Sophie Cox' Judo-Werdegang und Soester Geschäftsgeschichten

Der Artikel beleuchtet nicht nur die Judo-Karriere von Sophie Cox, sondern auch die lebhaften Erinnerungen ehemaliger Mitarbeiter verschiedener Soester Geschäfte. Wenn sich diese ehemaligen Kollegen treffen, tauschen sie Anekdoten aus, die ganze Bücher füllen könnten, welche von vielen Soestern begeistert gelesen würden.

Erinnerungen an Soester Geschäfte

Heinz Carrie, Kaufmann im Einzelhandel in den 1980er-Jahren, erinnert sich gerne an die beliebte 99-Pfennig-Aktion der legendären Weka in der Brüderstraße. Von Strümpfen bis zum Suppenteller gab es alles zum kleinen Preis. Unvergessen bleibt das große Wiedersehen ehemaliger Weka-Kollegen, zu dem Heinz Carrie vor zweieinhalb Jahren eingeladen hatte. Nun hatte er ein Treffen in kleinerer Runde initiiert, an dem unter anderem Ilona Sauer-Rohrmoser teilnahm, die einst im Soester Warenhaus ihre Ausbildung absolvierte.

Heinz Ufermann, in Soest noch als der „Mann mit dem weißen Kittel“ bekannt, steuerte seine Erlebnisse als Leiter des modernen Selbstbedienungs-Restaurants bei, das in den 1970er-Jahren oben in der Weka seine Pforten öffnete. Es war ein beliebter Treffpunkt für Rentner, die sich nachmittags Kaffee und Kuchen schmecken ließen, aber auch für Schüler, die bei einem Glas Cola ihre Hausaufgaben erledigten. „In der Weka konnte man fast alles kaufen“, sagt Ilona Sauer-Rohrmoser, die noch die früheren Preise der Schreibwaren kennt: „Ein Briefblock mit 50 Blatt kostete 45 Pfennig.“

Das „Kaufhaus für alle“ schloss 1993 für immer, doch der Name blieb im Gedächtnis. Das gilt auch für das einstige Modehaus „Müller unter den Bäumen“ am Markt, wo Karin Dicker in den 1950/1960er-Jahren arbeitete. Sie und Ilona Rohrmoser-Sauer kennen sich seit ihrer Kindheit in der Stiefernbergstraße, gemeinsam wechselten sie später zu einem Kaufhaus in Hamm. Sie haben sich nicht aus den Augen verloren und verabreden sich regelmäßig zum Frühstück.

Ulrike Rüttermann berichtete über ihre Zeit bei Gerling, damals mit zwei Häusern in Soest vertreten, und zwar in der Brüder- und in der Rathausstraße. Dort fanden die Soester alles, um schick angezogen zu sein, aber auch Hübsches und Nützliches für ein gemütliches Zuhause, wie zum Beispiel Gardinen. Christel Brügger denkt noch gern an die vielen Jahre als Leiterin der Porzellan-Abteilung bei Kerstin in der Brüderstraße zurück. Sie mag feines, gepflegtes Geschirr und gerät ins Schwärmen, wenn sie über die gemeinsam mit dem Handarbeitsgeschäft Keienburg organisierte Ausstellung rund um den schön gedeckten Tisch plaudert.

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In den 1970er-Jahren war es üblich, ein gutes Kaffee- und Ess-Service zu sammeln. Junge Mädchen bekamen zum Geburtstag oft ein Gedeck gefragter Marken oder ein Besteck im eleganten Design für den künftigen Haushalt. Christel Brügger kannte sich in ihrem Metier bestens aus. Die Ehemaligen hätten viele Stunden lang eine Episode von früher nach der anderen erzählen können, und natürlich kamen sie immer wieder auf die Weka zu sprechen.

„Zur Neueröffnung 1973 hat Lena Valeitis in der Kosmetik-Abteilung gesungen“, schilderte Heinz Carrie. Zu Weihnachten habe eine Eisenbahn, die unter der hohen Decke ihre Runden drehte, alle Blicke auf sich gelenkt. Chef Werner Tabler sei ein großer Freund von bunten Wühltischen gewesen. Und dann gab es ja noch die lustigen Betriebsfeste zusammen mit der Lippstädter Weka-Belegschaft.

Neues Bildungszentrum für das Handwerk in Soest

Am 5. September wurde der erste Bauabschnitt des neuen Bildungszentrums für das Handwerk am Standort Soest eingeweiht. Die rund 200 Gäste lauschten den Worten des Hauptgeschäftsführers der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe, der sich bei weit über einhundert am Projekt Beteiligten namentlich bedankte. Auch Minister Karl-Josef Laumann und Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer waren anwesend.

Eckhard Ruthemeyer betonte, dass Soest nun eine Stadt der Leuchttürme sei, und spielte darauf an, dass das Soester Bauvorhaben bereits jetzt als Leuchtturmprojekt für nachhaltige, zukunftsorientierte Ausbildung weit über die Grenzen von Soest hinaus stehe. Die Gesamtinvestitionssumme für das Bauvorhaben beträgt rund 61,7 Millionen Euro, finanziert durch Fördermittel des Bundes (45 Prozent) und des Landes NRW (20 Prozent).

Kreishandwerksmeister Christoph Knepper und die Vizepräsidentin der Handwerkskammer Dortmund, Kerstin Feix, betonten, dass das Handwerk auf eine Infrastruktur zurückgreifen können muss, die eine Ausbildung auf dem neuesten Stand der Technik ermöglicht. Bereits Mitte März 2025 konnte die Handwerkskammer Dortmund die Schulungen für die Gewerke Tischler und Metallbauer sowie den Betrieb der Schweißwerkstätten aufnehmen.

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Die innovative Eisspeicheranlage, die Anfang April 2025 in Betrieb genommen wurde, ist ein wichtiger Baustein des energetischen Gesamtkonzepts. Der Eisspeicher hat ein Fassungsvermögen von rund 900 m³ und sorgt in Kombination mit Wärmepumpen für die Beheizung und Kühlung der Gebäude. Neben der ökologischen ist auch die pädagogische Dimension zukunftsgerichtet. Das gesamte Bildungszentrum wird voraussichtlich im Frühjahr 2028 fertiggestellt sein.

Die Gäste konnten sich bei geführten Rundgängen selbst ein Bild von der modernen Lernumgebung machen. Gemeinsam setzten die Gastgeber symbolisch einen weiteren Spatenstich als Zeichen für die Fortsetzung des Bauvorhabens.

5 Jahre „Schönes Soest“

Im Soester Pilgrimhaus trafen sich Barbara Lohmann und Uwe Schedlbauer, um gemeinsam mit „Glücksfee“ Iris Santana die Gewinner des Gewinnspiels zum 5. Geburtstag von „Schönes Soest“ zu ermitteln. Großer Jubel herrschte bei den Gewinnern der Preise, darunter ein Reisegutschein nach Paris und ein Gutschein für das Pilgrimhaus.

Die Idee zu „Schönes Soest“ entstand im Frühjahr 2020 im Pilgrimhaus. Der erste Newsletter erschien am 29. August 2020. Heute wird das Online-Magazin von rund 1.300 Menschen gelesen. Als Dankeschön wurde ein besonderes Gewinnspiel veranstaltet. Seit Anfang 2025 wird der Bereich „Social Media“ von Barbara Lohmann und Mayra Wiebers betreut.

Für die positiven Beiträge sorgt das Redaktionsteam mit Heyke Köppelmann und Dirk Wilms. Viele Soester Unternehmer unterstützen „Schönes Soest“ seit Jahren. Soest ist super, und diese positive Grundstimmung spiegelt sich im Online-Magazin wider. „Schönes Soest“ stellt starke Soester vor, die mit Tatkraft und kreativen Ideen dazu beitragen, ihre Stadt erlebenswert zu halten. Der Fokus liegt auf den guten Nachrichten, die es in Soest gibt. Initiator Uwe Schedlbauer betont, dass es in Soest viele tolle Menschen gibt, die sich für ihre Stadt einsetzen.

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Alles begann in der Corona-Krise, als die Leute sich nach positiven Nachrichten sehnten. Die Soester Pluspunkte sollten in einem Newsletter dargestellt werden. Im Sommer 2020 ging „Schönes Soest“ dann an den Start. Es gab so viel zu erzählen, dass sich aus dem Rundbrief ein kompaktes E-Journal entwickelte. „Ihr Soester wohnt da, wo andere Urlaub machen möchten“, erinnert sich Barbara Lohmann an die Worte ihrer Mutter.

Zusammenfassung

Die Geschichten aus Soest zeigen, wie lebendig die Erinnerungen an vergangene Zeiten sind und wie engagiert die Menschen sich für ihre Stadt einsetzen. Ob es die Anekdoten aus alten Geschäften sind, die zukunftsorientierte Ausrichtung des neuen Bildungszentrums oder das positive Image, das „Schönes Soest“ vermittelt - Soest hat viel zu bieten.