Der BJJ GI, auch Kimono genannt, ist im Brazilian Jiu-Jitsu ein elementarer Bestandteil, da er viele Techniken ermöglicht und vereinfacht, da er sich gut greifen lässt.
Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) gehört zu den vielseitigsten Kampfkünsten der Welt.
Ob mit traditioneller Uniform (Gi) oder ohne (No-Gi), beide Stile haben ihre ganz eigenen Vorteile, Herausforderungen und Trainingsmethoden.
Der Gi ist die traditionelle Uniform japanischer Kampfkünste wie Judo, Karate oder Aikido.
Ein BJJ-Gi ist robuster und schwerer als die Uniformen anderer Kampfkünste, da die dicke Baumwolle Würfen, Ziehen und Griffen standhält.
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Im Gegensatz dazu verzichtet No-Gi auf den klassischen Anzug. Trainiert wird in enganliegenden Rashguards und Shorts, wobei No-Gi Elemente verschiedener Grappling-Stile wie Ringen, Sambo und Submission Wrestling verbindet.
Der Gi ermöglicht es, den Gegner durch Stoffgriffe zu kontrollieren, wodurch Positionen wie Spider Guard oder Lapel Guard ausschließlich im Gi existieren. Im No-Gi entfallen diese Griffmöglichkeiten - dadurch wird das Training schneller, explosiver und körperbetonter.
Während Guard-Positionen im Gi stark auf Griffen beruhen, basieren No-Gi-Guards mehr auf Beinverhakungen und Körperkontrolle.
Im traditionellen Gi-BJJ gibt es ein klares Graduierungssystem von Weiß bis Schwarzgurt, während es im No-Gi keine Gürtel gibt - stattdessen wird nach Erfahrungsstufen (Beginner, Intermediate, Advanced) unterschieden.
Die Form eines Brazilian Jiu-Jitsu Gi erinnert stark an die eines JudoGIs, wobei die Kimonos für Brazilian Jiu-Jitsu meist enger und körperbetonter geschnitten sind, um dem Gegner das Greifen zu erschweren.
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Im Vergleich zu sonstigen im Kampfsport vertretenen GIs ist der BJJ Gi sehr stabil gefertigt und dadurch schwerer.
Aus der Tradition heraus ist ein Gi aus weißer Baumwolle, wobei auch Gis z.B. in blau, lila oder schwarz erhältlich sind.
Manchmal haben BJJ Gis innen in der Jacke einen Rashguard eingenäht. Die Jacken von den GIs werden mit einem Gürtel zusammengehalten.
Grundsätzlich hat jeder Hersteller seinen eigenen Schnitt, was ein an-/ausprobieren unerlässlich macht.
Zusätzlich bieten einige Hersteller noch Größen bis A6 an, sowie Sondergrößen wie beispielsweise A3L, wobei das L für „large“ steht.
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Gerade die Hosen werden heutzutage oftmals aus Ripstop-Gewebe hergestellt. Andere Hersteller bieten sogar auch Kimonos aus Hanfstoff an, welcher sich besonders gut für BJJ eignen soll.
Hanf und dementsprechend der Hanfstoff ist antibakteriell, wodurch unangenehme Gerüche verhindert werden sollen.
Bei den Jacken wird vor allem durch die Webeart des Stoffes unterschieden:
- Double Weave Stoffe sind durch Doppelwebung zwar strapazierfähig, allerdings bringen sie relativ viel Gewicht auf die Waage.
- Single Weave Stoffe sind ein guter Kompromiss aus Stabilität und Reißfestigkeit im Vergleich zum Gewicht.
- Ripstopgewebe ist in den letzten Jahren bei Kimonos und vor allem bei Hosen sehr populär geworden. Es ist sehr leicht, und gleichzeitig sehr stabil.
Prinzipiell druckt jeder Hersteller in den GI, bei wie viel Grad man ihn waschen soll.
Bei der ersten Wäsche ist es normal, auch bei pre-shrunked Kimonos, dass sie ein wenig einlaufen. Über 40 °Celsius sollte man seinen GI nur waschen, wenn man ihn bewusst schrumpfen will.
Der Trockner sollte zu jeder Zeit vermieden werden und man sollte stets zur Wäscheleine greifen, um den Kimono zu trocknen.
Das Angebot an Herstellern und Modellen ist so groß, dass man schnell den Überblick verlieren kann.
Prinzipiell sollte man sich überlegen, wenn man einen BJJ GI kaufen möchte, welchem Zweck der GI hauptsächlich dienen soll.
Dient er ausschließlich fürs Training oder sollen auch Wettkämpfe mit ihm bestritten werden? Hat man noch weitere Kimonos, oder soll dieser der Einzige bleiben?
Ein guter BJJ GI für den Wettkampf sollte zum Beispiel über einen engen Schnitt verfügen und leicht sein, wohingegen der Schnitt bei einem GI fürs Training nicht so wichtig ist.
Zudem kommt hinzu, dass jeder Hersteller einen anderen Schnitt verwendet, dadurch zum Beispiel kann einem der GI in A2 von Hersteller XY perfekt passen, jedoch ist ein anderer GI in A2 von Hersteller YZ viel zu klein.
Im Endeffekt ist es aber das Wichtigste, dass sich der Träger mit seinem GI wohlfühlt.
Ein guter GI für Anfänger ist der Fortaleza von Ju-Sports.
Auch wenn brazilian Jiu-Jitsu hauptsächlich von Männern betrieben wird, gibt es immer mehr Frauen, welche ebenfalls Gefallen daran finden.
Da diesen der klassische Kimono, welcher für Herren konzipiert ist, oftmals suboptimal passt, haben mittlerweile einige Hersteller speziell GIs für Frauen konzipiert, welche vom Schnitt her für den weiblichen Körper optimiert sind.
Grundsätzlich kannst du zum Training die Farbe wählen, welche dir am besten gefällt. Im Wettkampf gibt es zu den Farben jedoch Vorschriften. Für Wettkämpfe zu beachten ist, dass der GI einfarbig sein muss, wobei farblich nur schwarz, weiß, und blau infrage kommen.
Zudem ist zu beachten, dass die Ärmel nicht mehr als 5cm Abstand zu den Handgelenken, bei gerade nach vorne ausgestreckten Armen, aufweisen dürfen.
Die Vergabe eines neuen Gürtels wird individuell durch deine Trainer beurteilt. Die beiden entscheidenden Faktoren sind die Leistungen im Sport und die Zeit, die du auf der Matte verbringst.
Generell sollte ein vergebener Gürtel immer durch die sogenannten „Lineage“ deiner Trainer bis zu den Wurzeln des BJJ zurück zu verfolgen sein.
Im Kyokushin Karate, anderen Karate-Stilen und vielen anderen Kampfkünsten tragen wir besondere Kleidung, die wir auf Deutsch „Anzug“ nennen.
Fest steht, dass es eine sehr passende Kleidung für Karate ist, in der wir uns sehr gut und ungehindert bewegen können, der uns warm hält und zur selben Zeit den Schweiß gut aufnimmt.
Der Karateanzug ist aber mehr als eine bequeme „Thermowäsche“ für den Sport. Er ist die Art von Ausrüstungsgegenstand, die uns hilft, besser Karate zu trainieren.
Bewegungsfreiheit können wir Techniken besser auszuführen, haben mehr Kontrolle und manchmal hilft er uns auch Techniken zu verstecken (durch den weiten Schnitt). Außerdem hat er keine Knöpfe oder Reißverschlüsse, was das Verletzungsrisiko senkt.
Dein Karate Dogi war ursprünglich eine traditionelle Arbeitskleidung, die von japanischen Bauern auf dem Land verwendet wurde.
Sie haben die Kleidung vor allen getragen, weil sie beim Arbeiten bequem war und sie in ihren Bewegungen nicht eingeschränkt hat.
In Japan haben die meisten Dinge mehrere Gründe und sind gut durchdacht. So auch der Dogi.
Gürtel ist so konstruiert, dass dein Kimono eng bleibt. Der Knoten hat aber auch zusätzlich eine weitere Funktion. Er übt Druck auf dein Hara (Körpermittelpunkt) aus, wo die Japaner glauben, dass sich unsere Lebenskraft und Seele befindet.
Medizinisch ist es unser Körperkern, was wir im Sport auch Core nennen. Es ist der Punkt, wo alle Spannung im Körper drüber ausgeht und was wir im Karate besonders trainieren.
Am Anfang war der „Dogi“ nicht weiß, sondern eher braungrau. In Weiß erinnert der Dogi uns auf eine symbolische Weise daran, dass wir alle gleich sind, obwohl unsere Gürtel unterschiedliche Farben haben.
Weiß ist die Farbe von Reinheit, Unschuld, Licht, Güte, Himmel, Sicherheit, Brillanz, Erleuchtung, Verständnis, Sauberkeit, Glauben, Anfängen, Spiritualität, Demut, Aufrichtigkeit und Schutz.
Das alles soll der weiße Anzug symbolisieren und uns auf unseren gemeinsamen Karate-Weg eins machen.
Unabhängig von unserem Gürtel sind wir im Karate alle gleich viel wert, müssen alle lernen und sollen alle füreinander da sein.
Durch die einheitlichen Anzüge ist es egal, wo du her kommst, wieviel Geld du hast, welchen Glauben du lebst und aus welcher Kultur du kommst.
Unser Dogi hat außerdem noch das Japanische Zeichen für „Kyokushinkai“ auf der linken Brust. Das wurde später von Sosai Mas Oyama, unserem Begründer, hinzugefügt.
Das Zeichen ist nicht nur Dekoration. Es ist ein starkes Symbol mit Bedeutungen, das unser Gi in ein besonderes Kleidungsstück verwandelt.
Unser Dogi wird zu einem äußeren Zeichen der Zugehörigkeit und soll uns erinnern, was Kyokushinkai Karate ist.
