TSG Stotternheim Judo Training: Eine umfassende Übersicht

Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte des Judo-Trainings, insbesondere im Kontext des Thüringer Judoverbands (TJV) und des JSC Stotternheim. Von Trainingslagern und Wettkämpfen bis hin zu Ehrungen und Prüfungen bietet der Artikel einen umfassenden Einblick in die Judo-Szene.

Trainingsangebote und Vorbereitungen

Deutlich über 100 TJV-Athleten fanden sich zum ersten Thüringen-Randori des Jahres 2023 ein, um sich optimal für die anstehenden Meisterschaften in Form zu bringen und bereiteten damit Landestrainer Jan Steiner ein unerwartetes Geburtstagsgeschenk, denn bisher standen in der Regel immer nur halb so viele Athleten bei den monatlich stattfindenden Trainingseinheiten auf der großen Matte des Erfurter Judoclubs. Die knapp fünfzig jungen Judoka der Altersklassen u11/u13 wurden in der ersten Trainingseinheit von 16:45-18:15 Uhr durch Thomas Sens (PSV Erfurt) und Andre Hoffmann (Kodokan Erfurt) betreut. In der zweiten Trainingseinheit gingen dann von 18:00-19:30 Uhr über fünfzig Athleten der u15/18/21 und älter unter Anleitung von Landestrainer Jan Steiner und Talentscout Vincent Giller auf die Tatami. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm mit TJV-Talentscout Vincent Giller folgten einige technisch-taktische Übungen und im zweiten Trainingsabschnitt wurden wie immer viele schweißtreibende Runden Randori absolviert. Hoffentlich hält diese rege Teilnahme auch über die Meisterschaftsperiode hinaus an und lockt auch noch weitere potentielle Interessenten zum regelmäßigen, gemeinsamen Training in die Landeshauptstadt.

Das nächste offene Trainingsangebot des Thüringer Judoverbands für die Altersklassen u15/18/21 findet bereits am Samstag, dem 28.01.2023 von 10-16 Uhr im Landesleistungsstützpunkt in Jena statt und dient der Vorbereitung der Mitteldeutschen Einzelmeisterschaften.

Internationales Trainingscamp in Berlin

Das letzte Trainingscamp des Jahres fand in Berlin, unter internationaler Beteiligung mit Athleten aus 10 Nationen, statt. Acht Sportler der u18 Jugend des TJV, betreut von Landestrainer Jan Steiner und Christoph Enke vom PSV Eisenach, nutzten die Gelegenheit sich auf die anstehenden Meisterschaften im Jahr 2023 vorzubereiten. Die Teilnehmerzahl von über 500 Athleten aus verschiedenen Nationen sorgte für beste Bedingungen in Bezug auf die Partnerauswahl und die Möglichkeit, sich mit Athleten auf internationalem Niveau zu messen. Das Trainingscamp bot den Thüringer Kadersportlern vor allem die Gelegenheit, neue Techniken und ihre Fähigkeiten unter wettkampfnahen Bedingungen auszuprobieren und zu verbessern.

Das Foto zeigt von links nach rechts: Henry Röder, Jan Steiner, Carl Then, Ronja Klein, Moritz Lönne, Thorben Pfotenhauer, Sebastian Vogel, Merlin Vogt und Luca Feldbusch. Sie alle nahmen am Trainingscamp teil und bereiteten sich auf die anstehenden Meisterschaften vor.

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Gemeinsames Training mit Ringern und Jahresabschlussfeier

Am Dienstag, dem 13.12.2022 haben sich die Ringer und Judoka der Sportschule Jena verabredet, um ein etwas anderes Training zu absolvieren. Unter der Leitung von Coach Gwosdz gab es eine „kleine Trainingseinheit“, um die Muskeln für das anstehende Skilager vorzubereiten. Im Anschluss daran fand am Abend die Jahresabschlussfeier des Landesleistungsstützpunkts statt. Die Sportler und Sportlerinnen konnten sich im Rahmen der Veranstaltung in Aktivitäten wie Bogenschießen, Badminton, Darts und „Blindkick“ messen. Das „Blindkick-Tunier“ war hierbei die klare Hauptattraktion und wurde von allen Anwesenden fieberhaft mitverfolgt. Am Ende konnte sich das Judoteam der Abiturienten klar durchsetzen und verwies die Teams der 9./10. und 7./8. Klasse sowie die Auswahl der Ringer auf die folgenden Plätze. Während dieser Aktivitäten gab es von Pizza über Kinderpunsch bis hin zu Plätzchen alles, was das Herz begehrt, denn auch Gewichtsklassensportler müssen sich ja mal etwas gönnen ????.Den Rahmen dieses Events nutzte TJV-Geschäftsführer Tony Stegmann, um besonderen Leistungen die verdiente Aufmerksamkeit zu verschaffen. Bei den Ehrungen wurde einerseits besonderes Trainingsengagement geehrt, aber auch die Leistungen auf nationaler und internationaler Ebene. Dabei hat sich wieder einmal gezeigt, dass Sportler und Sportlerinnen mit besonders hoher Trainingsteilnahme auch außergewöhnliche Erfolge erzielen.

Dan-Prüfungen und Prüferlizenzen

In zwei Dan-Prüfungen wurden am vergangenen Wochenende insgesamt 13 Thüringer Judoka geprüft. Alle Prüflinge konnten erfolgreich ihre Prüfungen bestehen. Am Samstag legten unter den kritischen Augen der Prüfungskommission, bestehend aus Dr. Uwe Mosebach, Tino Berg und Dr. Dirk Haas, Amanda Vetter (PSV Meiningen), Thomas Klein, Lucas Pencun (beide PSV Eisenach), Sophie Kästner und Maxemillian Müller (beide PSV Erfurt) ihren 1. Dan ab. Sebastian Stephan (FSV Gotha) absolvierte die Prüfung für den 4. Dan und Christian Hurka (PSV Eisenach) für den 5. Dan. Die Prüfungen fanden im Dojo des Erfurter Judo-Club statt.

Für die älteren Judoka gab es einen zweiten Prüfungstermin. Sie trafen sich am Sonntag in Harpersdorf zur Ü50 Prüfung. Die Alterspanne der Prüflinge reichte von 50 bis 74 Jahren. Wie erwartet starteten die älteren Jahrgänge hochmotiviert in das Prüfungsprogramm. Für die Technikausführung gab es viel Lob der Prüfungskommission, die sich aus Volkmar Schaller, Klaus-Dieter Tiedecke und Tobias Tejkl zusammensetzte. So konnten sich am Ende eines straffen Prüfungstages Volker Geiß und Birk Schmidt (beide SV Harpersdorf) über einen 1. Dan, Jens Ohlwein (SV Schwarza) über den 2. Dan und Jürgen Müller und Lothar Schertel (beide SV Harpersdorf) über ihren 3. Dan freuen.

Neben den Dan-Prüfungen legten Martin Deterding (Medizin Erfurt), Roland Lüdecke (TSG Salza), David Ackermann (SV Harpersdorf) und Kassandra Walluks (JC Jena) in Harpersdorf ihre Prüfung zur TJV Prüferlizenz ab.

Besuch des Bundestrainers und Sparkassenpokal

Vom 14. bis 16. Januar 2023 will der neue Bundestrainer des Deutschen Judobundes Christopher Schwarzer drei Tage lang den TJV-Landesleistungsstützpunkt Judo und die Sportschule in Jena besuchen. Am Samstagnachmittag wird er sich die Wettkämpfe der Jugend u18 beim 26. internationalen Sparkassenpokal ansehen und am Montagvormittag auch noch das Judotraining im angeschlossenen Trainingscamp leiten. Während seines Besuchs will er außerdem den campusartigen Schul- und Internatskomplex des Sportgymnasiums kennenlernen und die ihm verbleibende Zeit dazu nutzen, Gespräche mit Trainern und Funktionären des Thüringer Judoverbands zu führen.

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TJV-Landestrainer Jan Steiner lobt im Vorfeld das besondere Engagement der Verantwortlichen des JC Jena, die im kommenden Jahr erstmals in der Geschichte ihres Traditionsturniers, auch noch ein Trainingscamp organisieren und auf diese Weise den leistungsorientierten Judoka eine zusätzliche Trainingsmöglichkeit in Vorbereitung der anstehenden nationalen und internationalen Meisterschaften bieten. Außer den 32 bereits avisierten Judoka der Sportschule Jena werden auch weitere Sportschüler der beiden Sportschulen aus Halle und Leipzig erwartet. Für die Teilnehmer des Trainingscamps wird so sichergestellt, dass außer der knapp 600 qm großen Mattenfläche auch eine ausreichende Anzahl hochwertiger Trainingspartner aus der Gruppe Mitteldeutschland zur Verfügung stehen. Preiswerte Übernachtungen für auswärtige Teilnehmer bietet unter anderen das Akademiehotel Jena, welches sich in unmittelbarer Nähe zur Veranstaltungshalle, direkt im Sportforum Jena befindet. Das Judotraining findet am Montag, dem 16.01.2023 von 10:00-12:00 Uhr und von 15:00-17:00 Uhr in der Judohalle des TJV-Landesleistungsstützpunkts, am Stadion 2, 07749 Jena statt. Anmeldungen zum 26. internationalen Sparkassenpokal und dem 1. internationalen Trainingscamp erfolgen durch schriftliche Meldung an den veranstaltenden Judoclub Jena unter www.judo-jena.de.

Vielseitigkeitswettbewerb und Lehrgangsserie

Rund 40 Judoka aus 10 Vereinen nahmen am zweiten Vielseitigkeitswettbewerb des Thüringer Judoverbands für die Altersklassen u11 und u13 in Jena teil. Der Vielseitigkeitswettbewerb bildet zugleich auch den Abschluss der fünfteiligen TJV-Lehrgangsserie für diese Altersklassen, die erstmals in diesem Jahr in Erfurt und Jena durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der vier TJV-Ranglistenturniere, die Beobachtungen der Trainer bei den Ausbildungslehrgängen und die Ergebnisse des Vielseitigkeitswettbewerbs fließen letztlich mit in die Bewertung zur Sichtung und Auswahl der neuen Sportschüler für die Sportschule in Jena ein.

TJV-Talentscout Vincent Giller organisierte gemeinsam mit Stützpunkttrainer Markus Kost und den Sportschülern des Sportgymnasiums Jena wieder eine kurzweilige und kindgerechte Veranstaltung, bei der die Kinder nicht nur ins Schwitzen kamen, sondern dabei auch jede Menge Spaß hatten. Das zweistündige Judotraining wurde unter anderem von unseren Nationalkaderathleten Ronja Klein und Carl Then gestaltet, die dem Judonachwuchs ihre Spezialtechniken, Morote Seoi Nage und Uchi Mata, vermittelten. Die Trainingswettkämpfe in gewichtsnahen Gruppen leitete Kampfrichter Gustav Brosig mit seinem Team. Die allgemeinen und speziellen Überprüfungen, welche von Michael Engel mittels eines speziellen Punktesystems ausgewertet wurden, betreuten die älteren Sportschüler in Eigenregie. Für das leibliche Wohl der Anwesenden wurde ebenfalls bestens gesorgt. Am Ende der knapp fünfstündigen Veranstaltungen konnten die Teilnehmer bei der Siegerehrung ihre Urkunden von Talentscout Vincent Giller, Ronja Klein und Carl Then in Empfang nehmen. Von allen Anwesenden gab es großes Lob für eine gelungene Veranstaltung und die Hoffnung der Veranstalter, dass künftig wieder mehr Vereine die Angebote des Thüringer Judoverbands nutzen. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Eltern, Betreuer und Heimtrainer der Vereine, die mit ihrem Einsatz zum guten Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Erfolge von Carl Then

Seine Erfolgsserie begann bereits im vergangenen Jahr mit dem Titelgewinn im Extraleichtgewicht bis 46 Kilogramm bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend unter 18 Jahren in Leipzig. Auch in diesem Jahr schaffte er es wieder ins Finale der „Deutschen“ und musste sich, diesmal eine Gewichtsklasse höher bis 50 Kilogramm, noch mit dem Silberrang begnügen. Mit dem Gewinn einer weiteren Silbermedaille beim diesjährigen International Bremen Masters konnte Carl Then dann auch noch seinen ersten großen internationalen Erfolg feiern, was auch den letzten Ausschlag für seine Kadernominierung brachte. Beim Kaderturnier der Jugend u18 in Kienbaum und beim Bundessichtungsturnier der Jugend u17 des Deutschen Judobunds konnte sich der 16-jährige Sportschüler jedes Mal ganz nach oben auf das Treppchen vorkämpfen und damit wiederholt seine nationale Klasse unter Beweis stellen. Im kommenden Jahr wird Carl Then bei der European Cadet Tour weiter auf Medaillenjagt gehen, um sich die die notwendigen Qualifikationspunkte für einen der beiden Wettkampfhöhepunkte, der Europa- oder Weltmeisterschaft der Jugend u18, zu erkämpfen.

Prüfungen zur nächsthöheren Graduierung

Zum Abschluss der Wettkampfsaison 2022 stellten sich fünf Sportschüler des Sportgymnasiums Jena mit durchweg guten bis sehr guten Leistungen der knapp dreistündigen Prüfung zur nächsthöheren Graduierung im Judo.Allen voran Sportschüler Lars Nagler vom PSV Meiningen, der noch während seines Abiturs, die Prüfung zum zweiten Dan bestehen konnte. Er zeigte nach langer und intensiver Vorbereitung an diesem Tag obendrein die beste Prüfungsleistung und unterstützte darüber hinaus gleich zwei weitere Sportschüler als Übungspartner bei ihren Vorbereitungen zum ersten Dan. Mit ebenfalls sehr ansprechenden Prüfungsleistungen bestanden auch die weiteren vier Prüflinge ihre Prüfungen zum ersten Dangrad im Judo. Die Prüfungskommission, bestehend aus TJV-Prüfungsreferent Volkmar Schaller (7. Dan), TJV-Landestrainer Jan Steiner (5. Dan) und Lothar Schertel (2. Dan) lobte die gute Vorbereitung aller Prüfungsteilnehmer und gratulierte den verantwortlichen Trainern des Landesstützpunktes zu den bemerkenswerten Prüfungsergebnissen ihrer Schützlinge.

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Das Bild (J.S.) zeigt stehend v.l.n.r. Volkmar Schaller, Merlin Vogt, Jan Steiner, Moritz Pechmann, Lars Nagler und Lothar Schertel sowie kniend Gustav Brosig und Beeke Niebur.

Kampfrichter-Ausbildung

Im Rahmen der jährlichen Kampfrichter-Ausbildung bestanden 24 neue Kampfrichter in Bad Blankenburg ihre Prüfungen zum Kreiskampfrichter. Nachdem die Teilnehmer des Lehrgangs bereits im August ihr Wissen über den Judosport, die Sonderregel für Kinder- und Jugendliche sowie die allgemeinen Verhaltensweisen als Kampfrichter in einem schriftlichen Test nachweisen konnten, stand am zweiten Wochenende die Praxis der Kampfrichterarbeit im Mittelpunkt. Beim selbstorganisierten Wettkampf unter den Kampfrichtern konnte das theoretische Wissen dann in der Praxis erprobt werden. In Einzelbegegnungen und Mannschaftswettkämpfen wurde gemeinsam über schwierige Entscheidungen und die Auslegungen der Wettkampfregeln diskutiert. Neben der Arbeit auf der Judomatte konnten die angehenden Kampfrichter auch die Aufgaben von Listenführern übernehmen oder den Wettkampf an der Anzeigetafel mitverfolgen. Durch die Videoaufzeichnungen des kleinen Turniers konnte man sich später selbst ein Bild davon machen, wie man als Kampfrichter auf der Judomatte wirkt und ob die eigenen Entscheidungen passend waren.

Europacup in Györ

Beim letzten Europacup des Jahres gingen im ungarischen Györ 380 Judoka aus 29 Nationen an den Start. Mit dabei waren auch vier Sportschüler des Thüringer Judoverbands.

In der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm startete Ronja Klein von den Mattenteufeln Erfurt nach einem Freilos mit einem Arbeitssieg gegen die Ungarin Szabina Szeleczki. In der regulären Kampfzeit konnte keine der beiden Kontrahentinnen einen Vorteil erzielen und so musste die Entscheidung in der Kampfzeitverlängerung, dem so genannten „Golden Score“ gefällt werden. Dort überrasch...

Weitere Aspekte des Judo-Trainings

Es ist nicht wichtig besser zu sein als ein Anderer. Es ist wichtig besser zu sein als gestern. Es ist wichtig, regelmäßig den Wettkampfkalender zu überprüfen, um die aktuellen Termine und Veranstaltungsorte im Blick zu haben. Durch die Teilnahme an diesen Wettkämpfen können Judoka ihre Fähigkeiten verbessern, ihre Konkurrenzfähigkeit steigern und sich für höhere Wettkämpfe qualifizieren.

Wettkampfkalender

Es ist wichtig, sich an die Trainingszeiten zu halten und regelmäßig zu trainieren, um die Fähigkeiten und Techniken im Judo zu verbessern. Durch hartes Training und stetige Verbesserung können Judoka ihre Leistung auf der Matte steigern und erfolgreich an Wettkämpfen teilnehmen.

Trainingszeiten

Judo erfreut sich großer Beliebtheit als Kampfsport und hat zahlreiche Vorteile zu bieten. Dazu gehören unter anderem die Steigerung der körperlichen Fitness, die Förderung von Selbstverteidigungsfähigkeiten und die Stärkung von Selbstvertrauen und Disziplin.

Mitglied werden

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Erweiterung des Dojos in Stotternheim

180 Quadratmeter hat der Judoverein an sein altes Dojo angebaut. Dort gab es vorher nicht mal einen Wasseranschluss, wie der Vorstandsvorsitzende Matthias Blechschmidt berichtet: "Wir mussten immer über den Hof rüber auf Toilette, Hände waschen, Füße waschen und wenn da ein Kind während des Trainings mal raus musste, konnte man die anderen Kinder natürlich nicht alleine lassen". In den vergangenen Jahren ist der Verein außerdem immer weiter gewachsen, mittlerweile sind es fast 400 Mitglieder. "Die Matte war einfach zu klein", sagt Blechschmidt. 2019 kam der erste Impuls für den Umbau. Doch die Planung nahm noch einige Zeit in Anspruch, bis im Sommer 2022 der erste Spatenstich gesetzt werden konnte. 650.000 Euro hat der Bau insgesamt gekostet. Der größte Anteil wurde vom Sportministerium und dem Erfurter Sportbund (ESB) finanziert. Aber 200.000 Euro musste der Verein in Eigenleistung stemmen. Die Wochenenden und freie Stunden wurden auf der Baustelle verbracht. "Die Leute am Wochenende zu motivieren, das war schon eine Herausforderung", erinnert sich Blechschmidt. Hinzu kamen gestiegene Baukosten, die den finanziellen Rahmen zu sprengen drohten, doch die Firmen wollten dem Verein den Weg zur neuen Halle nicht verbauen. "Wirklich jede Firma hat probiert, das Komma immer weiter nach links zu schieben, dass sie uns helfen können. Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Turnhalle des Judovereins hat nun ein weiteres Stockwerk inklusive Lager und Gymnastikraum. Im Erdgeschoss wurde die Trainingsfläche vergrößert, es gibt einen Fitnessraum sowie moderne Umkleideräume, Toiletten und Duschen. Darüber freuen sich vor allem die sieben Kinder- und Jugendgruppen, die zwei Mal wöchentlich im Dojo trainieren - übrigens auch während des Umbaus. "Wir haben kein einziges Training ausfallen lassen", erzählt Matthias Blechschmidt.

Ein Tag im Judo-Trainingslager

Tag 5: Ein erlebnisreicher Tag voller Action!

Heute war schon der 5. Tag im Trainingslager - und eure kleinen Judo-Kämpfer hatten wieder einen richtig tollen Tag voller Spaß, Bewegung und guter Laune! Danach ging's erstmal zurück ins Bungalow, wo es etwas zu trinken gab. Dann stand das leckere Frühstück an - alle haben ordentlich zugelangt, um gestärkt in den Tag zu starten. Nach dem Frühstück ging’s raus zum Fußballspielen - mit voller Power auf dem Platz! Die Kids hatten riesigen Spaß. Zurück im Bungalow gab’s eine kleine Verfolgungsjagd - voller Lachen und Action! Danach wurde auf der Hüpfburg getobt - hoch und runter, rauf und runter! Und wer denkt, das war’s schon: Danach kam eine Wasserschlacht beim Bungalow! Dann hieß es: Mittagessen-Zeit! Und was gab’s? Leckeres Schnitzel! - genau das Richtige nach so viel Action! Danach noch ein kleines Fußballspiel zur Verdauung - die Energie war einfach nicht zu stoppen! Dann stand wieder Training auf dem Plan… aber Überraschung: Sie durften gleich wieder gehen - was für eine Freude! Zurück im Bungalow wurde dann noch über den Tag geredet - so viele Erlebnisse! Und schließlich: Bettzeit! Ein rundum gelungener 5. Tag voller Action, Teamgeist und ganz viel Spaß!

Erlebnisse im Trainingslager

14.07.2025: Kurth (15) Oskar (14) wachten 6:30 Uhr Dank Friedjof‘s viel zu früh gestelltem Wecker wachten frisch und ausgeschlafen auf. Da sie am vorherigen Abend pünktlich im Bett lagen und geschlafen haben. Bei der ersten Trainingseinheit, dem Frühsport waren sie ganz vorne mit dabei 🙈und arbeiteten sich Stück für Stück den Berg hoch ⛰. Zurück im Bungalow zogen sie sich geschwind um, um als erstes beim Essen zu erscheinen 🥐. Nach mehreren Portionen hatten sie wieder ordentlich Saft im Tank 🧃⛽. Doch dann kam der Monsun ⛈ und sie konnten ihren Job als Trainer nicht erfüllen. Deswegen gingen sie zurück ins Bungalow und spielten Karten 🃏. Nach einiger Zeit sahen sie aus dem Fenster und sahen das ihr Bungalow gerade am absaufen war aber dadurch das der Regen nachließ blieben ihre Sachen trocken. Als der Regen vorbei war was ca. 13 Uhr war gingen sie zum Mittagessen 🍔. Nach dem Mittag konnten sie dann endlich die zukünftigen Weis Gelb Gurte trainieren und ihre jahrelange Judo Erfahrung ins Training einbringen. Nach dem Training gingen wir zurück ins Bungalow, wo wir laut stark Musik hörten, danach gingen wir zu Friedjofs Braungurt Training, später gingen wir ins Bungalow um gemeinsam Zeit zu verbringen und UNO zu spielen🃏, daraufhin folgte der Besuch im Kiosk um eine kleine Leckerei zu verzerren😋. Jetzt gehen wir zum Abend essen und daraufhin folgt ein kleiner Filmabend bis 21 Uhr bei Siggi im Bungalow🦍, damit wir Punkt 22 Uhr wieder ins Bett gehen können um früh Reddy sind für den Frühsport 🏃🏃‍♀🏃‍♂. Zitat: Ein Mann der kein Frühsport macht ist kein Mann.

Lehrgang des Judo-Verbandes Sachsen

In diesem Jahr sind wir wieder Gastgeber für einen Lehrgang des Judo-Verbandes Sachsen. Unter der Leitung von Hendrik Schuster gibt es für die angehenden Sportassistenten viel neues zu lernen. Nach der Ankunft startete der Tag mit einer kurzen Vorstellungsrunde und organisatorischen Hinweisen. Besonders praxisnah war der Teil zur methodischen Entwicklung von Ukemi-waza (Falltechniken). Am Nachmittag wurden wir für die Einheit Nage-waza (Wurftechniken) von Olaf Schmidt besucht, der uns in die Wurfgruppen und Wurfprinzipien einführte. Im Anschluss beschäftigten wir uns intensiv mit Fehleranalyse und Korrekturmöglichkeiten. Der zweite Lehrgangstag startete mit einem theoretischen Block, in dem wir uns intensiv mit den Themen Kinder- und Jugendschutz sowie dem Umgang mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten auseinandersetzten. Gestärkt durch das Mittagessen (Schnitzel mit Kartoffeln und Champignons) ging es am Nachmittag weiter mit einem lehrreichen Wettkampftraining unter der Leitung von Tommy.

Die Geschichte des Judo

Judo ist eine moderne Kampfkunst, die von Jigoro Kano (1860-1938) entwickelt wurde. Kano wurde in Japan geboren und begann im Alter von 17 Jahren Jiu-Jitsu zu studieren. Nach jahrelangem Training und Studium von verschiedenen Kampfkünsten, gründete er schließlich seine eigene Schule und nannte sie Kodokan, was so viel bedeutet wie "Ort, an dem man die Essenz der Kunst studiert". Kanos Ziel war es, eine Kampfkunst zu schaffen, die sich auf Effektivität und Respekt konzentriert, ohne dabei den körperlichen Schaden, der beim Jiu-Jitsu oft entsteht, in Kauf zu nehmen. Sein Ansatz war es, Techniken zu entwickeln, die es einem Schwächeren ermöglichen, einen Stärkeren zu besiegen. Das Konzept dahinter war, dass die Kraft des Gegners gegen ihn selbst verwendet werden konnte, anstatt sie zu bekämpfen. Kanos Judo basierte auf drei Säulen: Kihon (Grundlagen), Kata (Formen) und Randori (Freikampf). Die Grundlagen des Judo umfassen Falltechniken, Wurftechniken, Haltegriffe und Hebeltechniken. Kata sind vorgegebene Abfolgen von Techniken, die im Training geübt werden, um die Ausführung der Techniken zu verfeinern. Beim Randori geht es darum, die erlernten Techniken im freien Kampf anzuwenden.

Reinhard Zabel und die Gründung der Sektion Judo

Reinhard gründete im November 1976 die Sektion Judo innerhalb von Traktor Stotternheim. Von Anfang an versuchte er uns die Tugenden des Judo, Optimismus und Menschlichkeit zu vermitteln. Im Jahr 1984 stand ein Umzug von Reinhard nach Crottendorf an. Was sollte mit der Sektion nun passieren? Wie es seine Art war, setzte er voll und ganz auf die Jugend. So wurde Matthias Blechschmidt (damals 21 Jahre) zum Sektionsleiter. Er hat damit die perfekte Auswahl getroffen. Denn unser heutiger JSC Stotternheim existiert nun seit über 46 Jahren. Aber auch nach seinen Umzug ist der Kontakt zu Reinhard nie abgebrochen. Wie es Reinhard’s Art war, konnte er selbst in Crottendorf nicht ohne sein geliebtes Judo. So machte er sich alsbald auf die Suche nach Mitstreitern und fand diese durch seine offene und sympathische Art auch sehr schnell. So gründete er 1985 den TSV Schlettau Sektion Judo. Reinhard Zabel war Träger des 6. Wir wünschen seiner Frau Uta und Familie in der schweren Zeit viel Kraft und Trost.