Die europäische MMA-Champions-League, „OKTAGON MMA“, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Am Samstag kehrt die Mega-Organisation „OKTAGON MMA“ zurück nach Ostrava, Tschechien. Mit im Gepäck: der Auftakt im Gamechanger-Turnier. Acht Fighter aus dem Oktagon-Kader und acht weitere Weltergewichtler werden verteilt über das ganze Jahr gegeneinander antreten. Es wird das größte MMA-Turnier, das Europa je gesehen hat!
Die beste MMA-Organisation Europas (OKTAGON MMA) feiert nach genialen Kampfabenden in Frankfurt und München jetzt Premiere im Pott. Am Samstag (17. Juni) steigt in Oberhausen das größte deutsche Käfig-Event aller Zeiten (ca. 12000 Zuschauer): „OKTAGON 44“.
Doch was verdienen die Athleten in dieser aufstrebenden Sportart?
Preisgelder und Turniergewinne bei Oktagon
Insgesamt werden über 1 Mio. Euro Preisgeld ausgeschüttet, der Sieger bekommt die dicke Prämie von 300.000 Euro. Beim MMA bekommen die meisten Athleten nicht einmal 10.000 Euro pro Kampf. Nur die absoluten Weltstars (z.B. Conor McGregor, Francis Ngannou) sind Multi-Millionäre.
Hier eine Übersicht der Preisgelder bei OKTAGON:
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- Niederlage in der Eröffnungsphase: 15.000 Euro Preisgeld
- Niederlage im Viertelfinale: 40.000 Euro Preisgeld
- Niederlage im Halbfinale: 80.000 Euro Preisgeld
- Niederlage im Finale: 130.000 Euro Preisgeld
- Turniersieg: 300.000 Euro Preisgeld
Zusätzlich gibt es Preisgelder für Reserve-Kämpfe:
- Verlierer in der Eröffnungsrunde des Reserve-Kampfes: 4.000 Euro Preisgeld
- Gewinner in der Eröffnungsrunde des Reserve-Kampfes: 6.000 Euro Preisgeld
- Verlierer der Viertelfinal-Reserve-Kämpfe: 8.000 Euro Preisgeld
- Gewinner der Viertelfinal-Reserve-Kämpfe: 11.000 Euro Preisgeld
- Verlierer der Halbfinal-Reserve-Kämpfe: 11.000 Euro Preisgeld
- Gewinner der Halbfinal-Reserve-Kämpfe: 14.000 Euro Preisgeld
- Verlierer im letzten Reserve-Kampf: 14.000 Euro Preisgeld
- Sieger im letzten Reserve-Kampf: 18.000 Euro Preisgeld
Insgesamt werden 130.000 Euro an Preisgeldern für Reserve-Kämpfe ausgeschüttet.
Deutsche Hoffnungen und ihre Chancen
Das Besondere: In der Rudolf-Weber-Arena können zwei deutsche MMA-Stars - Christian Jungwirth (36) und Mo Grabinski (31) - einen bedeutungsvollen Schritt machen, um ihr Leben und das ihrer Familie für immer zu verändern. Beide Kämpfer sind Teil von „Gamechanger“, dem OKTAGON-MMA-Turnier, bei dem es um insgesamt eine Million Euro Preisgeld geht. Gewinnen unsere deutschen Käfighelden ihre Kämpfe stehen sie im Turnier-Halbfinale und haben jeweils 80.000 Euro sicher. Der „Gamechanger“-Sieger kassiert sogar 300.000 Euro. Viel Geld, dass viele Kämpfer nicht einmal in ihrer kompletten Karriere verdienen.
Heißt: Gewinnen Jungwirth (kämpft gegen den Serben Bojan Veličković) und Grabinski (gegen Andreas Michailidis - Griechenland) fehlt nur noch ein Sieg zur ganz großen Kohle.
Vergleich mit UFC-Gehältern
Die UFC Gagen liegen mittlerweile im Millionen-Bereich. Die Ultimate Fighting Championship UFC - sozusagen die „Königsklasse“ der furchtlosen Käfig-Kämpfer - ist in den letzten Jahren zu einem Milliarden-Imperium aufgestiegen. Grundsätzlich bestehen die UFC Gehälter aus einem Basis-Fixum. Wie hoch das ist, hängt vom Bekanntheitsgrad des Kämpfers und von seinen bisherigen Erfolgen ab. Die Bandbreite der UFC Gage für einen Kampf kann sich von ein paar tausend Dollar bis auf beispielsweise 750.000 Dollar strecken - dieses Fixum kassierte beispielsweise Schwergewichtler Stipe Miocic für seinen Titelkampf bei UFC 252. Noch namhaftere MMA-Superstars wie Khabib Nurmagomedov kassieren Beträge im Millionenbereich als UFC-Gage. Ein Sieg bei einem UFC-Kampf bringt eine entsprechende Prämie ein, die vorab vertraglich vereinbart wurde.
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Zur Verdeutlichung: Der Kampf zwischen McGregor und Khabib im Herbst 2018 hatte fast 2,5 Millionen PPV-Verkäufe erzielt und damit einen UFC-Rekord aufgestellt. McGregor hat damit fast 50 (!) Millionen Dollar verdient. Seine Fix-Gage von der UFC von 3 Mio. Diese extreme UFC Gage von McGregor ergibt sich daraus, dass der Ire an den Abschlüssen in Australien, Kanada, Irland und England beteiligt ist. Rund 90 Prozent der Einnahmen aus diesen Ländern fließen direkt in die Tasche von McGregor.
Im Jahr 2018 betrugen die durchschnittlichen UFC Gehälter der Käfig-Künstler lediglich 138.000 US-Dollar.
Zusätzliche Verdienstmöglichkeiten
Spitzenkämpfer erhalten zusätzlich zu ihrer Grundvergütung noch Pay-per-View-Zuschläge. Der Topverdiener bei UFC 300 war Alex Pereira, der im Hauptkampf der Jubiläumsveranstaltung seinen Titel gegen Hill verteidigen konnte. 2,8 Millionen US-Dollar beträgt die UFC Gage für Pereira, der für diesen Verdienst nur 3:14 Minuten brauchte, da er in Runde 1 durch TKO gewonnen hat.
Die Haupteinnahmequelle als Kämpfer ist die Kampfgage. Die kann zwischen 500 Euro und einer Million liegen. Wie viel man aber tatsächlich bekommt, ist von vielen Faktoren abhängig. Es gibt aber auch noch andere Einnahmequellen, zum Beispiel durch Sponsorengelder. Und man wird manchmal auch an den Ticketverkäufen für die Kämpfe beteiligt.
Alina Dalaslan: Ein aufstrebender Stern
Alina Dalaslan ist der Shooting-Star der deutschen Mixed-Martial-Arts-Szene. Für ihren zweiten Kampf hat sie sich mit Regina Halmich eine prominente Mentorin ins Team geholt. Beim OKTAGON 72 (am Samstag ab 17 Uhr live auf RTL+) kann die MMA-Kämpferin endgültig beweisen, dass sie auch für die große Bühne gemacht ist.
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Dalaslan: Bei mir war es ähnlich wie bei Regina, dass wir gemerkt haben: Im Kickboxen ist nicht wirklich Geld zu verdienen. Ich habe Kampfsport sowieso eher als Hobby ausgeübt und hatte nie das Ziel, Profi zu werden. Der Wechsel zum MMA war eher Zufall.
Die Bedeutung von Sponsoring und Vermarktung
Dalaslan: Ich glaube, dass das stark mit OKTAGON MMA (MMA-Organisation in Europa, Anm. d. Red.) zusammenhängt, die den Sport hierzulande auf die Karte gesetzt hat. Die können ihre Athleten einfach richtig gut vermarkten. Und wenn man sich mehr mit dem Sport befasst, sieht man, dass es nicht einfach nur rohe Gewalt ist, sondern ein sehr technischer und auch taktischer Sport dahintersteht.
Es nützt nichts mehr, wenn du eine gute Kämpferin bist. Du musst auch ein Charakter sein. Die Leute interessieren sich für deine Persönlichkeit, nicht nur für den Kämpfer. Das ganze Drumherum spielt eine große Rolle. Es ist heute wichtiger, dass man präsent ist und mit den Fans interagiert, dass sie dich auch fernab der Kämpfe sehen. Ich meine, wie oft kämpft man pro Jahr? Vielleicht drei oder vier Mal. Es gibt aber noch viele andere Wochen und Monate, in denen du dich zeigen musst.
Der Weg zum Profi
Es gibt keine allgemeingültige Gehaltstabelle für alle Kämpfer, da das Gehalt jedes einzelnen Kämpfers von den Bedingungen des von ihm unterzeichneten Vertrags abhängt. Aus diesem Grund verdienen zwei verschiedene Kämpfer mit exakt denselben Kampfrekorden nicht unbedingt gleich viel Geld.
Wenn Du das tust, werden sie Dich wahrscheinlich nach deinen Fähigkeiten fragen und Dir vielleicht sogar einen Kampf auf ihrer nächsten Fight Card anbieten. Vergewissere Dich jedoch, dass sie seriös sind. Das bedeutet, dass sie bestimmte Richtlinien im Rahmen der Gesetze für sanktionierte Kämpfe befolgen müssen. Dazu gehören Dinge wie Regeln.
Fazit
Die Verdienstmöglichkeiten im MMA-Sport, insbesondere bei Oktagon, sind vielfältig und reichen von Preisgeldern über Sponsoring bis hin zu individuellen Kampfhonoraren. Während die absoluten Top-Stars in der UFC Millionen verdienen können, bieten auch Organisationen wie Oktagon eine attraktive Plattform für aufstrebende Kämpfer, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und sich einen Namen zu machen.
