Thaiboxen für Frauen: Vorteile und Möglichkeiten

Thaiboxen, auch bekannt als Muay Thai, hat seinen Ursprung in Thailand und entwickelte sich aus traditionellen Kampfkünsten. Es wurde eingesetzt, wenn Schwert und Speer unbrauchbar wurden. Das Schlagen mit Händen und Ellbogen sowie das Treten mit Füßen und Knien stellen dabei die acht Waffen des Muay Thai dar. Aus der Distanz oder der Umklammerung (Clinch) wird hierbei auf allen Ebenen gekämpft.

Heutzutage hat der Kampfsport seinen Ruf als Haudrauf-Sportart verloren, aber viele zögern dennoch, sich darauf einzulassen. Dabei hat diese Art von Training wirklich einiges zu bieten. Es vereint spielerische Elemente auf abwechslungsweise Art und Weise, hilft beim Fettabbau und hat auch noch soziale Vorteile zu bieten.

Tatsache ist, dass die Mehrheit der modernen Muay Thai-Praktizierenden gar nicht wettkampforientiert ist und viele Muay Thai nur zu Fitness- und Gesundheitszwecken betreiben. Die meisten Menschen, die sich für das Muay Thai interessieren, suchen nach einer Form von Mehrwert für ihr Leben. Einige tun es für ihre Wettkampfziele, hochgesteckte Weltmeisterschaftsziele oder einfach nur für ihre Fitness.

Vorteile von Thaiboxen für Frauen

Kampfsport bietet viele Vorteile - von der Verbesserung der Fitness bis hin zur Steigerung des Selbstbewusstseins. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile im Überblick:

1. Spielerisches Training

Beim Kampfsport heißt es Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau. Im Eins-gegen-Eins gilt es, den Gegner zu besiegen: zu ermitteln, wer stärker, schneller und geschickter ist. Richtig? Diese Vorstellung von Kampfsport ist nach wie vor geläufig und schreckt völlig zu Unrecht viele Menschen davon ab, mal eine Kampfsportart auszuprobieren. Denn das, was wir bei den Profis beim Boxen sehen, entspricht nicht der Trainingsroutine für den Freizeitsportler. Beim Training gilt vielmehr das Motto „miteinander statt gegeneinander“.

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2. Stressabbau

Wer beim Sport alles gibt, der entflieht dem stressigen Alltag und darf sich zusätzlich noch über eine ordentliche Portion Glückshormone freuen. Allerdings ist es gar nicht so einfach, die nötige Motivation zu finden und sich regelmäßig allein bis zur körperlichen Leistungsgrenze zu pushen. Durch das Training mit einem Partner klappt das beim Kampfsport deutlich einfacher. Außerdem möchte man sich ja nicht vor dem wachsamen Auge seines Trainers blamieren.

3. Keine Langeweile

Kampfsport gehört zu den abwechslungsreichsten Sportarten überhaupt. Man kann etliche Techniken erlernen, außerdem gilt es, sich bei jeder Kampfsportart auf verschiedene Stile einzustellen. Entsprechend kurzweilig ist das Training. Zu jeder Basistechnik gibt es weitere Aufbautechniken, Abwehrtechniken und Kontertechniken. Hinzu kommen Kraft- und Ausdauerelemente und das sogenannte Sparring - also die Kampfsimulation bei 70 bis 80 Prozent der maximalen Intensität, wo man die erlernten Techniken testen kann. Langweilig wird das Training daher nicht so schnell!

4. Beweglichkeit und Koordination

Um den perfekten Tritt, Schlag oder Wurf auszuführen, ist ein hohes Maß an Koordination und Beweglichkeit gefragt. Leider werden diese Trainingsaspekte in vielen Sportarten vernachlässigt - vielmehr stehen häufig nur Kraft oder Ausdauer im Vordergrund. Die Folge ist häufig eine schlechte Bewegungsmechanik, die Verletzungen begünstigt. Durch gezielte Übungen, wie das Trainieren mit einer Boxbirne oder bestimmte Schlag- und Trittabfolgen, wird die Muskelansteuerung durch unser Nervensystem gezielt trainiert.

5. Kalorienverbrauch

Die Fettreduktion wird über die Kalorienbilanz gesteuert - sprich, man muss mehr Kalorien verbrauchen, als man über die Nahrung zu sich nimmt. Was das Ganze mit Kampfsport zu tun hat? Ganz einfach: Durch die vielen abwechslungsreichen Bewegungen von Tritten, Schlägen und Würfen bleibt der Puls konstant hoch und man verbraucht ordentlich Kalorien. Eine Stunde klassisches Boxtraining verbrennt zum Beispiel satte 670 kcal. Zum Vergleich: Beim Joggen verbrauchen Sie je nach Geschwindigkeit und Körpergewicht eher 400 bis 500 kcal pro Stunde.

6. Respektvolles Miteinander

Viele Kampfsportarten sind mehrere hundert - manche sogar tausend - Jahre alt und haben dementsprechend eine große Tradition. So legen viele Kampfsportzentren nach wie vor hohen Wert auf die Vermittlung von Werten und Disziplin. Ein respektvolles Miteinander wird hier von jedem Trainierenden erwartet. Der Beruf, der ethnische Hintergrund, die Religion, das alles ist beim Kampfsport egal, denn auf der Matte sind alle gleich.

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7. Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein

Muskeln aufbauen, Stress abbauen, Fortschritte und Erfolge erzielen oder positives Feedback erhalten: Das sind alles Charakteristika, die man im Kampfsport wiederfindet und die indirekt das Selbstbewusstsein stärken können. Und egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, das Tolle ist, dass jeder diese Erfahrungen macht. Die ersten Techniken sind nämlich schnell erlernt und motivieren einen, am Ball zu bleiben. Anfänger merken nach den ersten harten Trainingseinheiten direkt die ersten körperlichen Veränderungen.

8. Fitness-Allrounder

Sowohl der muskulöse Bodybuilder als auch der gut trainierte Läufer kommen beim Kampfsport schnell an seine körperlichen Grenzen. Denn im Gegensatz zum Gewichtestemmen im Fitnessstudio oder zu langen Ausdauereinheiten werden beim Kampfsport mehrere Fitnesselemente gleichzeitig trainiert. Das Training fördert ein Zusammenspiel von Kraft, Geschwindigkeit, Explosivität, Ausdauer und Koordination und macht einen so zu einem super Fitness-Allrounder.

Muay Thai als Selbstverteidigung

Als Frau ist es gut, wenn man über einige Selbstverteidigungsfähigkeiten verfügt. Muay Thai ist eine der effektivsten Kampfsportarten mit praktischen Selbstverteidigungstechniken. Wenn Du ernsthaft trainierst und mit dem Sparring beginnst, erwirbst Du außerdem grundlegende Fähigkeiten zur Selbstverteidigung.

Trainingsstruktur

Das Training wird strukturiert und in thematischen Blöcken angeleitet, sodass sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene gleichermaßen profitieren. Unsere Klassen lassen sich in folgende Bereiche unterteilen:

  • Warm Up (Mobilisierung von Gelenken, Erwärmung von Muskeln und Sehnen, grundlegende koordinative Übungen)
  • Technik (Einüben bestimmter Techniken mit Partner)
  • Sparring (Bedingte Sparringsaufgaben, Freies Sparring)
  • Kraftausdauer (z.B. Zirkeltraining)

Weitere Vorteile von Kampfsport

Kampfsporttraining steigert das Selbstbewusstsein und hilft Stress abzubauen. Das Training einer Kampfsportart oder einer Kampfkunst fördert die Disziplin und die Resilienz. Kampfsporttraining steigert die Durchsetzungsfähigkeit und verstärkt die Selbstwirksamkeit. Die Fähigkeit schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können hat viele positive Effekte auf die eigene Persönlichkeit und einen großen Übertrag in den Alltag.

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Oberste Priorität hat die Sicherheit im Training. Gegenseitiger Respekt ist die Grundlage für ein Erfolgreiches Training im Kampfsport. Auch als Einsteiger bist du herzlich Willkommen in allen Kursen.

Die richtige Ausrüstung

Egal, für welche Kampfsportart du dich entscheidest, die richtige Kleidung ist ein unverzichtbarer Bestandteil deines Trainings. Hier einige Beispiele:

  • Muay Thai und Kickboxen: Hier sind kurze, lockere Shorts typisch, kombiniert mit einem Tanktop oder Sport-BH.