Kurt Sloane wollte nie wieder nach Thailand zurückkehren. Doch die Vergangenheit holt ihn ein. Er wird gekidnappt und erwacht in einem thailändischen Knast als Mörder von Tong Po, den er im Kampf getötet hatte.
Hinter dem ganzen steckt Sport-Promoter Thomas Moore, der mit Tong Po sein lukrativstes Zugpferd verloren hat. Er macht Kurt ein Angebot: Wenn er als Entschädigung zu einem Untergrund-Kampf antritt und den neuen Champion, einen 200-Kilo-Muskelberg, besiegt, bekommt er seine Freiheit und seine ebenfalls gefangene Frau Liu zurück, garniert mit einem dicken Bündel Scheine.
Die Handlung im Detail
Achtzehn Monate sind seit den Ereignissen des ersten Films vergangen, Kurt Sloane ist jetzt verheiratet und nimmt an MMA-Kämpfen in Las Vegas teil. Er wird entführt und vom Kampfveranstalter Thomas Moore (Christopher Lambert) nach Thailand zurückgebracht, der sich für den Tod seines Kämpfers Tong Po rächen will. Sloane muss sich nun dafür entscheiden, in einem thailändischen Gefängnis einzusitzen oder gegen Moores neuen Champion Mongkut (gespielt von Hafþór Júlíus Björnsson aus Game of Thrones) zu kämpfen.
Der stellt ein riesiges zweihundert Kilo Monster dar, das bereits zwanzig Männer getötet hat. Sloane tut sich wieder mit Master Durand und zusätzlich einer Gruppe von Strafgefangenen zusammen, um für den epischen Showdown zu trainieren. Die Geschichte wird niemanden umhauen, ist sie doch ziemlich formelhaft geraten, wobei die Handlung sowieso hauptsächlich nur dazu da ist, um die Kampfsequenzen miteinander zu verbinden. Ähnlich wie Rocky Balboa dem russischen Biest Ivan Drago in Rocky IV gegenübersteht, muss sich Sloane einem Mann stellen, der maschinenähnlich und praktisch nicht zu besiegen zu sein scheint.
Visuelle Gestaltung und schauspielerische Leistungen
Kickboxer - Die Abrechnung ist ein visuell umwerfender Film, der sich auf extrem dunkle Szenen konzentriert, mit begrenzter Beleuchtung aus verschiedenen Quellen, um einige interessante schwere Schatten zu erzeugen und Licht auf die Schauspieler und ihre Umgebung zu werfen. Die Beleuchtung nutzt sowohl natürliches Sonnenlicht, das durch die Fenster hereinscheint, als auch starke gelbe, grüne und blaue Leuchtstofflampen, um einiges an Farbenpracht in einzelnen Szenen zu erzeugen. Der Film ist nicht gänzlich in Dunkelheit gehüllt, da es auch Einstellungen am Tag gibt, doch die dunkel ausgeleuchteten Szenen sind visuell am interessantesten.
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Zu Moussis schauspielerischen Fertigkeiten stehen zwar noch etliche Fragen offen, allerdings bestehen keine Zweifel an seinen körperlichen Fähigkeiten. In Kickboxer - Die Abrechnung kann er zum wiederholten Male seine Talente als Stuntman und Kampfkünstler mehr als beweisen. Was das Schauspiel betrifft hat er definitiv noch eine Menge Arbeit vor sich, sind ihm seine Kollegen mit besseren und glaubwürdigeren Dialogen dabei doch durchaus überlegen.
Was kann man über Van Damme berichten? Er ist eine verdammte Legende und seine Leistung, sowohl körperlich, als auch emotional ist hervorragend. Während er „nur“ die Rolle einer Nebenfigur übernimmt, hat er dennoch mehr als genug Zeit, um strahlen zu können. Lambert spielt den Bösewicht wirklich exzellent und weiß einige Szenen zu klauen. Doch der Akteur, der in diesem Film sowohl überrascht, als ihn auch komplett beherrscht, ist Mike Tyson, einer der Gefängnisinsassen, der hilft Sloane zu trainieren. Tyson weiß nicht nur in erstaunlichen Kampfsequenzen mit Moussi und Van Damme zu überzeugen, sondern auch seine Dialoge kommen absolut glaubwürdig rüber. Gerne mehr davon!
Der Rest der Besetzung umfasst eine Reihe ehemaliger UFC-Kämpfer, Kampfkünstler und Muskelprotze, die alle ihre Momente bekommen.
Action und Inszenierung
Nun ist er da, der zweite Ableger des Kickboxer-Reboots. Machen knackende Knochen und brutale Fights immer noch Spaß? Oder sollte man die Reihe so langsam zu Grabe tragen? Ach, was mach ich ein Geheimnis daraus? Erst einmal eine frohe Botschaft. Ja, der Film hat es uncut mit einer Freigabe ab 16 Jahren geschafft. Und nein, er ist weder soft noch weichgespült. Kickboxer Fans dürfen also beherzt zugreifen.
Alain Moussi prügelt sich eindrucksvoll durch den gesamten Film, denn einen Grund für Kloppe gibt es ja immer, Van Damme mimt hier den geblendeten Mentor und legt dabei eine locker-lässig humorvolle Performance aufs Parkett, und Christopher Lambert (alt ist er geworden) brilliert als Klischee behafteter Bösewicht.
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Natürlich kann man sich nicht nur in überzogenen und videospielartigen Sequenzen durch fast 2 Stunden Film schlagen und treten, deshalb gibt es auch noch einige nette Duelle zwischen Durand und Moore, und - wer hätte es gedacht - Lambert darf hier mal wieder mit einem Schwert herumfuchteln. Wie dem auch sei. Trotz der kaum vorhandenen Geschichte unterhält der Kickboxer auf ganzer Linie. Ein starker Cast trifft auf hervorragend choreographierte Fights, Action nonstop und hohes Tempo.
Toll ist auch die Kameraarbeit, die insbesondere in den längeren Kampfsequenzen an den unmöglichsten Orten (Zugabteil, Wochenmarkt, Gefängnishof) ihre stärken hervorhebt. Dass man den Film nicht als ernstes Martial-Arts Werk verkaufen wollte wird schnell klar. Ein Gag jagt den nächsten. So muss Unterhaltungskino sein! Das Finale ist dann wieder so drüber, dass man den Drehbuchautoren dafür einen Oscar verleihen sollte. Unrealistisch? Aber, ja! Dafür aber Sau geil!
Fazit
Insgesamt bietet Kickboxer - Die Abrechnung non-stop Action und großartige Kampfsequenzen sowie ein absolut brutales Finale. Trotz der kaum vorhandenen Geschichte unterhält der Film auf ganzer Linie. Ein starker Cast trifft auf hervorragend choreographierte Fights, Action nonstop und hohes Tempo. Für Fans des Genres ist dieser Film ein Muss.
Besetzung
| Schauspieler | Rolle |
|---|---|
| Alain Moussi | Kurt Sloane |
| Jean-Claude Van Damme | Master Durand |
| Christopher Lambert | Thomas Moore |
| Hafþór Júlíus Björnsson | Mongkut |
| Mike Tyson | Gefängnisinsasse |
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