UFC 3: Einsteigerfreundliches Submission-Tutorial

Mit UFC Undisputed 3 erscheint der dritte Ableger der MMA-Reihe von THQ. Während die Vorgänger in vielerlei Hinsicht anfängerunfreundlich waren, schlägt der dritte Teil nun einen vollkommen anderen Weg ein und bietet dabei den Spielern sogar die Möglichkeit eine einfachere Steuerungsmethode zu wählen.

Steuerung und Grundlagen

Direkt zu Beginn des Spiels wird man zunächst nach eben jener Steuerung gefragt. Unterschieden wird hierbei in einer Profi- sowie in einer Amateursteuerung. Der wesentliche Unterschied besteht in der Anwendung des rechten Analogsticks. Während man in den älteren Teilen von UFC innerhalb eines Clinches meist komplexe Gesten mit dem rechten Stick machen musste, wird dem Spieler hier die Möglichkeit geboten auf eine einfachere Alternative umzusteigen. Natürlich werden die Hardcore-Fighter unter euch auch weiterhin die Profisteuerung mit den komplexen Stickgesten auswählen können.

Nachdem diese Einstellung vorgenommen wurde, werdet ihr auch direkt gefragt, ob ihr das Tutorial durchspielen wollt. UFC Undisputed 3 bietet derart viele Steuerungs- und Taktikaspekte, dass sie nur sehr schwer aus freier Hand greifbar sind. Eingeteilt in den vier Schwierigkeitsstufen Anfänger, Erfahren, Halbprofi und Profi, dürft ihr im Tutorial insgesamt bis zu 52 Anwendungsaufgaben bestreiten, um jeden Steuerungsaspekt des Spiels kennenzulernen. Clinches, Submission, Takedowns und einfache Schläge sowie Tritte solltet ihr nun mit Leichtigkeit beherrschen.

In den folgenden Stunden des Spiels wird er immer wieder eure Aufmerksamkeit auf sich ziehen, um tiefgreifende Aspekte des Spiels zu erläutern. Falls euch seine Stimme zu nervig ist und er seinen Text zu langsam liest, könnt ihr ihn jederzeit mit A wegskippen und den Monolog lesen. Was zu Beginn eine wirklich willkommene Hilfe im Spiel ist, entwickelt sich nach einer gewissen Zeit allerdings zu einem mehr oder weniger nervendem Aspekt. Aufgrund dieser Tatsache fühlt sich das Tutorial nämlich ewig lang an. Sobald ihr aber dessen Main Aspekt beendet habt, könnt ihr euch direkt auf die verschiedenen Bestandteile des Spiels stürzen.

Submission-System in UFC 3

Vollkommen neu an der Steuerung ist eigentlich nur die Submission. In den Vorgängern musste man noch komplizierte Stickgesten absolvieren, um seinen Gegner mit einem Griff zu packen, aus dem er sich nicht mehr lösen konnte. Es mangelte an Feedback, sodass man nie wirklich wusste, ob der gegnerische Kämpfer sich nun befreien konnte oder nicht. Andersherum war man in der Defensivposition ebenfalls nicht besser dran.

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Die neue Steuerung ermöglicht allerdings ein viel einfacheres System mit weitaus besserem Gegnerfeedback. Sobald man die Submission mit Betätigung des Druckknopfes am rechten Stick aktiviert, erscheint ein Oktagon auf dem Bildschirm, an dessen Rand es zwei Balken gibt. Je ein Balken gehört dem Angreifer und dem Kämpfer in der Abwehr. Ziel des Angreifers ist es nun, seinen Balken über den des Verteidigers zu legen, und zwar für solange, bis die Submission als erfolgreich gilt und der Feind aufgibt.

Während dieser "Balkenjagt" vibriert der Kontroller mit zunehmender Stärke. Je stärker er vibriert, umso näher kommt man der Submission. Dies ist eine Lösung, welche besonders Anfängern das Leben einfacher macht.

Taktische Möglichkeiten

Neben dieser Steuerungserneuerung wurden die taktischen Möglichkeiten des Spiels aufbereitet. Man hat jetzt nämlich die Möglichkeit, seine Taktiken zu verfeinern. Jede dieser Taktiken verfeinert dabei dein Attribute Profil und verändert die Werte ins Positive sowie auch teilweise ins Negative. Wenn man Beispielsweise eine Offensivstrategie wählt, fallen die Punkte der Defensive und umgekehrt. So hat man allerdings die Möglichkeit, seine Taktik variabel auf den nächsten Gegner einzustellen.

Dabei erhält der Spieler für jede Strategie außerdem noch besondere Herausforderungen. So soll man zum Beispiel bei einer aggressiven Strategie innerhalb der 1. Runde gewinnen, jeden Takedown-Versuch abwehren und mehr Schläge landen als der Gegner, um die Strategie anwenden zu dürfen. Wenn der Spieler innerhalb des Kampfes die erste Runde übersteht, erhält er zudem noch Tipps von seinem Coach. Dieser lobt und kritisiert einige Aspekte des Kampfes, sodass man als Gamer die Möglichkeit besitzt, seine Schwächen aufgezeigt zu bekommen, um das Spiel zu verbessern.

Weitere Modi und Präsentation

Neben den Kämpfen im Karrieremodus gibt es noch die von mir vorhin genannten Modi. Die meisten verstehen sich selbsterklärend - Ein Mode ist jedoch besonders. Der PRIDE-Mode! Die Präsentation scheint auf den ersten Blick für ein Sportspiel nicht wirklich von Bedeutung zu sein.

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UFC Undisputed 3 weiß seine Spieler allerdings förmlich mitzureißen. Innerhalb des Spiel werden immer wieder kleine Zwischensequenzen von echten MMA-Kämpfern eingeblendet, welche von ihren Erfahrungen sprechen. Hinterlegt mit einem packenden Sound wird so die Atmosphäre vor einem Kampf sehr schön aufgeheizt. Die daraufhin zu sehende Sequenz mit Lauf ins Stadion und den hunderten Fans setzt dem ganzen schließlich die Krone auf.

Ebenso sieht es beim Charaktermodell und den Gesichtsanimationen aus. Vor allem letztere haben sich seit dem zweiten Teil deutlich verbessert und sind dynamischer geworden. Die muskelbepackten Kämpfer weisen ebenso wenig hässliche Polygone auf wie die Zuschauer im Hintergrund. Rundum eine sehr gelungene Technik.

Die Animationen sind für UFC 3 sichtlich verbessert worden. Ihr könnt aus zahlreichen aktuellen Kämpfern sowie einigen MMA-Legenden wie Chuck Liddell, BJ Penn oder CM Punk Forrest Griffin wählen, unterteilt in acht Gewichtsklassen (Fliegen- bis Schwergewicht). Zudem sind auch Stroh- und Bantamgewicht der Frauen enthalten.

Im Octagon selbst führt ihr Schläge mit Quadrat und Dreieck aus, während ihr Kicks mit Kreis und X kontrolliert. Zudem greift ihr mit Uppercuts oder Frontkicks an, wenn ihr zwei Angriffstasten gleichzeitig betätigt. Im Bodenkampf hingegen verändert ihr eure Position, indem ihr den rechten Analogstick in eine bestimmte Richtung drückt, und wehrt die Positionswechsel des Gegners ab, wenn ihr den Stick in die Richtung des Angriffs dreht und R2 drückt.

Die verschiedenen möglichen Positionen zeigt euch das Spiel auch an, sodass Anfänger nicht lange rätseln müssen. Drückt ihr L2, werden euch sogar zusätzliche Optionen eröffnet. So könnt ihr beispielsweise versuchen, in die Stacked Guard zu gelangen oder eine Submission ansetzen.

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Neueinsteiger brauchen aufgrund der vielen möglichen Aktionen in sämtlichen Lagen auf jeden Fall ein wenig Zeit, bis sie zurechtkommen. Hat man die Mechanik jedoch einmal verinnerlicht, wirkt die Steuerung sehr authentisch.

Fazit

UFC 3 ist einsteigerfreundlicher als seine Vorgänger und bietet eine Vielzahl von Modi und taktischen Möglichkeiten. Das neue Submission-System ist einfacher zu bedienen und bietet besseres Feedback. Mit etwas Übung können auch Anfänger schnell Erfolge feiern und die Faszination des MMA-Sports erleben.