Der Wert von Edelmetallprodukten hängt wesentlich von ihrem Feingehalt ab. Bei Schmuck findet sich diese Angabe an einer unauffälligen Stelle, der sogenannten Punze. In Deutschland erfolgt die Angabe des Feingehalts in Promilleangaben, weshalb bei hierzulande gekauftem Goldschmuck Angaben wie „333“ oder „750/1.000“ zu finden sind.
Eine ältere und teilweise im Ausland immer noch gebräuchliche Bezeichnung ist die Angabe des Feingehalts in Karat (nicht identisch mit dem Karat-Wert bei Diamanten). Reines Gold hat einen Feingehalt von 24 Karat. Bei Goldschmuck, den Sie im Ausland kaufen, kann es deshalb sein, dass Sie auf der Punze eine Karat-Angabe sehen, bspw. 10 kt oder 14 k. Es kann auch vorkommen, dass lediglich eine zweistellige Zahl einpunziert ist.
Auch bei Silberprodukten wird der Feingehalt mittels einer Punze angegeben. Bei Silberschmuck ist die Punze analog zum Goldschmuck an einer unauffälligen Stelle eingeprägt. Auch Silberbesteck verfügt über eine Punze mit Angabe des Feingehaltes. Auch bei Silber könnte es sein, dass Sie auf eine nicht mehr gebräuchliche Maßeinheit treffen: Bis 1888 wurden in Deutschland für Edelmetallprodukte das Verhältnismaß Lot genutzt.
Es könnte auch sein, dass Sie bei Edelmetallen eine Feingehaltsangabe in Solotnik (auch Zolotnik geschrieben) finden. Diese war bis Mitte der 1920er Jahre in Russland bzw. der UdSSR verbreitet.
Was bedeutet Karat?
Karat ist eine Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Sie gibt den Goldgehalt einer Legierung in 1/24-Teilen an. So entspricht reines Gold zu 24/24 Gewichtsanteilen aus Feingold (24 Karat). 8-karätiges Gold dagegen besteht beispielsweise nur zu 8/24 Anteilen und damit zu 33,3% aus reinem Gold.
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Während eine 585er-Goldlegierung beispielsweise zu 585 Goldanteilen von insgesamt 1000 Anteilen aus reinem Gold besteht (58,5% Feingehalt) entspräche diese Angabe in Karat annähernd einem Anteil von 14 Karat (14 von 24 Anteilen sind 58,33%). Die Karatangaben lassen sich also ganz einfach in die ebenso gebräuchlichen Angaben in tausendstel Feingehalt der Goldlegierungen umrechnen.
Die Bezeichnung Karat wird heute vor allem zur Angabe des Feingehalts (dem reinen Anteil) von Gold verwendet und gibt an, wie groß der Gewichtsanteil des reinen Goldes an der Gesamtmasse einer Goldlegierung ist. Der Begriff leitet sich vom metrischen Karat (der Maßeinheit für die Masse von Edelsteinen) ab und war bereits in der späten Antike als Maßeinheit von Goldlegierungen gebräuchlich. Noch heute wird der Feingehalt von Gold international in Karat angegeben.
Echtheitscheck von Gold: So erkennen Sie es sofort!
Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Seit Jahrhunderten übt pures Gold zwar auf viele Menschen eine starke magnetische Anziehungskraft aus, doch nur wenige wissen, ob Sie ein wertvolles Goldstück vor sich liegen haben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren goldenen Schmuck testen können, um herauszufinden, ob es sich wirklich um Gold handelt. Aber auch Ihre hochwertigen Uhren können Sie mit unseren Tipps ganz einfach auf Echtheit prüfen, damit Sie sicher sind, dass Ihr wertvoller Besitz höchsten Ansprüchen genügt. Denn echtes Gold zeichnet sich durch besondere Eigenschaften aus, die es unverwechselbar machen.
Mehr als nur Glanz: Die vielseitigen Eigenschaften von Gold
Von der Dichte bis zum Schmelzpunkt - bei purem Gold handelt es sich stets um ein sehr weiches Metall. Das macht seine Verarbeitung und Gestaltung zur Kunst, denn gerade bei Schmuckstücken wird es oft mithilfe von Legierungen wie Kupfer, Platin, Silber und Co. weiterverarbeitet. In diesem Fall kann es magnetisch werden, wenn zum Beispiel Eisen oder Nickel dazu kommen. Gold selbst ist jedoch nicht magnetisch.
Trotz seiner hohen Duktilität (Dehnbarkeit) ist Gold ein Schwermetall. Das bedeutet, dass es beispielsweise mit 19,3 g/cm3 dichter ist als Eisenstahl (7,7 g/cm3) und somit zu den schwersten natürlichen Elementen gehört. Dies verleiht ihm sein spezifisches Gewicht und seine Wertigkeit. Der Schmelzpunkt von liegt bei erstaunlichen 1.064 Grad Celsius, was es zu einem der am schwersten schmelzbaren Metalle macht. Seine hervorragende Korrosionsbeständigkeit sorgt zudem dafür, dass es nicht verblasst. Selbst nach langer Lagerung bleibt das Edelmetall unversehrt und behält seinen Glanz.
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Zusätzlich zu diesen Eigenschaften besitzt Gold eine bemerkenswerteLeitfähigkeit für Elektrizität und Wärme. Es wird daher häufig in elektronischen Bauteilen verwendet. Außerdem ist es biologisch inert, was bedeutet, dass es keine chemischen Reaktionen mit dem menschlichen Körper eingeht, wodurch es für Schmuck und medizinische Anwendungen sicher ist.
Gold auf den ersten Blick erkennen
Um Gold auf Anhieb zu erkennen, sollten Sie auf die charakteristische goldene Farbe, den metallischen Glanz und eventuelle Prägungen oder Markierungen achten. Wenn Sie genauer hinsehen, spielen folgende acht Punkte eine wichtige Rolle:
- Dichte: Aufgrund seiner hohen Dichte können Sie das Gewicht eines Goldstückes schätzen. Es ist zum Beispiel bei gleichem Volumen schwerer als Silber.
- Farbe: Gold hat eine unverwechselbare goldene Farbe, die sich von anderen Metallen unterscheidet.
- Glanz: Es besitzt einen typischen metallischen Glanz, der oft als "goldener Glanz" bezeichnet wird.
- Härte: Obwohl das goldene Edelmetall relativ weich ist, ist es nicht leicht zu zerkratzen. Sie können einen Goldgegenstand vorsichtig mit einer Nadel oder einer Münze auf Kratzfestigkeit prüfen.
- Magnetismus: Reines Gold ist nicht magnetisch. Wenn ein vermeintlicher Goldgegenstand von einem Magneten angezogen wird, handelt es sich wahrscheinlich um falsches Gold oder eine Legierung.
- Prägung: Echte Goldmünzen oder -barren und andere Objekte haben oft Prägungen oder Gravuren, die auf ihre Echtheit hinweisen. Überprüfen Sie diese auf Details und Präzision.
- Stempel und Markierungen: Kontrollieren Sie auf Stempel oder Markierungen, die die Reinheit und den Ursprung des Goldes angeben können, wie zum Beispiel "585" für 14 Karat oder "999" für 24 Karat Gold.
Gold mit Hausmitteln testen
Neben der schnellen Sichtkontrolle empfehlen sich auch einfache Hausmittel, um zu einem eindeutigen Ergebnis bezüglich der Echtheit von Gold zu kommen. Mit dem Magnettest können Sie zum Beispiel herausfinden, ob Ihr Prüfgegenstand magnetisch ist oder nicht. Verwenden Sie dazu einen stärkeren Magneten (keinen schwachen, also keinen Kühlschrankmagneten). Wenn dieser den Gegenstand nicht anzieht, könnte es sich um Gold handeln. Dieser Test liefert jedoch nur ein grobes Ergebnis, da auch andere Goldfälschungen nicht magnetisch sein können.
Eine andere Möglichkeit der Echtheitsüberprüfung von Gold ist der Wassertest. Kombiniert mit dem Dichtetest basiert dieser Vorgang auf der Tatsache, dass verschiedene Materialien unterschiedliche Dichten haben, was das Verhältnis von Masse zu Volumen darstellt. Um die Dichte eines Materials zu überprüfen, benötigen Sie eine Waage und ein Behältnis mit Wasser. So führen Sie den Test durch:
- Messen Sie das Gewicht: Wiegen Sie das Material, das Sie überprüfen möchten. Nehmen wir an, Sie haben ein Objekt, das 50 Gramm wiegt.
- Messung des Volumens: Nehmen Sie ein Glas mit Wasser und messen Sie den Wasserstand (z. B. 200 Milliliter), bevor Sie das Material eintauchen. Dann tauchen Sie das Material vollständig ins Wasser.
- Messung des neuen Wasserstands: Nachdem Sie das Material eingetaucht haben, messen Sie den neuen Wasserstand im Behältnis (Messergebnis: z. B. 210 Milliliter).
- Berechnung der Dichte: Die Dichte (ρ) wird mit der Formel ρ = m/V berechnet, wobei "m" das Gewicht des Materials in Gramm und "V" das Volumen des verdrängten Wassers in Millilitern ist.
- Vergleich mit bekannten Dichten: Vergleichen Sie die berechnete Dichte mit den bekannten Dichten verschiedener Materialien. Wenn die berechnete Dichte einer bekannten Materialdichte nahe kommt, kann dies darauf hinweisen, um welches Material es sich handelt.
Beispielrechnung: Angenommen, Sie wiegen ein Objekt mit 50 Gramm und es verdrängt 10 ml Wasser (wie oben in Schritt 3 angenommen), dann wäre die Dichte wie folgt: ρ = 50 g / 10 ml = 5 g/ml
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Wenn Sie wissen, dass die hoheDichte von reinem Gold (24 Karat) etwa 19,3 g/cm³ beträgt, können Sie feststellen, dass die kleinere Dichte von 5 g/ml nicht der anderen Dichte entspricht und dass es sich daher um ein anderes Material handeln muss. Aber: Achten Sie immer darauf, dass zum Beispiel ein 14-karätiges Stück eine Dichte von 12,9-14,6 g/cm³ hat, wobei verschiedene Goldarten unterschiedliche Dichten aufweisen.
Gold professionell auf Echtheit prüfen lassen
Gold ist chemisch inert und reagiert weder mit Säuren noch mit Basen. Das bedeutet, dass ein Tropfen Salzsäure bei echtem Gold keine sichtbaren Spuren hinterlässt. Der Säurentest sollte jedoch nur von einem Juwelier oder Fachmann durchgeführt werden, da Salzsäure ätzend und aggressiv wirkt, sodass Verätzungen und Rötungen entstehen können. Zu den gebräuchlichsten Prüfsäuren gehören unter anderem Salpetersäure (HNO3) und Salzsäure (HCI), die als Mischung Königswasser ergeben. Dieser Test sollte jedoch nicht durchgeführt werden, wenn das Goldstück Legierungen enthält, deren Qualität erhalten bleiben soll.
Zur Echtheitsprüfung werden in der Praxis auch spezielle elektronische Prüfgeräte eingesetzt, die die elektrische Leitfähigkeit oder die magnetischen Eigenschaften messen. Es kommen auch Röntgenspektrometer zum Einsatz, die die genaue Zusammensetzung eines Goldgegenstands, einschließlich des Goldgehalts und eventueller Legierungen, mithilfe von Röntgenstrahlen analysieren. Eine andere Methode ist die Ultraschallprüfung, bei der die innere Struktur von Goldgegenständen untersucht wird. Unterschiede in der Dichte oder Struktur können auf Unregelmäßigkeiten oder Fälschungen hinweisen.
Goldlegierungen und ihre Karat-Werte
Gold wird in der Schmuckherstellung immer als Legierung verwendet, um seine Eigenschaften zu optimieren, aber auch seine Farbe zu verändern. Die verschiedenen Goldlegierungen werden mit einem Prägestempel, der Punze, versehen, um damit den Feingehalt an Gold zu kennzeichnen. Dabei gibt es die in Europa gebräuchlichen Angaben des Feingehalts in Teilen von 1000 und die Karat-Angaben, die in Teilen von 24 angegeben werden.
Eine Goldlegierung für Schmuckstücke sollte das Beste aus zwei Welten vereinen: Als Edelmetall reagiert Gold nur sehr träge und nur mit wenigen Stoffen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es getragen werden kann, ohne anzulaufen und auf die Haut abzufärben. Allerdings ist reines Gold ein sehr weiches Metall und deshalb ohne weitere Beimischungen nicht für die Schmuckfertigung geeignet - der Goldschmuck würde leicht verbiegen und schon von geringen Belastungen Kratzer und Dellen davontragen.
Für Schmuckstücke liegt in unserem Kulturkreis dieser „Mittelweg“ bei einem Legierungsanteil zwischen 375er und 750er Gold. 375er Gold eignet sich aufgrund der höheren Härte sehr gut für Alltagsschmuck, der tagtäglich getragen wird. Allerdings sollte hier beachtet werden, dass wegen des verhältnismäßig geringen Feingoldgehaltes der Schmuck minimal nachdunkeln kann. 585er Gold ist ein guter Mittelweg, wenn man ein wertvolles Stück besitzen möchte, aber dieses auch regelmäßig tragen möchte. Gerade für Eheringe bietet sich diese Legierung an. 750er Gold ist eine sehr hochwertige Goldlegierung, die feine Schmuckstücke ergibt und edle Brillanten und Farbsteine und Goldschmiedekunst vervollkommnet, dabei aber noch widerstandfähig genug gegen übliche Belastungen bleibt. Noch höhere Legierungen werden hauptsächlich in außer-europäischen Kulturkreisen getragen, vornehmlich als Statussymbol.
Gold ist zunächst einmal ein Element, das in der Natur auch in Reinform vorkommt. Das Edelmetall mit der satt-orangegelben Farbe ist in purer Form allerdings sehr weich - zu weich, um es als Schmuck zu verwenden, denn es würde rasch verformen und durch Kratzer und Abdrücke unansehnlich werden. Deshalb wird Gold für Schmuckstücke immer mit anderen Metallen in einer Schmelze gemischt, um seine Eigenschaften zu optimieren.
Gelbgold ist die üblichste Gold-Legierung für Schmuckstücke. Hier wird das Feingold mit Silber und Kupfer vermengt, um die gelbe Farbe beizubehalten, aber eine höhere Härte und bessere Bearbeitbarkeit zu erreichen. Bei Roségold wird der Anteil von Silber zugunsten des Kupfers verringert. Die größere Beimengung von Kupfer gibt dem Gold eine zarte, pastellige rosenfarbene Tönung. Rotgold enthält nur sehr wenig oder gar kein Silber mehr. Die Beimengung von Kupfer gibt der Legierung eine kräftig rötliche Färbung. Weißgold enthält kein Kupfer, stattdessen wird das Feingold mit Silber, Palladium und geringen Mengen Zink legiert. Oft wird Weißgoldschmuck rhodiniert, also mit einer dünnen Schicht Rhodium überzogen, um einen noch strahlenderen weißen Glanz zu erreichen. Graugold ist eine Legierung aus Feingold und Palladium und Silber. Der Verzicht auf Zink verschiebt die Farbe durch den hohen Palladium-Anteil deutlich ins Graue.
Auch innerhalb einer Goldfarbe wie Gelbgold und Roségold gibt es feine, aber sichtbare Unterschiede im Goldton. Allerdings ist jede Legierung eine eigene Rezeptur des Herstellers, da lediglich der Goldgehalt festgeschrieben ist, nicht jedoch das Verhältnis der anderen Materialien. Daher sind die Färbungen der Goldlegierungen auch nicht einheitlich. Lediglich eine Tendenz lässt sich erkennen: Ein höherer Feingoldanteil in der Mischung ergibt eine deutlichere Gelbtönung. Der dunkel-orangegelbe Farbton gediegenen Goldes ist bei den Metallen einzigartig und beeinflusst die Farbe der Legierung umso deutlicher, je mehr davon beigemischt wird. So erkennt man beispielsweise eine Farbunterschied zwischen 585er Gold zu 750er, wenn man beide Goldlegierungen direkt nebeneinander betrachtet. Das 750er Gold ist etwas satter gelb, weil der Goldanteil hierin höher ist.
Der verschieden hohe Goldanteil beeinflusst auch den Preis von Goldlegierungen. Für reines Feingold gibt es tagesaktuelle Ankaufspreise (an der Börse gelten hierbei andere Preise als für den Goldschmied, aktuell liegt der Börsenpreis für Feingold bei rund 60 - 70 Euro pro Gramm) und von diesen abhängig ist dann auch der Preis der daraus gefertigten Goldlegierung: Je mehr Feingold enthalten ist, desto teurer ist auch die Legierung. So sind Schmuckstücke aus 375er Gold auf das Goldgewicht gerechnet günstiger als Schmuck aus 750er Gold, das durch die größere Goldmenge das hochwertigere Material ist. Dennoch eignet sich das 375er Gold gerade aufgrund der hohen Beimischungen anderer Legierungsmetalle hervorragend für Alltagschmuck: Da das Gold sehr hart ist, kann es Tag für Tag getragen werden und ist dabei verhältnismäßig unempfindlich, durch den relativ niedrigen Anschaffungspreis ist auch ein neues Trend-Piece absolut erschwinglich und durch geschickte Legierungstechniken strahlt auch dieser Goldschmuck wunderschön und edel. Die Legierungen mit deutlich höherem Goldanteil bis zu 750er Gold sind deutlich teurer und werden häufig für zeitlose Klassiker, die auch in etlichen Jahren noch stilvoll und edel wirken sollen, verwendet. Am wichtigsten ist aber immer die persönliche Bedeutung und der ideelle Wert, die dein Lieblingsschmuckstück für dich haben.
Wo finde ich Angaben zum Karat Wert?
Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Die Angaben auf Schmuckstücken sind jedoch nicht immer einheitlich: Der Goldgehalt kann entweder in Karat oder als Feingehalt in Promille angegeben werden.
Bei Goldbarren und Goldmünzen gibt in der Regel eine deutlich sichtbare Prägung Auskunft über den Feingehalt. Auch hier gibt es allerdings Besonderheiten bei der Schreibweise. So trägt zum Beispiel die Maple Leaf Goldmünze die Prägung „9999“, obwohl der Feingehalt korrekt als 999,9 Promille angegeben werden müsste. Diese Reinheitsangabe wird umgangssprachlich oft als „four nine fine“ bezeichnet.
Karat: Goldanteil in Gramm selber berechnen
Angenommen, eine Goldkette hat ein Gesamtgewicht von 15 Gramm. Wenn die Punzierung nur eine Karat-Angabe enthält, können Sie in der Goldtabelle nachsehen, welcher Karat-Wert welcher Feinheit in Promille entspricht. Um den reinen Goldanteil in Gramm zu berechnen, multiplizieren Sie das Gesamtgewicht mit dem entsprechenden Promille-Wert. So ermitteln Sie den exakten Anteil des reinen Goldes im Schmuckstück.
Goldanteil Berechnung am Beispiel von 15g Goldschmuck:
- 8 Karat Goldschmuck: 8 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 333: 15 g × 0,333 = 4,995. Der Goldanteil beträgt also 4,995 Gramm
- 14 Karat Goldschmuck: 14 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 585: 15 g × 0,585 = 8,775. Der Goldanteil beträgt also 8,775 Gramm
- 18 Karat Goldschmuck: 18 karat Gold entspricht einen Feingehalt von 750: 15 g × 0,750 = 11,52. Der Goldanteil beträgt also 11,52 Gramm
Landestypische Karat-Werte
Weltweit gibt es unterschiedliche Vorlieben bei den Reinheitsgraden von Gold. Auf dem nordamerikanischen Kontinent ist das eher blasse, aber kratzfeste 585er Gold (14 Karat) besonders populär. Im arabischen Raum bevorzugt man 21 Karat Gold für die Schmuckherstellung, während in Indien oft 22 Karat verwendet werden. In China findet man sogar 24 Karat Goldschmuck, der als „Chuk Kam“ (volles Gold) bezeichnet wird.
In Deutschland ist Goldschmuck zwischen 8 und 18 Karat typisch, was einem Feingehalt von 333 bis 750 in Tausendsteln entspricht. Außerdem gibt es hierzulande gesetzliche Regelungen, die einen Mindest-Goldgehalt vorschreiben, damit Schmuck als Gold verkauft werden darf.
Zusammenfassung der Karat- und Feingehaltswerte
Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die gängigen Karat-Werte und ihre entsprechenden Feingehaltsangaben in Promille und Prozent:
| Karat (kt) | Feingehalt in Tausendsteln | Goldanteil in Prozent |
|---|---|---|
| 8 kt | 333er Gold | 33,3 % |
| 9 kt | 375er Gold | 37,5 % |
| 10 kt | 417er Gold | 41,7 % |
| 14 kt | 585er Gold | 58,5 % |
| 18 kt | 750er Gold | 75 % |
| 20 kt | 833er Gold | 83,3 % |
| 21 kt | 875er Gold | 87,5 % |
| 22 kt | 916,66er Gold | 91,666 % |
| 24 kt | 999er Gold | 99,9 % |
Hinweis: Prozentangaben dienen nur zur Veranschaulichung. Prozentwerte sind in der Edelmetallbranche unüblich.
