Südkoreanische MMA-Kämpfer

In der Welt des Mixed Martial Arts (MMA) haben sich einige bemerkenswerte südkoreanische Kämpfer einen Namen gemacht. Dieser Artikel wirft einen Blick auf einige dieser Athleten und ihre beeindruckenden Karrieren.

Choi Hong Man

Choi Hong Man (geboren am 30. Oktober 1980 in Jeju-si) ist ein südkoreanischer MMA-Kämpfer und ehemaliger Cireum/Ssirum-Ringer. Mit 2,18 m Körperlänge und bis zu 166 kg Kampfgewicht gilt er für viele Fans als Attraktion, ähnlich wie Nikolai Walujew im Boxsport.

Als Ssirum-Ringer konnte Choi Erfolge erringen, was ihm den Spitznamen „Techno Goliath“ einbrachte, auch aufgrund seiner blond gefärbten Haare bis 2008. Die Japaner nennen ihn „Korean Colossus“ und „Korean Monster“.

Seit seinem K-1 Debüt beim World-GP-2005-Event in Seoul, welches er mit Siegen über Wakashoyo, Akebono und Kaoklai Kaennorsing gewann, verlor er im selben Jahr lediglich einen Kampf, und zwar gegen den zweifachen K-1 Weltmeister Remy Bonjasky. Am 30. September 2006 verlor Choi sehr umstritten bei der Finalausscheidung zum World Grand Prix Finale gegen den Franzosen Jérôme Le Banner. Der Kampf wurde nach drei Runden unentschieden gewertet, und nach einer Verlängerungsrunde sprachen die Punktrichter den Sieg Le Banner zu.

Dieser sagte auf der folgenden Pressekonferenz: „Er ist gefährlich, seine Knie sind schon fast auf Höhe meines Kopfes, er ist nicht menschlich! Aber er ist ein guter Kerl und ich mag ihn, er ist sehr stark, vielleicht der stärkste K-1 Kämpfer und er hat harte Knochen -- wenn ich ihn kickte, tat mir mein Bein weh!".

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Beim World Grand Prix in Yokohama am 4. März 2007 kassierte Choi seine erste und bisher einzige KO-Niederlage gegen den Amerikaner Mighty Mo. Am 28. Am 2. Juni 2007 sollte Choi bei der Veranstaltung „K-1 Dynamite“ im Olympiastadion in Las Vegas gegen den ehemaligen Profi-Wrestler Brock Lesnar kämpfen, welcher sein Debüt im K-1 gibt. Der Kampf hätte nach den Regeln der Gemischte Kampfkünste|Gemischten Kampfkünste stattfinden sollen.

Knapp zwei Wochen vor der Veranstaltung wurde jedoch bekannt, dass Choi von der California Athletic Commission keine Lizenz bekam, da man einen Tumor in seinem Kopf fand. Am 5. August 2007 beim Asia Grand Prix in Hong Kong besiegte er Gary Goodridge mit einer überzeugenden Leistung durch TKO in Runde 1. Beachtenswert in diesem Kampf war sein Stil.

Bei den Final Eliminations 2007 am 29. September besiegte er in Rechtsaulange kämpfend Mighty Mo, welcher ihm die bisher einzige KO-Niederlage beibrachte, mit einer 2-0 Entscheidung nach Punkten. Aber die Entscheidung war sehr umstritten, denn Choi kickte Mo in der zweiten Runde in die Genitalien. Der Schiedsrichter sah dies jedoch nicht und zählte diesen an.

Nach dem Kampf im Interview sagte Mighty Mo: "Choi schien ein bisschen stärker geworden. Am 8. Dezember beim K-1 World Grand Prix 2007 Finale in Tokio traf Choi erneut auf Jérôme Le Banner. Verlief das erste Duell noch sehr ausgeglichen, vermochte er den zweiten Kampf nicht offen zu gestalten. Er verlor einstimmig mit einer 3-0 Entscheidung.

Nachdem er an Silvester 2007 seinen letzten Kampf bestritt, gab Choi bei den K-1 Final Eliminations am 27. September 2008 sein Comeback. Gegner war der amtierende Schwergewichts-Champion Badr Hari aus Marokko. Der Koreaner verlor den Kampf durch technischen KO, da er aufgrund einer Rippenverletzung, welche durch Körpertreffer des Gegners zustande kam, nicht mehr zur Extrarunde antreten konnte. Nach 3 Runden hatten zwei der drei Punktrichter ein Unentschieden, der dritte den Koreaner vorn.

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Beim K-1 Finalturnier am 6. Nach 4 Niederlagen in Folge im K-1, äußerte sich der K-1 Organisator Tanikawa nach dem Finalturnier Anfang Dezember 2008 zu Chois Zukunft im Kampfsport: "K-1 ist schneller geworden, was es für große Leute wie Hong-man Choi immer schwieriger macht mithalten zu können.

Seit dieser Aussage hat Choi keinen K-1 Kampf mehr bestritten und kämpft nun ausschließlich im MMA. Anfang 2008 sollte Choi seinen Militärdienst, welcher 22 Monate dauert, ableisten. Nachdem er jedoch bei zwei Sehtests durchfiel, wurde er vom Dienst befreit. Es wurde festgestellt, dass die Sehschwäche an dem Tumor liegt, welcher für seine Akromegalie verantwortlich ist.

Am 9. Am 31. Dezember 2006 gab Choi sein Debüt in einem Kampf nach dem Regelwerk der Gemischte Kampfkünste|Gemischten Kampfkünste (Mixed Martial Arts). Bei der K-1 Dynamite Veranstaltung schlug er Bobby Ologun bereits nach 16 Sekunden der ersten Runde Knockout (Sport)|KO. Am Silvesterabend 2007 hat er nach in Japan gegen den MMA-Schwergewichts-Champ Fedor Emelianenko gekämpft. An Silvester 2008 beim K-1 Dynamite kämpfte er gegen Mirko Filipovic. Am 26. Mai 2009 besiegte er im Viertelfinale des "Super Hulk Turnier" bei "DREAM 9" den ehemaligen Baseballspieler José Canseco durch TKO nach 1:17 Min. der ersten Runde. Bei der Veranstaltung "DREAM 11" am 6. Oktober, verlor er im Halbfinale gegen den Japaner "Minowaman" in der 2. Runde durch einen Fußhebel.

Park II Choong

Geschichten aus Nordkorea sind für gewöhnlich sehr gruselig, auch wenn man nicht immer zwischen Dichtung und Wahrheit unterscheiden kann. Park II Choong wohnt heute in Chuncheon, einer Stadt in Südkorea, wo er seinen Traum vom Leben als Kampfsportler verwirklicht. Doch er ist dort nicht geboren.

Seine Profikarriere hätte definitiv besser beginnen können, schließlich verlor er seine ersten vier Kämpfe. „Ich bin in Musan geboren. Mein Vater starb, als ich elf war. Und meine Mutter ist aus Südkorea geflohen, als ich zwölf war. Ich bin mit meiner kleinen Schwester im Alter von 18 Jahren nach Südkorea geflüchtet”, erklärt er mir am Telefon.

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„Willst du aus Nordkorea raus, brauchst du einen Fluchthelfer, und die sind sauteuer. Meine Mutter wollte ursprünglich auch meine Schwester und mich mitnehmen, was einen großen Planungsaufwand bedeutet hat. Als sie das Geld beisammen hatte, gab sie es dem Fluchthelfer. Am Ende gelang ihm erst sechs Jahre nach seiner Mutter die Flucht nach Südkorea.

„Das erste Mal habe ich 2008 zusammen mit einer Gruppe anderer Nordkoreaner versucht, das Land zu verlassen. Doch als wir uns nach Informationen über den Süden umhörten, flogen wir auf und zwei von uns wurden festgenommen. Meine Schwester und ich konnten fliehen, die beiden Festgenommenen sollen-wie wir später erfahren haben-eingesperrt und gefoltert worden sein. Ich gehe davon aus, dass sie nicht mehr leben.

„2009 habe ich es dann nochmal versucht. Ich wollte mir nicht vorstellen, was mir und meiner Schwester bei einer Verhaftung blühen würde. Zusammen mit seiner Schwester durchquerte er den Tumen, einen Grenzfluss zwischen Nordkorea und China, der extrem verunreinigt ist und an mehreren Stellen von nordkoreanischen Soldaten patrouilliert wird. Trotzdem gilt er als sicherster Weg, um aus Nordkorea rauszukommen.

„Frisch in Südkorea angekommen, war es schwer, den Lebensstil hier zu verstehen. Ein 18-jähriger nordkoreanischer Junge kann mit dem Konzept Universität nichts anfangen. Während seiner ersten sechs Monate in Südkorea wurde Choong mehrfach vom südkoreanischen Geheimdienst verhört.

„Obwohl ich bereits im März 2009 in Südkorea angekommen bin, war ich erst im September dieses Jahres so richtig frei. Davor musste ich regelmäßig beim Geheimdienst vorstellig werden, um meine Grundpflichten zu lernen. Als ich noch in Nordkorea lebte, hatte ich eine genaue Vorstellung davon, wie ich in Südkorea leben möchte. Doch das hat sich dann in der Praxis als sehr schwierig herausgestellt.

„Schon als kleiner Junge träumte ich davon, Profi-Boxer zu werden. Nach meiner Ankunft in Chuncheon begann ich mit Boxtraining. Doch schon nach kurzer Zeit wollte ich noch eine weitere Kampfsportart erlernen und so bin ich dann bei MMA gelandet.

Crying Fist ist eine Art Reality-TV-Show für MMA-Kämpfer. Und Choong hat sich gegen seine Konkurrenz tatsächlich durchsetzen können und wurde schnell zum Liebling der Fans-vor allem, nachdem er seine bewegte Geschichte erzählt hatte. Egal, ob er gewinnt oder verliert, das Publikum hat er immer auf seiner Seite.

„Ich lebe mit meiner Mutter und meiner Schwester in Chuncheon, von wo aus ich mit dem Zug gut nach Seoul komme. Während des Trainings bin ich ein glücklicher Mensch.

Chan Sung Jung ("Korean Zombie")

Korea hat einen Käfig-Helden! Sein Name: Chan Sung Jung (32)! Die MMA-Maschine stoppt bei der UFC Fight Night in Busan (Südkorea) Super-Star Frankie Edgar (38) mit einem Mega-Knockout, bringt so 10651 Fans zum Ausrasten.

Bei seinem ersten Heim-Auftritt seit 2008 zündet Jung ein Feuerwerk. Mit einem linken Schwinger zum Kinn bringt der „Koreanische Zombie“ den früheren Federgewichts-Champion früh zum Wackeln. Im Anschluss prasselt ein Schlaghagel auf den Ami ein. Nach 3:18 Minuten hat Cage-Richter Marc Goddard ein Erbarmen mit Edgar, beendet den Kampf.

Durch den Spektakel-Auftritt klingt bei Jung ordentlich die Kasse. Für die Performance der Nacht kassiert er zusätzlich 50000 Dollar. Doch der Koreaner will mehr, sagt noch im Ring: „Ich will Volkanovski.“ Eine Anspielung auf den aktuellen Federgewichts-Champion Alexander Volkanovski (31).

Chan Sung Jung wird nicht der nächste Herausforderer auf den Federgewichts-Titel der UFC sein. Der Südkoreaner hat sich dazu entschlossen, eine Operation an seinen Augen vornehmen zu lassen. Damit steht ihm eine mehrmonatige Pause ins Haus.

„Es ist in letzter Zeit immer wichtiger für mich geworden, das Problem mit meinen Augen zu lösen, ich habe doppelt gesehen“, sagte Jung in einem Interview mit MMAJunkie. „Es hat mit den Untersuchungen eine Weile gedauert und die Ärzte in Korea und in Phoenix haben unterschiedliche Diagnosen gestellt. Aber im Endeffekt habe ich mich zu einer baldigen OP in Phoenix entschieden. Ich bin mir sicher, dass ich im Juli oder August wieder kämpfen kann.

Der 32-Jährige hatte sich im vergangenen Jahr mit schnellen Erstrunden-Knockouts gegen Renato Moicano und Ex-Champion Frankie Edgar in den engeren Kreis der Titelherausforderer vorgekämpft und sich Hoffnungen auf einen Titelkampf gegen Alexander Volkanovski gemacht. Dieser soll seinen Titel bei UFC 251 im australischen Perth am 7. Juni verteidigen, der Gegner steht noch nicht fest, die Tendenz geht in Richtung Rückkampf gegen Max Holloway.

„Mein Fokus ist voll auf Volkanovski ausgerichtet. Falls es nicht mit einem Titelkampf klappt, wäre ich an einem Duell mit Brian Ortega interessiert. Der Koreaner sollte bereits im Dezember die Klingen mit Ortega kreuzen, dann riss sich der Amerikaner jedoch das Kreuzband und wurde von Edgar ersetzt. Ortega soll Gerüchten zufolge im April gegen Zabit Magomedsharipov in den Käfig zurückkehren.

Das ließe nur einen Kämpfer in den Top 5 ohne Gegner zurück: Yair Rodriguez, dem Jung durch einen Ellbogen in letzter Sekunde unterlag. „Ich habe nichts dagegen, noch einmal gegen ihn zu kämpfen, unser erster Kampf war großartig. Das ist einer der Kämpfe, den ich nie aus meinem Lebenslauf streichen möchte. Aber ich glaube nicht, dass er noch einmal gegen mich kämpfen will, er hat mich ja schon geschlagen. Und ich sehe auch keinen Grund, warum ich derzeit gegen ihn kämpfen müsste.

Weitere Entwicklungen

Seit 2020 verbindet Phantom Athletics und Korean Martial Arts Euljikwan (KMA) eine starke, kontinuierlich gewachsene Partnerschaft, die weit über eine klassische Lieferantenbeziehung hinausgeht. Schon vor der Gründung von Phantom Athletics bestand der Kontakt zu den Vorgängerstrukturen - seit Tag 1 ist KMA ein treuer Partner, der auf Qualität setzt.

Die Zusammenarbeit begann mit regelmäßigen Bestellungen, bis schließlich der direkte Kontakt mit dem Team von Phantom Athletics entstand. Ein solches gemeinsames Branding wäre nicht nur ein starkes visuelles Statement, sondern auch ein Symbol für die jahrelange Verbundenheit und den gemeinsamen Weg, den beide Seiten gegangen sind.

KMA steht für Struktur, Qualität und Zukunft. Als Verein mit Wurzeln in der traditionellen Kampfkunst hat sich KMA in den letzten Jahren zu einem der ambitioniertesten MMA-Teams in Berlin entwickelt.

Diese Leistungen sind in der deutschen MMA-Landschaft nahezu einzigartig. KMA ist längst kein lokales Team mehr. Auch sportlich greift KMA bald in neue Märkte ein: Polnische Liga, Österreich und weitere europäische Ligen stehen für 2026 auf der Roadmap.

KMA ist keine normale Kampfsportschule - es ist eine Schmiede für echte Kämpfer. Und Phantom ist kein gewöhnlicher Ausstatter - sondern ein Motor für Performance und Weiterentwicklung.

Obwohl es derzeit noch kein offizielles Sponsoring-Vertragswerk gibt, lebt diese Partnerschaft längst den Geist einer solchen Zusammenarbeit. Die Verbindung zwischen Phantom Athletics und KMA ist gelebte Kooperation.