Judo ist eine Sportart, bei der man kämpft. Diese Kampfsportart kommt aus Japan. Sie wurde etwa 1882 erfunden: Ein Japaner hat mehrere alte Kampfstile zu einem neuen vereint.
Was ist Judo?
Judo [wörtlich: 'der sanfte Weg'] ist ein Kampfsport, der von dem Japaner Jigoro Kano "erfunden" wurde. Den Judosport entwickelte Professor Jigoro Kano schon vor über 100 Jahren in Japan. Er verknüpfte verschiedene japanische Kampf- und Verteidungskünste so miteinander, dass Training und Wettkampf gefahrlos stattfinden konnten.
Auf Japanisch bedeutet das Wort „Judo“ übersetzt „der sanfte Weg“, allerdings erfordert dieser Sport eine hohe körperliche Kraft. Judo bedeutet so viel wie „der sanfte Weg“, weil der Kämpfer nachgeben können muss.
Ursprung und Geschichte
Judo ist ursprünglich eine japanische Kampfkunst. Zwar ist diese Kunst in ihrer heutigen Form im Vergleich zu anderen Kampfkünsten noch ziemlich jung, aber ihre Verbreitung ist riesig. Judo wird in über 150 Ländern ausgeübt.
Dr. Jigoro Kano wird zugeschrieben, Judo in Tokio zum Leben erweckt zu haben, nachdem er 1882 sein erstes Dojo (Judo-Schule) mit dem Namen Kōdōkan eröffnet hatte. Er verknüpfte verschiedene japanische Kampf- und Verteidungskünste so miteinander, dass Training und Wettkampf gefahrlos stattfinden konnten.
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Nach Prof. Jigoro Kano ist Judo im weitesten Sinne ein Studium von Körper und Geist. Es beinhaltet ein breites Spektrum unterschiedlichster Techniken, die einfachste Bewegungsabläufe ebenso enthalten wie komplexe Bewegungsstrukturen.
Gedacht war Judo ernsthaft für den Nahkampf. Man sollte sich zum Beispiel selbst verteidigen können oder Judo in der Armee anwenden. Lange Zeit mussten alle Schüler in Japan Judo lernen. Noch heute wollen viele Schulen, dass Schüler in einer Sportgruppe sind.
Nach dem Zweiten Weltkrieg machte man aus Judo mehr einen Sport. Man vermied Bewegungen, mit denen man den Gegner wirklich verletzen kann. Darum wird beim Judo nicht mehr geschlagen oder getreten.
Judo wurde Ende des 20. Jahrhunderts in Europa und insbesondere in Frankreich populär. Dadurch entwickelte sich Judo zur ersten Kampfkunst, die außerhalb Japans weit verbreitet war.
Prinzipien des Judo
Man sagt jetzt vor allem: Mit Judo verbessert man seinen Körper, aber auch den Geist. Man soll besser denken und fühlen können. Der Judo-Kämpfer soll lernen, zu helfen und seinen Körper und seinen Geist gut zu verwenden. Den Gegner behandelt man mit Respekt.
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philosophische Grundprinzipien liegen dem Judo im Wesentlichen zugrunde. in sich zu tragen und auf der Judomatte (jap. zum Ausdruck zu bringen. praktizieren, auch wenn er nicht im Dōjō (Trainingshalle) ist.
Techniken und Wettkampf
Bei Judo-Wettkämpfen wirft oder drückt man den Gegner auf den Boden. Wichtig sind dafür gekonnte Griffe und die Art, wie man die Füße bewegt. Man lernt zum Beispiel, den Gegner gut festzuhalten. Dabei kommt man dem Gegner sehr nahe: Judo ist also ein Kontaktsport wie das Ringen.
Regeln kurz erläutert: Beim Judokampf ist das Ziel, den Gegner oder die Gegnerin auf den Rücken zu Boden zu werfen, die Person auf dem Rücken liegend festzuhalten, den Arm am Ellbogengelenk zu hebeln oder sie mit einer Würgetechnik zu bezwingen und so die Unterwerfung zu erreichen.
Es gibt zwei Arten von Wertungen im Judo:
- Ein Ippon (sofortiger Sieg) wird vergeben, wenn die gegnerische Person mit Kraft, Geschwindigkeit und Kontrolle auf dem Rücken auf die Matte geworfen wurde. Ein Ippon kann auch durch die Unterwerfung oder durch 20 Sekunden langes Festhalten der gegnerischen Person am Boden vergeben werden. Wer ein Ippon erhält, gewinnt sofort den Kampf.
- Ein Waza-Ari wird für einen Wurf vergeben, welcher nicht klar genug ausgeführt wurde, um ein Ippon zu sein. Beispielsweise hat die Geschwindigkeit oder Kraft gefehlt, die gegnerische Person landete nicht hauptsächlich auf dem Rücken oder konnte für weniger als 20 Sekunden (aber länger als 10 Sekunden) festgehalten werden.
Judo-Wettkämpfe werden in verschiedene Gewichtsklassen und je nach Geschlecht unterteilt. Alle Kämpfe können bei den Olympischen Spielen bis zu vier Minuten dauern, bei einem Gleichstand nach Ablauf der Zeit wird der Kampf verlängert werden. Es kann eine Strafe für Passivität während des Kampfes vergeben werden oder für negatives Verhalten, welches nicht dem Geist des Judo entsprechen würde.
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Judo als Sport für Menschen mit Handicap
Als ideales Element ist die Judo-Bodenarbeit im Bereich des Sports für Personen mit Handicap anzusehen. Bei starken Schädigungen, insbesondere bei eingeschränktem Standvermögen, erreicht man mit Hilfe der "Haltegriffe" und den entsprechenden "Befreiungstechniken" ein hohes Maß an physischer Belastung. Das daraus resultierende Wechselspiel von "Halten" und "Befreien" ermöglicht recht schnell Kräftevergleiche zwischen den Übenden. Es kommt zu einem "Raufen nach Regeln". Vorhandene Energien und Aggressionen werden abgebaut.
Die Judo-Bodentechniken ermöglichen, dass Personen mit Handicap unterschiedlichster Schädigungen und Gewichts ebenso problemlos miteinander trainieren können wie Personen mit Handicap und Nichtbehinderte. Durch den bei der Bodenarbeit besonders intensiven Körperkontakt lernt der Übende einerseits seinen eigenen Körper besser kennen, andererseits muss er sich gleichzeitig auf die Aktionen und Reaktionen seines jeweiligen Partners einstellen. Dabei werden Beweglichkeit und Reaktion ebenso geschult wie das Herz-Kreislauf-System und der gesamte Stütz- und Bewegungsapparat.
Bei den Fallübungen und beim Üben von Wurftechniken wird das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen für seinen Partner gefordert. Durch ausgewählte Übungsformen wird der Bereich "Helfen und Sichern" erlernt und gefestigt. Es können Personen mit Handicap mit vielen unterschiedlichen Schadensbildern mit Elementen aus dem Judo sportlich beschäftigt werden. Da neben dem eigenen Körper auch noch der Partner bewegt werden muss, ist die physische Belastung relativ hoch. Bei den meisten Techniken können unterschiedlich Geschädigte oder Personen mit Handicap und Nichtbehinderte ohne Probleme miteinander trainieren.
Olympische Geschichte
Judo feierte 1964 in Tokio sein olympisches Debüt und wurde ab den Spielen 1972 in München zu einem festen Bestandteil des Olympischen Programms. Der Frauenwettbewerb wurde bei den Olympischen Spielen 1988 als ein Demonstrationswettbewerb und 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona als offizieller Medaillenwettbewerb eingeführt.
Seit der Einführung dieser Disziplin bei den Olympischen Spielen hat sich Judo weltweit sehr stark entwickelt - 128 Nationale Olympische Komitees schickten Ihre Judokas, um bei den Wettkämpfen bei den Olympischen Spiele 2020 in Tokio teilzunehmen. Japan stand häufig an der Spitze dieses Olympischen Sports. Die japanischen Judokas gewannen bisher 96 Medaillen, ebenfalls waren Team Frankreichreich (57 Medaillen) und die Republik Korea (46) sehr erfolgreich.
Die deutschen Judoka konnten bisher 40 Medaillen bei Olympischen Spielen gewinnen. Darunter fünf Olympiasiege, 10 Silber- und 25 Bronzemedaillen.
| Nation | Gold | Silber | Bronze | Total |
|---|---|---|---|---|
| Japan | 39 | 19 | 38 | 96 |
| Frankreich | 14 | 15 | 28 | 57 |
| Republik Korea | 11 | 17 | 18 | 46 |
| Deutschland | 5 | 10 | 25 | 40 |
