Russische UFC-Kämpfer: Eine Übersicht

Russland hat sich im Jahr 2025 als eine der führenden Nationen im Mixed Martial Arts (MMA) etabliert. Zahlreiche russische Kämpfer haben in verschiedenen Organisationen Weltmeistertitel errungen und verteidigt.

Bekannte russische Kämpfer

Islam Makhachev

Islam Makhachev setzte seine Dominanz in der UFC-Leichtgewichtsklasse fort. Bei UFC 311 verteidigte er seinen Titel erfolgreich gegen Renato Moicano und baute seine Siegesserie auf 15 Kämpfe aus. Er ist Teil der Laken, die fünftgrößte Ethnie in Dagestan, zu der in ganz Russland rund 178.630 Menschen gehören. Schon in seiner Jugend soll Islam mit dem Kampfsport begonnen haben. Bei der World Combat Sambo Championship 2016 kürte sich Makhachev zum Weltmeister bis 74 KG. Im Finale siegte er 7-0 und holte so Gold.

Im Oktober 2022 erfolgte dann die Krönung: Gegen Charles Oliveira kürte er sich zum Leichtgewicht-Champion und ist damit auch endgültig in die Fußstapfen seines Mentors Khabib Nurmagomedov getreten.

Khabib Nurmagomedov

Chabib Abdulmanapowitsch Nurmagomedow, auch bekannt als Khabib Nurmagomedov, wurde am 20. September 1988 geboren. Khabib begann im Alter von sechs Jahren mit dem Kampfsport, trainiert von seinem Vater Abdulmanap Nurmagomedow, einem bekannten Judoka. Er trainierte verschiedene Kampfsportarten wie Sambo, Judo, Pankration und Freistilringen. Khabib hat eine beeindruckende MMA-Bilanz mit 29 Siegen und keiner Niederlage. Er gewann die UFC-Weltmeisterschaft gegen den US-Amerikaner Al Iaquinta und wurde damit der erste Russe, der einen UFC-Weltmeistertitel gewann. Nach dem Tod seines Vaters an COVID-19 im Sommer 2020 gab Khabib im Oktober 2020 sein Karriereende bekannt.

Magomed Ankalaev

Magomed Ankalaev krönte sich zum UFC-Halbschwergewichtschampion, nachdem er mehrere Top-Gegner besiegt hatte. Er gewann seinen Kampf im Halbschwergewicht und wird den nächsten Titelkampf bekommen.

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Usman Nurmagomedov

Usman Nurmagomedov, Cousin von Khabib Nurmagomedov, setzte die Familientradition fort und dominierte die Leichtgewichtsklasse bei Bellator.

Shamil Musaev

Shamil Musaev eroberte den Weltergewichtstitel in der Professional Fighters League (PFL).

Anatoly Malykhin

Anatoly Malykhin dominierte sowohl die Schwergewichts- als auch die Halbschwergewichtsklasse in der ONE Championship.

Khamzat Chimaev

MMA-Profi Khamzat Chimaev ist ein Gefolgsmann des Diktators und ein Superstar in der Szene. Er zwang am Samstagabend seinen Gegner zur Aufgabe. Vier Minuten lang dominierte er ihn nach allen Regeln der Kunst. Spielend leicht rang er den Australier Robert Whittaker zu Boden, ließ Schläge auf ihn herunterfallen, brach ihm mit einem Würgegriff den Kiefer und zwang ihn zum Abklopfen.

Fedor Emelianenko

Fedor Vladimirovich Emelianenko, geboren am 28. September 1976, ist ein russischer Politiker, ehemaliger professioneller Mixed Martial Artist (MMA), Sambist und Judoka. Emelianenko war Schwergewichtsweltmeister bei PRIDE von 2003 bis zur Schließung der Organisation im Jahr 2007, viermaliger Weltmeister im Combat Sambo und zweimaliger russischer nationaler Bronzemedaillengewinner im Judo. Er trat auch bei RINGS, Strikeforce, M-1 Global, Rizin und Bellator an und gilt als der bekannteste Kämpfer, der nie bei der UFC (Ultimate Fighting Championship) angetreten ist.

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Emelianenko gilt weithin als einer der größten MMA-Kämpfer aller Zeiten und wurde von 2003 bis 2010 durchgehend als bester Schwergewichtskämpfer und bester Kämpfer der 2000er Jahre bezeichnet. Emelianenko begann seine MMA-Karriere am 21. Mai 2000 und errang vier Siege in Folge, bevor er im Dezember 2000 eine umstrittene Niederlage erlitt.

Weitere bemerkenswerte Kämpfer

Neben den oben genannten Kämpfern gibt es viele weitere talentierte russische MMA-Kämpfer, die in verschiedenen Organisationen auf der ganzen Welt erfolgreich sind.

Einfluss auf MMA

Der Einfluss russischer Kämpfer auf die MMA-Welt ist unbestreitbar. Viele von ihnen haben in verschiedenen Gewichtsklassen Titel gewonnen und sich als einige der besten Kämpfer der Welt etabliert. Ihre Erfolge haben dazu beigetragen, das Ansehen von MMA in Russland zu steigern und eine neue Generation von Kämpfern zu inspirieren.

Tabelle der russischen UFC-Champions

Kämpfer Gewichtsklasse Titel gewonnen
Khabib Nurmagomedov Leichtgewicht 2018
Islam Makhachev Leichtgewicht 2022
Magomed Ankalaev Halbschwergewicht 2025

Diese Tabelle zeigt einige der bemerkenswertesten russischen UFC-Champions und ihre jeweiligen Erfolge.

Abus Magomedov: Ein Deutscher mit russischen Wurzeln

So nah war ein Kämpfer aus Deutschland einem UFC-Titel lange nicht! Abus Magomedov (34) hat seinen nächsten Sieg in der UFC gefeiert. Der Düsseldorfer besiegte den Brasilianer Michel Pereira (31) in Kansas City nach Punkten. Magomedov steigt mit seinem dritten Sieg in Folge in der UFC-Rangliste immer weiter nach oben und gehört im Mittelgewicht jetzt zu den besten 15 Athleten der Welt. Für Magomedov, der als Jugendlicher aus Dagestan (russische Republik) nach Deutschland kam, beginnt nun ernsthaft das Titelrennen in der Champions League des MMA.

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Gleich zu Beginn der ersten Runde erwischt Magomedov seinen Gegner mit einem linken Schwinger, der Wirkung zeigt. Direkt im Anschluss holt sich der Düsseldorfer einen Takedown und sichert sich den ersten Durchgang. Magomedov agiert über den gesamten Kampf äußerst variabel, zeigt das ganze Spektrum (im Stand, am Boden) seiner Klasse. Am Ende des Gefechts ist es ein deutlicher Sieg für unseren Deutschen. Alle drei Punktrichter werten 30:27 (3:0-Runden) für Magomedov. Demnächst könnte der Düsseldorfer mit einem weiteren Sieg gegen einen Top15-Kämpfer noch weiter nach oben klettern und so zu einem echten Titelanwärter aufsteigen.