Karate Tiger? Das ist doch der Film, von dessen Hauptdarsteller man nie wieder etwas gehört hat und dessen Bösewicht-Nebendarsteller zum Superstar wurde? Ja, genau.
Durch Karate Tiger wurde Jean-Claude Van Damme zum Star.
Der Rezensent gibt zu, als kleiner Bub selbst total auf Karate Tiger abgefahren zu sein.
Die Frage ist berechtigt, warum ein so unterirdisch schlechter Film zu so einem Kult werden konnte.
Mit den Jahren Abstand gibt es auch immer noch Momente, die einfach kultig sind.
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Kultig schlecht wohlgemerkt.
Der dauerfressende Fettsack, die Testosteron befeuerten Halbstarken, die lächerlich miesen Sprüche und das eisenharte Training sind nur ein paar dieser Momente.
Auch darstellerisch gibt es hier wenig zu holen.
Van Damme hinterlies zurecht mit seinem Spagat und den Kicks den meisten Eindruck.
Es gab ja sonst keine Highlights, die die Aufmerksamkeit auf sich hätten ziehen können.
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Und ja; Regie, Kamera und Schnitt taugen allesamt nichts.
Doch jetzt kommt das große Aber.
Karate Tiger hat Charme.
Und das hebt diese Gurke über all die lächerlichen Karatefilme der 80er und 90er hinaus.
Das Dirty Dancing-Syndrom, wenn man so will: Die Zutaten sind so lala, aber irgendwie passt alles und unterhält dann doch ganz gut.
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Karate Tiger ist ein Unfall, bei dem man nicht hinsehen will, es aber doch muss.
Leider täuscht die schicke Metall-Box der Limited Edition der DVD (übrigens erstmals uncut mit äußerst überflüssigen Szenen) darüber hinweg, dass die Bildqualität unter aller Sau ist.
Jedes Karate Tiger-Videotape aus den 90ern (wie das des Rezensenten) hat ein besseres Bild.
Der Ton ist ebenfalls furchtbar.
Wie auch immer, ob VHS oder DVD, Karate Tiger ist ein Jungsfilm, wie er im Buche steht.
Jason (Kurt McKinney) ist ein Teenager in L.A.
Sein Vater weigert sich, sein kleines Karate-Dojo an ein kriminelles Großunternehmen zu verkaufen.
Da diese Männer mit den Karate-Schulen ihre dunklen Machenschaften verschleiern wollen, gehen sie natürlich wenig zimperlich mit Nein-Sagern um (wie genau das geht, weiß eigentlich keiner).
Mit gebrochenem Bein zieht der Vater samt Familie schließlich nach Seattle.
Doch hier geht der Ärger weiter.
Jason findet in R.J. zwar einen neuen Freund, doch legt er sich mit den örtlichen Halbstarken an.
Doch während Jasons Vater der Gewalt völlig entsagt hat, sich also auch nicht mehr verteidigen will, teilt Jason zu seinem und R.J.s Schutz auch gut aus.
Da Jason mehr als einmal eine aufs Maul kriegt, heult er sich abends vor seinem Bruce Lee-Poster aus.
Und siehe da, eines Tages steht selbiger, eingehüllt in gleisendes Licht, vor Jason und lehrt ihn die geheimsten Geheimnisse seiner Kampfkunst.
Und es dauert nicht lange und die bösen Buben aus L.A. tauchen auch in Seattle auf.
Von einem skrupellosen Verbrecher-Syndikat unter Druck gesetzt, zieht es der Karate-Lehrer Stillwell vor, Los Angeles zu verlassen, um sich in Seattle eine neue Existenz aufzubauen.
Sein Sohn Jason (Kurt McKinney), ein glühender Verehrer von Bruce Lee, ist über das feige Verhalten seines Vaters tief enttäuscht.
Niedergeschlagen pilgert Jason in Seattle, der Heimatstadt Lee¹s, zu dessen Grab und fleht um Beistand.
Eines Nachts erscheint ihm der Meister im Traum und lehrt ihn alle Geheimnisse seines Erfolges.
Gewappnet mit kostbarem Wissen und stählernem Mut nimmt Jason den Kampf gegen die kriminellen Elemente der Stadt auf.
Teenager Jason Stillwell (Kurt McKinney) ist einer der größten Bruce-Lee-Fans in Los Angeles und trainiert im hauseigenen Karate-Dojo seiner Eltern.
Eines Tages muss er jedoch mit seinen Eltern vor einer Verbrecherbande um Schläger Ivan (Jean-Claude Van Damme) nach Seattle flüchten.
Jason ist fortan von dem eintönigen Leben in der neuen Stadt gelangweilt, trainiert aber in der Garage weiter.
Er sucht Trost am Grabe Bruce Lees, der ihm daraufhin im Traum erscheint und ihn in der Kampfkunst Jeet Kune Do unterweist.
Bei einem Karate-Wettkampf trifft Jason schließlich auf die Schergen, welche seinen Vater zum Krüppel schlugen und ihnen das Dojo wegnahmen.
Er bekommt die Chance eine alte Rechnung zu begleichen.
In Deutschland erschienen insgesamt zehn Nachfolgefilme zu Karate Tiger, wie z. B. Karate Tiger 2, Karate Tiger IV - Best of the Best und Karate Tiger 10.
Die Filme haben jedoch wenige bis keine Verbindungen untereinander, sondern bilden teilweise ganz eigene Filmreihen.
Einzig der Name Karate Tiger wurde zu Marketingzwecken hinzugefügt.
Karate Tiger 2: Ein Action-Feuerwerk
'Karate Tiger 2' ist ein knallharter Actioner von Regisseur Corey Yuen ('Transporter', 'Blade of the Rose') von Action-Choreograph Corey Yuen ('Transporter I+II', 'X-Men', 'Born 2 Die', 'The One').
Scott Wylde (Loren Avedon) fliegt nach Thailand, um seinen Freund Mac Jarvis (Max Thayer) und seine Verlobte Sulin, die Tochter eines einflussreichen Industriellen, zu besuchen.
Doch die Wiedersehensfreude hält nicht lange an: Sulin wird von den Gegnern ihres Vaters entführt und nach Kambodscha verschleppt.
Scott beschließt, zusammen mit Mac Jarvis und der Hubschrauber-Pilotin Terry, seine Verlobte zu befreien.
Dabei geraten Sie in die Hände kambodschanischer Widerstandskämpfer.
Mac Jarvis, der den Anführer der Rebellen kennt, erfährt von ihm, dass sich Sulin im Trainingslager des sowjetischen Oberst Yuri befindet.
Auf Ihrem gefährlichen Weg dorthin treffen Sie mit einigen Soldaten des Oberst zusammen.
