Marie König ist eine bekannte Judoka, die bereits mehrere Erfolge auf nationaler Ebene erzielt hat. Dieser Artikel beleuchtet einige ihrer bemerkenswertesten Leistungen.
Deutsche Judo-Einzelmeisterschaften
Bei den Deutschen Judo-Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer U21 in Frankfurt an der Oder war Marie König ebenfalls am Start. Vor zwei Jahren hatte sie bereits eine Bronzemedaille gewonnen und trat diesmal in der Klasse bis 63 kg an, einer der am besten besetzten Gewichtsklassen.
Nach einem Sieg musste König eine Niederlage einstecken und durfte in der Trostrunde nochmals antreten. Dort gewann sie noch zwei Kämpfe, unterlag aber gegen Lilly Büssemeyer vom JC Bottrop und belegte Rang neun. Damit war die Velberterin nicht zufrieden.
„Marie findet zur Zeit einfach nicht zu ihrem Judo“, so VJC-Trainer Swen Colas.
Deutsche Pokalmeisterschaften in Vellmar
Am vergangenen Samstag fanden in Vellmar die Deutschen Pokalmeisterschaften im Judo statt. Dieses hochkarätige Turnier genießt nicht nur nationale Aufmerksamkeit, sondern gilt auch als Qualifikationsmöglichkeit für die Deutschen Meisterschaften.
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Besonders im Fokus stand Marie König, die für ihren Heimatverein antrat und mit starken Leistungen überzeugte. In der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm zeigte sie eine starke Form und kämpfte sich mit Entschlossenheit bis ins Finale vor. Dort musste sie sich schließlich knapp geschlagen geben, sicherte sich aber einen hervorragenden zweiten Platz und damit ebenfalls wichtige Punkte für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.
Trainer Kai Strietzel zeigte sich mit den Leistungen seiner Schützlinge hochzufrieden: „Marie hat heute absolut überzeugt. Sie hat gezeigt, dass sie auf nationaler Ebene ganz vorne mitkämpfen kann. Jetzt heißt es, den Schwung mitzunehmen und sich auf die nächsten Aufgaben zu konzentrieren.“
Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften
Marie König holte sich die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften. Marie hatte zunächst ein Freilos und gewann dann in Runde zwei gegen Luise Friede aus Leipzig mit einer Wertung für einen Uchi-mata (Schenkelwurf). In Runde drei ging es gegen Yasmin Bock aus München-Großhadern, gegen die sie im letzten Jahr auf den Deutschen Meisterschaften verloren hatte.
Die nächste Gegnerin war Dena Pohl aus Potsdam, die Titelverteidigerin in dieser Gewichtsklasse. Hier hatte sie gegen Angelina Seibelt, ebenso aus Potsdam, anzutreten. Seibelt wurde nach 17 Sekunden wegen einer verletzungsgefährdenden Technik disqualifiziert.
Westdeutsche Einzelmeisterschaften der Frauen
In Herne fanden die Westdeutschen Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer statt. Ermittelt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Deutschen Einzelmeisterschaften Ende Oktober in Stuttgart.
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Die Ergebnisse der Frauen in der Übersicht:
- -63 kg:
- Marie König, JC 66 Bottrop
- Wiebke Heseding, ESV Olympia Köln
- Jana Katharina Iwanek, JC 66 Bottrop
- Zoe Stockhausen, JC 71 Düsseldorf
Deutsche Judo-Hochschulmeisterschaften
Mit einem 50-köpfigem Athlet*innen-Team reiste die Wettkampfgemeinschaft Köln (WG Köln) am vergangenen Wochenende (7./8.12.) zu den Deutschen Judo-Hochschulmeisterschaften (DHM) nach Duisburg, wo die Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit der Judoabteilung des PSV Duisburg die diesjährige Ausgabe organisiert hatte. Mit elf Medaillen im Einzel, Silber in der olympischen Disziplin „Mixed-Team“ sowie Gold im Newcomers-Cup räumten die Kölner*innen wieder einmal ab.
Die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Judo sind mit etwa 400 Teilnehmenden aus etwa 100 bundesweiten Hochschulen eine der größten Veranstaltungen des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh). In den Einzelwettbewerben am Samstag konnten die Kölner*innen, die in einer Wettkampfgemeinschaft der Universität zu Köln, der Technischen Hochschule Köln und der Deutschen Sporthochschule Köln antreten, bereits elf Medaillen erkämpfen und somit die Erfolge der letzten Jahre noch weiter ausbauen.
Marie König von der Universität zu Köln gewann eine Bronzemedaille in der Klasse bis 63 kg.
Im Mixed-Team-Wettbewerb, der in dieser Form auch olympisch ist, kam es schließlich zum Showdown gegen die Universität Leipzig. Im Mixed-Team treten sechs Judoka, drei Frauen und drei Männer gegeneinander an. Steht es nach den sechs Kämpfen 3:3, wird per Losentscheid einer der sechs Kämpfe ohne weitere Pause unmittelbar erneut ausgetragen.
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Die Coaches Obertreis & Karsch zeigen sich dennoch begeistert: „Das Team hat sich großartig verkauft. Im Team werden pro Geschlecht nur drei Gewichtsklassen ausgetragen, sodass manche Gewichtsklassen aus dem Einzel im Team ausgelassen werden. Dies führte dazu, dass Florian Böcker, Nikita Djadin und Marie König im Team eine Gewichtsklasse höher angetreten sind. Böcker ließ wirklich alles auf der Matte und musste sich erst nach fast 15 Minuten Kampfzeit dem starken Leipziger geschlagen geben. Alles in allem sind wir unfassbar stolz auf die Leistung jedes Einzelnen“.
Mit dieser Leistung qualifizieren sich die Kölner Judoka für die Europameisterschaften der Studierenden 2025 in Polen. Außerdem konnten sich viele Kölner Judoka für die World University Games 2025, das größte Multisport-Event in Deutschland seit Olympia 1972, die im kommenden Jahr im Ruhrgebiet und in Berlin stattfinden, empfehlen.
Ergebnisse der Wettkampfgemeinschaft Köln im Einzel (11 Medaillen, 16 Platzierungen):
- 1. Platz Helen Habib, Universität zu Köln, bis 48 kg
- 1. Platz Eva Ronja Buddenkotte, Universität zu Köln, bis 78 kg
- 1. Platz Vincent Wieneke, Deutsche Sporthochschule Köln, bis 73 kg
- 2. Platz Shenna Nitsche, Universität zu Köln, bis 63 kg
- 2. Platz Florian Böcker, Deutsche Sporthochschule Köln, bis 66 kg
- 3. Platz Joya Böcher, Universität zu Köln, bis 48 kg
- 3. Platz Hanna Sedlmair, Universität zu Köln, bis 63 kg
- 3. Platz Marie König, Universität zu Köln, bis 63 kg
- 3. Platz Judith Suhrkamp, Deutsche Sporthochschule Köln, bis 70 kg
- 3. Platz Luke Cabecana, Deutsche Sporthochschule Köln, bis 60 kg
- 3. Platz Lino Dello Russo, Technische Hochschule Köln, bis 66 kg
- 5. Platz Anika Böhm, Universität zu Köln, bis 57 kg
- 5. Platz Emilia Meffert, Universität zu Köln, bis 63 kg
- 7. Platz Fabienne Puchel, Universität zu Köln, bis 70 kg
- 7. Platz Jakob Algisch, Deutsche Sporthochschule Köln, bis 100 kg
- 7. Platz Jonas Müller, Universität zu Köln, über 100 kg
Mixed-Team 1 (2. Platz)
- Florian Böcker - Deutsche Sporthochschule Köln
- Nikita Djadin - Technische Hochschule Köln
- Jonas Müller - Universität zu Köln
- Anika Böhm - Universität zu Köln
- Hanna Sedlmaier - Universität zu Köln
- Marie König - Universität zu Köln
- Ronja Buddenkotte - Universität zu Köln
Neben den Einzel- und Mixed-Team Wettbewerben wird auch ein Newcomers-Cup ausgetragen. In diesem dürfen nur Judoka antreten, die maximal den grünen Gürtel tragen. Nach Siegen in den Jahren 2022 und 2023 galten die Kölner Newcomer als Favoriten.
