Michael Smolik: Vom Kickbox-Weltmeister zum Kämpfer des Lebens

Michael Smolik ist ein bekannter Name in der Welt des Kampfsports. Er ist vierfacher Weltmeister und Profi im Kickboxen und hat auf Sendern wie Sat1, Kabel1 und Sport 1 gekämpft.

Sein Vater, Jan Smolik, war einer der besten Taekwondo-Kämpfer in Polen. Michael wurde bereits im Alter von drei Jahren zusammen mit seinem Bruder von seinem Vater trainiert. Ab dem fünften Lebensjahr begann er mit dem Training im Taekwondo.

Inzwischen bietet auch viele Fitnessstudios Kurse an. Michael Smolik war einer der Jungs, die ihre Energie nicht so recht unter Kontrolle hatten.

Er prügelte sich auf dem Schulhof, auch weil er, wie er sagt, immer wieder gemobbt wurde: polnische Eltern, der fremd klingende Name, über den sich Mitschüler im schwäbischen Crailsheim lustig machten. Durchgehalten hat er. Sich nie von anderen was sagen lassen.

Mit dem Kampfsport begann Michael Smolik bereits vor 19 Jahren. Davon hat er 15 Jahre Taekwondo betrieben und ist seit 4 Jahren im Kickboxen aktiv.

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In diesen 4 Jahren im Kickboxen wurde er vierfacher Weltmeister und hat zahlreiche deutsche und internationale Titel erkämpft.

Nach dem Wechsel zum Kickboxen errang er 2012 in Orlando seinen ersten WM-Titel als Amateur bei der World Kickboxing and Karate Union.

Nach weiteren WM-Siegen als Amateur im Leichtkontakt, Vollkontakt und K-1 Rules gewann er im September 2014 seinen ersten Profikampf nach nur wenigen Sekunden durch Knockout.

In der Nacht vom 10. auf den 11. September 2016 gewann er durch Knockout gegen Luca Panto in der ersten Runde seinen ersten WM-Titel im Superschwergewicht bei den Profis.

Wegen seiner K.-o.-Siege meist nach wenigen Sekunden und seines offensiven Kampfstils trägt Smolik den Kampfnamen Flying Badboy und Die K.-o.-Maschine. Er hält den Weltrekord für das schnellste Knockout nach Sekunden.

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Bei seinem Kampf am 1. Juli 2017 in der Münchner Zenith-Halle brauchte er 3 Sekunden für seinen K.-o.-Sieg nach Beginn des Kampfes.

Sein Lebensmittelpunkt ist Satteldorf. Hauptberuflich war er bis vor kurzem noch Polizist. Da sein Dienstherr das Kickboxen wegen der Verletzungsgefahr nicht als Nebentätigkeit genehmigte, gab Smolik zum 1. März 2016 seinen Beruf als Polizist auf.

Für den Kampfsport schlägt sein Herz und er hat schon ein Leben lang auf das hingearbeitet. Um nun hier zu stehen wo ich stehe, das werde ich für nichts aufgeben. Kampfsport gehört zu seinem Leben und ist ein Teil seiner Persönlichkeit.

Er arbeitet sehr viel und hart, um seine Ziele zu erreichen. Profi-Kämpfe hat er bislang 6 bestritten und alle gewinnen können. Er trainiert in Ellwangen und in München beim Mladen STEKO (Ex-Trainer der Profi-Weltmeisterin Dr.

Neben seiner Tätigkeit als Kämpfer trainiert Smolik Nachwuchstalente und engagiert sich für soziale Projekte. Zudem wirkte er bei der Fernsehserie "Die Ruhrpottwache" mit.

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Im Ring ist Michael Smolik der harte Kerl, Gegner fürchten seine Drehkicks, die für sie meist nach kurzer Zeit den K.o. bedeuten.

„Man strahlt Selbstbewusstsein aus, was häufig als Arroganz interpretiert wird.“ Man wisse, sich zur Wehr zu setzen: „Wenn mich jemand angreift, habe ich die Gewissheit, einfach stehenbleiben zu können, ohne dass mir etwas passiert.“

„Dass ich im Training Fortschritte gemacht habe, hat mir geholfen, auch in anderen Lebensbereichen Ziele zu erreichen“, sagt Smolik. Das liege auch an der erforderlichen Einstellung beim Kampfsport, niemals aufzugeben, sich selbst beherrschen zu können und sein Gegenüber stets zu respektieren. Für Smolik wird der letzte Punkt häufig unterschätzt. Dabei sei das aber extrem wichtig, wenn nicht sogar die wichtigste Eigenschaft eines Kampfsportlers. Anderen die Hand reichen, anderen helfen, Mehrwerte schaffen und diese vermitteln: Dies lernt man laut Smolik beim Kampfsport. Ganz besonders auch er selbst hat diese Erfahrung gemacht: „Früher war ich sehr arrogant.

Neben dem Kampfsport hat Ex-Polizist Smolik ein weiteres Talent und Hobby - Schauspielern. In der Sat.1-Serie „Die Ruhrpottwache“ (lief von 2016 bis 2017) spielt er einen Beamten, der Verbrecher jagt, natürlich in Smolik-Manier mit vollem Körpereinsatz.

Darüber hinaus sei jede Kampfsportart - ob Judo, Fechten, Taekwondo oder Kickboxen - neben einem Training für die geistige Fitness ein effektives Ganzkörpertraining. Beine, Po, Bauch, Waden, Schultern - das sind beispielsweise die Körperpartien, die beim Kickboxen besonders gefordert werden.

Smolik blieb in allen 29 Duellen seiner Profi-Karriere ungeschlagen. Fans feiern seine präzisen Kicks, gefürchtet ist besonders sein Drehkick, der 27-Jährige ist bekannt dafür, seine Gegner in kurzer Zeit auszuknocken. Wie macht er das? Hat er ein besonderes Geheimnis?

„Meditation! Konkret laufe es so ab, dass er sich nach dem zweiten Training des Tages für eine Viertelstunde in den Schneidersitz begibt und auf das dritte Auge konzentriert (der Bereich zwischen den Augenbrauen steht in der Meditationspraxis für Klarheit und Intuition). Eine zweite Art der Meditation wendet Smolik vor Kämpfen an: „In den Tagen und Wochen davor stelle ich mir mit geschlossenen Augen vor, wie ich trainiere und gegen meinen Gegner kämpfe.“ Im Zustand der Meditation könne sein Körper nicht unterscheiden, ob es sich um Traum oder Realität handele. „Das bringt viel“, schwört er. Lasse er seine tägliche Viertelstunde nur einmal schleifen, weil die Zeit fehlt, zeige sich das im anschließenden Training durch mangelnde Konzentration. Positiver Nebeneffekt für Smolik: „Seitdem ich meditiere, gehe ich gelassener mit einfach Allem um.

Smolik: „Wenn jemand Hampelmänner nicht ausführen kann, ist das eine schlechte Voraussetzung.“ Allerdings verbessere sich die Koordinationsfähigkeit durch Kickboxen auch enorm. Insofern gebe es kein K.o.-Kriterium, um sich beim Kickboxen mal auszuprobieren.

Am 22. September wollte Smolik seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht des Verbands der World Kickboxing and Karate Union (WKU) im Rückkampf gegen den Schweizer Enver Slijivar erneut verteidigen.

Doch dann kam die Schock-Diagnose: Gehirn-Tumor! Der Fighter hatte völlig unerwartet einen noch größeren Gegner bekommen.

Michael Smolik (32) steckte mitten in der Vorbereitung auf den Kampf gegen Edmond „Ringlife“ Avagyan (35).

Smolik überstand die gefährliche OP - und besiegte auch Nebenwirkungen wie epileptische Anfälle. Jetzt ist der Ex-Polizist wieder da! Und kehrt am 21. September in Bonn in den Ring zurück. Mit einem Knall: Der von vielen Kampfsport-Fans sehnlichst erwarteten Revanche gegen Mo Abdallah (30).

2019 standen sich die YouTube-Stars nach monatelangem Zoff schon einmal im Kickboxen im Ring gegenüber. Smolik gewann das Hass-Duell nach Punkten. Aber zufrieden war danach niemand ...

Seitdem hat sich viel geändert. Aus Hass wurde Freundschaft! Abdallah rettete Smolik vergangenen Oktober praktisch das Leben. Denn er war es, der Smolik nach dem gemeinsamen Training auf Zypern drängte, den Kopf untersuchen zu lassen, nachdem Smolik immer wieder Ausfälle hatte.

„Es ist verrückt“, sagt Abdallah. „Unser erster Kampf war am 12. Oktober 2019. Und Michis OP letztes Jahr war dann auch am 12. Oktober.“

Nachdem Smoliks Ärzte grünes Licht für den Kampf gegeben hatten, sagte Abdallah zu. „Diesmal geht es zwischen uns nur um eine sportliche Rivalität“, sagt er. „Ich bin gespannt, wie der Kampf ablaufen wird, wenn wir uns darauf konzentrieren können, die sportliche Leistung abzurufen.“

Auch Abdallah hatte gesundheitliche Problemen, quälte sich nach einem Bandscheibenvorfall durch die Reha. Diesmal steigt das Duell im klassischen Boxen.

Abdallah: „Mir ist vor allem wichtig, einen guten Kampf abzuliefern. Ich schäme mich für meine Leistung aus dem ersten Duell und verstehe, dass damals viele Menschen enttäuscht waren. Ich will zeigen, dass ich es besser kann.

Es sind gute Nachrichten, die der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer (MMA-Kämpfer) Michael Smolik am Freitagmorgen auf seinem Instagram-Account verkündet hat. Nach einer rund zwölfstündigen Operation wegen eines Hirntumors hat er die Nacht auf der Intensivstation verbracht. Die OP selbst, sei komplikationslos verlaufen.

Smolik hatte vor einigen Jahren im Ellwanger Dukes Gym Sportstudio im Kickboxen von sich Reden gemacht. Der breiten Maße ist er vermutlich als Sportler, Polizist und Schauspieler aus dem Fernsehen bekannt.

Nun hatte er vor etwa einer Woche seine Erkrankung ‐ ein Hirntumor, der sich im Sprachareal befand ‐ öffentlich gemacht.

Am Donnerstag war für ihn dann einer der entscheidende Tag gekommen: Er wurde am Klinikum in Heidelberg operiert. Bereits am späten Donnerstagabend hatte seine Lebensgefährtin, Salome Thürigen, mitgeteilt, dass Michael Smolik die Operation gut überstanden habe: „Die Operation hat fast 12h gedauert. Michi liegt jetzt auf der Intensivstation und sein Zustand ist stabil.“ Das teilt sie mit einem Foto mit, auf dem sie die Hand des Sportlers hält.

Sie habe auch kurz mit einer behandelnden Ärztin gesprochen, und sie bestätigte nochmals, dass „die OP soweit komplikationsfrei verlief.“ Zudem sei ein kurzer Besuch bei ihrem Partner auf der Intensivstation möglich gewesen, der er brauche nun Ruhe, um wieder Kraft zu sammeln.

Am frühen Freitagmorgen zeigte sich der MMA-Kämpfer dann selbst im Krankenbett liegend. Er zeigt kurz die notwendige Verkabelung an seinem Kopf und winkt schwach lächelnd in die Kamera. Dazu schreibt er, dass er gegen Mittag von der Intensivstation auf sein Zimmer verlegt werde. „Ich muss mich jetzt wieder hinlegen, bin noch ganz schön fertig.“

Eigentlich hätte der gebürtige Crailsheimer am 14. Oktober in Oberhausen im Ring stehen sollen. Diesen Kampf musste er absagen. Ein weit wichtigerer stand ihm bevor.

Vor etwa zwei Monaten sei bei ihm zufällig ein Hirntumor diagnostiziert worden. Diesen hatte man bei MRT-Untersuchungen entdeckt, nachdem ihm beim Sport häufig schlecht und schwindlig geworden sei, so Smolik.

Nachdem die Ausfallerscheinungen und der Schwindel weiter zugenommen hatten. War die Operation schließlich unausweichlich. Den Kampf in Oberhausen musste er schließlich absagen. „Ich habe alles versucht und habe bis zum Ende versucht, zu kämpfen“, entschuldigte sich Smolik bei seinen Fans für die Absage. „Es ist die einzige richtige Entscheidung.“

Kurz vor seiner Operation in Heidelberg hatte sich Smolik nochmals bei seinen Fans gemeldet und zeigte sich hoffnungsvoll, den ausgefallenen Kampf schon bald nachholen zu können.

Michael Smolik ist nicht nur ein erfolgreicher Kampfsportler, sondern auch ein Mensch, der Hindernisse überwindet und anderen Mut macht. Seine Geschichte ist ein Beispiel für Durchhaltevermögen, Disziplin und den Glauben an sich selbst.