Die Judo-Karriere von Van der Geest

Dennis van der Geest, ein Name, der im Judo-Sport für Können und Ausdauer steht. Dieser Artikel beleuchtet seine bemerkenswerte Karriere, von frühen Erfolgen bis hin zu den Herausforderungen auf internationaler Ebene.

Wichtige Erfolge und Wettkämpfe

Das traditionelle internationale Pfingstturnier "Kaizen" in Pey-Echt in den Niederlanden besuchen die Judoka der SSF Bonn schon seit mehr als 15 Jahren. An zwei Tagen gehen knapp 1000 Judoka an den Start. Um diese Teilnehmerzahl zu bewältigen, startet man schon um 7.30 Uhr mit der ersten Waage und die letzten Siegerehrungen finden ca. 10 Stunden später statt. Da die Anreise aus Bonn nach Pey-Echt nur ca. 1,5 Stunden beträgt, ist man "schon" ca.

Am Samstag starteten die Nachwuchsjudoka der U12 und die U18. Während sich in einigen Gewichtsklassen über 40 Judoka tummelten, blieben andere im einstelligen Bereich. Unsere kleinsten sammelten wichtige internationale Erfahrungen und konnten den ein oder anderen Kampf auch schon gewinnen.

Olivia Vecerek erreichte das Finale -36kg. Sie dominierte zwar ihre Gegnerin aus den Niederlanden, bekam aber keine Wertung und so ging es in den Golden Score.

Nari Bröhl startete in der U18 eine Gewichtsklasse höher -63kg, da sie erst am Vortag von einem Judoaustausch aus der Türkei zurück kam. Auch sie kam ins Finale, wie ihre niederländische Konkurrentin Senna Guddens. Die Dutch open Gewinnerin kam in diesem Jahr beim U18 EC in Berlin auf Rang 7.

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Nari attackierte unbeeindruckt und zeitweise dominierte sie das Geschehen auf der Matte.

Moad Mabrouk -42 kg lieferte eine starke Vorstellung und ging insgesamt 7 mal auf die Matte, von denen er 5 Kämpfe gewinnen konnte. Ebenfalls viele Kämpfe lieferten sich Orestas Norys und Fiete Stilz -50kg. Insgesamt gingen sie zusammen 11 mal auf die Matte.

Salima Günther startete mit 63,6 kg in der Gewichtsklasse +63kg, unterlag nur Roos van Herpt, der Bronzemedaillen-Gewinnerin der diesjährigen Dutch open, und kam damit auf den 2. Soraya gewann die Gewichtsklasse -52kg.

Ihr Bruder Nouri startete eine Gewichtsklasse höher als seine gewohnte Gewichtsklasse. Im Viertelfinale traf er auf den mehrfachen niederländischen Meister der Gewichtsklasse -81kg, Quinn Hulshof.

In dem Kampf auf Augenhöhe ging es nach Ablauf der regulären Kampfzeit in den Golden Score. Nouri blieb fokussiert und endlich wurde ihm eine Wertung gegeben.

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Im Halbfinale besiegte er den jungen, aber 1,5 Köpfe größeren Fynn van der Geest. Das Finale gegen Luca Burgers grenzte zeitweise an eine Farce... Nouris Attacken ignorierten die Kampfrichter und gaben keine Wertungen.

Ebenfalls wurden die Scheinattacken seines Kontrahenten, bei denen er sich auf den Rücken warf und sein Knie ständig gegen Nouris Kopf kam, nicht geahndet.

Noch schlimmer wurde es, als sie den angreifenden Nouri wegen angeblicher Passivität bestraften. Zu offensichtlich war der "geheime Wille" des Kampfgerichts, einen Niederländer ganz oben auf dem Treppchen zu sehen.

Doch Nouri tat alles um dieser Mission einen Strich durch die Rechnung zu machen. Er leckte nicht nur sinnbildlich Blut, denn durch den ständigen Kontakt mit des Gegners Knie blutete er mittlerweile aus dem Mund.

Er attackierte unaufhörlich weiter und ließ dem Kampfgericht keine Wahl, sie mussten "ihren " Athleten bestrafen. Als dieser sich im Golden Score zum gefühlt hundertsten Mal auf den Rücken warf und sein Knie wieder in Nouris Kopf beförderte, mussten sie ihm die 3. Strafe geben.

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Nouri zeigte in diesem Kampf ein professionelles Verhalten. Er ließ sich ob der offensichtlichen Ungerechtigkeit nicht aus der Ruhe bringen, blieb konzentriert und ruhig und schaffte es dadurch gegen "4" Gegner gleichzeitig zu gewinnen. Mehr als verdienter 1.

Katrin Zaytseva startete in Kaizen für die SSF -63kg. Auch ihr widerfuhr gleiches wie bei Nouri. Eine von ihr angesetzte Attacke wurde ihrer Gegnerin zugeschrieben, offensichtliche Wertungen wurden nicht gegeben, mitten in einer Würgetechnik wurde abgebrochen usw… Auf Nachfragen, warum Wertungen nicht gegeben wurden, zuckte der Hauptkampfrichter nur mit den Schultern.

Um in den Niederlanden zu kämpfen, braucht man schon ein sehr dickes Fell... Doch die Wut und das Unverständnis kanalisierte die Polizistin professionell in immer stärkeren Ansätzen, welche zwar auch nicht bewertet wurden, aber zur Bodenlage führten und als eine Gegnerin nach der anderen von Katrin abgewürgt wurden und aufgaben, musste das Kampfgericht zwangsläufig Katrin als Siegerin erklären.

Insgesamt kamen die SSF-Bonn Judoka auf 2 x Gold, 3 x Silber, 3 x Bronze, 1 x 5. Platz, 2 x 7. Platz, 1 x 9. oben: 1. v.l. Nari Bröhl (1. v.l.), unten: Elyes Ghorfi (3. mich. ihn kennenlernte. Für mich war er wie ein liebender Großonkel. zu sein. und in seinem Dōjō in Tokio trainieren zu dürfen. machen. Budō-Künste?

Der Weg zur Legende

„Er ist immer noch unschlagbar“, stellt Europameister Dennis van der Geest aus Holland heraus. „Wenn man sich später an diese WM erinnern wird, wird man von Douillet sprechen. Er ist hier endgültig zur Judo-Legende geworden“, erklärt René Rambier, der französische Nationaltrainer.

Weitere Judo-Ereignisse und Erfolge

Einzig auf die schweren deutschen Judo-Frauen ist Verlass. Beim hochklassig besetzten World Masters in München, dem fünften von insgesamt zehn Olympia-Qualifikationsturnieren, war das Finale im Frauen-Schwergewicht am Samstagabend eine rein deutsche Angelegenheit.

Weitere Medaillen für den Deutschen Judo-Bund errangen am ersten Veranstaltungstag im 73-kg-Limit der Wiesbadener Martin Grasmück auf Rang zwei und Martin Schmidt (Berlin) als Dritter sowie der 19- jährige Newcomer Valentin Knobloch (Leverkusen). Der talentierte Schüler von Ex-Olympiasieger Frank Wieneke fand sich in der Klasse bis 81 kg zur eigenen Überraschung auf dem Bronze-Rang wieder.

Unter anderen besiegte der Abiturient Weltmeister Graeme Randall (Großbritannien) mit einem sehenswerten Schenkelwurf.

Bereits Ende Januar in Moskau standen sich Hagn und Köppen im Endkampf gegenüber. Damals siegte Bundeswehr-Soldatin Hagn.

Um einen Olympia-Startplatz im Schwergewicht braucht sich Frauen-Bundestrainer Norbert Littkopf (Leipzig) folglich keine Sorgen zu machen. Zumal es mit der Leipzigerin Katja Gerber, 1999 Europameisterin, eine weitere Mitbewerberin gibt. "Eine gesunde Konkurrenz belebt das Geschäft", sagte Littkopf.

Konkurrenz, die in den anderen Klassen fehlt. Am ersten World- Masters-Tag war lediglich noch ein fünfter Platz von Anja von Rekowski (Hannover) in der 63-kg-Klasse zu verzeichnen. "Bei Anja wäre mehr drin gewesen", war sich Littkopf sicher.

Die bereits als WM-Fünfte für die Olympiade qualifizierte Yvonne Wansart (Elsdorf) schied in der 70-kg-Klasse frühzeitig aus.

Männer-Bundestrainer Dietmar Hötger (Berlin) sah zum Auftakt "mehr Schatten als Licht". Hötger schätzte kritisch ein: "Momentan können nur unsere absoluten Top-Leute bei einem solchen Turnier einigermaßen mithalten."

Hötger wäre zufrieden, wenn er in Sydney "vier bis fünf" der sieben möglichen Startplätze besetzen könnte. Bis dato ist nur der derzeit verletzte Berliner Schwergewichtler Frank Möller auf Grund seines fünften Platzes bei der WM 1999 direkt für Olympia qualifiziert.

Ergebnisse des World Masters in München:

Männer:

  • Klasse bis 60 kg: 1. Kazuhiko Tokuno (Japan), 2. Eric Despezelle (Frankreich), 3. Antonio Villena (Spanien) und Manolo Poulot (Kuba), 5. Roland Stegmüller (Österreich) und Johan Hult (Schweden).
  • Klasse bis 73 kg: 1. Ferrick Kheder (Frankreich), 2. Martin Grasmück (Wiesbaden), 3. Martin Schmidt (Berlin) und Koen van Nol (Niederlande), 5. Andre Schturabin (Usbekistan) und Anthony Rodriguez (Frankreich).
  • Klasse bis 81 kg: 1. Makoto Takimoto (Japan), 2. Alexander Guedes (Brasilien), 3. Valentin Knobloch (Leverkusen) und Robert Krawczyk (Polen), 5. Gabriel Arteaga (Kuba) und Roberto Meloni (Italien).
  • Klasse über 100 kg: 1. Angel Sanchez (Kuba), 2. Murat Chasanow (Russland), 3. Selim Tataroglu (Türkei) und Dennis van der Geest (Niederlande), 5. Dennis Werner (Weiden) und Denis Breidotti (Italien).

Frauen:

  • Klasse bis 52 kg: 1. Legna Verdecia (Kuba), 2. Laetitia Tignola (Frankreich), 3. Isabella Schmutz (Schweiz) und Carolina Mariani (Argentinien), 5. Salima Souakri (Algerien) und Catia Maia (Brasilien).
  • Klasse bis 63 kg: 1. Anna Sarajewa (Russland), 2. Daniela Krukower (Argentinien), 3. Jung-Sook Lim (Südkorea) und Keiko Maeda (Japan), 5. Anja von Rekowski (Hannover) und Celita Schultz (USA).
  • Klasse bis 70 kg: 1. Sibelis Veranes (Kuba), 2. Kate Howey (Großbritannien), 3. Carine Varlez (Frankreich) und Masae Ueno (Japan), 5. Ulla Werbrouck (Belgien) und Ylenia Scapine (Italien).
  • Klasse über 78 kg: 1. Sandra Köppen (Brandenburg), 2. Johanna Hagn (Elsdorf), 3. Damia Beltran (Kuba) und Irina Rodina (Russland), 5. Christine Cicot (Frankreich) und Tea Danguzaschwili (Russland).

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