Die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist heute die führende Organisation für Mixed Martial Arts (MMA) weltweit. Gegründet im Jahr 1993, hat sie sich von einem kontroversen und experimentellen Event zu einer der global bekanntesten Sportplattformen entwickelt.
Die Anfänge der UFC
Die UFC wurde 1993 von Art Davie, Rorion Gracie und Bob Meyrowitz gegründet, mit dem Ziel, ein Turnier zu veranstalten, das verschiedene Kampfkünste gegeneinander antreten lässt, um herauszufinden, welche in einem echten Kampf am effektivsten sind.
Die Gracie-Familie aus Brasilien, bekannt für ihren Jiu-Jitsu-Stil, spielte in den frühen Ausgaben der UFC eine entscheidende Rolle.
Royce Gracie, ein Mittelgewichtler, dominierte die ersten Turniere, indem er mithilfe von Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ)-Techniken weitaus größere und stärkere Gegner besiegte.
Kontroversen und Kritik
Trotz des anfänglichen Erfolgs wurde die UFC stark kritisiert, da sie als zu gewalttätig wahrgenommen und mangelhaft reguliert wurde.
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In den USA verboten mehrere Bundesstaaten MMA-Events und bezeichneten sie als „Kämpfe ohne Regeln“.
Unter dem politischen und medialen Druck kämpfte die UFC darum, ihre Sichtbarkeit zu erhalten. Vor allem der Senator John McCain war von den Shows ziemlich angewidert und nannte sie "menschliche Hahnenkämpfe".
Er startete im Jahre 1997 eine große Kampagne, um die Kämpfe aus dem Fernsehen und den Hallen zu verbannen.
Dies hatte zur Folge, dass 36 der 50 Bundesstaaten Gesetze erließen, welche die so genannten "regellosen Kämpfe" untersagten.
Zudem wurde die UFC aus dem Programm des bedeutenden PPV-Anbieters Viewer's Choice und weiterer kleinerer Anbieter gestrichen.
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Die Veranstaltungen wurden zwar weiterhin über DirecTV gesendet, konnten darüber allerdings nur einen winzigen Anteil ihrer vorherigen Zuschauer erreichen.
Neuer Besitzer und neue Regeln
Im Jahr 2001 kauften Lorenzo und Frank Fertitta gemeinsam mit Dana White die UFC über ihre Gesellschaft Zuffa LLC.
Unter der neuen Führung wurden strengere Regularien eingeführt, die sich teilweise an den Regeln des Boxens orientierten, darunter Gewichtsklassen, Handschuhpflicht und das Verbot gefährlicher Techniken.
Die UFC reagierte auf die harsche Kritik, indem sie die Zusammenarbeit mit den staatlichen Sportkommissionen verstärkte und Schritt für Schritt ein strengeres Regelwerk einführte, um sich vom Image der brutalen Straßenschlägereien zu distanzieren - ohne sich aber von der ursprünglichen Idee des regellosen Kampfes komplett zu entfernen.
Nachdem bei UFC 12 die Gewichtsklassen eingeführt wurden und bei UFC 14 das Tragen von Handschuhen vorgeschrieben wurde, hat man bei UFC 15 erstmals Angriffe gegen bestimmte Körperpartien verboten: unter anderem Kopfstöße, Tiefschläge, Schläge gegen den Hinterkopf und Tritte gegen einen am Boden liegenden Gegner.
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UFC 21 komplettierte mit der Einführung eines Rundensystems mit fünfminütigen Runden vorläufig die Wandlung von der gering kontrollierten Schlägerei zum seriösen Wettkampfsport.
Durch die fortgeführte gute Kooperation mit den staatlichen Sportkommissionen konnte die UFC weiterhin ihre Turniere veranstalten.
Am 17. November 2000 fand mit UFC 28 in Atlantic City, New Jersey schließlich die erste staatlich genehmigte UFC-Veranstaltung statt.
The Ultimate Fighter und der Durchbruch
2005 startete die UFC die Reality-Show The Ultimate Fighter, in der junge Kämpfer um einen Vertrag mit der Organisation konkurrierten.
Die Sendung wurde zu einem großen Erfolg und gipfelte in einem denkwürdigen Finalkampf zwischen Forrest Griffin und Stephan Bonnar, der Millionen Zuschauer anlockte.
Sie sind es, die im Finale jenen fantastischen Kampf im April 2005 bestritten, der Dana White und den Fertittas noch heute Freudentränen in die Augen treibt.
Begeisterte Fans hatten damals während der TV-Übertragung ihre Freunde angerufen, damit sie ebenfalls einschalteten.
2,6 Millionen Millionen Zuschauer, so wurde hinterher bekannt gegeben, wohnten dem Kampf von zuhause aus bei und mit jeder Minute wurden es mehr.
Internationale Expansion und Stars
Mit wachsender Beliebtheit begann die UFC ihre internationale Ausweitung.
Events wurden in Europa, Asien, Südamerika und Australien veranstaltet und zogen Talente aus der ganzen Welt an.
Im Laufe der Jahre hat die UFC zahlreiche legendäre Athleten hervorgebracht, darunter Anderson Silva, Georges St-Pierre, Jon Jones, Ronda Rousey und Conor McGregor.
Innovation und Technologie
Die UFC war Vorreiter bei der Nutzung moderner Technologie, um das Fanerlebnis zu verbessern.
Die Plattform UFC Fight Pass bietet Zugang zu einem umfangreichen Event-Archiv, während Technologien wie 360-Grad-Aufnahmen und Virtual Reality neue Perspektiven auf die Kämpfe eröffnen.
Partnerschaften und Kultureller Einfluss
Ein weiterer Schlüsselfaktor für den Erfolg der UFC sind ihre innovativen Geschäftsvereinbarungen.
Partnerschaften mit globalen Marken wie Reebok, Venom und ESPN haben dem Sport Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit verschafft.
Die UFC ist zu einem kulturellen Phänomen geworden, und Kämpfer treten in Filmen, TV-Serien und Videospielen auf.
Besonders die erfolgreiche UFC-Videospielreihe hat dazu beigetragen, MMA einem jüngeren Publikum näherzubringen.
MMA - Mehr als nur UFC
Obwohl die UFC die größte MMA-Organisation der Welt ist, sind in den letzten Jahren immer mehr Konkurrenz-Ligen dazugestoßen. Bellator MMA zählt zu der zweitgrößten amerikanischen Organisation. Aus Singapur stammt die Organisation ONE Championship. KSW aus Polen ist einer der größten MMA-Organisation in Europa.
Die Zukunft der UFC
Mit einem ständig wachsenden Eventkalender und einer zunehmenden weltweiten Fangemeinde sieht die Zukunft der UFC sehr vielversprechend aus.
Titelträger der UFC
Hier sind einige der Titelträger der UFC aus dem Jahr 2018:
| Gewichtsklasse | Titelträger | Seit |
|---|---|---|
| Fliegengewicht | Henry Cejudo | 4. August 2018 |
| Bantamgewicht | TJ Dillashaw | 4. November 2017 |
| Federgewicht | Max Holloway | 26. November 2016 |
| Leichtgewicht | Khabib Nurmagomedov | 7. April 2018 |
| Weltergewicht | Tyron Woodley | 30. Juli 2016 |
| Mittelgewicht | Robert Whittaker | 4. November 2017 |
| Halbschwergewicht | Daniel Cormier | 29. Juli 2017 |
| Schwergewicht | Daniel Cormier | 7. Juli 2018 |
