Über viele Jahrhunderte haben sich in China die ausgefallensten Wushu-Techniken entwickelt. Diese wurden in den letzten Jahrzehnten beliebter Inhalt zahlreicher Hollywood-Actionfilme und von Weltstars wie Jet Li, Jackie Chan, Bruce Lee, Sammy Hung, Chow Yun Fat, Michelle Yeoh, Zhang Ziyi und Lucy Liu ergreifend dargestellt, was dazu führte, dass die Wushu-Begeisterung in Europa seit Jahren zunimmt.
Einzigartig im Wushu ist, dass es für alle Altersklassen und Vorlieben passende Stilrichtungen gibt. Wushu ist Breitensport und Wettkampfsport zugleich. Beim Wettkampfsport wurden die traditionellen Wushu-Stile zunehmend durch akrobatische Elemente und eine tänzerisch anmutende Choreographie aufgepeppt.
Die Wettkampfwertung funktioniert, ähnlich anderer „ästhetischer Sportarten“ wie z.B. Beim Wettkampfsport wurden die traditionellen Wushu-Stile zunehmend durch akrobatische Elemente und eine tänzerisch anmutende Choreographie aufgepeppt.
Auf den jährlich stattfindenden regionalen und offiziellen deutschen Meisterschaften messen sich die Mitglieder des deutschen Kaders, also die besten Sportler aus ganz Deutschland, in verschiedenen Kampfkunststilen. Dazu gehören die schnellen, kraftvollen Kung Fu Stile ebenso wie die geschmeidigen und eleganten Formen des Taijiquan.
Gezeigt werden Bewegungsabläufe (Taolu) traditioneller und moderner Wushu-Formen, teilweise mit akrobatischen Elementen, Stile mit und ohne Waffen, sowie Partner und Gruppendarbietungen. Hierbei handelt es sich nicht um freie Zweikämpfe, sondern um choreographierte Einzel-, Partner- und Gruppenformen. Nationale und internationale Wushu Wettkämpfe außerhalb Asiens etablieren sich zunehmend.
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Lucy Liu, 33, US-Schauspielerin (als Biest Ling Woo in »Ally McBeal") und bekannt für ihre Kampfsporteinsätze in »Drei Engel für Charlie«, passte sich einem gängigen Vorurteil an. Sie sei zwar schon immer ein Fan asiatischer Kampftechniken gewesen.
Denn ihr Vater habe Kung-Fu-Filme angeguckt und sie dann halt auch. Deshalb stimmten aber noch lange nicht die üblichen ethnischen Vorurteile und Stereotypen, sagt die schlagkräftige Tochter chinesischer Einwanderer. »Ich esse Reis und schaue mir Kung-Fu-Filme an, aber nicht jeder Asiate isst Reis und schaut sich diese Filme an«, so Liu, die sich früh in Karate und in einer speziellen Form des Messer- und Stockkampfes übte.
Ein Grund, warum sie diese martialischen Sportarten erlernte, sei eben gewesen, dass sie die vorurteilsbeladene Fragerei leid war, ob sie auch Kung-Fu könne.
Lucy Liu in "The Man with the Iron Fists"
Auch Madame Blossom (Lucy Liu) und ihre Schar leichter Mädchen haben sich in den Kopf gesetzt, sich den Schatz unter den Nagel zu reißen. Doch es schwelt noch größeres Unheil über dem Dorf und seinen Bewohnern und der Schmied sieht sich schließlich gezwungen, sein ganzes Können einzusetzen, um ein Werkzeug anzufertigen, mit dem er zum "Mann mit den Eisenfäusten" wird.
"The Man with the Iron Fists" ist das Regiedebüt von Schauspieler und Rapper RZA (Leadsänger beim Wu-Tang-Clan). RZAs Regiedebüt versucht, klassisches Martial Arts mit viel Zitaten und westlichen Einflüssen aufzuwerten. Hübsch anzusehen ist das schon, manchmal auch absurd-witzig.
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Und Russel Crowe als dekadenten Lebemann sowie Lucy Liu als intrigante und mörderische Puffmutter zu sehen, auch das macht Spaß. Nur reichen diese positiven Elemente nicht aus, um einen ganzen Film damit zu füllen. Als Martial-Arts-Hardcore-Fan kann man sich das sicher mal aus der Videothek ausleihen, sich an der Optik oder den sonderlichen Einfällen kurz erfreuen.
War „Kill Bill“ eine gelungene Hommage an berühmte japanische Filme („Lady Snowblood“ oder diverse Animes wie „Ninja Scroll“), ist „The Man with the Iron Fists“ eine Verbeugung vor Hongkong-Genre-Filmen aus den 70er Jahren, wenn auch Quentin Tarantino diesmal nur als ausführender Produzent tätig war. Neben alten Martial-Arts-Legenden (u.a. Gordon Liu) gaben sich auch viele jüngere Kämpfer/innen die Türklinke in die Hand ...
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