Preisgelder im Golfsport: Ein Überblick

2022 war ein Jahr, in dem man als Profigolfer richtig viel Preisgeld verdienen konnte. Nicht ganz unschuldig daran war die umstrittene LIV Golf Tour, die mit Öl-Dollars aus Saudi-Arabien finanziert wird. Aber auch die US PGA Tour ist alles andere als geizig.

Die Top-Verdiener des Jahres

Mit dem Gewinn des FedEx Cups und des Race to Dubai sicherte sich „Rors“ sowohl in den USA als auch in Europa die Saisonwertung. Alleine für die Top-Platzierung im über die Saison ausgespielten FedEx Cup gab es stolze 18 Millionen US-Dollar. Hinzu kamen zwei Millionen für die Spitzenplatzierung im Race to Dubai sowie 2,2 Mio. USD auf der DP World Tour (fünf Top-Ten-Resultate bei sechs Starts). Auf der PGA Tour kassierte der 34-Jährige 10,6 Mio. USD und feierte Siege bei der RBC Heritage, dem CJ Cup sowie der Tour Championship. Im 2021 eingeführten Player Impact Program (PIP) der PGA Tour wurde McIlroy Zweiter und kassierte weitere 12 Mio.

Bei nur acht Starts auf der LIV Tour räumte Dustin Johnson richtig ab: 17 Mio. USD kamen auf der neuen Tour von Greg Norman zusammen. „DJ“ gewann das Turnier in Boston und holte mit seinen „4 Aces“ vier Siege in der Teamwertung. Zudem flossen weitere 18 Mio. USD on top für den Sieg in der Gesamtwertung der LIV Tour auf das Konto des groß gewachsenen Amerikaners. Vor seinem Wechsel zu den Saudis verdiente der Longhitter zudem als Mitglied der PGA Tour rund 1,6 Mio. USD. Die unbestätigte Summe für den Wechsel zu LIV - die Gerüchteküche spricht von 125 Mio.

Mit vier Siegen im Jahr 2022 war Scottie Scheffler der nach Siegen erfolgreichste Akteur auf der PGA Tour, zumal der relaxte Amerikaner seit dem vergangenen Jahr auch das berühmte Green Jacket im Schrank hängen hat. Neben dem Major-Sieg in Augusta gewann der erst 26-Jährige drei weitere Turniere auf der PGA Tour und übernahm im Frühjahr nach seinem Erfolg beim WGC Match Play die Führung in der Weltrangliste! Erstaunliche 14,65 Mio. USD hat er alleine bei 25 Starts auf der PGA Tour eingespielt. Für Platz drei im FedEx Cup gab es 5,75 Mio. USD. Weitere 5,5 Mio.

Der Australier gewann im März die hochdotierte Players Championship (Siegerscheck: 3,6 Mio. USD) und feierte im Sommer im schottischen St. Mehr oder weniger im direkten Duell mit Rory McIlroy triumphierte er in einem äußerst spannenden Finale bei der 150. Open Championship. Doch trotz Claret Jug und Platz zwei in der Weltrangliste reizte den 29-Jährigen die finanzielle Absicherung für mehrere Generationen: Rund 100 Millionen Dollar soll er über die kommenden Jahre für seinen Wechsel von der PGA Tour zu LIV Golf erhalten. In seiner halben PGA-Saison kassierte Cam Smith rund zehn Millionen USD. Auf der LIV Tour kamen weitere 7,4 Mio. USD hinzu: Der Mann mit der denkwürdigen Frisur („Mullet“ heißt das Geschöpf) gewann in Chicago bei seinem zweiten Start bei den LIV-Golfern 4 Mio. USD. Zum Vergleich: Sein Sieg bei der Australian PGA Championship Ende des Jahres, die zur DP World Tour zählt, brachte ihm 333.330 AUD.

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Es ist schon erstaunlich: Branden Grace taucht im OWGR nicht unter den Top 100 auf - und doch feierte der Südafrikaner eine finanziell äußerst erfolgreiche Saison 2022. Mehr als 16 Millionen Dollar verdiente der Pro aus Pretoria auf der LIV Tour, wo er einen Sieg einfuhr und in der Gesamtwertung hinter Dustin Johnson Zweiter wurde.

Mit seinem Sieg bei der PGA Championship hat Justin Thomas sein Image als einer der besten Golfspieler der Welt gefestigt. Es war der zweite Major-Titel für den 30-Jährigen, der in der vergangenen Saison in den USA rund 6,8 Mio. USD verdiente. 2,75 Mio. USD kamen durch den FedEx-Cup-Bonus hinzu, 7,5 Mio.

Drei Siege auf der PGA Tour und zahlreiche Top-Tens spülten dem Kalifornier mit deutschen Wurzeln ordentlich Preisgeld in die Taschen. 7,7 Mio. USD kamen bei 21 Starts auf der Tour zusammen. Der FedEx-Cup-Bonus betrug 9 Mio. USD plus 4 Mio.

14 Monate nach seinem verheerenden Autounfall überstand Tiger Woods den Cut beim Masters 2022. Insgesamt spielte er nur drei Turniere: das US Masters, die PGA Championship (Aufgabe nach drei Runden) und die Open Championship (verpasste den Cut). Wie er trotzdem auf 15 Millionen Dollar Preisgeld kam? Woods gewann das Player Impact Program, das bewertet, welche Spieler während der Saison am meisten dazu beitragen, die Popularität und den Einfluss der PGA Tour zu steigern. Letztlich werden diejenigen belohnt, die ihre eigene Markenbekanntheit nutzen, um für die Tour zu werben und Fans zu begeistern.

Zwei „Runner Ups“ gab es für den 1,88 Meter großen Will Zalatoris bei den Majors, dazu einen Sieg bei der St Jude Championship. Rund 9,4 Mio. USD wurden von der Tour überwiesen. Es hätte mehr sein können, denn in den FedEx Cup Playoffs musste der 26-Jährige verletzungsbedingt aufgeben und landete dadurch auf dem letzten Platz (0,5 Mio. USD). Immerhin kassierte er 5 Mio.

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Gemessen an seinen eigenen hohen Ansprüchen war die vergangene Saison für Jordan Spieth nicht überragend: Bei 22 Starts auf der US PGA Tour feierte der Texaner einen Sieg. Rund 5 Millionen USD verdiente der dreifache Major-Champion auf der Tour, 825.000 USD nahm er als Bonus mit nach Hause. Im Player Impact Program belegte er den dritten Platz: 9 Mio.

Die Preisgelder im Vergleich

Die höchsten Preisgelder bei den Profis werden bei den vier Major-Turnieren (Masters, PGA Championship, US Open & British Open), sowie auf der amerikanischen PGA Tour ausgeschüttet. Diese bewegen sich zwischen 3,5 Mio und 20 Mio (Players Championship) Dollar. Auf der DP World Tour, ehemals European Tour, stehen die Rolex Series-Events mit 8 Mio Euro und die DPTour Championship mit 10 Mio auf der oberster Preisgeldstufe, die anderen Events bewegen sich mit den Dotationen zwischen 1,5 und 6 Millionen Euro. Zum Vergleich: In den USA finden 7Turniere unter einem Preisgeld von 7 Mio Preisgeld statt, auf der DPWorld sind es 29Turniere.

Nun will der ehemalige australische Profigolfer Greg Norman, 67, mit dem Geld aus Saudi Arabien die LIV Golf Invitational Series ins Leben rufen. 3-Tages-Events mit einem Starterfeld von 48 Golfern und Preisgelder mit 25 Mio Dollar pro Event. 4 Millionen Dollar alleine für den Sieger, 120.000 für den Letzten! Jedoch mussten alle PGA Tour- und DP World Tour-Mitglieder um eine Genehmigung für den ersten Event von 9. - 11. Juni am Centurion GC bei London anfragen. Dieser wurde Mitte Mai von beidenTouren abgelehnt und mit drastischen Sanktionen gedroht - von Geldstrafen, Sperren und sogar bis hin zum Ausschluss. Damit bleibt es spannend, welche Golfer werden an den Saudi-Turnieren teilnehmen? Genannt wurden bereits Namen wie Kaymer, Westwood, Garcia, Oosthuizen und Mickelson.

Weitere Golfangebote und -Events

Neben den großen Turnieren gibt es auch zahlreiche weitere Angebote für Golfspieler:

  • VIP GOLFFESTE & VIP GOLF CARD: Golfevents mit extravaganten Startgeschenken, Turnier- und Tombolapreisen.
  • Gutscheinwelten der Murhof Gruppe: Vielfältige Ideen für pures Golfvergnügen.
  • Golfkurse: Platzreife, Golf Premium, Golf Deluxe.
  • Golfurlaub: Angebote in Spanien, Italien, Zypern, Portugal, Ägypten und der Türkei.

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