 1K steht für einen Goldanteil von 1/24. Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 18K, 14K oder 9K bedeutet, dass dieses einen gewichtsmässigen Goldanteil von 75% (18/24), 58.5% (14/24) oder 37.5% (9/24) aufweist.

In der Schweiz ist die Angabe des Goldanteils in Karat veraltet, sie erfolgt über die Angabe des Feingehaltes.

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Goldanteil (%) Karat-Angabe Feingehalts-Angabe
100% 24K 999.9
91.6% 22K 916
75% 18K 750
58.5% 14K 585
37.5% 9K 375

Karat hat daneben aber noch eine zweite Bedeutung: Es ist auch eine Masseinheit für das Gewicht von Edelsteinen, wobei 1 Karat für 0.2 Gramm steht.

Kann Gold anlaufen?

Reines Gold kann nicht anlaufen, da es chemisch sehr träge ist. Besonders bei Goldlegierungen mit niedrigen Goldgehalten (wie beispielsweise 9 Karat und 14 Karat) kann sich das Schmuckstück jedoch verfärben. Das Anlaufen wird dabei durch beilegierte Metalle, wie z.B. Silber und Kupfer, verursacht. Die Folge davon sind oft schwarze Ablagerungen auf Haut oder Kleidung. Je höher der Goldgehalt ist, desto weniger besteht die Gefahr des Anlaufens.

Worauf sollte man achten?

Es gibt Menschen, die allergisch auf Nickel reagieren. Diese reagieren deshalb allergisch auf Weissgold, welches Nickel als farbgebende Komponente enthält. Die Bestellung unserer Produkte können Sie sich kostenlos nach Hause liefern lassen. Der Versand durch die Schweizer Post, ab einem Verkaufswert von CHF 150.- als eingeschriebenes Paket, wird schnell bei Ihnen eintreffen. Sollte Ihnen ein bestellter Artikel nicht passen, können Sie diesen innert 2 Wochen retournieren, sofern Bestandteile Ihrer Bestellung nicht personalisiert sind.

Wie erkennt man echten Goldschmuck?

Wahrscheinlich ist dir schon einmal eine kleine Nummer aufgefallen, die an einer unauffälligen Stelle deines Schmuckstücks eingeprägt ist. Diese Nummer befindet sich oft auf dem Verschluss oder auf einem separaten Plättchen und ist der offizielle Hinweis auf den Feingehalt des Edelmetalls. Ein Magnet kann dir vielleicht helfen, wenn du dich fragst, ob dein Schmuckstück aus echtem Gold ist, denn echtes Gold ist nicht magnetisch.

Wenn du dir nach den ersten beiden Testmethoden immer noch nicht sicher bist, ob dein Schmuckstück aus echtem Gold oder nur vergoldet ist, kannst du eine chemische Analyse durchführen. Hierfür kannst du einen Metall-Säuretest kaufen. Um loszulegen, kratzt du an einer unauffälligen Stelle vorsichtig ein bisschen Gold ab. Dann tröpfelst du die Säure auf das abgekratzte Gold und liest das Ergebnis ab. Als Alternative kannst du deinen Schmuck auch zu einem Fachmann schicken.

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