Informationen zum Album "Der Blaue Planet" von Karat

Karat ist eine der bedeutendsten Institutionen des Deutschrock. In der ehemaligen DDR waren sie neben Bands wie City oder den Puhdys die Speerspitze der Rockmusik.

Wenn es um KARAT geht, kommt man nicht umhin, die millionenfachen Albumverkäufe und ihre zeitlosen Klassiker wie "Über sieben Brücken" oder "Der blaue Planet" zu erwähnen.

Hervorgegangen ist Karat aus der Formation Panta Rhei (altgriechisch für "alles fließt"), die Band wurde 1971 in Berlin von Herbert Dreilich (Gitarre, Gesang), Henning Protzmann (Bass) und Ulrich "Ed" Swillms (Cello) gegründet.

Mit dem Album "Der Blaue Planet" stiegen Karat sensationell auf dem siebten Platz in den (west)deutschen LP-Charts ein. Nimmt man beide Teile des damals gespaltenen Landes zusammen, verkaufte sich "Der Blaue Planet" insgesamt über eine Million Mal.

Musikalisch und textlich ein Spitzensong.... "Uns hilft kein Gott unsere Welt zu erhalten" ...Naja, klar. Neben Honecker durfte man ja auch keiner Götter haben in der Sowjetzone. Die Stasirocker vom VEB Deutschrock durften immerhin den wahrscheinlich einzigen volkseigenen Synthesizer benutzen.

Lesen Sie auch: Wissenswertes über Goldkarat

Text und Musik passen in die damalige friedens- und ökobewegte Zeit. karat hatten einen moog-synthesizer, der allerdings mindestens eine halbe stunde vor gebrauch eingeschaltet werden musste, um die richtige betriebstemperatur zu erreichen, damit die tonhöhen stimmten.so z.b. war das damals in der ddr.

1981 zwar kein Top 10 Hit aber ein satter Charthit für Herbert Dreilich und Band. ich kenne nicht viel von den DDR lieblingen, diese deutsche #14, kann man als gut durchgehen lassen..grosser wurf.

Unglaublicher, weit vorausschauender Test, groovy Music ... was will man mehr ...sorry,der Titel wirkt auf mich einfach nur unangenehm und komisch,einer meiner ewigen Flop 50

Es hat mich sofort gefesselt. Keiner von uns Westlern konnte so was damals abliefern. Einfach ueberragend. Musiker sind Musiker sind Musiker. Nostalgiesound pur! Wunderschön gelungene spacige, sehr verträumte Synthi-Klänge! Zeitkritischer, etwas transzendenter Text. Etwas repetitiv, aber sehr mystisch.

Nachdenklicher Text, ewig aktuell, rundum ein gelungenes Lied. Und bitte beim Original bleiben. passte genau in den Weltschmerz der damaligen Zeit - ja, prägte ihn vielleicht sogar ein wenig...

Lesen Sie auch: Schlaganfall: Was Sie wissen müssen

Die Synthesizer-Passagen sind einfach herrlich. Um ein Gefühl für den "blauen Planeten" zu entwickeln, schadet ein wenig Poesie bestimmt nicht.

Sehr starker Song mit zeitlosem Thema.Wenn man die Betroffenheits-Lyrik einmal weniger ernst nimmt (friedens-, ökologisch- und sonstwie bewegt) dann merkt man - der Song hat sich prima gehalten - kompakt und poppig abgemischt - schöne Melodie!

Wirklich ein überraschend guter Song - nicht zuletzt wegen des Textes.

Die Militär-Strategen der USA hielten damals einen Atomkriegfür gewinnbar und auf Europa begrenzbar.

Die Lyrics machen den Song so ausgezeichnet. Gefällt mir auch musikalisch sehr gut. Der Bass ist etwas dominant - aber auf das kams ja nicht drauf an.

Lesen Sie auch: Testbericht: Burg Wächter Karat MT 26 NE

Genial die asiatischen Einflüsse in den Arrangements, was die universale Stimmung gut rüberbringt. Die dominante Bass-Line finde ich sogar passend zum Thema...

Daß dieser Song einer kleinen Fangemeinde im Gedächtnis bleibt, macht ihn umso wertvoller.... "Uns hilft kein Gott unsre Welt zu erhalten" ...aktueller denn je !!!

Mit verhaltenem atheistischem Pathos gegen den Rüstungswahn der Supermächte. Was Sting viel später erst in seinem Song "Russians" thematisiert, hier ist es in lyrischer Form schon antizipiert.

Die getriebene Werkatmosphäre hat bis heute nichts an Faszination verloren. Stark!

Erschreckend aktuell im Jahr 2016!

Der Song trifft es genau. Der Mensch "spielt" mit Kräften, die er gar nicht richtig beherrscht. Fragen über Fragen wegen einer ungewissen Zukunft, die keiner beantworten kann.

Die Band liefert schon seit Jahrzehnten den Soundtrack zum Lebensgefühl von Millionen, wobei ihre Karriere von genau denselben Ab- und Aufbrüchen gezeichnet ist, wie die Lebenswege ihrer Hörerschaft. Verluste, Eigensinnigkeiten und das ganz konkret persönliche Sichaufbäumen, um wieder Anlauf zu nehmen. Bei KARAT trifft gestandene Reife auf die schöpferische Unruhe der Jugend. Beide lassen einander zu - und genau dieses perfekte Mischungsverhältnis macht diese Band heute aus.

Exemplarisch steht dafür ihre neue Single aus dem Album "Labyrinth". "Hoffnung" heißt sie und steckt randvoll davon. Und wenn wir dann resignieren wollen, kommt so ein Lied und setzt sich in deine Seele:

KARAT haben ihren festen Platz im gefühlsbetonten Deutschpop mit Anspruch und beeindrucken mit ihrer Treue zu sich selbst. Eine selten gewordene, aber absolut konsequente Herangehensweise ans Musikmachen.