Systema Kampfsport Regensburg: Informationen und Möglichkeiten

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir seit kurzem original Wheeler Systema und Martial Arts in 84028 Landshut anbieten (80 km entfernt von München, 60 km entfernt von Regensburg, 120 km von Augsburg).

Was ist Systema?

Systema ist auch als Kampfkunst der Kosaken und der Slawen bekannt. Die Wurzeln dieser Kampfkunst reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Systema eignet sich für jeden Menschen, unabhängig von Geschlecht, Alter, körperlicher Verfassung, Konfession oder Nationalität.

Das Trainingsprogramm in dieser Sportart ist sehr umfangreich und vielfältig. Es beinhaltet folgende Bereiche:

  • Körperschulung und psychisches Training
  • Waffenlose Selbstverteidigung
  • Waffenkampf
  • Bodenkampf

Die Besonderheiten des Systema

Die Besonderheit bei dieser Kampfkunst liegt darin, dass es im Systema weder besondere Kampfstellungen, noch formelle Übungen gibt. Im Kampf verwendet man natürliche Positionen und Bewegungen. Dadurch lernt man, jederzeit bereit für einen Angriff zu sein.

Der Nahkampf im Systema hat keine Schablonen und basiert auf einem Feingefühl für den Gegner. Um ein solches Feingefühl zu entwickeln, braucht man einen entspannten und beweglichen Körper, sowie eine sehr aufmerksame, feinfühlige, achtungsvolle Haltung seinem Gegner gegenüber. Auf diese Art und Weise formuliert diese Kampfsportart als Ziel nicht Aggression, sondern Effektivität.

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In Systema gibt es weder besondere Kampfstellungen, noch formelle Übungen. Vielmehr bewegt man sich in natürlichen Positionen und entwickelt im Laufe der Zeit ein Feingefühl, welches einen in die Lage versetzt, jederzeit für einen Angriff bereit zu sein, ohne dabei aggressiv zu wirken. Das Ziel in Systema ist es nicht einen Kampf zu gewinnen, sondern diesen nicht zu verlieren.

Eines der wichtigsten Merkmale des Systema ist, dass es keine festen Techniken oder Bewegungsabläufe enthält, sondern es basiert auf grundlegenden Prinzipien. Dies sind die richtige Atmung, richtige Form, richtiger Zustand.

Martin Wheeler und seine Verbindung zu Systema

Martin Wheeler gehört zu den bekanntesten Kampfkünstlern der Welt und ist direkter Schüler von Vladimir Vasiliev (seit 20 Jahren). In seiner Schule in Beverly Hills unterrichtet er MMA-Kämpfer (sowohl Amateure als auch Profis), Sicherheitskräfte, Militärpersonal und Zivilisten.

Ende April 2019 haben wir von unserem Ausbilder Martin Wheeler die Erlaubnis bekommen, unter seiner Anleitung Wheeler-Systema zu erlernen und hier zu unterrichten.

Wo kann man Systema trainieren?

Unter dem Dach der Ju-Jutsu-Abteilung der Sportfreunde Harteck wird im Münchner Norden seit vielen Jahren trainiert.

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Schnuppertraining

Am Dienstag, 16., und Dienstag, 23. Mai, können Interessierte jeweils von 20 bis 21.30 Uhr bei den Sportfreunden Harteck ein kostenloses Schnuppertraining in der Kampfsportart Systema besuchen. Trainingsort ist die Balthasar-Neumann-Realschule in der Hugo-Wolf-Straße 70. Es wird gebeten, Sportkleidung und Hallenturnschuhe mitzubringen. Man braucht einfach nur vorbeizukommen und kann den Sport ausprobieren.

Systema und Selbstverteidigung

Systema beinhaltet die Verteidigung gegen einen und mehrere Angreifer, Waffenkampf, psychische Ausbildung und andere Fertigkeiten, die für einen Menschen im Alltag und in Extremsituationen nützlich sein können. Man entwickelt im Systema, Geschicklichkeit, Koordination und Reaktionsvermögen, sowie das richtige Atmen. In Verbindung mit körperlichen Übungen werden Kondition, Ausdauer und Schnellkraft geschult sowie Gelenke, Sehnen und das Nervensystem gestärkt.

Weitere Aspekte der Selbstverteidigung

Jemanden KO zu schlagen ist für uns kein primäres Bedürfnis in der Selbstverteidigung. Unser Ziel ist es, dass Du ungenießbar und resistent gegen die meisten Angriffe wirst um gesund nach Hause zu kommen. Wir zeigen Dir, wie Du eine „offensive Deckung“ aufbaust, die neben einer Angriffsfunktion gleichzeitig eine Schutzfunktion bietet. Ähnlich einem Ventilator, in den jemand seinen Finger hält.

Die Wahrheit ist: Selbstverteidigung basiert nicht auf „Griffen“ oder „Tricks“. Ohne ehrliches Training geht es nicht. Zum Glück, denn es macht Spaß sich mit netten Leuten zu bewegen. So wie man einen Muskel trainieren muss, damit er nicht abbaut, ist es auch mit allen anderen Fähigkeiten von Wert. Selbstbewusstsein, Wahrnehmung, Verhalten und Taktik, Stressresistenz, Angriffskraft, Kontrolle, technische Aspekte und die nötige psychische Einstellung sollten stetig trainiert werden.

Systema und Achtsamkeit

Viele Karate-Trainierenden werden die einfachen, für manche aber auch lästigen Anfangs- und Endbegrüßungen kennen. Man sitzt auf den Fersen, die Hände auf den Oberschenkeln und schließt für eine Zeit die Augen. Es ist ganz leicht, wenn man sich konzentriert. Falls man weiß für was diese Übung dient. Wenn man seine eigene Achtsamkeit schulen will.

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Eine andere Version des Zen ist sicherlich die Achtsamkeit. Achtsam sein auf das, was man gerade tut. Spitzensportler kommen während des Trainings in eine Art Tunnel, in der nur das Training existiert. Nichts anderes. Das kann einem auch im normalen Karate-Training ergehen. Man konzentriert sich voll auf die gestellte Aufgabe und es existiert nichts anderes. Man lebt nur im Hier und Jetzt und ist voll anwesend.

Es ist immer wieder den Geist auf das Training zurückbringen. Es ist das Ziehenlassen der aufkommenden Gedanken. Es ist pure - und anstrengende - Konzentration. Wenn man das eine Stunde schafft, wird man es irgendwann auch im weiteren Leben anwenden können. Beim Essen, beim Zähneputzen, beim Arbeiten und in der Freizeit.

Die Bedeutung der Tugenden

Wer sich ernsthaft mit Karate beschäftigt, wird früher oder später auf die Tugenden des Karate stoßen. Als Erstes wird man höchstwahrscheinlich auf die 20 Karateregeln von Gichin FUNAKOSHI (1868-1957) treffen. Funakoshi war ein okinawanischer Karate-Meister und der Begründer des modernen Shotokan-Karate Stils in Japan. Er hat auf Einladung die ersten Karate-Vorführungen in Japan durchgeführt.

Wenn man tiefer in die japanische Geschichte eintaucht und sich mit deren Philosophie beschäftigt, stößt man auf die Samurai früherer Tage. Hier wird man unweigerlich mit dem Ehrenkodex und der Ethik der Samurai konfrontiert. Dieser Ehrenkodex wird in den sieben Tugenden der Samurai zusammengefasst. Es handelt sich hier eigentlich nicht um strenge Tugenden der Samurai, sondern um Lebenseinstellungen, die in heutiger Zeit immer mehr in den Hintergrund geraten.

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