Lorenzo Lamas, Sohn des argentinischen Schauspielers Fernando Lamas und der norwegisch-amerikanischen Schauspielerin Arlene Dahl, ist nicht nur für seine Schauspielkarriere bekannt, sondern auch für seine Fähigkeiten in verschiedenen Kampfsportarten.
Frühe Karriere und Schauspielausbildung
Nach seiner Kindheit zog Lamas zurück nach Kalifornien und begann mit der Schauspielerei. Die Grundkompetenzen erlernte das begeisterte Nachwuchstalent in speziellen Schauspielkursen von Tony Barr. Bereits 1976, nur ein Jahr nach Beginn seines professionellen Schauspielunterrichts, stand Lorenzo Lamas erstmals vor der Fernsehkamera.
Kampfsportarten: Taekwondo und Karate
Parallel zu seiner Schauspielkarriere erlernte er die Kampfsportarten Taekwondo und Karate. Ende der 1970er Jahre begann er verstärkt mit dem Training. Heute nur schwer vorstellbar: Als Kind hatte Lorenzo Lamas mit Übergewicht zu kämpfen, doch durch seine Disziplin trainierte er seinen Körper bis zur Traumfigur.
Erfolge im Film und Fernsehen
In den 1980ern galt er als einer der gefragtesten Poster-Playboys an den Wänden junger Teenagerinnen. Seine Rolle als Lance Cumson in der TV-Serie „Falcon Crest“ wurde diesem Image gänzlich gerecht, denn hier spielte er einen gutaussehenden Playboy, der ganz nach den Vorstellungen seiner reichen Großeltern erzogen wurde. Mit seinen Serienrollen, unter anderem auch in „Renegade - Gnadenlose Jagd“, wurde Lamas zum Kult-Fernsehstar. In neueren Film- und Fernsehprojekten schaffte er es allerdings nicht erneut an diese Erfolge anzuknüpfen.
Lorenzo Lamas in "Kickboxer USA" (Night of the Warrior)
Ein Beispiel für Lamas' Einsatz seiner Kampfsportfähigkeiten im Film ist „Night of the Warrior“ aka „Kickboxer USA“. Wer die Inhaltsangabe zum Film liest, könnte meinen, er habe es hier mit B-Action-Schlonz in seiner pursten Form zu tun. Doch das Drehbuch von Thomas Ian Griffith, der den Film auch produzierte, sowie die Regie von Rafal Zielinski gehen mit spürbaren Ambitionen vor.
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In diesem Film spielt Lamas Miles Keane, den stolzen Besitzer eines nicht ganz jugendfreien Etablissements. Um die Schulden für die Bar schneller abbezahlen zu können, verdingt sich Miles immer mal wieder in illegalen Fights und poliert seinen Gegnern spektakulär die Fresse. Doch Miles hat genug von dem Geprügel. Doch sein „Promoter“ Lynch findet das gar nicht gut, hat er doch einen reichen Klienten an der Hand, der ausgerechnet Miles in einem weiteren Kampf sehen will. Zunehmend brutaler versucht Lynch, Miles zu einem weiteren Kampf zu überreden. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Er misshandelt Miles Mutter und schreckt auch nicht davor zurück, Miles neue Flamme Katherine zu bedrängen.
Die Action in „Kickboxer USA“, wie sämtliche Action von Rick Avery choreografiert, ist eher kurzer Natur. Erst im Showdown wird wieder losgeknüppelt. Diesmal darf Lorenzo Lamas gegen James Lew ran. Das Ergebnis macht Laune, bietet ein paar hübsche Moves und wird ebenfalls an Bildern gereicht, die offenlegen: Hier soll es nicht platt aufs Maul geben.
Lorenzo Lamas macht als Held eine gute Figur und wirkt vor allem im Zusammenspiel mit seiner damaligen Ehefrau Kathleen Kinmont sehr souverän. Dass sein Charakter Kinmonts Figur verfällt, ist auch alles andere als unglaubwürdig. Frau Kinmont spielt hier schon sehr sexy auf.
Gangster Lynch organisiert illegale Kämpfe: eine Mischung aus Boxen, Wrestling und asiatischer Kampfkunst. Miles Keane muss für den Promoter in den Ring steigen - er hat sich bei Lynch Geld geliehen, um mit seiner Mutter Edie einen Nachtclub zu eröffnen. Mit einem Sieg in seinem letzten Kampf hat er die Schulden abbezahlt. Neben der Arbeit im Club investiert Miles viel Zeit in sein Hobby, das Fotografieren. Katherine Pearce, die in einem Fotogeschäft arbeitet, ist von seinen engagierten Straßenbildern beeindruckt. Die beiden verlieben sich.
Als Miles sich weigert, gegen einen thailändischen Kickbox‑Champion noch einmal in den Ring zu steigen, hängt ihm Lynch den Mord an einer Tänzerin des Clubs an. Katherine versteckt ihn vor der Polizei. Dann wird sie von Lynch entführt - und Miles damit gezwungen, in einer verlassenen Halle vor ausgesuchtem Publikum gegen Hector Sabetei anzutreten. In einem brutalen Kampf besiegt Miles seinen Gegner. Anschließend fordert er Lynch auf, Katherine freizulassen. Aber die beiden wissen zu viel. Lynch will nicht nur Katherine töten, sondern auch Miles …
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Weitere Filme mit Kampfsportbezug
Neben "Kickboxer USA" spielte Lorenzo Lamas auch in anderen Filmen mit Kampfsportbezug mit:
- Kickbox Hero 2
- Final Impact
In „Final Impact“ spielt Nick Taylor, einen ehemaligen Kickboxchampion, der von seinem Gegner Jake Gerard besiegt wurde. Er trainiert Danny Davis für die Kickboxmeisterschaften in Las Vegas. Obwohl der Film im Kicker-Genre eine bekannte Geschichte erzählt, bietet er dennoch ansprechende Choreographien und brutale Fights.
Privatleben
Lorenzo Lamas ist bereits das fünfte Mal verheiratet; seine ehemaligen Ehefrauen waren Victoria Hilbert, Michele Smith, Kathleen Kinmont und Shauna Sand. Seit 2011 führt eine Ehe mit Shawna Craig.
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