Justin Roses Set-up ist wie aus dem Lehrbuch. Der Oberkörper wurde durch eine Hüftneigung nach vorne gebeugt und der Rücken bleibt gerade. Die Arme hängen unter den Schultern und bilden einen perfekten Winkel mit dem Schläger.
Die Phasen des Schwungs
Das Take-away
Das Take-away beginnt gleichmäßig mit dem Körper und den Armen, ein etwas früheres Winkeln der Handgelenke hilft ihm, nicht unter die Ebene zu kommen und damit zu flach zu werden.
Die Körperdrehung
Ein Markenzeichen seines Schwungs ist die perfekte Synchronisation seiner Körperdrehung und der Arme. Justin ist ein sehr beweglicher Spieler, der auch mit wenig Hüftdrehung seinen Oberkörper weit aufdrehen kann.
Die Top-Position
Justin befindet sich über den gesamten Schwung dicht an der optimalen Ebene. Die rechte Hand ist noch immer leicht gewinkelt, der Ellbogen zeigt auf seine rechte Hüfte und ist tiefer als der linke.
Der Abschwung
Der Abschwung wird mit einem Abstoßen vom rechten Fuß eingeleitet und rotiert die Hüfte in Richtung Ziel. Viele Amateure wissen um diesen "Mythos", dass die Hüfte den Abschwung einleitet.
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Die Hüftlinie rotierte an der Ansprechhaltung vorbei und zeigt schon deutlich nach links, die Schulterlinie aber noch weit nach rechts! Die Schulterposition ist entscheidend für die Schwungbahn: Die Hüfte sollte nur so weit nach vorne drehen, wie man die Schultern rechts vom Ziel halten kann.
Der Treffmoment
Der Treffmoment ist der Moment der Wahrheit. Hier zeigt die Schulterlinie wieder in Richtung Ziel, was einen geraden Schlag begünstigt. Die Schlagfläche ist perfekt square und Justin trifft den Ball in der Mitte des Schlägerblatts.
Die Ausholbewegung
Sehr schön ist zu erkennen, wie gerade die Arme nach vorne schwingen können. Dies wird ihm ermöglicht, da die Körperrotation schon weiter ist als die Position der Arme.
Der Tipp vom Profi
Wenn ich jedem Amateur nur einen einzigen Tipp geben dürfte, dann wäre es, diese Position zu imitieren. Der Körper ist komplett gestreckt und die Hüfte zeigt in Richtung Ziel (kleiner Tipp: drehe den linken Fuß schon in der Ansprechhaltung um 30° zum Ziel, dann wird die Rotation deutlich erleichtert).
Vergleich mit dem Weitsprung
Der Weitsprung ist eine Disziplin der Leichtathletik. Wie weit eine Person springen kann hängt von Faktoren, wie körperliche Voraussetzungen, Übung und Technik ab. Sehr beeinflusst wird die Sprungweite von der Anlaufgeschwindigkeit & dem Absprung.
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Zunächst wird aus 20 bis 40 Metern (guter Kniehub & aufrechter Körper) angelaufen. Aus welcher Distanz die Athletin bzw. der Athlet startet, kann sie bzw. er individuell bestimmen. Kurz vorm Absprung sollte die maximale Geschwindigkeit erreicht werden. Vor dem Absprung erfolgen die letzten beiden Schritte dann: lang - kurz.
Drei verschiedene Techniken haben sich auf Wettbewerbsebene durchgesetzt, wobei mit der Lauf- und der Hangsprungtechnik die besten Ergebnisse erzielt werden. Zu den verschiedenen Leichtathletik-Disziplinen haben wir übersichtliche Technikkarten gestaltet, die ganz einfach im Sportunterricht (oder Verein) genutzt werden können.
Mit dieser Technik wurden bisher die größten Weiten erzielt. Die Technik ist recht komplex und es ist viel Übung erforderlich.
Quellen
- Bichsel, Stefan (2004). Leistungsaspekte im Sport.
- Killing, Wolfgang (2008). Jugend-Leichathletik. Offizieller Rahmentrainingsplan des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Sprungdisziplinen im Aufbautraining.
- Dober, Rolf (o.J.). Bewegungsanalyse Weitsprung.
- Wick, Dietmar (2013). Biomechanische Grundlagen sportlicher Bewegungen. Lehrbuch der Biomechanik (3., überarbeitete und erweiterte Aufl.). Balingen: Spitta Verlag.
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