Die Welt des Mixed Martial Arts (MMA) ist ständig in Bewegung, und Fans auf der ganzen Welt warten gespannt auf die nächsten grossen Ereignisse in der UFC (Ultimate Fighting Championship). Dieser Artikel wirft einen Blick auf einige der kommenden Kämpfe und die Ambitionen bekannter Kämpfer.
Maurice Abévi fordert Sage Northcutt heraus
Der Schweizer MMA-Kämpfer Maurice Abévi hat nach seinem Sieg gegen Zhang Lipeng in der «ONE Championship» bereits seinen nächsten Kontrahenten ins Auge gefasst. «Sage Northcutt, kämpfe gegen mich», sagte er im Interview mit Sportskeeda MMA. Abévi bezeichnete Northcutt als «einen Superstar, der auch schon in der UFC kämpfte».
Für seinen nächsten Fight müsste Abévi seine Wahlheimat Thailand verlassen, denn gegen Northcutt würde er im US-amerikanischen Denver in den Ring steigen. Nach seinem Kampf gegen Zhang Lipeng stehen nun Erholung und gutes Essen auf dem Programm. «Mein Bruder ist hier in Phuket, wir werden Ferien zusammen machen und es geniessen», so Abévi, der seit gut einem Jahr in Thailand lebt.
Abévi äusserte sich selbstbewusst vor seinem Kampf in der «ONE Championship». «Ich will der Roger Federer des Kampfsports werden», liess der Zürcher im Interview verlauten. Nach Punkten setzte er sich gegen den Chinesen durch. «Die ersten zwei Runden waren sehr dominant», zeigte sich Abévi zufrieden. Obwohl es in der dritten Runde schwieriger gewesen sei, konnte er den Kampf in einer dominanten Position beenden. «Aber leider konnte ich den Fight nicht wie gewünscht beenden (mit K. o. oder Aufgabe des Gegners, Red.), das ist schade», so Abévi zu 20 Minuten. Das Wichtigste sei aber, dass er keine Verletzungen davongetragen habe.
Volkan Oezdemir: Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft
Auch der Freiburger MMA-Kämpfer Volkan Oezdemir hat grosse Ziele. Er will UFC-Weltmeister werden, liebt Knockouts und seine Schweizer Heimat. Nach einer langen Pause trat der Schweizer Volkan Oezdemir wieder im Käfig an. Im Gespräch sagte er: «Ich habe keine Angst.» Auch redete er über seine letzte Niederlage, Corona und langweilige Kämpfe.
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«Ein bis zwei Siege brauche ich, dann gibt es wieder einen Titelkampf», ist Oezdemir überzeugt. In der UFC werden Kämpfe gemacht, die sich gut verkaufen. Je schneller ein K.o. erfolgt, je mehr Blut spritzt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Fight. Das weiss auch Oezdemir. Die Kunst des schnellen Lichterlöschens trug ihm gar den Kampfnamen «No Time» ein. «Menschen wollen keine langweiligen Kämpfe sehen», so Oezdemir.
Sein Ziel ist klar: «Ich will Weltmeister werden. Das ist das Ziel. Der Kampf ist der erste Schritt, um dieses zu erreichen.» Und weiter: «In der letzten Zeit war nicht viel von mir zu lesen, es war still. Doch die, die mich kennen, wussten immer, dass ich da bin.» Angst hat er keine.
Nach einem raschen Aufstieg an die UFC-Spitze verlor er 2018 den Titelkampf gegen Daniel Cormier. Oezdemir wurde ausgeknockt und musste in die Schweiz zurückkehren, da er Probleme mit seinem US-Visum hatte. Nach der Pleite im Titelkampf verlor er zwei weitere Kämpfe. Seither fing er sich zwar wieder, gewann zwei Fights, bis er vor 1,5 Jahren erneut patzte.
Comeback von Conor McGregor
UFC-Chef Dana White überraschte die Fans mit der Mitteilung, Conor McGregor werde noch dieses Jahr sein Comeback im Ring geben. Daneben wird das irische Enfant terrible auch in der Sendung «The Ultimate Fighter» auftreten.
Gegner in seinem 29. Kampf wird der US-Amerikaner Michael Chandler. Dieser hat seine letzten 12 Kämpfe allesamt gewonnen. McGregor hingegen konnte in seinen letzten vier Kämpfen nur einmal gewinnen und wird versuchen wollen, mit diesem Fight seine ins Stocken geratene Karriere wieder zu lancieren. Beide Kämpfer gelten als All-In-Fighter, die im Ring vor allem mit Schlägen und Kicks zu begeistern wissen.
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UFC während der Corona-Pandemie
UFC-Präsident Dana White setzte sich dafür ein, trotz der Corona-Pandemie weiterhin Kämpfe zu veranstalten. Am Wochenende fand in Florida der erste MMA-Kampf und damit der erste grössere Event im US-Profisport seit dem Ausbruch des Coronavirus statt.
White lobte Präsident Trump für seine Aufnahme in eine Gruppe von Ligakommissären, Führungskräften und Eigentümern, welche über die Wiedereröffnung der Wirtschaft berät. Er dankte dem Präsidenten der Vereinigten Staaten für seinen Willen, im Sport schnellstmöglich wieder zur Normalität zurückzukehren. «Hoffentlich können wir der Welt ein Gefühl der Normalität zurückgeben.»
Wo kann man UFC-Kämpfe sehen?
Für Kampfsport-Interessierte gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Ultimate Fighting Championship live zu verfolgen:
- UFC Fightpass: Ermöglicht es, alle UFC Fights live zu verfolgen. Das Abo kostet 8,99 Euro pro Monat oder 77,99 Euro im Jahr.
- Fubo TV: Eine amerikanische Streaming-Plattform, die Streams von reichlichen amerikanischen Sendern anbietet. Eine Mitgliedschaft kostet 69,99 USD pro Monat.
- VPN: Ermöglicht es, ausländische UFC Streams live freizuschalten, indem man den Standort verschleiert.
Geplante UFC-Kämpfe
Hier eine Übersicht über einige geplante UFC-Kämpfe:
| Datum | Ort | Kämpfer 1 | Kämpfer 2 | Event |
|---|---|---|---|---|
| 17. November 2023 | Madison Square Garden, New York, USA | Jon Jones | Stipe Miocic | MAIN EVENT |
| 23. November 2024 | Galaxy Arena, Macao SAR China | Petr Yan | Deiveson Figueiredo | MAIN EVENT |
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