Taekwondo Gürtel Reihenfolge für Kinder

Im Taekwondo beginnt der Anfänger mit dem Weißgurt und steigt nach jeder erfolgreich absolvierten Gürtelprüfung im Gürtelgrad auf.

Die Gürtelfarben im Taekwondo ähneln denen im Karate. Es gibt unterschiedliche Farben für den jeweiligen Wissens- und Trainingsstand.

Wer die nächste Stufe erreichen möchte, muss eine Prüfung absolvieren.

Ursprünglich gab es im Taekwondo vier Gürtelfarben: weiß, blau, rot und schwarz. Diese Farben finden sich auch in der südkoreanischen Flagge wieder. Mittlerweile wurden die vier Farben um gelb, grün und braun ergänzt.

Die Gürtelfarben unterteilen sich in unterschiedliche Klassen.

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  • Kup sind Schülerklassen. Diese gehen abwärts zählend von zehn (weiß) bis eins (rot).
  • Bei den Meisterklassen wird zwischen Dan und Poom (rotschwarz, schwarz) unterschieden.

Die Gürtelgrade sind unterteilt in Schülerklasse (Kup, Zählung abwärts) und Meisterklasse (Dan oder Poom bei unter 15-jährigen, Zählung aufwärts).

Hier eine Übersicht der Gürtelfarben und ihrer Bedeutung:

  • Weißgurt (10. und 9. Kup): Der Anfängergrad.
  • Gelbgurt (8. und 7. Kup): Ist die Erde, in der eine Pflanze ihre Wurzeln schlägt.
  • Grüngurt (6. und 5. Kup): Ist die Pflanze, die wächst.
  • Blaugurt (4. und 3. Kup): Steht für den Himmel und somit sinnbildlich für eine Grenze. Ist der Himmel, in den die Pflanze zu einem mächtigen Baum heranwächst.
  • Rotgurt (2. und 1. Kup): Repräsentiert die Sonne, von der schon eine große Kraft ausgeht, dient dem Schüler aber auch als Signal. Ist die Gefahr des Schülers, sich zu überschätzen, und weist ihn darauf hin, sich zu kontrollieren. Einige Schulen verwenden den braunen Gürtel an Stelle des roten Gürtels.
  • Schwarzgurt (1. bis 9. Dan): Ist das Gegenteil von Weiß und zeigt das Können und die Reife im Taekwondo. Schwarz, Symbol für das Weltall, vereinigt alle anderen Farben in sich und ist somit die stärkste aller Farben. Schwarz soll auch die Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meister symbolisieren. Schwarz und auch der „Schwarze Gürtel“ ist die Farbe der Meister.

Die farbigen Gürtel dienen dem Lehrer bei größeren Gruppen auch zu einem leichteren Überblick über die Fähigkeiten des einzelnen Schülers.

An der richtigen Stelle und mit richtigem Druck gebunden ermöglicht es der Gürtel, nahezu den gesamten Körper blitzartig anzuspannen, um zum Beispiel einen Tritt gezielt auszuführen oder um einen Treffer „einzustecken“.

Taekwondo Gürtelprüfung

Um ein faires System bei den Gürtelprüfungen im Taekwondo zu gewährleisten, gibt es Prüfungsanforderungen, die von Schule zu Schule variieren können.

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Geprüft wird im Taekwondo jeweils auf einen Kup. Ein Kup ist ein halber Gürtel, von weiß ausgehend.

Doppelprüfungen sind vom 10. auf den 8. Kup erlaubt. Nur bei besonderer Leistung kann ein Kup-Grad übersprungen werden.

10. Kup bis 5. Kup sind die Anfängergrade, 4. Kup bis 1. Kup sind die Fortgeschrittenengrade.

Meisterschüler, Meister oder Großmeister im Taekwondo tragen als Gürtelfarbe den schwarzen Gurt (Black Belt) mit der jeweiligen Aufschrift für den entsprechenden Dan-Grad (Meister-Grad).

Der Prüfer muss selbst mindestens den 4. DAN-Grad erreicht haben, um DAN-Prüfungen abzuhalten. Ab dem 2. DAN muss der Prüfer mindestens 2 DAN-Grade über dem Prüfling liegen.

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Beispielhafte Prüfungsaufgaben für Kinder

Hier sind einige beispielhafte Prüfungsaufgaben vom 10. KUP bis zum Poom-DAN:

  • 8.II KUP, gelb-oranger Gürtel:
    • Technikkombinationen: Kampfstellung Chongul Sogi + Hadan Makki + Fauststoß + Ap Chagi; Kampfstellung Hugul Sogi + Chungdan Makki + Sudo Taerigi + Yok Sudo + Tollyo Chagi
    • Hyong: 1.
  • 7.II KUP, Orang-grüner Gürtel:
    • Technikkombinationen: Kampfstellung Chongul Sogi + Sangdan Makki + Yok Sudo + Tollyo Chagi; Kampfstellung Hugul Sogi + Sudo Taebbi Makki + Sudo + Pandae Chagi (vorderes Bein)
    • Kraft: 10 Liegestützen + 10 Bauchaufzüge + 10 Kniebeugen gesprungen
    • Hyong: 2.
  • 6. KUP, grüner Gürtel:
    • Technikkombinationen: Ilbo Taeryon aus der Grundstellung Chongul (3 Techniken)
    • Kraft: 10 Liegestütze + 10 Bauchaufzüge + 10 Kniebeugen gesprungen
    • Hyong: 3.
  • 5. KUP, grün-blauer Gürtel:
    • Technikkombinationen: Ilbo Taeryon 4 Techniken, Angriff Hadan und Sangdan
    • Kraft: 15 Liegestütze + 15 Bauchaufzüge + 15 Kniebeugen gesprungen
    • Hyong: 4.
  • 4. KUP, blauer Gürtel:
    • Technikkombinationen: Ilbo Taeryon aus der Kampf- und Grundstellung 5 Techniken, Angriff Hadan und Sangdan
    • Kraft: 2 x 10 Liegestütze + 2 x 10 Bauchaufzüge + 20 Kniebeugen gesprungen
    • Hyong: 5.

In der Regel sollten zwischen 2-4 Gürtelprüfungen pro Jahr im Verein stattfinden, wobei ein Schüler normalerweise alle 4-6 Monate an einer Prüfung teilnehmen kann.

Das hängt davon ab, ob der Schüler nach Ansicht des Meisters die benötigten Anteile an Techniken, Formen, Einschrittkampf, Selbstverteidigung, Freikampf und Theorie zur Kup-Prüfung beherrscht.

Die Graduierungs- beziehungsweise Gürtelsysteme der Kampfsportarten sind erst im 19. Jahrhundert entstanden und wurden erstmals vom Kanō Jigorō, dem Begründer des Judo eingeführt.