Jon Jones und die Anfänge im Kampfsport

Bei Mixed Martial Arts - kurz: MMA - handelt es sich um einen Kampfsport, der sich aus verschiedenen Techniken und Stilrichtungen zusammensetzt. MMA beinhaltet Kickboxen, Karate, Jiu-Jitsu, Thaiboxen, Boxen sowie Ringen. Während bei anderen Vollkontaktsportarten im Bodenkampf nicht geschlagen oder getreten werden darf, ist das bei hingegen MMA erlaubt.

Erste Aufzeichnungen führen in das Jahr 648 v. Chr. Die Griechen traten während der antiken Olympischen Spiele in Pankrations-Kämpfen an - eine Mischung aus Faustschlägen und Wrestling. Dabei durften die Männer zuschlagen und hintreten und verwendeten alle Teile ihres Körpers als Waffe. Zudem war es den Männern erlaubt, den Kampf am Boden fortzusetzen. Jedoch gab es schon damals sportliche Regeln: Beißen, Mundwinkel aufreißen und das Augenstechen waren verboten.

Aber nicht nur in Europa gab es derartige Kämpfe: In der japanischen Antike gab es ebenfalls verschiedene Kampfkünste, die an das heutige MMA erinnern. Schon damals gab es bei diesen Sportarten nur ein Ziel: Der Gegner musste aufgeben und dafür war (fast) jedes Mittel erlaubt. Dauerte der Kampf bis nach dem Sonnenuntergang, so wurde der Sieger durch Klimax ermittelt. Das heißt, man durfte dem Gegner auf den Kopf schlagen - dieser durfte sich nicht bewegen oder schützen.

Bruce Lee sorgte in den 1960er Jahren dafür, Elemente verschiedener Kampfkünste zu kombinieren. Er sprach von Jeet Kune Do. Der Kämpfer musste sich an die verschiedenen Stile anpassen. Nicht nur die Lehren von Bruce Lee, sondern auch seine Filme haben den Kampfsport MMA nachhaltig beeinflusst.

Erst in den 1990er Jahren fand die offizielle Gründung von MMA statt. In Brasilien, in den USA und in Japan wurden auf einmal Organisationen gegründet, die sich mit den gemischten Kampfkünsten beschäftigt haben. Besonders viele Anhänger gab bzw. gibt es in den USA. 1993 fand in Denver die erste UFC Ultimate Fighting Championship statt. Das erste Turnier, das von der UFC organisiert wurde, lud Wrestler, Kampfsportler sowie Boxer ein, gegeneinander anzutreten.

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Im Jahr 2007 wurde Pride FC von der UFC gekauft und aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aber eingestellt. In Japan werden die Kämpfe im Boxring ausgetragen, während bei der UFC die Kampffläche das Oktogon ist. Bei UFC Kämpfen wird drei Mal für fünf Minuten gekämpft.

Dass MMA ein Kampfsport der immer beliebter wird, was sicherlich auch an seinen berühmten Vertretern liegt. Besonders bekannt ist Conor Anthony McGregor, der irische MMA Kämpfer versteht es nicht nur Kämpfe zu gewinnen, sondern sich auch zu inszenieren. Aber wie ist der Kampfsport eigentlich entstanden? Die Idee, verschiedene Kampfsportarten zu kombinieren, ist jedoch älter als die UFC.

Zu den olympischen Disziplinen gehörten von 776 bis 720 vor Christus fast ausschließlich verschiedene Laufsportarten. Erst etwa 708 vor Christus wurde das Ringen eingeführt und im Jahre 688 vor Christus kam noch das Boxen hinzu. Boxen wurde schnell zu einem populären Sport bei den olympischen Spielen und früher oder später kam die Frage auf, ob der Boxer oder der Ringer der bessere Kämpfer war. Der neue Sport wurde zuerst als Pankration bezeichnet. Im Jahre 648 vor Christus wurde er olympisch und sollte die Frage nach dem besten aller Kämpfer und den besten Kampfstilen klären.

Allerdings ist die genaue Geschichte und Entwicklung des MMA heute unklar. Laut der griechischen Mythologie waren Herkules und Theseus dafür verantwortlich, dass der Sport es in die olympischen Spiele schaffte. Einige Geschichtsforscher gehen jedoch davon aus, dass die Soldaten das Pankration als Training zur Kriegsvorbereitung entwickelt haben. Wieder andere Quellen behaupten, dass die Ägypter 2600 vor Christus schon Pankration ausübten.

Fest steht, dass die Männer beim Pankration schlagen und treten durften. Zudem war es erlaubt, alle andren Teile des Körpers zum Kampf einzusetzen. Auch das Ringen und das Fortsetzen des Kampfes am Boden waren gestattet. Das Ziel vom Pankration bestand darin, den Gegner durch alle zur Verfügung stehenden Mittel zum Aufgeben zu zwingen. Die Kämpfe dauerten dabei immer solange, bis ein Kämpfer die Hand hob und somit aufgab - oder bis die Sonne unterging.

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Aus dem Pankreation entstanden schließlich die Mixed Martial Arts wie wir sie heute kennen, also eine moderne Art des Vollkontaktwettkampfes. Ebenso wie beim Pankreation bedienen sich die Kämpfer beim MMA den Schlag- und Tritttechniken aus verschiedenen Kampfsportarten wie dem Boxen, dem Kickboxen und dem Muay Thai. Aber auch Bodenkampftechniken aus dem Ringen, dem Judo und dem Brazilian Jiu-Jitsu werden eingesetzt.

Jon Jones demonstrierte bei UFC 145 mit einem Sieg über fünf Runden gegen Ex-Weltmeister Rashad Evans, warum ihn bereits heute viele Experten als den besten Kämpfer der Welt bezeichnen.

Die UFC und Jon Jones

Die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist heute die führende Organisation für Mixed Martial Arts (MMA) weltweit. Die UFC wurde 1993 von Art Davie, Rorion Gracie und Bob Meyrowitz gegründet, mit dem Ziel, ein Turnier zu veranstalten, das verschiedene Kampfkünste gegeneinander antreten lässt, um herauszufinden, welche in einem echten Kampf am effektivsten sind.

Im Jahr 2001 kauften Lorenzo und Frank Fertitta gemeinsam mit Dana White die UFC über ihre Gesellschaft Zuffa LLC. Unter der neuen Führung wurden strengere Regularien eingeführt, die sich teilweise an den Regeln des Boxens orientierten, darunter Gewichtsklassen, Handschuhpflicht und das Verbot gefährlicher Techniken.

2005 startete die UFC die Reality-Show The Ultimate Fighter, in der junge Kämpfer um einen Vertrag mit der Organisation konkurrierten. Die Sendung wurde zu einem großen Erfolg und gipfelte in einem denkwürdigen Finalkampf zwischen Forrest Griffin und Stephan Bonnar, der Millionen Zuschauer anlockte.

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Mit wachsender Beliebtheit begann die UFC ihre internationale Ausweitung. Events wurden in Europa, Asien, Südamerika und Australien veranstaltet und zogen Talente aus der ganzen Welt an. Im Laufe der Jahre hat die UFC zahlreiche legendäre Athleten hervorgebracht, darunter Anderson Silva, Georges St-Pierre, Jon Jones, Ronda Rousey und Conor McGregor.

Die UFC war Vorreiter bei der Nutzung moderner Technologie, um das Fanerlebnis zu verbessern. Die Plattform UFC Fight Pass bietet Zugang zu einem umfangreichen Event-Archiv, während Technologien wie 360-Grad-Aufnahmen und Virtual Reality neue Perspektiven auf die Kämpfe eröffnen.

Ein weiterer Schlüsselfaktor für den Erfolg der UFC sind ihre innovativen Geschäftsvereinbarungen. Partnerschaften mit globalen Marken wie Reebok, Venom und ESPN haben dem Sport Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit verschafft.

Jon Jones ließ ihn wie einen blutigen Anfänger aussehen. Jones wird nun als nächstes gegen den früheren PRIDE Weltmeister im Mittelgewicht und Halbschwergewicht Dan Henderson antreten.

Drei Jahre steht UFC-Ikone Jon Jones nicht im Käfig. Bei seiner Rückkehr macht er kurzen Prozess und sichert sich den Titel im Schwergewicht. Mit der Rückkehr des mehrfachen Champions hat die bekannteste Kampfsportorganisation der Welt endlich einen der größten Stars zurück. Jones besiegte Gane bereits nach zwei Minuten per Submission (Guillotine Choke) in Runde eins.

"Ich ringe, seit ich 12 Jahre alt bin. Ich fühle mich stärker und wohler am Boden als je zuvor. Sobald ich ihn in die Finger bekam, wusste ich, dass ich mich dort am wohlsten fühle und die Kontrolle übernehmen kann", erklärte Jones seine Vorgehensweise im Interview nach dem Fight.

Seinen nächsten Gegner forderte die UFC-Legende ebenfalls heraus. Dabei nahm er einen Ex-Champ im Schwergewicht ins Visier. "Wollt ihr sehen, wie ich Stipe verprügle?", sagte Jones, während auf dem Hallenmonitor der 40-jährige Veteran Stipe Miocic eingeblendet wurde.

MMA hat eine Reihe berühmter Kämpfer hervorgebracht, die für ihre Fähigkeiten und Leistungen bekannt sind, darunter:

  • Conor McGregor: Ein irischer Kämpfer, der in der UFC in verschiedenen Gewichtsklassen gekämpft hat.
  • Khabib Nurmagomedov: Ein ungeschlagener Kämpfer aus Russland, der vor allem für sein hervorragendes Ringen und seinen dominanten Bodenkampf bekannt ist.
  • Amanda Nunes: Die brasilianische Kämpferin wird oft als die größte weibliche MMA-Kämpferin aller Zeiten bezeichnet.
  • Jon Jones: US-amerikanischer Kämpfer, der oft als einer der größten Kämpfer im Halbschwergewicht bezeichnet wird.
  • Zhang Weili: Der erste chinesische und ostasiatische Champion in der Geschichte der UFC.

Jones verstand es anscheinend immer gut, seine körperlichen Gegebenheiten zu seinem Vorteil zu nutzen. Als Ringer machte er wie in seiner MMA Karriere immer von seinen langen Beinen Gebrauch. Seinen meist kleineren, muskolöseren Gegnern machte er es fast unmöglich, einen normalen Single-Leg Takedown zu landen. Dabei benutzt Jones die Kombination aus seiner unglaublichen Balance und der Kraft, die er mit dem Standbein aufbringt, um dagegenzuhalten.

Jones ist fast gegen "normale" Takedowns immun - tatsächlich hat er z.B. gegen Gustaffson aufgrund der ähnlichen Körpergröße und seines nicht mehr so großen Hebels im Sprawl richtig Probleme gehabt. Sowohl am Käfig als auch in der Octagon-Mitte sind seine Würfe aus dem Clinch großartig. Für einen amerikanischen College Ringer hat er ungewöhnlich viel Kenntnis von Judo-Techniken.

Mit Jones unglaublicher Körperspannung kann er darüber hinaus immer das Risiko eingehen, nach hinten kein Standbein zu haben, falls eine Beinsichel schief geht und der Gegner ihn nach hinten drückt. Denn dann nutzt Jones ihre Kraft, und wirft sie nach hinten, indem er explodiert, und sie einfach nur zur Seite dreht.

Bei Jacksons-Winkeljohns in New Mexico lernte er den hauseigenen Grappling-Hybrid: Gaidojitsu. Nicht, dass es bei den ganzen No-Gi-Hybrids einen Unterschied gäbe. Was alle Gaidojitsu-Absolventen gemeinsam haben, ist die Vorliebe, den Gegner am Boden mental auszuhebeln. Für mich ist sein Kampf gegen den Janitor das beste Beispiel für Jones Topgame. Wie man auch an seinen Clinch Trips sieht, hat er ein unglaublich ausgereiftes Judo und Jiu Jitsu. Halt einen sehr effizienten Hybrid gelernt.

Gegen Shogun hat Jones sehr viel Ruhe Sicherheit bewiesen. Wohlwissend, dass dieser immer Sweeps und Leglocks aus der Half Guard sucht, hat Jones weiter konsequent Shogun zugemauert, und dabei perfekt die Guard neutralisiert. Technisch ist er (Stand: 2013) ein Anfänger im klassischen BJJ. Er trainiert klassisches BJJ nicht unter einem Trainer von Jackson, sondern in einem Gracie Gym, welches sich ebenfalls in Albuquerque befindet. Und das erst seit Mitte 2013.

Jones Stil war es ja, von seinen körperlichen Vorteile auch am Boden gebrauch zu machen, um den gegnerischen Raum einzuschränken (und sich selber mehr Raum zu verschaffen, statt nach den erstbesten Positionswechseln zu schauen). Ich glaube nicht, dass es in Moment in seiner Division jemanden gibt, der ihm am Boden etwas vormachen kann.