5 Karat Diamant Wert: Faktoren, die den Preis bestimmen

Es gehören diverse Faktoren dazu, um den Wert eines Diamanten zu bestimmen. Die Größe beziehungsweise der Durchmesser, der Schliff, die Form, Farbe und Reinheit spielen eine wichtige Rolle bei der Wertermittlung.

Die 4 Cs: Eine Einführung in die Diamantenbewertung

Um den Wert eines Diamanten genau zu bewerten, spielen vier wesentliche Kriterien eine Rolle: die sogenannten 4 Cs. Diese umfassen das Gewicht (Carat), den Schliff (Cut), die Farbe (Color) und die Reinheit (Clarity).

1. Karat: Das Gewicht des Diamanten

Die Größe eines Diamanten wird anhand seines Gewichts bestimmt. Maßzahl hierfür ist das Karat (aus dem englischen "Carat"). Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Je größer ein Diamant ist, desto seltener und wertvoller ist er. Daher ist das Karat-Gewicht eines Diamanten eines der entscheidenden Merkmale, die seinen Preis bestimmen.

Manchmal wird die Karatzahl in "Punkten" ausgedrückt. dann 0,01 Karat. 0,10 ct.

Beispiel:

  • ein Diamant mit 0,99 ct.
  • ein Diamant mit 1,00 ct.
Grund: Der Diamant mit 0,99 ct. "Einkaräter" nennen. Ein Diamant mit 1,01 ct. ct.

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Das Karat-Gewicht allein sagt aber noch nicht alles über den Wert aus.

2. Farbe: Die Reinheit des Weiß

Die klassische Farbe eines Diamanten ist weiss bzw. farblos. Es treten jedoch auch verschiedene Farb-Abstufungen auf. Die Farbe eines Diamanten wird hauptsächlich durch Verunreinigungen in der Kristallstruktur beeinflusst. Im Wesentlichen sind dafür folgende chemische Elemente zu nennen: Stickstoff und Bor. In geringen Mengen können diese zu einem gelben oder gelbbraunen Farbton führen.

Diamanten gibt es in einer Vielzahl von Farben. Die meisten der natürlichen Schmuck-Diamanten werden in der Farbreihe farblos-gelb gefunden. Die Farbpalette des Diamanten ist fantasievoll, sie reicht von Rosé, Rot, Blau, Grün, Gelb und Braun bis hin zum schwarzen Diamanten.

Grundsätzlich gilt: Je näher der Diamant an der absoluten Farblosigkeit liegt, desto seltener und wertvoller ist er. Ein perfekter Diamant ist vollkommen farblos. Auf einer Farbskala von GIA (Gemological Institute of America) reicht die Bewertung von D (völlig farblos) bis Z (sichtbare Gelb- oder Brauntöne).

Um die exakte Farbe zu bestimmen, gibt es eine internationale gültige Einteilung. Hierbei wird jeder Farbstufe ein Buchstabe zugeordnet um eine Vergleichbarkeit zu erzielen.

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Bitte beachten Sie: Die Internationale Farbskala beginnt mit dem Buchstaben D. Die Buchstaben A-C sind nicht vergeben. Der Grund für diese Konvention ist nicht genau bekannt. Man kann sich als Gedächtnisstütze auch leicht merken: Die Skala beginnt mit "D" wie Diamant.

Die Farbgrade "D" bis "H" sind nur sehr schwer zu unterscheiden und sehen für einen Laien farblos aus. Die feinen Abstufungen können oft nur mit einer Lupe im direkten Vergleich der Steine auf einem weißen Papier erkannt werden. Erst ab der Stufe "I" kann auch der ungeübte Betrachter eine leichte Tönung feststellen. Farbstufen ab "M" aufwärts haben eine sehr unschöne und auffällige Tönung, die den Wert des Diamanten merklich mindert.

Neben den oben aufgeführten Diamanten gibt es auch Diamanten mit Farbvarianten. Die sogenannten Fancy-Diamonds können verschiedene Farbtöne aufweisen. Im Besonderen zu nennen ist hier die Farbe schwarz.

Farblosere Diamanten (Kategorie D-F) sind besonders selten und daher besonders wertvoll.

3. Reinheit: Das Innere des Diamanten

Jeder natürliche Diamant weist als Erzeugnis der Natur individuelle Wachstumsspuren auf. Der Reinheitsgrad spielt bei der Graduierung von Diamanten eine bedeutende Rolle. Die Reinheit eines Diamanten bezieht sich auf die Anzahl und Art von Einschlüssen (Unreinheiten) im Inneren oder auf der Oberfläche des Steins. Diese Einschüsse können die Brillanz des Diamanten beeinträchtigen, sind jedoch oft mit bloßem Auge nicht sichtbar.

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Diamanten haben sehr kleine natürliche Merkmale, die als Einschlüsse bezeichnet werden. Dies sind Punkte bzw. Unreinheiten innerhalb des Diamanten. Das Spektrum reicht hier von Lupenrein über kleine Einschlüsse bis hin zu deutlichen Einschlüsse.

Ein Diamant darf nur dann als lupenrein bezeichnet werden, wenn er sich bei 10-facher Vergrößerung einer achromatischen oder aplanatischen Lupe bei normalem Licht für den geübten Fachmann als absolut transparent und frei von Einschlüssen erweist. Die Reinheitsskala reicht von IF (internally flawless, also lupenrein) bis I3 (deutliche Einschlüsse sichtbar). Je weniger Unreinheiten ein Diamant aufweist, desto wertvoller ist er.

Die gängigsten Reinheitsgrade

  • Keine Einschlüsse (lupenrein) keine äußeren Merkmale
  • Keine Einschlüsse, lupenrein
  • Very, very small inclusions (Sehr, sehr kleine Einschlüsse)
  • Größere und/oder zahlreiche Einschlüsse
  • Große oder zahlreiche Einschlüsse

Hinweis: In Europa gilt IF als höchster Reinheitsgrad, in Amerika FL.

4. Schliff: Das Feuer des Diamanten

Der Schliff eines Diamanten gibt eine Aussage darüber, wie qualitativ gut dieser geschliffen ist. erfolgt dabei eine Beurteilung der Schliff-Ausführung und der Proportionen des Diamanten. bestimmen in großem Maß das Leben - Feuer und Brillanz - eines Diamanten.

Jede Form eines Diamanten ist unabhängig von der Bewertung der Kategorie Schliff. Der Schliff eines Diamanten bezieht sich darauf, wie präzise und kunstvoll der Diamant geschliffen wurde, um das Licht zu reflektieren. reflektiert. akkurater der Schliff ist, desto ausgeprägter kommt die Brillanz zum Vorschein. Feuer und wirkt lebendig.

Der Schliff ist daher ein entscheidender Faktor für die optische Wirkung und den Marktwert eines Diamanten. Ein gut geschliffener Diamant kann das Licht optimal einfangen und zurückwerfen, was sein Funkeln und seine Brillanz verstärkt.

Ein ideal geschliffener Diamant hat eine bessere Lichtreflexion als ein Diamant mit schlechterem Schliff, selbst wenn die anderen Merkmale vergleichbar sind. Der Schliff eines Diamanten umfasst die Anpassung seiner Proportionen, Symmetrie und Polierung.

Zertifizierung: Das 5. C

Aufgrund der großen Bedeutung für die Feststellung der Identität und die Wertermittlung eines geschliffenen Diamanten gilt die Qualität der Zertifikats heute als das „5. C“ „Certificate“ (= Zertifikat).

Ohne Expertise (auch Zertifikat oder Graduierungsbefund genannt) verliert ein Diamant drastisch an Wert. Der Investor sollte daher auf dieses Dokument achten - und auch darauf, wer es ausgestellt hat. International anerkannt sind drei gemmologische Institute: das Gemological Institute of America (GIA) mit Sitz in New York, der Hoge Raad voor Diamant (HRD) mit Sitz im belgischen Antwerpen und das International ­Gemological Institut (IGI), ebenfalls in Antwerpen ansässig.

Das Zertifikat ist quasi der Pass des Diamanten. In ihm sind neben den genauen Maßen des Diamanten alle identitätsgebenden Merkmale enthalten, mit denen der Diamant zweifelsfrei identifiziert werden kann. Der Wert eines Zertifikates ist dabei nur so gut, wie der Ruf des ausstellenden Institutes. Da Diamanten weltweit gehandelt werden und ihre Preise ebenso weltweit entstehen, sind auch nur Zertifikate von Diamantinstituten zu empfehlen, welche weltweite Anerkennung geniessen.

Neben dem Graduierungsbefund enthält das Zertifikat detaillierte Angaben über die Abmessungen und Proportionen sowie die Fluoreszenz des Edelsteins, um sichergehen zu können, dass die Expertise auch wirklich zu dem betreffenden Stein gehört. Jedes Zertifikat ist nummeriert. Seit einigen Jahren wird diese Nummer von IGI, GIA und HRD zudem per Laser in die Rundiste des Diamanten graviert, also in die Kante, welche die obere von der unteren Hälfte des Edelsteins trennt.

Diamant-Zertifikate sind außerdem mit Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, die man vom Personalausweis oder Reisepass kennt.

Weitere Faktoren, die den Wert beeinflussen

Fluoreszenz

Als Fluoreszenz wird das leichte Leuchten bzw. Schimmern eines Diamanten unter UV-Licht (auch Sonnenlicht enthält UV-Licht) bezeichnet. Die meist bläuliche Fluoreszenz (seltener auch gelblich) kann bei starker oder sehr starker Ausprägung und hohen Farbgraden (D bis H) den Wert eines Diamanten negativ beeinflussen.

Bei einem für Schmuckzwecke verwendeten Brillanten ist eine mittlere bis etwas stärkere und somit manchmal (unter UV Licht) sichtbare Fluoreszenz auch ganz interessant und in einigen Ländern (z.B. USA) sogar gesucht.

Schliff-Form

Die Form, in der ein Diamant geschliffen ist, darf nicht mit der Schliffqualität verwechselt werden. Ein Diamant kann in einer Vielzahl verschiedener Formen geschliffen werden, das hat natürlich auch einen Einfluss auf den Brilliant Preis.

Die mit Abstand bekannteste und mit einem Anteil von ca. 85% aller geschliffenen Diamanten, beliebteste ist die Form des (runden) Brillianten. Die Brilliant-Form wird wegen ihrer besonders aufwendigen Schlifform und der dadurch erzielten maximalen Brillianz seit jeher besonders geschätzt und nachgefragt.

Diamanten als Kapitalanlage

Für Diamanten als Kapitalanlage spricht die hohe Konzentration von Werten auf kleinstem Raum. Sie eignen sich daher ideal als »Fluchtwährung«, zumal die Edelsteine fast überall auf der Welt wieder in Geld getauscht werden können. Vorausgesetzt freilich, der Verkäufer kann ein Zertifikat von einem der drei international anerkannten gemmologischen Institute vorlegen.

Die Prüfung des natürlichen Ursprungs dieses ca. zwei Milliarden Jahre alten Minerals und die Bestätigung von einem gemologischen Labor, dass es sich tatsächlich um einen natürlichen Diamanten handelt, ist daher umso wichtiger. Synthetische, in Laboren gezüchtete Diamanten werden zu einem Preis, welcher mehr als 50% unter dem von natürlichen Diamanten liegt, angeboten. Da sie unbegrenzt reproduziert werden können, weisen synthetische Diamanten einen deutlich geringeren Wert auf.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Achten Sie auf konfliktfreie Diamanten
  • Lassen Sie sich von Experten beraten
  • Berücksichtigen Sie die Mehrwertsteuerpflicht oder Lagerung im Ausland

Diamant-Farbgrade im Überblick

Farbgrad Bezeichnung
D-F Exceptional White + / Exceptional White (Hochfeines Weiß + / Hochfeines Weiß)
G-H Rare White + / Rare White (Feines Weiß + / Feines Weiß)
I-J White (Weiß)
K-M Slightly Tinted White (Leicht getöntes Weiß)
N-Z Tinted White (Getöntes Weiß)
Fancy Color (Fantasiefarben)