Jeder Kampfsport hat seine Vorteile, aber welchen würdest du wählen? Den richtigen Kampfsport zu finden, ist eine persönliche Entscheidung. Dieser Leitfaden hilft sowohl Anfänger:innen als auch Menschen, die den Stil wechseln wollen, dabei, ihre Ziele mit der passenden Disziplin abzugleichen. Wir schauen uns an, wie deine körperlichen Fähigkeiten und persönlichen Vorlieben deine Wahl beeinflussen - und stellen dir beliebte Kampfkünste vor, die zu dir passen könnten.
Deine persönlichen Ziele im Kampfsport verstehen
Was möchtest du mit Kampfsport erreichen? Selbstverteidigung, Fitness oder spirituelles Wachstum führen oft zu sehr unterschiedlichen Stilen. Wenn du dein „Warum“ kennst, kannst du deine Auswahl schnell eingrenzen.
Deine körperlichen Eigenschaften und Grenzen im Kampfsport einschätzen
Dein Körpertyp, deine Beweglichkeit und eventuelle Verletzungen sind entscheidend. Manche Kampfkünste bevorzugen bestimmte Körperbauten, während andere für fast jede Person anpassbar sind.
Körperliche Fitness und Trainingsanforderungen
Hast du schon mal mit einem Kampfsport angefangen und gemerkt, dass dein Körper noch gar nicht bereit dafür war? Jeder Kampfsport stellt unterschiedliche Anforderungen an deinen Körper. Manche bringen dich sofort außer Atem, andere beanspruchen Muskeln, von denen du bisher nicht mal wusstest, dass du sie hast.
- Kalorien verbrennen & Ausdauer aufbauen: Kickboxen oder Muay Thai halten dich ständig in Bewegung - treten, schlagen, ausweichen - ein Ganzkörpertraining, getarnt als Selbstverteidigung.
- Flexibilität & Balance verbessern: Tai Chi oder bestimmte Kung-Fu-Stile arbeiten mit fließenden Bewegungen, die deine Muskeln dehnen und dein Gleichgewicht fördern, ohne deine Gelenke zu belasten.
- Kraft aufbauen: Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) oder Taekwondo fordern deine funktionale Kraft, weil du ständig deinen Körper nutzt, um den deines Gegenübers zu kontrollieren.
Geistige und spirituelle Entwicklung
Das Kampfsporttraining ist nicht nur ein Ort zum Schwitzen - viele finden hier auch zu ihrer inneren Mitte. Kampfsport kann deinen Geist ebenso formen wie deinen Körper. Jede Disziplin hat ihre eigene Philosophie und mentale Ausrichtung.
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- Fokus & Disziplin: Karate und Taekwondo setzen stark auf Form, Geduld und Ausdauer. Das Gürtel-System sorgt für klare Etappenziele.
- Selbstvertrauen & Mut: Boxen oder Kickboxen bringen dich regelmäßig an deine Grenzen, lehren dich, unter Druck zu bestehen und Herausforderungen frontal anzugehen.
Viele berichten, dass die größten Gewinne nicht körperlich sind: besserer Fokus bei der Arbeit, Stressabbau und eine ruhigere Lebenseinstellung.
Beweglichkeit, Alter und Fitness - so findest du deinen optimalen Einstieg
Deine Beweglichkeit kann bei der Wahl des Kampfsports eine Rolle spielen, ist aber kein Ausschlusskriterium. Wenn du nicht besonders dehnbar bist, gibt es viele effektive Stile, die keine extremen Kicks erfordern - etwa Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) oder Boxen. Disziplinen wie Taekwondo verlangen dagegen etwas mehr Flexibilität. Ganz gleich, wo du startest: Regelmäßiges Training wird deine Beweglichkeit Schritt für Schritt verbessern.
Auch das Alter sollte dich nicht vom Einstieg abhalten. Wer über 40 ist, kann in technikorientierten Kampfkünsten wie Tai Chi, Aikido oder BJJ hervorragende Fortschritte erzielen, da hier Präzision wichtiger ist als rohe Kraft. Jüngere haben meist mehr Auswahl, sollten ihre Entscheidung jedoch nicht nur an der körperlichen Herausforderung festmachen, sondern vor allem an persönlichen Zielen und Interessen. Ältere Einsteiger profitieren zudem von längeren Aufwärmphasen und einer gelenkschonenden Trainingsgestaltung.
Ebenso wichtig ist dein aktuelles Fitnesslevel. Wenn du noch am Anfang stehst, sind sanfte Stile wie Tai Chi oder bestimmte Karate-Formen ideal, um eine solide Grundlage aufzubauen. Wer bereits sportlich aktiv ist, kann sich in intensiveren Disziplinen wie Muay Thai, Boxen oder Kickboxen austoben. Die richtige Kampfkunst holt dich dort ab, wo du gerade stehst - und bringt dich mit jedem Training näher an deine Ziele: stärker, beweglicher und selbstbewusster.
Praktische Tipps für den Start
Bevor du dich für eine Kampfkunst entscheidest, lohnt es sich, auf ein paar praktische Punkte zu achten. Die Verfügbarkeit vor Ort spielt eine große Rolle - selbst die beste Kampfkunst bringt dir wenig, wenn du jedes Mal zwei Stunden Anfahrt hast. Suche also nach Schulen, die für dich gut erreichbar sind, damit du regelmäßig trainieren kannst.
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Nutze außerdem die Möglichkeit zu Probetrainings oder beobachte ein paar Unterrichtseinheiten. So bekommst du ein Gefühl für die Atmosphäre, den Umgangston im Training und das Engagement der anderen Schüler.
Boxen, Kickboxen & Taekwondo
Boxen stärkt Ausdauer, Schnelligkeit und Schlagkraft, während du lernst, präzise und kontrolliert zu agieren. Kickboxen kombiniert die kraftvollen Schläge des Boxens mit dynamischen Kicks - ein intensives Ganzkörpertraining, das Kondition, Koordination und Selbstverteidigung gleichermaßen fördert. Taekwondo legt den Schwerpunkt auf spektakuläre Tritte, Beweglichkeit und mentale Disziplin und ist ideal für alle, die neben der körperlichen Fitness auch ihre Konzentration schulen möchten.
Alle Kurse sind auch für Anfänger geeignet - du brauchst keinerlei Vorerfahrung, um einzusteigen. Die Trainer passen das Training an dein Fitnesslevel an und begleiten dich Schritt für Schritt, damit du sicher und mit Freude lernst.
Überblick über beliebte Kampfsportarten
Hier ein kleiner Überblick über unsere beliebtesten Kampfsportarten:
- Boxen: Der Klassiker. Effektiv, schnörkellos, kraftvoll. Ideal für alle, die sich aufs Wesentliche konzentrieren wollen: Kondition, Technik und Disziplin. Boxen verbessert deine Reaktionsfähigkeit, dein Selbstbewusstsein und bringt dich körperlich richtig in Form.
- Muay Thai / K1: Ob Muay Thai oder K1 - hier zählt saubere Technik, präzises Timing und harte Treffer. Kickboxen auf höchstem Niveau: fordernd, effektiv und immer mit voller Kontrolle. Ideal für alle, die im Standkampf richtig Gas geben wollen.
- Krav Maga: Selbstverteidigung pur - realistisch, kompromisslos und für den Ernstfall gemacht. Krav Maga ist kein Wettkampfsport, sondern ein System, das auf schnellen, intuitiven Reaktionen basiert. Besonders beliebt bei Menschen, die sich sicher fühlen und verteidigen lernen möchten - egal ob Anfänger oder Profi.
- Grappling / MMA: Grappling & MMA bringen Technik, Taktik und Timing zusammen. Mal auf dem Boden, mal im Stand - immer mit Köpfchen, Körpergefühl und echtem Druck. Für alle, die den kompletten Fight wollen.
Kampfsportarten im Kurzportrait
Um Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben, welcher Kampfsport für Sie in Frage kommt, folgen hier elf populäre Kampfsportarten im Kurzportrait. Diese Kampfsportarten-Liste lässt Sportarten wie Fechten oder Kendo aus, für die eine (kostspielige) Spezialausrüstung erforderlich ist.
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Aikido
Aikido ist eine japanische Kampfkunst aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Kampfsportart Aikido ist defensiv: Hauptziel ist, die Bewegunsgenergie, die in einem Angriff steckt, abzuleiten und es dem Gegner oder der Gegnerin zu erschweren, den Angriff fortzuführen. Dazu gibt es spezielle Wurf- und Haltetechniken. Auf einen Gegenangriff wird verzichtet. Die Grundidee beim Aikido ist nicht, die angreifende Person zu bezwingen, sondern sie zur Aufgabe zu bewegen. Beim Aikido gibt es weder Alters- oder Gewichtsklassen noch eine Aufteilung nach Geschlechtern. Alle trainieren miteinander.
Boxen
Boxen gilt neben Ringen als die älteste Kampfsportart der Welt: Schon auf über 5000 Jahre alten Höhlenzeichnungen sind Boxer und Ringer abgebildet. Beim modernen Boxen versuchen die Sportler und Sportlerinnen Schläge auf den gegnerischen Kopf oder den Oberkörper zu landen, um Punkte zu erzielen oder einen Kampf durch K. O. zu gewinnen. Schläge auf den Kopf oder andere empfindliche Körperteile sind auch mit angemessener Schutzbekleidung gefährlich. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland das Leichtkontaktboxen. Hier sind harte Schläge verboten, um Verletzungen zu vermeiden. Es gibt keinen K. O.: Über Sieg und Niederlage wird ausschließlich nach Punkten entschieden.
Capoeira
Die afro-brasilianische Kampfkunst Capoeira vereint Kampf, Musik und Tanz. Capoeira entstand im 17. Jahrhundert unter den Sklaven auf den Plantagen Brasiliens als eine Art Kampftanz. Im 20. Jahrhundert kamen Einflüsse anderer Kampfsportarten hinzu. Bei Capoeira kämpft man nicht gegen sein Gegenüber, sondern spielt mit ihm. Zwei Personen inszenieren in fließenden Bewegungen einen Kampf. Es gibt eine Vielzahl von Bewegungen und Bewegungskombinationen, darunter Kopfstöße, Würfe und Fußfeger, wobei Angriffe im letzten Moment gestoppt werden oder der Gegner oder die Gegnerin ausweicht. Den Bewegungsabläufen liegen unterschiedliche erlernbare Regeln zugrunde. Es gibt Capoeira-Meisterschaften, aber nicht alle betrachten Capoeira als Wettkampfsport, da der Wettkampfgedanke nicht zum kulturellen Hintergrund der Capoeira passe.
Jiu Jitsu
Die Kampfsportart Jiu Jitsu geht auf die japanischen Samurai zurück. Die Grundidee ist „Siegen durch Nachgeben“. Deshalb ist die erste Verteidigungsmaßnahme beim Jiu Jitsu schnelles und geschicktes Ausweichen, um dann die Kraft eines Angriffs gegen die angreifende Person selbst zu verwenden. Dazu stehen verschiedene Wurf-, Griff-, Hebel- und Schlagtechniken zur Verfügung. Je nach Art des gegnerischen Angriffs gehören zur Selbstverteidigung beim Jiu Jitsu auch Tritte und Würgen. Es gibt verschiedene Schulen des Jiu Jitsu, in denen jeweils unterschiedliche Techniken bevorzugt werden.
Judo
Der Jiu-Jitsu-Lehrer Jigoro Kano entwickelte Judo (deutsch: der „sanfte Weg“) Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Jiu Jitsu. Kano setzte den Schwerpunkt beim Judo auf Griffe, Hebel und Würfe - gefährliche Kampftechniken wie Schläge und Tritte strich er zugunsten von Fallübungen aus dem Training. Bei einem Judo-Wettkampf ist das Ziel, den Gegner oder die Gegnerin zu Boden zu bringen und dort für eine bestimmte Zeit festzuhalten. Außerdem gibt es Punkte für eingesetzte Wurf- und Grifftechniken.
Karate
Um 500 nach Christus erschufen chinesische Mönche aus gymnastischen Übungen eine waffenlose Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich diese Kampftradition in Japan unter dem Namen Karate als Sport mit eigenem Regelwerk. Beim Karate erlernt man Stoß-, Schlag- und Tritttechniken. Schläge und Tritte müssen aber im Training und im Wettkampf abgestoppt werden, bevor sie den Gegner oder die Gegnerin berühren. Das erfordert eine gute Körperbeherrschung, die bei dieser Kampfsportart systematisch trainiert wird.
Kickboxen
Kickboxen nahm als „Sport-Karate“ seinen Anfang in den USA der 1970er Jahre. Die Kampfsportart verbindet Schlagtechniken des klassischen Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo. Es gibt verschiedene Wettkampfarten des Kickboxens. Die Hauptvarianten sind Leicht-, Semi- und Vollkontakt. Die ersten beiden werden wie Karate auf der Matte ausgeübt. Es geht um die Anzahl der gelandeten Treffer und darum, wie sauber die Kämpfenden die Schlag- und Kicktechniken ausführen. Beim Vollkontakt-Kickboxen im Boxring ist ein Sieg auch über K. O. möglich.
Krav Maga
Krav Maga ist hebräisch und bedeutet auf Deutsch „Kontaktkampf“. Der Selbstverteidigungsstil wurde für israelische Sicherheitskräfte entwickelt. Nach eigenem Selbstverständnis ist Krav Maga kein Sport, sondern ein Selbstverteidigungssystem. Deshalb gibt es auch keine sportlichen Wettkämpfe. Krav Maga beruht vor allem auf den intuitiven menschlichen Reaktionsmustern und Reflexen. Es geht weniger um Spezialtechniken wie in der asiatischen Kampfkunst, sondern um einfache und dennoch effektive Methoden, um sich gegen Angriffe zu wehren.
Ringen
Seit 708 vor Christus ist Ringen eine Disziplin der antiken olympischen Spiele und ist bis heute olympisch. Schon in der Antike waren beim Ringen Schläge und Tritte verboten. Heute geht es bei der Kampfsportart darum, den Gegner oder die Gegnerin mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen oder Punkte zu sammeln. Es gibt zwei Ringstile: griechisch-römisch und Freistil. Beim griechisch-römischen Ringen dürfen nur die Arme und der Oberkörper eingesetzt und festgehalten werden. Beim Freistil setzen die Sportler und Sportlerinnen auch ihre Beine ein und dürfen ihr Gegenüber auch unterhalb der Taille festhalten. Punkte gibt es für Techniken wie Würfe, Schleuder- und Hebelgriffe.
Taekwondo
Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart und bedeutet auf Deutsch „Fuß, Faust, Disziplin“. Taekwondo stammt aus der Zeit um 50 vor Christus und ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts der populärste Kampfsport in Korea. Es ähnelt vordergründig chinesischen oder japanischen Selbstverteidigungsstilen, ist aber eine selbständige Kampfsportart, die seit dem Jahr 2000 olympische Disziplin ist. Besondere Merkmale von Taekwondo sind die ausgeprägten Fußtechniken, Tritte, Drehungen und Sprünge. Der Gebrauch der Hände ist erlaubt, sie werden aber nicht so oft eingesetzt wie etwa beim Karate.
Wing Chun (Wing Chun Kung-Fu, Wingtsun)
Wing Chun ist ein spezieller Kung-Fu-Stil. Kung-Fu ist der Oberbegriff für unterschiedliche chinesische Kampfkünste. Ähnlich wie bei Aikido kommt es auch beim Wing Chun darauf an, die Kraft des gegnerischen Angriffs durch Schritttechniken und geschickte Wendungen abzuleiten.
Kampfsport und Gesundheit
Menschen verfolgen mit Kampfsport in der Regel zwei Ziele: Sie möchten ihre Fähigkeit zur Selbstverteidigung steigern und ihre körperliche Fitness verbessern. Tatsächlich trainieren die meisten Kampfsportarten körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen. Außerdem scheinen die Bewegungsabläufe bei asiatischen Kampfkünsten die Knochengesundheit besonders gut zu fördern. Studien haben zum Beispiel eine verbesserte Knochendichte bei jungen Menschen nachgewiesen, die Judo, Karate und Taekwondo ausüben. Als Gesundheitssport für Menschen über 60 Jahre sind vor allem „weiche“ Kampfsportarten gut geeignet.
Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischer Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Eine neuere Studie liefert Hinweise darauf, dass Menschen, die japanische Kampfkünste über einen längeren Zeitraum regelmäßig ausüben, zufriedener und weniger anfällig für psychische Erkrankungen sind als der Durchschnitt der Bevölkerung. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein.
Top 7 Kampfsportarten zur Selbstverteidigung
- Krav Maga: Die Königsklasse der Selbstverteidigung
- Wing Chun: Schnell zu erlernen, ideal für Nahkampfsituationen.
- Jiu-Jitsu: Effektiv gegen größere Gegner, betont Technik über Kraft.
- Muay Thai: Hohe Effektivität im Standkampf, harte Konditionierung.
- Karate: Disziplin und Körperkontrolle, einfache Techniken schnell zu erlernen.
- Judo: Nutzung der Kraft des Gegners, minimaler Kraftaufwand.
- MMA (Mixed Martial Arts): Umfassende Fähigkeiten im Stand- und Bodenkampf.
Wenn es um effektive und praxisnahe Selbstverteidigung geht, steht Krav Maga an der Spitze. Es vereint die besten Elemente aus verschiedenen Kampfsportarten und bereitet dich auf realitätsnahe Situationen vor. Ob du Anfänger oder Fortgeschrittener bist - Krav Maga bietet dir die Werkzeuge, die du brauchst, um dich selbst und deine Lieben zu schützen.
Welcher Kampfsport passt zu deinem Kind?
Berichte über Gewalt, Mobbing und Fremdenfeindlichkeit gehören heute in unseren Informationskanälen schon fast zur Tagesordnung. Denn Kampfsportarten dienen häufig der Gewaltprävention.
- Aikido: stammt aus Japan und ist in seiner Ausrichtung defensiv. Das Ziel des Aikido besteht darin, die Kraft eines Gegners abzuleiten und sie auf intelligente Weise zu nutzen.
- Boxen: und Kickboxen haben in den letzten Jahrzehnten einen Imagewandel durchlaufen. Da für diese Sportart viel Körperbewusstsein erforderlich ist, liegt ein Schwerpunkt des Grundlagentrainings für Kinder und Jugendliche in Atemtraining, einer aufgerichteten Haltung und Dehnungsübungen.
- Kendo: Eine weitere japanische Kampfsportart. Wir alle wissen aus Samurai-Filmen, dass es sich beim Kendo nicht nur um Schwertkampf, sondern vor allem auch um Prinzipien wie Entschlossenheit und Moral handelt.
- Tai Chi: ist chinesisches Schattenboxen, bei dem die Bewegungen langsam, fließend und entspannt ausgeführt werden. Durch das Zurückziehen der Sinne aus dem Außen entsteht eine innere Zentrierung, die in die Meditation führt.
- Kung-Fu: vereint verschiedene chinesische Kampfkünste des Wushu. Posen wie Tiger, Leopard, Drache oder die Gottesanbeterin sind Bewegungen aus der Tierwelt, die beim Kung-Fu imitiert werden.
- Capoeira: stammt aus Brasilien und ist die Weiterentwicklung der Wushu-Kampfsportarten, die die afrikanische Bevölkerung ehemals im Geheimen ausübte. Im Unterricht werden Lieder und klassische Musikinstrumente wie die Trommel und das Tamburin gelernt.
- Kalaripayattu: Die aus Südindien stammende Kampfsportart ist eng verwandt mit Hatha Yoga, Ayurveda und dem indischen Tanz. Die historischen Wurzeln hat der Kalaripayattu in der Tradition altindischer Maharajas.
- KiJudo: lernen die Kinder, dass sie Konflikten nicht aus dem Weg gehen müssen, sondern wie sie ihnen selbstbewusst begegnen können. Der Unterschied zum klassischen Judo ist die entwicklungsgerechte Vermittlung der Judowürfe und -griffe nach neuesten neurophysiologischen Erkenntnissen.
- Karatekunst: Jeder soll an sich selbst arbeiten, ein Leben lang. Gut, wer früh damit anfängt. Es geht darum, die eigenen Grenzen kennen zu lernen und dann Schritt für Schritt zu erweitern. Karate beginnt und endet mit Respekt.
Die 10 gefährlichsten Kampfsportarten laut Experten
Kampfsport-Experte Andreas Leffler (43) erstellte für BILD ein Ranking der wirkungsvollsten Kampfarten!
- Mixed Martial Arts (MMA) - das Beste aus allen Kampfarten
- Muay Thai - Vollkontakt mit Knien und Ellbogen
- Kickboxen - Vollkontakt mit Händen und Fäusten
- Boxen, Ringen - traditionelle europäische Kampfarten
- Jeet Kune Do - die Mutter aller Hybridsysteme
- Filipino Martials Arts - Escrima, Kali, Arnis
- Krav Maga, Wing Tsun - schnelle und direkte Selbstverteidigung
- Kajukenbo - neuere oder erneuerte Systeme zum Überleben auf der Straße
- Tang Lang - traditionelle Systeme mit alternativen Kampfansätzen
- Historical Medieval Battle (HMB) - gerüsteter Vollkontakt-Schwertkampf
Kampfsportarten Liste
Die chinesische Bewegungskunst Tai Chi Chuan ist auch unter dem Namen “Taijiquan” bekannt und bedeutet Schattenboxen. Beim weltbekannten und modernen Wettkampfsport Taekwondo wird vorzugsweise mit Fußtechniken gekämpft. Schwingen (auch Hosenlupf genannt) ist eine Ringer-Variante in der Schweiz. Einführung und Details über in die traditionelle Muay Thai Kampfkunst. In Deutschland ist Fußball die Nationalsportart. Krav Maga ist ein israelischer Kampfsport, welcher heutzutage auch für die private Selbstverteidigung genutzt wird.
Häufige Fragen zum Thema Kampfsport
- Kann man einen Kampfsport zuhause erlernen? Nein, eher nicht. Sicherlich könnt ihr eure Fitness verbessern und Grundtechniken zur Abwehr und zum Angriff üben.
- Wann ist man bereit für einen Wettkampf? Es dauert mindestens Jahre bis man im Vollkontakt kämpfen kann, und nicht völlig untergeht. Je nach Kampfstil müssen Kampftechniken, Hebel, Faustkampf, Fußtechniken, Bodenkampf oder der Kampf mit Waffen lange geübt und perfekt beherrscht werden, bevor man für einen Wettkampf bereit ist.
- Wie oft sollte man Kampfsport trainieren? Das ist ganz von eurem Ziel abhängig.
- Was kostet eine Mitgliedschaft in einem Kampfsport-Verein? Die Mitgliedschaft im Verein für Kampfkunst variiert sehr nach Region und beläuft sich auf 30€ bis 100€ im Monat.
Wie schwer ist welche Kampfsportart?
Wie komplex ist die jeweilige Kampfsportart zu erlernen, weichen die Bewegungsabläufe stark vom Alltag ab?
- Grundsätzlich werden bei allen Kampfsportarten intuitive Bewegungsabläufe gelehrt und gesucht.
- Hervorzuheben sind hierbei ggf. Krav Maga, Sambo und ggf. Kickboxen. Denn diese Kampfsportarten wurden teilweise vom Militär entwickelt, mit dem Ziel, dass die Techniken schnell zu vermitteln und zu erlernen sind.
Es gibt auch Kampfstile, die Jahrelange Übung erfordern. Bzw. Wie lange muss man Kampfsport üben bis man ihn beherrscht?
In welcher Zeit lassen sich Grundtechniken erlernen und wie lange dauert es bis man die Sportart „beherrscht“.
- Die Grundbewegungen, -schläge, -tritte, -würfe und Hebel lassen sich bei allen Sportarten innerhalb von 12 Monaten erlernen. Vorausgesetzt, das Training wird zweimal die Woche besucht.
- Bis ihr allerdings schwierige Kicks gut beherrscht, vergehen Jahre.
Wie effektiv sind die einzelnen Kampfsportarten?
Kann die Kampfsportart im Ernstfall helfen sich gegen einen oder mehrere Gegner zur Wehr zu setzen.
- Hier schneiden letztendlich alle Kampfsportarten gut ab. Denn ihr Hintergrund ist die Verteidigung.
- Davon ausgenommen sind nur sehr wenige, wo es eher um Fitness und Beweglichkeit geht (bspw. Tai Chi).
Wie viel Kondition braucht man für Kampfsport?
Wie viel Fitness ist notwendig, um die Kampfsportart auszuüben und wie wirkt sich das Training auf das Fitnesslevel aus.
- Wer schon einmal einen Trainingskampf hatte, weiß wie anstrengend das ist. Daher ist der Konditionspunkt ein wichtiger Faktor. Auch zur Selbstverteidigung ist es sehr sinnvoll eine gewisse Fitness mitzubringen.
- Das Gute an allen klassischen Kampfsportarten ist die Erhöhung der Fitness.
Wie hoch ist der Kraftbedarf bei Kampfsportarten?
Ist die Kampfsportart auch ohne hohen Kraftbedarf zu erlernen bzw. auszuüben - bzw. wie wirkt sich das Training auf das Training der Muskelkraft aus.
- Kampfkünste die explizit die Kraft des Gegners nutzen, um sie gegen diesen einsetzen sind für körperlich schwache Menschen gut geeignet. Das ist beispielsweise Judo sowie Jiu Jitsu.
- Aber auch sehr effektive Kampfsportarten gleichen diesen Faktor aus, so ist auch Krav Maga oder Sambo eine gute Wahl.
- Beim Training werdet ihr natürlich an Fitness zulegen. Allerdings werdet ihr dadurch nicht unbedingt Muskelpakete. Daher könnt ihr euer Kampfsport-Training noch um ein Muskeltraining ergänzen.
Es ist jedoch selten entscheidend, wie viel Kraft ihr habt.
Wie beweglich sollte man für Kampfsport sein?
Die Anforderungen an die Beweglichkeit variieren innerhalb der Kampfsportarten mitunter erheblich. Das betrifft in erster Linie die Beweglichkeit für Würfe oder auch Fußtritte.
- In jeder Kampfsportart existieren beim Training für Fortgeschrittene Tritttechniken, die ein hohes Maß an Beweglichkeit erfordern.
- Jedoch kann das Anfängertraining auch mit geringer Beweglichkeit absolviert werden.
Als effektivste Kampfsportart zur Selbstverteidigung können wir Euch guten Gewissens das Krav Maga empfehlen. Der Begründer legte großen Wert darauf, dass es effektiv ist, schnell erlernt werden kann und dabei keine allzu hohen körperlichen Anforderungen benötigt. Ihr erlernt hier gezielt jene Techniken, die Euch im Notfall helfen können.
