Das Wort "Karat" ist in verschiedenen Kontexten anzuwenden, insbesondere wenn es um Edelsteine und Gold geht. Die Bedeutung von "Karat" variiert je nach Kontext. Während "Karat" bei Edelsteinen das Gewicht misst, bezieht es sich bei Gold auf den Reinheitsgrad.
Was bedeutet Karat bei Gold?
Das Karat ist eine Maßeinheit für den Feingehalt bei Gold. Es bezeichnet den Goldanteil in einer Legierung, ausgedrückt in 1/24-Gewichtsanteilen. 24 Karat entsprechen reinem Gold. Bei 8 Karat beträgt der reine Goldanteil 1/3 des Gesamtgewichts.
Da es aus technischen Gründen praktisch ausgeschlossen ist, mögliche Verunreinigungen vollständig zu eliminieren, wird für 24-karätiges Gold eine Reinheit von 99,99 Prozent angegeben. Deshalb wird Gold mit 24 Karat auch mit „999,9“ bezeichnet (999,9 von 1.000) und umgangssprachlich „Four Nine Fine“ genannt.
Woher kommt das Wort Karat?
Karat entstammt dem griechischen Wort Keration und bedeutet „Johannisbrotbaum“. Das Besondere dieses Baums: Jeder ausgewachsene Samenkern der Schote hat das gleiche Gewicht von rund 0,2 Gramm. Die Samenkörner dienten früher als Gewichtseinheit für Edelsteine, insbesondere für Diamanten.
Das Gewicht eines Karats entspricht daher 0,2 Gramm. Die Maßeinheit für Diamanten ist jedoch nicht mit der Maßeinheit für Gold zu verwechseln. Bei Gold drückt Karat nicht das Gewicht, sondern den Anteil des reinen Goldes aus.
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Was sagt Karat über den Wert des Goldes aus?
Außer zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen wird die Bezeichnung Karat auch zur Angabe des Feingehalts von Gold verwendet. Das Karat ist die Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. 24 Karat entsprechen reinem Gold. 1 Karat in einer Legierung entspricht 1/24-Gewichtsanteil des reinen Goldes - in Prozent ausgedrückt: 4,167 Prozent.
Der Reinheitsgrad wird offiziell in Promille (1/1.000) angegeben und als 3-stellige Zahl ausgedrückt. So hat 333er-Gold einen Goldanteil von 333/1.000, also 33 Prozent - dies entspricht 8 Karat.
Wie viel Karat kann Gold haben?
Der höchste Reinheitsgrad für Gold ist 24 Karat. Der entsprechende Promillewert (Feingehalt) lautet 999,9. Je niedriger der Karatwert ist, desto weniger reines Gold ist enthalten. Beispielsweise entspricht ein Feingehalt von 250 dem Wert 6 Karat.
Woher kommt die Masseinheit Karat für Gold?
Seit der Spätantike wird der Goldgehalt von Münzen in den Masseanteilen einer Münze gemessen, die auf Gold entfallen. Die wertvollste Münze - der Solidus - hatte einen Feingehalt von beinahe 24 Karat. Die Masse und der Wert eines Kerations entsprachen 1/24 eines Solidus. Daher ergab die Zahl der Keratia Gold, aus dem die Münze bestand, ihren Feingehalt.
Keration ist der griechische Name für die kleinste Gewichtseinheit des Römischen Reiches, die der römischen Silbermünze Siliqua entsprach. Das Keration wog etwa 0,189 Gramm. Etwa 1 Karat.
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Wie erkennt man den Feingehalt von Goldlegierungen in Karat?
Goldlegierungen werden hauptsächlich mit Kupfer und Silber hergestellt. Anhand der auf Barren und Münzen angegebenen Promillezahlen lässt sich der reine Goldgehalt in Karat bestimmen. Grundlage ist immer die Regel, dass 24 Karat fast exakt 100 Prozent Feingehalt entsprechen.
Der Feingehalt wird faktisch mit 99,9 Prozent angegeben, da es praktisch ausgeschlossen ist, kleinste Verunreinigungen vollständig zu eliminieren. Ein Beispiel: Die Zahl „333“ bedeutet „333 von 1.000“, der Goldgehalt beträgt damit 33,3 Prozent. Und 33,3 Prozent von 24 (Karat) ergeben 7,992. Dies entspricht - aufgrund der „99,9-Prozent-Regel“ - 8 Karat.
Was bedeutet Karat bei Diamanten?
Das Gewicht bei Diamanten wird in Karat angegeben. 1 Karat entspricht 0,20 Gramm. Hierbei spricht man auch vom metrischen Karat.
Das metrische Karat ist eine Maßeinheit für die Masse von Edelsteinen. Die Karatangabe gibt also nur Auskunft über das Gewicht eines Diamanten und nicht - wie oft angenommen - über seine Größe. Wie viel Karat ein Diamant hat, kann man mit einer Diamantwaage bestimmen.
Bei geschliffenen Diamanten wie Brillanten lässt sich die Karatzahl auch durch Vermessen ermitteln. Die Karatzahl gehört neben der Farbe, dem Schliff und dem Reinheitsgrad zu den wichtigsten Kriterien, wenn es darum geht, den Wert eines Diamanten zu bestimmen.
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Die Größe kann hingegen trügerisch sein, da der Schliff den Edelstein für das menschliche Auge oft größer oder kleiner erscheinen lässt, als er tatsächlich ist.
Karat bei Edelsteinen (z. B. Diamanten)
Bei Edelsteinen - insbesondere bei Diamanten, Saphiren, Rubinen und ähnlichen - ist das Karat (ct) eine Gewichtseinheit. Dabei gilt:
- 1 Karat = 0,2 Gramm
- 5 Karat = 1 Gramm
- 0,25 Karat = 0,05 Gramm
Das bedeutet: Ein Diamant mit 1 Karat wiegt exakt 0,2 Gramm - unabhängig von seiner Größe. Beim Kauf oder Verkauf von Diamanten kommt es neben dem Gewicht auch auf weitere Qualitätsmerkmale an - die sogenannten 4 Cs: Carat (Karat), Clarity (Reinheit), Color (Farbe) und Cut (Schliff).
Bei Gold beschreibt „Karat“ nicht das Gewicht, sondern den Feinheitsgrad, also den Anteil an reinem Gold in einer Legierung. Gold wird in 24 Karat unterteilt:
- 24 Karat = 100 % reines Gold
- 18 Karat = 75 % Feingoldanteil (z. B. 750er-Gold Trauringe)
- 14 Karat = 58,33 % Feingoldanteil (z. B. 585er-Gold Trauringe)
- 8 Karat = 33,33 % Feingoldanteil (z. B. 333er-Gold Trauringe)
Wenn Sie also wissen möchten, wie viel Gramm reines Gold in einem Schmuckstück enthalten ist, benötigen Sie zwei Werte: Den Karatwert (z. B. 14 Karat) und das Gesamtgewicht des Gegenstandes.
In Deutschland darf Schmuck nur dann als „Gold“ bezeichnet werden, wenn er mindestens 8 Karat (333er-Gold) enthält.
Wenn Sie den exakten Gewichtswert in Gramm oder den Feingehalt eines Edelmetalls oder Edelsteins bestimmen möchten, ist die Umrechnung von Karat in Gramm ein wichtiger Schritt.
Jetzt wissen Sie: Karat ist nicht gleichbedeutend mit Gramm - aber mit der richtigen Formel und dem Verständnis des Kontexts können Sie den Wert und die Zusammensetzung von Edelmetallen und Edelsteinen ganz einfach einschätzen.
Der Karatpreis für Edelsteine
Der Preis für die meisten der Edelsteine wird von ihrem jeweiligen Gewicht bestimmt. Eine gewisse Ausnahme können hierbei bestimmte Schnitzereien oder spezielle Cabochons bilden. Diese werden dann zu einem bestimmten Stückpreis verkauft. Die zur Herstellung erforderliche Arbeit übersteigt nämlich hierbei die Materialkosten deutlich.
Bei den meisten Edelsteinen wird der jeweilige Wert über den Karatpreis sicher und zuverlässig bestimmt. Dabei ist ein Edelsteinkarat 200 mg. Wichtig ist, dass man als Kunde und auch als Sammler und Schmuckfreund nicht das Karat als Gewichtseinheit mit dem Karat verwechselt, das die Reinheit von Gold beschreibt.
Der sogenannte Preis je Karat kann bei den verschiedenen Edelsteinsorten sehr unterschiedlich sein. Der Karatwert kann von etwa einem 1 Dollar bis zu circa 10000 Dollar betragen. Dabei beeinflussen sehr viele Faktoren den Karatpreis des jeweiligen Edelsteins.
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Faktoren, die den Karatpreis für verschiedene Edelsteine beeinflussen können.
Die Sorte des Edelsteins
Bestimmte Sorten der Edelsteine haben einen besonders hohen Preis. So sind der Spinell, der Saphir, der Rubin, der Smaragd, der Tsavorit-Granat, der Tanzanit und der Alexandrit sind besonders teuer und begehrt bei den Käufern und Händlern. Der hohe Preis kommt daher, dass diese Edelsteine besonders selten sind und ausgesprochen gute Eigenschaften haben.
Viele verschiedene Arten des Quarzes sind dagegen häufiger auf der Welt zu finden und sind daher nicht so teuer und so viel wert. Vor allem die unterschiedlichen Eigenschaften haben einen besonderen Einfluss auf den Wert und den jeweiligen Preis je Karat eines bestimmten Edelsteins.
Die Bedeutung der Farbe eines Edelsteins
Wenn ein Edelstein farbig ist, bestimmt zu einem großen Teil diese Farbe den Wert des jeweiligen Edelsteins. Dabei wird am höchsten geschätzt, wenn ein bestimmter Edelstein eine intensive, kräftige und besonders reine Farbigkeit aufweisen kann. Dann schnellt der Preis pro Karat sehr schnell in die Höhe und es können im Bestfall Spitzenpreise erreicht werden.
Wenn ein bestimmter Edelstein zu hell oder zu dunkel für seinen Typ ist, ist er in der Regel auch nicht mehr so viel wert. Mittlere Farbtöne sind bei Edelsteinen beliebter und begehrter auf dem Markt und bei den Sammlern auf der ganzen Welt. Ein sattes Kornblumenblau bei einem Saphir ist deshalb als wertvoller einzuschätzen als ein tintenblauschwarzer oder blassblauer Farbton.
Die Reinheit bestimmt den Preis
Wenn ein bestimmter Edelstein sehr rein und nahezu keine sichtbaren Einschlüsse enthält, ist er besonders teuer und begehrt. Hier werden regelmäßig sehr hohe Preise für Edelsteine erzielt. Umso reiner der Edelstein ist, desto glänzender ist er auch.
Bestimmte kleinere Einschlüsse können einen Einfluss auf den jeweiligen Preis eines Edelsteins haben, müssen es aber nicht, wenn der Glanz davon nicht beeinflusst wird. Wichtig ist, dass man als interessierter Edelsteinfreund weiß, dass zum Beispiel der Smaragd immer kleine Einschlüsse aufweisen.
Der Schliff und der Glanz eines Edelsteins
Die Edelsteine müssen in der richtigen Schliffart geschliffen werden, damit das zum Auge reflektierte Licht maximiert wird. Leider müssen Edelsteinschleifer oft bei der Bearbeitung eines spezifischen Stückes oft Kompromisse machen.
Wenn die Farbe des Edelsteins ziemlich zum Beispiel sehr hell ist, ergibt ein tieferer Stein beim Schleifen dann eine sattere Farbe. Ein dunkler Farbton bei einem bestimmten Edelstein kann dagegen durch einen seichteren Schliff sogar heller gemacht werden. In jedem Fall müssen aber die Facetten sehr genau zusammentreffen. Darüber hinaus muss die Oberfläche glatt sein und darf auf keinen Fall kleine oder größere Kratzer aufweisen.
Die Größe eines Edelsteins bestimmt seinen Preis
Bei bestimmten Sorten der Edelsteine, wie zum Beispiel dem Quarz wird der Preis pro Karat größer mit zunehmendem Gewicht des Steins. Bei vielen noch viel selteneren Edelsteinen steigt der Preis pro Karat aber nicht linear mit dem Gewicht an. Dagegen steigt der Preis je Karat zum Beispiel beim Diamanten exponentiell mit dem Gewicht an.
Mit dieser Formel kostet ein 1-Karat-Stein vielleicht $1 000 und ein 2-Karat-Stein manchmal sogar $4 000. Besonders Saphire und Rubine erster Güte in größeren Größen erreichen in besonderen Fällen oft einen viel höheren Preis je Karat.
Festhalten kann man im Allgemeinen, dass größere Steine auch mehr kosten auf dem Markt. Außerdem sind sogenannte geeichte Größen auch teurer als einfachere Edelsteine.
Die Form des Edelsteins beeinflusst den Preis je Karat
Bestimmte Formen von gewissen Edelsteinen haben auch einen höheren Preis als andere Steine. In der Regel sind rund geschliffene Steine meist teurer als andere. Das liegt daran, dass runde Edelsteine viel seltener sind als zum Beispiel ovale Formen. Besonders begehrt ist hierbei zum Beispiel ein Saphir, Rubin oder Alexandrit.
Die Behandlung
Mit verschiedenen wichtigen Methoden der Behandlung kann man das Aussehen eines Edelsteins erheblich beeinflussen. Hierzu zählen zum Beispiel die Wärmebehandlung, das Füllen von Rissen, die Bestrahlung und die sogenannte Diffusion. Auch der Wert eines bestimmten behandelten Edelsteins lässt sich durch diese einzelnen Methoden beeinflussen.
Diese Behandlungsmethoden sind bei sehr vielen Sorten der Edelsteine heutzutage gang und gäbe. Leider kostet ein behandelter Edelstein immer weniger als ein reines Exemplar, das in dieser Form schon in der Natur gefunden wurde. Der Rubin und der Saphir sind in unbehandelter Form nur noch sehr selten zu finden.
"Normale" Kunden können sich unbehandelte Steine in der Regel nicht leisten und greifen deshalb auf die behandelten Varianten zurück. Wenn ein Kunde einen unbehandelten reinen Edelstein käuflich erwerben möchte, sollte er zum Beispiel auf den Turmalin, den Spinell, den Amethyst oder den Granat zurückgreifen. Hier gibt es schon einige preiswerte Steine, die man auch bezahlen kann.
Die Herkunft eines Edelsteins
Edelsteine aus bestimmten Ländern sind teurer als andere. Hier sollte man sich bei einem erfahrenen Fachmann einen Rat holen, bevor man einen bestimmten Edelstein käuflich erwirbt. So stehen zum Beispiel bestimmte Edelsteine aus den Ländern Burma, Kaschmir, Sri Lanka und Brasilien sehr hoch im Kurs auf dem Markt und erzielen regelmäßig höchste Preise beim Handel.
Viele feine und wertvolle Edelsteine kommen auch aus den afrikanischen Ländern.
Die Mode
Es gibt bestimmte Edelsteine, die immer in Mode sind. Hierzu zählt zum Beispiel der beliebte blaue Saphir, der sowohl bei Kunden als auch bei Sammlern stets begehrt ist. Andere Steine kommen für nur kurze Zeit in Mode und steigen dann natürlich im Preis an.
Vor kurzer Zeit stand zum Beispiel der Diaspor ganz oben auf der Liste der interessierten Händler und Sammler. Auch der sogenannte Rutilquarz war sehr beliebt und begehrt. Es kann auch sein, dass ein Stein wie der Naturspinell unerwartet niedrige Preise einbringt. Das liegt dann in der Regel daran, dass für diesen Edelstein nur sehr wenig Werbung gemacht wurde auf dem Markt.
Die Lieferkette ist verantwortlich für den Preis eines Edelsteins
Auf dem Weg vom Abbau zum Kunden gehen die Edelsteine in der Regel durch viele Hände. Alle wollen daran verdienen und einen Gewinn machen. Umso mehr "Hände" es sind, desto höher äußert sich das später am Preis des jeweiligen Edelsteins.
Umrechnung von Karat in Gramm
Hier ist eine Tabelle, die die Umrechnung von Karat in Gramm veranschaulicht:
| Karat (ct) | Gramm (g) |
|---|---|
| 1 | 0,2 |
| 5 | 1 |
| 0,25 | 0,05 |
| 0,10 | 0,02 |
Diese Tabelle kann nützlich sein, um das Gewicht von Edelsteinen schnell umzurechnen.
Bei Edelsteinen beschreibt es das Gewicht, während es bei Gold die Reinheit misst. Bei der Arbeit mit diesen Materialien ist es entscheidend, die Unterschiede und die jeweilige Umrechnung zu kennen, um genaue Bewertungen und Berechnungen vorzunehmen.
