Die Kampfsportarten von TKD Lüdenscheid und Olympic Taekwondo kämpfen nun unter einem Dach als ein Verein. Die Aktiven von Olympic Taekwondo sind allesamt zu TKD Lüdenscheid gewechselt.
Der Verein TKD Lüdenscheid hat nun 109 Mitglieder, wie der Vorsitzende Rolf Granzow feststellt. Michael Meyer kümmert sich um den Leistungsbereich, Granzow mehr um den Nachwuchs: „Es war für alle der richtige Schritt. Die Kräfte sind nun gebündelt. Wir haben genügend Übungsleiter. Es läuft gut.“
Die Annäherung der Vereine war durch die Schließung der Turnhalle Augustenthal (Domizil TKD) befördert worden. So wurde das Training der beiden an einen Standort verlegt. Inzwischen trainiert der Verein in der Halle der Friedensschule. Für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und auch für „Ältere Semester“ haben wir Trainingsgruppen mit verschiedenen Leistungsstufen. Darüber hinaus bieten wir auch Kickboxing an. Bei uns lernt Ihr Kampfsport von erfahrenen und kompetenten Trainern.
Allerdings gibt es auch Herausforderungen. Seit dem Umzug des Vereins von der Halle der alten Grundschule am Wefelshohl an die Freiherr-vom-Stein-Straße, haben die Taekwondoka in der Bergstadt einen neuen Gegner: die Platzknappheit. „Es ist eine Katastrophe“, sagt Michael Meyer und hat der Stadt sein Problem nicht erst einmal geschildert. „Wir haben nach den Lockdowns zum Teil wieder 30 bis 35 Kinder im Training in der Halle, dazu drei Trainer. Dafür ist die Halle eigentlich viel zu klein.
Auch der Erwachsenenbereich kann sich über Zulauf nach der langen Corona-Pause nicht beklagen. „Allein im Januar hatten wir 19 Neuanmeldungen, die meisten im Nachwuchsbereich“, sagt Meyer. Die Kooperation mit der Kita Lenneteich, die nach dem Wasserschaden im alten Gebäude an der Lennestraße in der unteren Etage der Friedensschule untergebracht ist, hat Erfolge gezeitigt.
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Doch nun steht der Verein vor dem Problem, diese gute Resonanz auch so bedienen zu können, dass die Mitglieder zufrieden sind mit den Trainingsmöglichkeiten. Und dass sie weiterkommen können, gerade im Leistungsbereich.
Hoffnung auf ein neues Domizil hat Meyer längst noch nicht ad acta gelegt. „Wir haben auch schon Alternativen geprüft, auch eine alte Industriehalle könnte eine Lösung sein“, sagt der CDU-Ratsherr, „Hauptsache, wir haben wieder mehr Platz im Training, sodass alle effektiv arbeiten können.“
Erfolge beim Arnsberg-Cup
Beim 14. Arnsberg-Cup, der über 400 Kämpfer anzog, war Olympic Taekwondo Lüdenscheid mit 34 Kämpfern die größte Mannschaft. Angesichts von 34 Kämpfern und damit der größten Mannschaft war es nicht verwunderlich, dass Olympic Taekwondo Lüdenscheid mit 103 Punkten die Vereinswertung vor Budo Siegen (31 Kämpfer/89 Punkte) und Taekwondo Herringen (17/6) für sich entschied. Gastgeber TKD Lüdenscheid belegte mit 48 Punkten den achten Rang.
Die Majorität der ersten Plätze beanspruchte mit acht jedoch Budo Siegen vor Olympic Taekwondo Lüdenscheid und dem AC Ückerath (je 7). TKD Lüdenscheid freute sich über drei Siege, darunter zwei kampflosen durch Julius Deicke (Jugend C männlich bis 38 kg, Leistungsklasse I) und Süheda Demir (Jugend C weiblich plus 57 kg LK II), die bei ihrem Turnierdebüt einen Vergleichskampf mit einer Gegnerin aus einer höheren Klasse gewann.
In einem reinen TKD-Finale setzte sich Jana Baumgärtner in der Jugend B-Klasse bis 55 kg (LK I) gegen Angelina Carle´, die nach länerer Wettkampfpause wieder einstieg, durch. Neben Carle´ wurden Jakob Deicke (Jugend C bis 30 kg, LK I), David Reiswich (Jugend B plus 65 kg, LK I) und Janin Glingener (Jugend A plus 68 kg, LK I) Zweite.
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Waldemar Suppes verlor trotz einer starken Leistung in der Herrenklasse bis 84 kg (LK I) gegen Yannick Daffrey (TSC Gladbeck). In einem rein Lüdenscheider Finale unterlag der von einer Fußverletzung gehandicapte TKD-Athlet Alexander Pettke bei den Herren bis 67 kg (LK I) dem Olympic-Aushängeschild Dennis Roskosch, den Trainer Michael Meyer in einer höheren Gewichtsklasse kämpfen ließ. Roskosch beendete das ungleiche Duell vorzeitig.
Obwohl gut in Form verlor der für seinen EM-Titel geehrte Jugendliche Florian Meyer (Olympic) das Finale in der Königsklasse, den Herren plus 84 kg (LK I), gegen Volker Haase (Königsborner SV). Neben Roskosch holten für Olympic noch Neuzugang Julia Swietkowiak (Damen bis 59 kg), Chrisovaalantis Paraschou (Jugend A bis 55 kg, LK II) und Alexandra Palestidou (Jugend B bis 44 kg, LK II) „sportliche” Siege. Kampflos Erste wurden Georgios Paraschou (Jugend A bis 55 kg), Christopher Adamski (Jugend A bis 59 kg) und Filiz Ceren (Jugend A bis 46 kg).
Florian Meyer will es nochmal wissen
Einen Topkämpfer allerdings hat der Trainingsbetrieb seit einigen Wochen wieder aufgenommen: Florian Meyer will es noch einmal wissen. Nach seiner Zeit in der Sportfördereinheit bei der Bundeswehr hatte der zigfache Deutsche Meister und wie Sahin bei Europa- und Weltmeisterschaften erfahrene Kämpfer aufgrund seiner Ausbildung bei der Deutschen Bahn in Dortmund pausiert. Fast zwei Jahre hat Meyer, der in Lüdenscheid mehrfach als Sportler des Jahres ausgezeichnet wurde, keine Turniere mehr gekämpft.
„Aber jetzt ist Florian wieder richtig heiß“, sagt Michael Meyer über seinen inzwischen 29-jährigen Sohn, „die Deutsche Bahn hat ihm die Unterstützung zugesagt. Florian will noch einmal Vollgas geben im Training.“ Seine erste große sportliche Herausforderung nach der langen Pause werden die DTU-Finals in Hessen sein. Am 23. April ist es in Bad Soden-Salmünster soweit. „Das ist schon ein sehr anspruchsvolles Turnier“, sagt Michael Meyer und ist gespannt, wie sich sein Sohn nach der langen Pause schlagen wird. Im Training hinterlässt er dieser Tage einen guten Eindruck. „Er ist heiß“, sagt der Vater und freut sich darüber.
Neue Trainerin für Kickboxing Lüdenscheid
Demet Sahin trainiert beim Taekwondo Lüdenscheid e.V. den Nachwuchs. „Ein Glücksfall“, sagt Meyer, der sich im Verein seit dem Zusammenschluss mit Meyers altem Klub Olympic Taek-wondo um den Leistungsbereich kümmert. Sahin, die aus Herdecke stammt, hat selbst unter den besten Trainern trainiert. Nun gibt die zweifache Mutter, die „nach Lüdenscheid geheiratet hat“, wie Meyer es nennt, ihr Wissen an den Nachwuchs weiter. Auch Sahins Kinder trainieren in der Halle der ehemaligen Friedensschule, und die Mutter ist gerade bestrebt, wie vier andere „hohe Gürtel“ des Klubs eine Trainer-C-Ausbildung zu machen, um ihre Erfahrung auch noch mit theoretischem Wissen zu unterfüttern.
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Kooperation mit Simone Lüth
Kurze und präzise Anweisungen sind die Sportlerinnen und Sportler von Olympic Taekwondo Lüdenscheid im Training gewohnt. Doch dieses Mal kommen diese nicht von ihrem Trainer Michael Meyer, sondern von Simone Lüth.
Die frühere Spitzen-Leichtathletin aus Lüdenscheid arbeitet inzwischen als selbstständige Leichtathletik-Trainerin mit Schwerpunkt Sprint und Wurf im Mehrkampf sowie Koordination. Die bei der LG Lüdenscheid groß gewordene 43-Jährige hat beim TV Viernheim in der Nähe von Mannheim einen neuen Heimatverein gefunden.
„Wir wollen immer wieder neue Aspekte in unser Training einbauen, damit es nicht zu eintönig und spezifisch wird“, erklärt Meyer. „Es kann nicht schaden, seinen Trainingshorizont zu erweitern. Gerade für unsere Kadersportler ist das wichtig.
DM-Bronze für Aylin Acil
Die A-Juniorin Aylin Acil sicherte sich den dritten Platz ihrer Klasse. Für die Bergstädter war es der erste DM-Auftritt unter ihrem eigenen Namen seit vier Jahren, denn erst im Januar war der Rechtsstreit zwischen der neu gegründeten Taekwondo-Union Nordrhein-Westfalen und dem Dachverband, der Deutschen Taekwondo-Union höchstrichterlich beendet worden.
Nachdem Aylin beim Wiegen am Tag vor dem Wettkampf das Mindestgewicht in der Klasse bis 68 Kilogramm nur um 100 Gramm übertroffen hatte, ergab sich beim zufällig ausgelosten Nachwiegen am Wettkampftag ein „Untergewicht, das sie nur mittels eines getrunkenen Liters Wassers ausgleichen und damit eine Disqualifikation vermeiden konnte. In der Vorrunde trat ihre Gegnerin zum Kampf nicht an, sodass sich Aylin Acil für das Halbfinale qualifizierte. Dort bot sie zur Freude des Trainerduos Mario Faroß/Michael Meyer eine ausgezeichnete Leistung und lieferte der ein Jahr älteren Vorjahresfinalistin Fabienne Babatz ein Duell auf Augenhöhe bis in die Schlussphase. Dann aber konterte sie die Mainzerin Aylin Acil zweimal aus und zog erneut ins Finale ein. Nach kurzer Enttäuschung überwog die Freude über DM-Bronze aber doch bei der Bergstädterin.
Erfolgreiche Gürtelprüfung
Bei Olympic Taekwondo Lüdenscheid endete jetzt ein ereignisreiches Jahr 2012 mit der letzten Gürtelprüfung. Und alle 49 Teilnehmer bestanden die Prüfung der Deutschen Taekwondo Union.
Aufgrund der Menge der Prüflinge wurden die Prüflinge in zwei Gruppen geteilt. Als Prüfer fungierten Michael Meyer (3 Dan, Prüfer DTU, Trainer A-Lizenz) und als Beisitzer Vanessa Fink (Prüferanwärter DTU, 3 Dan, Trainer B Lizenz). Die Prüfung bestand aus Grundschule, Formen, Einschrittkampf, Step-Übungen, Wettkampf, Selbstverteidigung, Bruchtest und Theorie. Der jüngste Teilnehmer war der gerade einmal dreijährige Alexandro Gratsanis, der älteste 49 Jahre.
Ziele für das neue Jahr
Die Athleten von Olympic Taek-wondo erzielten 2012 sehr viele Erfolge sowohl im Wettkampf als auch im Formenbereich. Gleich für Anfang des neuen Jahres werden viele große Ziele angepeilt. So findet am 12. Januar 2013 zum ersten Mal ein Formen-Lehrgang in Lüdenscheid statt.
Bei den Deutschen Jugend-A-Meisterschaften am 26. Januar sind mehrere Starter von Olympic am Start. Dann folgt am 9. Februar die Deutsche Senioren-Meisterschaft in Ingolstadt, bei denen gleich neun heimische Kämpfer am Start sein werden. Anschließend geht es am 14. Februar nach Austin zu den US- Open.
Verstärkung für Olympic Taekwondo Lüdenscheid
Die Vorzeigekämpfer Julia Swietkowiak und Florian Meyer von Olympic Taekwondo Lüdenscheid haben Verstärkung bekommen. So gehören seit kurzem Julia Baransky aus Essen und Nildem Tuncat aus Duisburg zum Lüdenscheider Team. Damit hat Olympic-Cheftrainer Michael Meyer gleich vier deutsche Kandidaten für die Olympischen Spiele 2012 in London um sich versammelt. Dazu stoßen nach mehrjähriger Pause die Geschwister David und Ramona Wrobel aus Letmathe.
Erfolge beim Park-Pokal in Sindelfingen
Zum Teil waren die Lüdenscheider Neuzugänge auch beim international besetzten 25. Park-Pokal in Sindelfingen am Start.
An den Kampfrichtern scheiterte Florian Meyer in Sindelfingen. Zuvor hatte der junge Ausnahmekämpfer in seiner Klasse (+87 Kilogramm) zwei ganz dicke Brocken aus dem Weg geräumt. Dabei hatte es der Lüdenscheider mit Chika Chukwumerije aus dem Nationalteam Nigerias zu tun, immerhin Bronze-Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Der ausgeglichene Kampf musste am Ende im Sudden Death entschieden werden. Zweiter Gegner war der Iraner Ramin Aghashahinzadeh. Hier ging Meyer schnell in Führung und setzte sich klar mit 8:0 durch. Im Halbfinale gegen Michael Smolik aus Sindelfingen wurde der 18-Jährige nach einer 5:1-Führung aber disqualifiziert.
Mit insgesamt sechs Olympic-Startern hatten sich Beate Berth und Trainer Michael Meyer auf den Weg zum Park-Pokal nach Sindelfingen gemacht; einem internationalen Turnier mit rund 1000 Teilnehmern und Punktestatus.
Am ersten Tag waren Bahar Ceren ( Damen -49 kg), Julia Baransky (Damen -57 kg), Anton Lisogor (Jugend -45 kg) und David Wrobel (Herren -74 kg) gefordert. Ceren musste sich der späteren Siegerin Jemma Johnson aus England mit 3:5 geschlagen geben.
David Wrobel gewann seinen ersten Kampf gegen den Favoriten aus Frankreich, Anzor Movzarov, mit einem schweren K.o.-Treffer in der ersten Runde. Im zweiten Kampf musste sich Wrobel gegen Josef Petruska aus Tschechien im Sudden Death geschlagen geben. Anton Lisogor besiegt seinen ersten Gegner Emanuel Zanda mit K.o. Im Finale verlor er knapp mit 1:3 gegen Rene Zeevat aus Belgien. Neuzugang Julia Baransky, die eine Klasse höher als gewohnt startete, setzte such zunächst gegen Eva Jaquet mit 2:0 durch. Im zweiten Kampf machte sie auch mit der Italienerin Teresa Maria Sanna kurzen Prozess (14:4).
Am zweiten Wettkampftag ging Ahmet Ertürk (Jugend +78 kg) an den Start. Der Lüdenscheider hatte ein Freilos und musste direkt im Finale antreten. Hier traf er auf Falko Kohrs aus Soltau.
Ergebnisse des Arnsberg-Cups
| Platz | Verein | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | Olympic Taekwondo Lüdenscheid | 103 |
| 2 | Budo Siegen | 89 |
| 3 | Taekwondo Herringen | 6 |
| 8 | TKD Lüdenscheid | 48 |
