Viele kennen Liam Neeson aus Filmen wie "96 Hours", die für ihre intensiven Kampfszenen bekannt sind. Doch welche Kampfkünste oder Selbstverteidigungssysteme beherrscht der Schauspieler wirklich? Dieser Frage und weiteren Aspekten seiner physischen Vorbereitung für Actionrollen gehen wir hier nach.
Erinnerungen an Berlin und frühe Einblicke
Neeson hat eine besondere Beziehung zu Berlin, wo er für den Thriller "Unknown Identity" drei Monate verbrachte. Er bemerkte die Veränderungen in der Stadt seit seinem vorherigen Dreh in Potsdam kurz nach dem Mauerfall. Diese Erfahrungen haben ihn geprägt und seine Wahrnehmung geschärft.
Im Gespräch über sein Gedächtnis gibt Neeson zu, vergesslich zu sein, aber wichtige Momente, besonders solche, die mit dem Tod oder einschneidenden Erlebnissen wie seinem Motorradunfall im Jahr 2000 verbunden sind, bleiben ihm klar in Erinnerung.
Jugend und körperliche Aktivität
In seiner Jugend boxte Neeson und erlebte einige Gehirnerschütterungen, die ihn letztendlich dazu brachten, mit dem Boxen aufzuhören. Diese Erfahrung lehrte ihn, wie wichtig es ist, auf seinen Körper zu hören.
Er ist seit Jahren an körperliche Aktivität gewöhnt und weiß, wie er seinen inneren Schweinehund überwinden kann. Dabei hilft ihm, ausreichend Kalorien zu sich zu nehmen. In jungen Jahren arbeitete er beispielsweise als Maurer.
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Die Rolle in "96 Hours"
Der französische Regisseur Luc Besson bot Neeson die Rolle in "96 Hours" an, die Geschichte eines Vaters, der seine entführte Tochter aus den Fängen von Menschenhändlern befreit. Neeson konnte sich gut mit dem Gefühl eines Vaters identifizieren, der sein Kind verliert, und wollte sich physisch austoben.
Er sagt über den Film: "Die reizvolle Perspektive war, dass ich dafür drei Monate in Frankreich und Paris verbringen konnte. Außerdem konnte ich mich endlich einmal physisch austoben. Gerade weil ich mich fit halte, wollte ich endlich mal mit meinem Körper angeben."
Kein typischer Actionheld
Neeson betont, dass er kein typischer Actionstar ist und sich nicht auf dieses Genre festlegen lassen möchte. Er sucht nach Drehbüchern, die ihn überraschen und ihm ermöglichen, seine schauspielerische Palette zu erweitern.
Im Hinblick auf die Dreharbeiten zu "96 Hours" lernte Neeson drei Wochen vor Drehbeginn bestimmte Basisbewegungen und Abläufe. Er war schon immer an diesem Genre interessiert und bewunderte die Arbeit von Luc Besson.
Einflüsse und Realitätsnähe
Neeson betont die Realitätsnähe der Geschichte in "96 Hours". Besson hat sich mit französischen Polizisten unterhalten, die diesen Sexhandel mit jungen Mädchen verfolgen. Die im Film dargestellten Szenarien hätten genau so passieren können.
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Über Folter sagt Neeson: "Ich bin Nordire, ich bin dort den 60er und 70er Jahren aufgewachsen. Ich bin ein Kind dieser Gewalt. Noch heute kommen jeden Tag solche Folterfälle aus dieser Zeit zum Vorschein, Dinge die damals in Belfast geschahen."
Neesons Meinung zur UFC und Conor McGregor
In einem Interview mit Men's Health äußerte sich Neeson kritisch über die UFC: "UFC kann ich nicht ausstehen. Das ist für mich wie eine Kneipenschlägerei." Er fügte hinzu: "Dieser kleine Kobold Conor McGregor gibt Irland einen schlechten Ruf."
Fitness-Routine im fortgeschrittenen Alter
Auch mit über 60 Jahren hält sich Liam Neeson fit und aktiv. Er setzt auf eine Kombination aus Laufen, Bodyweight-Training und einer gesunden Ernährung. Vor Dreharbeiten erhöht er die Intensität seines Trainings.
Seine Fitness-Routine umfasst Power Walking und Hantel-Training. Er betont, dass man für einen Film Energie braucht, egal ob man gerade dreht oder nicht. Man muss selbst für diese Fitness sorgen.
Ernährung als Schlüssel zum Erfolg
Mark Vanselow, der Trainer für die Actionsequenzen bei "Taken", betonte, dass die Ernährung ein wichtiger Faktor ist: "Es muss einfach und praktisch sein: Halten Sie sich von Kohlenhydraten fern, wenn Sie können, suchen Sie nach einer gesunden Proteinquelle und fügen Sie Gemüse hinzu!"
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Training ohne Fitnessstudio
Neesons Trainer empfiehlt, überall zu trainieren, wo sich die Möglichkeit bietet: "Man kann immer ein paar Minuten lang laufen gehen. Es gibt viele Basics, die man in einem Hotelzimmer tun kann: Liegestützen, Kniebeugen und viel Stretching. Core-Übungen sind der Schlüssel."
Kampfszenen als Herausforderung
Was die Kampfszenen betrifft, so ist das Aufwärmen entscheidend: "Wenn es der Zeitplan erlaubt, proben wir den Kampf so oft wie möglich, bevor wir ihn drehen, so dass er all diese Muskelgruppen trainieren und beanspruchen kann, bevor wir mit dem Filmen beginnen. Vor jeder Kampfszene müssen Sie Ihre Arme und Beine in Bewegung halten, jeden Muskel, den Sie benutzen werden, dehnen und flexibel halten."
Eigene Stunts und körperliche Fitness
Liam Neeson dreht die meisten Actionszenen in seinen Filmen selbst. "Alle meine Kämpfe und Schlägereien mache ich selbst, nur Sprünge durchs Fenster überlasse ich meinem Stuntman", sagte er der Zeitschrift "TV Movie". Er hält sich mit Liegestützen und Power-Walking fit.
Zusammenfassung von Liam Neesons Fitness- und Kampfkunstaspekten
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Liam Neeson durch eine Kombination aus Disziplin, körperlicher Aktivität und einer gesunden Ernährung seine Fitness erhält. Seine Bereitschaft, Stunts selbst zu drehen und sich in neue Rollen einzuarbeiten, zeigt seine Hingabe zum Schauspielberuf.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Kampfsportarten | Boxen in der Jugend, Basisbewegungen für Filme |
| Fitness-Routine | Laufen, Bodyweight-Training, Power Walking, Hantel-Training |
| Ernährung | Kohlenhydratarme Ernährung, gesunde Proteinquellen, Gemüse |
| Stunts | Dreht die meisten Kampfszenen selbst |
| Meinung zur UFC | Kritisch, vergleicht es mit einer Kneipenschlägerei |
| Meinung zu Conor McGregor | Negativ, bezeichnet ihn als "kleinen Kobold" |
