Taekwondo in Bad Wörishofen: Dennys Kollers Engagement und Erfolge

Die Taekwondo-Schule Dennys Koller aus Bad Wörishofen hat sich in der Region einen Namen gemacht. Nicht nur durch sportliche Erfolge, sondern auch durch ihr soziales Engagement.

Charity-Cup und Spenden für das Kinderhospiz St. Nikolaus

Die Taekwondo-Schule Dennys Koller aus Bad Wörishofen organisiert regelmäßig einen Charity-Cup, der eine beachtliche Spendensumme einbringt. Dennys Koller konnte es selbst kaum glauben: Stolze 7100 Euro zierten letztlich den Spendenscheck, den der Betreiber der Wörishofer Kampfsportschule „Koller’s Taekwondo Akademie“ an das Kinderhospiz St. Nikolaus überreichen durfte. Im Beisein von Landrat Alex Eder (links), Wörishofens dritter Bürgermeisterin Michaela Bahle-Schmid (2.v.r.) und Landtagsabgeordnetem Peter Wachler (r.) durfte Dennys Koller den Spendenscheck über 7100 Euro an Holger Mock (2.v.l.) vom Kinderhospiz St.

Erfolge bei den EUROPEAN OPEN Kampfsportmeisterschaften

Die glücklichen Gewinner von Kollers Taekwondo-Akademie strahlen bei den EUROPEAN OPEN Kampfsportmeisterschaften. Trainer und Meister Dennys freut sich über den Erfolg seiner Sprösslinge: „Ich bin ich sehr stolz auf das gesamte Team, die gezeigten Leistungen und den Teamgeist, sowie das Fairplay bzw. der faire Umgang zwischen allen Kontrahenten.“

Ein großes Lob gilt seines Erachtens dem Ausrichter des KEICHU-DO Karte aus Würzburg, wo die 40te Kampfsportmeisterschaft durch Patrock Paolozzi ausgetragen wurden. Man sehe, welch hohe Reputation und Stellenwerte dessen Turniere bundesweit genießen.

Platzierungen bei den EUROPEAN OPEN Kampfsportmeisterschaften

  • Platz 1:
    • Paula Kolic (12 bis 14 Jahre - Gruppe Braun - Rotschwarzgurt) und Meister Dennys bei den Senioren +45 Jahre Schwarzgurte
    • Bei den 4er-Synchron-Teamformen Kinder -12 Jahre: Lidija Mesicek, Marko Kocev, Jason Diller und Paula Kolic Rot-Rotschwarzgurte
    • Bei den 3er-Synchron-Teamformen Mix 10 bis 14 Jahre: Rebecca Rauch, Martha Hufnagl und Florentina Leiwen
    • Bei den 5er-Synchron-Teamformen Jugend 14 bis 17 Jahre: Alena Berner, Carina Leischner, Adeltraud Goßner, Antonio Mesicek und Ercan Silak
    • Bei den 3er-Synchron-Teamformen Jugend 14 bis 17 Jahre Gelb-Grüngurt: Alena Berner, Carina Leischner, Adeltraud Goßner
  • Platz 2:
    • Antonio Mesicek in der Kategorie Einzelform Jugend 14 bis 17 Jahre Rot-Rotschwarz
    • Florentina Leiwen in der Kategorie Einzelform Kinder 6 bis 8 Jahre Rot-Rotschwarz
  • Der vierte Platz wurde fünfmal belegt.

"8th International German Championship" in Bad Wörishofen

„Meister Dennys“ betreibt seit vier Jahren Kollers Taekwondo Akademie in Bad Wörishofen und richtete am Samstag, 16. Oktober, erstmals ein größeres Turnier in der Kneippstadt aus. Am kommenden Samstag, 16. Oktober, ist die Kneippstadt erstmals Schauplatz für eine Meisterschaft. „8th International German Championship“ lautet die Turnierbezeichnung für die Wettkämpfe, die ab 10 Uhr in der Sporthalle der Pfarrer-Kneipp-Schule über die Bühne gehen.

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Wer in seiner Kategorie gewinnt, dürfe sich aber dennoch nicht mit einem offiziellen deutschen Taekwondo-Meistertitel schmücken, wie Koller klarstellt. Denn ausgetragen werden die Wettkämpfe im Rahmen des Verbandes „TDA Intl. Tiger & Dragon Association International“ als offenes Turnier. Das heißt: Nicht nur Taekwondo-Gürtel werden auf den Matten zu finden sein, sondern beispielsweise auch Kickboxer, Boxer oder Karateka dürfen antreten.

Gekämpft wird in verschiedenen Kategorien nach einem gemeinsamen 67-seitigen Regelwerk, das unter anderem die Gültigkeit von Treffern, ausdrückliche Verbotszonen für Angriffe und die Punktbewertung definiert.

Disziplinen und Besonderheiten

Dabei steht den Teilnehmenden übrigens gar nicht immer ein physischer Kontrahent gegenüber. Beim Formenlauf etwa zeigen die Teilnehmer Bewegungsabläufe gegen „einen imaginären Gegner“, wie Koller erklärt. Zum Teil treten auch ganze Gruppen an, um die Punktrichter mit einer möglichst synchronen Darbietung zu überzeugen.

Ebenfalls nicht gekämpft wird beim sogenannten Bruchtest, bei dem es ein Fichtenholzbrett zu zerschlagen gilt. Wie Dennys Koller erklärt, seien hier rohe Gewalt und Muskelkraft keinesfalls entscheidend, sondern die korrekte Technik und der perfekte Zielpunkt auf dem Brett, das bei Kindern eine Dicke von 1,8 und bei Erwachsenen eine Dicke von 2,8 Zentimetern aufzuweisen hat.

Das Fichtenholz mit einem Kick zu durch­trennen, wird mit einem Punkt belohnt. Führt man den Kick gesprungen oder mit einer Drehung aus oder zerschlägt sogar mehrere gestapelte Holzbretter zeitgleich, gibt es Zusatzpunkte. Worauf es neben der richtigen Technik ankommt? „Hier muss man voll fokussiert sein und sollte mit einem Kampfschrei seine Entschlossenheit zeigen“, erklärt Koller, der das auch von seinen Schülern immer wieder einfordert. Für sie wirke die Übung wie eine echte Taekwondo-Einstiegsdroge: „Wenn so ein Ding mal zerschlagen ist, dann haben sie Blut geleckt.“

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Und natürlich gibt es auch Disziplinen, in denen sich zwei Gegner auf der Matte gegenüberstehen - unter anderem beim „Point Fight“ und „Full Contact“, wo es hart zur Sache geht. Auch hier zählen aber nur technisch sauber ausgeführte Schläge oder Kicks, wobei die Verletzungsgefahr dank umfangreicher Schoner und Schutzausrüstung gering sei, meint Koller. „Wir wollen ja nächste Woche alle wieder in die Schule oder in die Arbeit.“ Deshalb sei auch seine KTA strikt in Sachen Gewalt. „Wer zuschlägt, fliegt raus.“

Was das betrifft, habe „Meister Dennys“, wie er von seinen Schülern genannt wird, aber bislang nicht durchgreifen müssen. Den auf inzwischen 80 Schüler angewachsenen Mitgliederstamm bezeichnet er stolz als „große Familie“. Dabei sei das Klientel ganz bunt gemischt, denn aktuell trainieren 24 unterschiedliche Nationalitäten auf den 420 Quadratmetern in Kollers Akademie. Der älteste Taekwondo-Schüler ist 67 Jahre, der jüngste gerade mal vier­einhalb Jahre alt.

Auf die Frage, wie viele Trophäen die rund 30 Starter der KTA bei ihrer Heimpremiere am Samstag anstreben, antwortet Koller: „Das ist eigentlich egal, Hauptsache es macht allen Spaß. Titel sind sekundär.“ Mit dabei sind auch viele Newcomer, die erstmals für die KTA auf der Kampfmatte stehen.

Für Sportler und Zuschauer gilt am Samstag die 3G-Regel. Auch Bürgermeister Stefan Welzel hat sein Kommen zugesagt. Die Hallenöffnung ist um 8 Uhr, der offizielle Veranstaltungsbeginn gegen 9.45 Uhr.

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