Kampfsport ist der Oberbegriff für zahlreiche unterschiedliche Kampfsportarten, bei denen meist zwei Sportler in einem Ring gegeneinander antreten. Dabei werden je nach Kampfsportart unterschiedliche Techniken angewendet, um den Gegner zu besiegen. Olympisch sind längst nicht alle Kampfsportarten.
Teil des olympischen Programms sind lediglich Boxen, Fechten, Judo, Ringen und Taekwondo. Die verschiedenen Kampfsportarten entwickelten sich auf unterschiedliche Art und Weise und im Laufe der Zeit kamen immer mehr Techniken hinzu.
Olympische Kampfsportarten im Überblick
Boxen
Boxen gilt neben Ringen als die älteste Kampfsportart der Welt. Beim modernen Boxen versuchen die Sportler und Sportlerinnen Schläge auf den gegnerischen Kopf oder den Oberkörper zu landen, um Punkte zu erzielen oder einen Kampf durch K. O. zu gewinnen.
Fechten
Zum Fechten gehört eine Waffe, weshalb diese Kampfsportart eine Sonderrolle einnimmt. Die Kampfsportart Fechten wird mit einem Degen, Florett oder Säbel auf einer Fechtbahn ausgetragen.
Judo
Judo gehört eher zu den Kampfkünsten und dient der Selbstverteidigung, jedoch werden auch Wettkämpfe ausgetragen. Innerhalb einer Kampfzone soll der Gegner mittels unterschiedlicher Griff- und Wurftechniken auf den Rücken gelegt werden.
Lesen Sie auch: Ratgeber zur Wahl der passenden Kampfsportart
Ringen
Seit 708 vor Christus ist Ringen eine Disziplin der antiken olympischen Spiele und ist bis heute olympisch. Heute geht es bei der Kampfsportart darum, den Gegner oder die Gegnerin mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen oder Punkte zu sammeln.
Taekwondo
Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart und bedeutet auf Deutsch „Fuß, Faust, Disziplin“. Besondere Merkmale von Taekwondo sind die ausgeprägten Fußtechniken, Tritte, Drehungen und Sprünge.
Karate - eine nicht-olympische Kampfsportart
Obwohl Karate eine der bekanntesten Kampfsportarten ist, wurde es bis heute nicht zur olympischen Disziplin. Es heißt, dass die Sportart Karate durch seine unterschiedlichen Wettkampfsysteme und Stilrichtungen nicht für die Aufnahme in das olympische Programm geeignet ist.
Kriterien für die Aufnahme ins olympische Programm
Damit eine Sportart überhaupt olympisch werden kann, muss sie die folgenden Kriterien erfüllen:
- Verbreitung: Die Sportart muss in der Herrenkonkurrenz in mindestens 75 Ländern und auf vier unterschiedlichen Kontinenten ausgetragen werden. Für die Damenkonkurrenz gelten die Bestimmungen von 40 Ländern und drei Kontinenten.
- Organisation: Ferner muss ein vom IOC anerkannter Verband die Sportart organisieren.
- Kein mechanischer Antrieb: Es ist nicht erlaubt, dass die Sportart auf einem mechanischen Antrieb wie einem Motor basiert. Motorsport ist deshalb von Olympia ausgeschlossen.
- Kein Doping: Die Sportart darf außerdem nur olympisch werden, wenn die Anti-Doping-Maßnahmen auf sie angewendet werden können.
MMA - eine mögliche zukünftige olympische Disziplin?
Mixed Martial Arts, auch als MMA abgekürzt, ist ein hybrider Kampfsport, der Techniken aus verschiedenen Disziplinen wie Boxen, Ringen, Judo, Jujitsu, Karate und Muay Thai (Thaiboxen) vereint. MMA ist ganz klar eine Kampfsportart, so wie Judo oder Karate. Die spannenden Wettkämpfe von Kriegern, die ihre Vorherrschaft im Sport unter Beweis stellen, finden sich auf allen Kontinenten in vielen verschiedenen Formen.
Lesen Sie auch: Traditionelle japanische Kampfkünste
Lesen Sie auch: Gürtelsystem im Karate
